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Golf-Karriere-Podcast, Golf. Karriere. Perspektiven.

Der erste deutsche Business-Golf-Podcast.

Hier sprechen die Stimmen der Branche. In Interviews mit Managern, Greenkeepern, Gründern und Machern geht es um Karriere, Digitalisierung und den Wandel im Golf-Business.

Cover des Jobs im Golf Business Podcasts
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Welche Jobs gibt es auf Golfanlagen?

16.09.2024 · 10:34

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"Jobs im Golfbusiness", der Podcast von der Golfbranche für die Golfbranche. Es erwarten dich spannende Interviews und Business Insights. Alle in der Sendung genannten Infos findest du im Anschluss in den Show Notes. Welche Jobs gibt es auf Golfanlagen?

Als ich vor über 10 Jahren begann, auf einem Golfplatz meine Ausbildung zu absolvieren, war ich fasziniert davon, wie groß so ein Golfklub sein kann. In meinem speziellen Fall wurde die Ausbildung damals zum Sport- und Fitnesskaufmann in einem Golfhotel absolviert. Ein gemütliches Hotel mit circa 70 Zimmern, einem Eventbereich, einer großen Gastronomie und einem Golfklub mit sehr vielen Mitgliedern. Vorher hätte ich niemals erwartet, dass so viele verschiedene Berufe in einer Golfanlage vertreten sind.

Selbstverständlich erhebt die Liste unten keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das ist auch gar nicht möglich, denn dafür ist die Branche zu speziell und individuell. Du kennst noch spannende Jobs im Golfbusiness? Dann hinterlasse einen Kommentar.

Diese Jobs gibt es auf Golfanlagen. Die Anzahl an verschiedenen Jobs auf Golfanlagen und in Golfklubs ist groß. Wer denkt, dass neben dem Golfpro und dem Golfmanager nur noch zwei bis drei weitere Mitarbeiter auf der Golfanlage herumlaufen, der irrt. Golflehrer oder Golfprofessional.

Golflehrer oder Golfprofessionals sind professionelle Golfspieler, die Golfunterricht erteilen. Sie helfen den Mitgliedern und Gästen, ihr Golfspiel und ihre Techniken zu verbessern. Oft bieten sie auch Einzel- und Gruppenunterricht oder sogar ganze Golfreisen in ferne Länder an. Liest ihr auf jeden Fall den verlinkten Artikel zum Golfpro durch?

Platzwart oder Greenkeeper. Platzwarte oder Greenkeeper sind damit beauftragt, den Golfplatz zu pflegen. Sie mähen das Gras, schneiden Büsche und Bäume, sähen neues Gras. Sie bewässern den Platz und halten ihn allgemein in gutem Zustand.

Golfspieler werden nur selten die Anwesenheit von Greenkeeper mitbekommen, denn diese verstehen es im Verborgenen zu arbeiten, sodass möglichst wenig Störung des operativen Spielablaufs auf dem Golfplatz stattfindet. Ein sehr interessanter Job. Golfplatzdesigner oder Architekt, Golfplatzdesigner oder Architekten sind für den Entwurf neuer Golfplätze oder die Anpassung bestehender Golfplätze zuständig. Sie arbeiten mit den Eigentümern der Golfanlagen zusammen.

So stellen sie sicher, dass der Platz den Bedürfnissen der Spieler entspricht und alle anderen Anforderungen eingehalten werden können. Golfplatzdesigner sind meistens eigenständig und haben viele verschiedene Golfplätze und Golfklubs als Kunden. Mitarbeiter in der Gastronomie. Auf vielen Golfplätzen gibt es auch Restaurants, Bars oder Cafés.

Die Service-Mitarbeiter kümmern sich um das leibliche Wohl der Spielerinnen und Spieler sowie der Besucherinnen und Besucher der Golfanlage. Rezeption oder Sekretariat. Das Erste, was Spieler und Besucher auf einer Golfanlage sehen, ist oft die Rezeption oder das Sekretariat. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich kümmern sich um Buchungen, Reservierungen und Anfragen und stehen den Gästen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Das ist aber nur eine sehr kurze Zusammenfassung der Aufgaben der Golfrezeptionisten. Diese Position ist mit das Herzstück und Gesicht der ganzen Golfanlage. Kein Golfmanager kann auf ein gut funktionierendes Sekretariat verzichten. Hier die besten Leute sitzen zu haben, kann über Erfolg oder Misserfolg auf einer Golfanlage entscheiden.

Caddies. Caddies sind professionelle Golfspieler, die den Golfspielern beim Tragen der Ausrüstung auf dem Golfplatz behilflich sind. Sie können auch Tipps zur Platzierung der Schläge und zur Wahl der richtigen Schläger geben. Ebenfalls kennen die Caddies den Platz hervorragend und können Hinweise über mögliche Hindernisse und Eigenheiten geben.

Ein jeder Golfspieler kennt doch die Wasserhindernisse, die bis zuletzt nicht gesehen wurden. Allerdings ist der Job des Caddies in Deutschland eher unüblich, während dieser in fernen Ländern wie Marokko noch die Regel ist. Golfshop-Mitarbeiter. Viele Golfplätze haben auch einen Golfshop.

Je nach Größe und Strategie der Golfanlage ist der Golfshop ein Teil der Golfrezeption oder mit ihr verschmolzen. Größere oder Sales-stärkere Anlagen können hier aber auch zwei Abteilungen draus machen. Im Golfshop werden Golfausrüstung, Bekleidung und Accessoires verkauft. Die Mitarbeiter in diesem Bereich sind für den Betrieb des Shops verantwortlich.

Marketing und Eventmanager. Marketing und Eventmanager sind für die Entwicklung von Marketingstrategien und die Planung und Koordination von Golfveranstaltungen verantwortlich. Sie arbeiten eng mit anderen Abteilungen zusammen. Sie sorgen dafür, dass die Golfanlage bekannt wird und Spieler und Besucher anzieht.

Tatsächlich sind Marketingstellen in Golfanlagen noch eher Neuland in der Golfbranche. Lange wurde sich auf Mundpropaganda und die florierende Golfbranche verlassen. Eine Marketingposition sollte in jeder Golfanlage etabliert sein, die vor hat, in zehn Jahren noch zu existieren. Fitnesstrainer oder Yoga-Lehrer.

Einige Golfanlagen bieten auch Fitness- oder Yogakurse an. Fitnesstrainer oder Yoga-Lehrer arbeiten mit Spielern und Besuchern zusammen. Sie helfen ihnen, ihre körperliche Fitness zu verbessern und sich auf das Golfspiel vorzubereiten. Denn mal ganz ehrlich, welcher Golfer wärmt sich vor der Golfrunde richtig auf oder führt am 19.

Loch ein Cooldown durch? Fitness ist ein ganz neues Thema, welches auf Golfanlagen allerdings immer beliebter wird. Je jünger der Mitgliederschnitt auf einer Golfanlage ist, umso mehr sorgt dieses Angebot für Anklang. Hausmeister oder Techniker.

Hausmeister oder Techniker sind dafür verantwortlich, dafür zu sorgen, dass sich die Gebäude und Einrichtungen auf dem Golfplatz in einem guten Zustand befinden. Sie führen Wartungsarbeiten durch und reparieren Geräte. Sie sorgen dafür, dass alle Einrichtungen wie Heizung, Klimaanlage und Stromversorgung einwandfrei funktionieren. Verwaltungspersonal.

Verwaltungspersonal ist dafür zuständig, die Finanzen, das Personal und andere administrative Aufgaben auf der Golfanlage zu verwalten. Sie kümmern sich um die Buchhaltung, die Erstellung von Budgets, die Einstellung von Mitarbeitern und die allgemeine Verwaltung der Golfanlage. Zur Verwaltung gehören insbesondere der kaufmännische Geschäftsführer, die Buchhaltung, das Controlling und die Personalabteilung. Je nach Größe der Golfanlage können hier mehrere Abteilungen existieren oder alle Aufgaben werden von einer Person bearbeitet.

Viele Golfanlagen sourcen diese Dienste auch an externe Firmen out. Sicherheitspersonal. Das Sicherheitspersonal sorgt für die Sicherheit der Spielerinnen und Spieler sowie der Besucherinnen und Besucher auf der Golfanlage. Sie überwachen das Gelände, um die Sicherheit aller Beteiligten und des Eigentums zu gewährleisten.

Sie reagieren schnell auf Notfälle oder andere Vorkommnisse. Event- und Hochzeitsplaner. Viele Golfanlagen bieten auch Dienstleistungen im Bereich der Event- und Hochzeitsplanung an. Event- und Hochzeitsplaner sind für die Planung und Koordination von Veranstaltungen wie Golftonieren, Hochzeiten, Empfängen und anderen Events auf dem Golfplatz verantwortlich.

Diese Aufgaben ähneln sehr den Aufgaben des Event-Managers. Aber nicht nur Hochzeiten sind eine tolle Zielgruppe für Golfanlagen. Auch Trauerfeiern sind Veranstaltungen, die immer öfter in den Räumlichkeiten von Golfanlagen zu finden sind. Fotograf oder Videograf.

Einige Golfanlagen beschäftigen auch Fotografen oder Videografen zur Dokumentation von Golftonieren und anderen Veranstaltungen auf der Anlage. Sie liefern qualitativ hochwertige Bilder und Videos. Diese können für Werbe- und Marketingzwecke verwendet werden. Diese Stelle ist aber selten in einer Vollzeitstelle besetzt, sondern wird mit Social Media oder Marketingstellen zusammengefasst.

Auch sind selbstständige Freelancer hier eine beliebte Option für Golfanlagen, damit sie diesen Job nicht selber besetzen müssen. Social Media Manager. Ein Social Media Manager ist dafür verantwortlich, die Social Media Präsenz der Golfanlage zu verwalten und auszubauen. Er sorgt für ansprechende Inhalte und fördert das Engagement der Fans und Follower.

Außerdem trägt er dazu bei, die Marke der Golfanlage bekannter zu machen. Heutzutage sträuben sich viele Golfanlagen noch gegen die Besetzung des Social Media Jobs in ihrem Golfklub. Da wir aber alle wissen, wie wichtig es ist, junge Generationen für den Golfsport zu begeistern, ist Social Media ein wichtiges Thema. Social Media ist eine Vollzeitstelle und sollte keineswegs irgendwo anders dazugehängt oder gar an Studenten auf 450 Euro Basis ausgegliedert werden.

Gärtner oder Landschaftsgärtner. Gärtner oder Landschaftsgärtner pflegen und unterhalten die Gärten, die Landschaft und die Blumen auf der Golfanlage. Sie tragen dazu bei, dass die Anlage schön und einladend aussieht. Sie sorgen für eine angenehme Umgebung, in der sich Spieler und Besucher wohlfühlen.

Diese Stelle ist häufig synonym mit der Stelle des Greenkeepers. Buchhalter oder Steuerberater. Für die finanzielle und steuerliche Verwaltung der Golfanlage ist ein Buchhalter oder Steuerberater zuständig. Sie sorgen für eine korrekte Buchführung.

Sie erstellen Budgets und kümmern sich um Steuerangelegenheiten. Buchhalter oder Steuerberater. Für die finanzielle und steuerliche Verwaltung der Golfanlage ist ein Buchhalter oder Steuerberater zuständig. Sie sorgen für eine korrekte Buchführung.

Sie erstellen Budgets und kümmern sich um Steuerangelegenheiten. Sales Manager oder Business Developer. Ein Sales Manager oder Business Developer ist für die Suche nach neuen Geschäftsmöglichkeiten für die Golfanlage und die Erweiterung des Geschäfts zuständig. Zur Erweiterung und Diversifizierung des Geschäfts der Golfanlage suchen sie nach neuen Kunden und Partnerschaften.

". de" Website von Golfexperte Mirco Timm.

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Die Golfmessen in 2025

21.08.2024 · 3:22

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Jobs im Golfbusiness, der Podcast von der Golfbranche für die Golfbranche. Es erwarten dich spannende Interviews und Business Insights. Alle in der Sendung genannten Infos findest du im Anschluss in den Show Notes. Wenn du an einem Podcast-Interview interessiert bist, dann hör dir auch gerne die Folge mit Hanse-Golf-Messebetreiber Ingo an.

Golfmessen sind weit mehr als nur eine Gelegenheit zum Kennenlernen des neuesten Equipments oder der neuesten Trends im Golfsport. Sie sind ein wichtiger Treffpunkt für golfbegeisterte Fachleute und Unternehmen. Die meisten dieser Messen finden zwischen Januar und März statt. Das ist der Beginn eines neuen Jahres.

Als langjähriger Besucher und passionierter Golfer kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass diese Veranstaltungen eine unschätzbare Plattform zur Unternehmenspräsentation und Kontaktpflege bieten. Für Hobbygolfer ist es eine tolle Gelegenheit, neue Produkte auszuprobieren und Gleichgesinnte zu treffen. Für Golfprofessionals und Reiseveranstalter sind sie die ideale Plattform zur Präsentation ihrer Angebote und zur Anbahnung neuer Kooperationen. Golf ist People's Business.

Kaum eine Veranstaltung bietet so viel Networking-Potenzial wie eine erfolgreiche Golfmesse. Die Saison beginnt am 23. Januar in Stuttgart mit der Golf- und Wellnessmesse im Rahmen der CMT. Hier kannst du nicht nur die neuesten Golftrends entdecken, sondern auch in die Welt der Wellness eintauchen.

Das Event geht bis zum 26. Januar und bietet eine perfekte Kombination aus Golf und Erholung. Weiter geht es vom 30. Januar bis zum 2.

Februar in Zürich mit der Fespo Golfmesse. Diese Messe verbindet Golf mit verschiedenen Lifestyle-Themen und sorgt für ein abwechslungsreiches Programm. Wenn du nur für Golf brennst, dann sind die "Golftage München" vom 7. bis zum 9.

Februar genau das Richtige für dich. Diese Messe ist ein echtes Highlight für alle Golf-Enthusiasten und bietet dir die neuesten Innovationen und Trends des Sports. Nur eine Woche später, vom 14. bis 16.

Februar, zieht die Hanse-Golfmesse nach Hamburg. Auch hier dreht sich alles um Golf. Von Ausrüstung über Reisen bis hin zu exklusiven Golfanlagen. Düsseldorf ist vom 21.

bis 23. Februar Schauplatz der Rheingolf, eine weitere Messe, die voll und ganz dem Golf gewidmet ist. Hier kannst du alles finden, was das Golferherz begehrt. Ganz neu auf dem Messekalender ist die erste Austrian Golf Show in Wien.

Deren Termin noch nicht fest steht, aber definitiv auf deiner Liste stehen sollte, wenn du ein echter Golf-Fan bist. Nicht verpassen solltest du auch die Holland Golf Show in Amsterdam, die am 7. März startet und dir spannende Einblicke in die Golfwelt bietet. Und last but not least, die Danish Golf Show in Herning, deren Daten ebenfalls noch bekannt gegeben werden.

Hier erwartet dich eine Messe, die Golf und dänische Lebensart perfekt kombiniert. Vielen Dank fürs Zuhören. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann hinterlasse doch gerne eine Bewertung auf iTunes.

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Golf Pro werden. Alles über Gehalt, Ausbildung und Aufgaben

15.09.2022 · 1:02:07

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Bei dieser Folge handelt es sich um ein Reupload einer Folge aus dem Jahr 2020. Aus technischen Gründen wurde die Folge nicht mehr an allen Podcastkanälen ausgespielt. Daher war ein neuer Upload notwendig, um die Folge auch weiterhin in der Hörerschaft zur Verfügung zu stellen. In der Folge werden spannende Themen besprochen und obwohl der eigentliche Inhalt bereits zwei Jahre her ist, lohnt sich das Reinhören auf jeden Fall.

Interviewpartner Felix Lechner hat inzwischen mehr Verantwortung übernommen und wurde in den Vorstand berufen. Neben vielen neuen Themen wie der PGA Business Division oder dem immer ausgereifteren Ausbildungsangebot der PGA gibt es viel Stoff für eine weitere Folge. Wenn ihr also daran interessiert seid, Felix auch noch ein weiteres Mal bei uns zu Gast zu haben, so lasst es mich gerne in der Kontaktfunktion oder in der Kommentarfunktion wissen. Deine Infos findest du im Anschluss in den Show Notes.

Herzlich willkommen beim Jobs und Golf Business Podcast. Heute begrüßen wir Felix Lechner von der PGA of Germany. Felix grüße dich. Hallo Mirco.

Ich freue mich sehr, dass ich da bin und dass ihr mich eingeladen habt, heute ein bisschen was zu erzählen. Wir freuen uns hier auch ganz doll, dass du mit dabei bist, dich heute dem Interview stellst und uns einfach mal so ein bisschen mit auf den Weg nimmst, was eigentlich die PGA of Germany so macht und wie wir in Deutschland aber auch es schaffen, eigentlich Golf Pro zu werden. Bevor wir jetzt auf das eigentliche Thema eingehen, stell dich doch mal ganz kurz vor, wer bist du eigentlich und was machst du so? Ja, ich bin Felix Lechner, ich bin 41 Jahre alt, ich bin glücklicher, dreifacher Familienvater, ich komme aus München, bin auch geborener Münchner, wohne mittlerweile im Fünfzehenland im schönen Pilsensee und bin seit 15 Jahren bei der PGA of Germany in Lohn und Brot.

Fünfzehn Jahre ist auf jeden Fall eine sehr lange Zeit, bevor wir jetzt aber auch gleich zu der nächsten Frage weitergehen, bei der du dich ein bisschen vorstellen darfst, kommt noch einmal die 60-Sekunden-Challenge, 60-Sekunden-Challenge ist das einzige, was ich dir am Vorfeld noch nicht zu diesem Interview verraten habe, denn du hast 60 Sekunden Zeit, um ein Wort von deiner Seite aus zu erklären bzw. das zu sagen, was dir zu diesem Wort als erstes einfällt. Dein Wort lautet Prüfungen und die Zeit läuft jetzt. Prüfungen ist ein absolut elementares Thema in unserem PGA of Germany Business, weil natürlich Prüfung gleichzeitig bedeutet, dass wir unsere Golflehrer zu Golflehrern ausbilden, die uns mit einer Prüfung abschließen, die dann in den Pulli Qualified PGA Golf Professionell mündet, der ja das Zentrum unseres ganzen Verbandswesens bildet und den wir am Schluss auch vermarkten, den wir unterstützen, den wir zur Beratung zur Seite stehen, von daher ist die Prüfung der Anfang des ganzen Themas PGA.

Wunderbar, damit sind wir auch gerade mal bei 40 Sekunden angekommen, also super in der Zeit geblieben und wir hüpfen jetzt gleich zu deinem Tätigkeitsfeld bei der PGA of Germany, was machst du da eigentlich und was ist deine Aufgabe? Ja, es gibt ja immer in den Unternehmen offizielle Titel, also ich bin offiziell Head of Marketing, also Leiter Marketing und damit erklärt sich eigentlich auch schon, was mein Kernbusiness ist. Ich vermarkte den Verband sowohl intern als auch extern, ich bin zuständig für die Vermarktung des Verbandes an sich, aber auch das Kreiieren neuer Vermarktungsstrategien, das Einführen von Lizenzmodellen, kleinerer Teil ist auch das ganze Thema Infrastruktur, also ich bin bei uns im Haus für die ganzen Themen Digitalisierung, Datenbanksysteme, IT, Website, von technischer Seite als Ansprechpartner tätig und am Ende auch noch für das ganze Thema Datenschutz, das seit 2018 sehr präsent ist, wir haben ja mehrere Firmen in unserer Group of Companies und für alle Firmen bin ich als Datenschutzbeauftragter auch noch tätig, das ist so die groben Kernpunkte meiner Aufgaben. Und Datenschutz hast du wahrscheinlich vor zwei Jahren so als Thema geerbt, weil ich glaube vorher vor der DSGVO war das Thema ja immer so ein bisschen mehr nebenbei, ist das zu deinem absoluten Lieblingsthema geworden oder was begeistert dich da tatsächlich ein bisschen mehr?

Ja, also tatsächlich ist es natürlich kein Lieblingsthema, das ist mir in den Schoße gefallen, weil man braucht natürlich wie das ganze Thema Datenschutz zum einen jemand, der ein grundsätzliches, ich will mal sagen juristisches Verständnis hat, weil natürlich viel mit Vertrag zu tun hat, was viel mit Gesetzestexten zu tun hat und ich will mal sagen, da habe ich so aus dem Studium heraus so eine kleine Leidenschaft entwickelt, mich mit diesem Thema juristisches Handwerkszeug auseinanderzusetzen, ohne wirklich Jurist zu sein, also soweit geht es nicht, aber ich habe da so ein bisschen ein Faible zu Verträgen, Vertragskonstellationen, sei es Marketingverträgen und eben aber auch dann den Datenschutzverträgen, habe mich dort in einigen Seminaren weitergebildet und fortgebildet und irgendwie ist das mir natürlich zugefallen, da ich eben quasi als Leiter Marketing auch so eine Schnittstelle zu den einzelnen Firmen bilde, hat das sicherlich ganz gut gepasst. Mein Lieblingsthema ist es nicht, das wird es auch nicht, weil es ist natürlich eine sehr trockene Materie und auch die Verfolgung ist relativ schwierig, es hat Gott sei Dank aber auch an Präsenz verloren, weil wenn die Hausaufgaben mal gemacht sind, dann hat man auch nicht mehr so wahnsinnig viel Arbeit damit und man muss ja ehrlicherweise sagen, dass in den letzten Monaten andere Themen präsent sind, aber auch schon direkt nach Einführung der DSGVO die Angst etwas falsch zu machen nachgelassen hat, weil die Kettenhunde dort draußen ja nicht so streng das alles verfolgen, als dass man Angst haben müsste, dass jetzt jeden Tag eine Kontrolle droht, also das heißt nicht, dass man deswegen nachlässt, aber das Thema hat natürlich an Präsenz verloren, wenn man mal alle Dinge sortiert hat, wenn man alle Formulare hat, ist es mittlerweile in den Alltag eingeflossen, dass die Rechte am Bild bei unseren Veranstaltungen, der Umgang mit den Daten unserer Mitglieder, die ja eigentlich unser größtes Gut sind, weil wir ja nichts produzieren, sondern eigentlich nur Daten besitzen und wenn man dort die Hausaufgaben gemacht hat, nimmt es keine große Präsenz mehr ein. Ja, da kann ich dir an sehr vielen Punkten tatsächlich zustimmen, als Betreiber der Jobs im Golf Business Webseite habe ich natürlich nicht ganz so große Kontaktpunkte zum Datenschutz wie du allerdings mehr als mir tatsächlich lieb sind, das ging schon mit diesen Datenschutz textlos, wo man auch erstmal gucken musste, wo bekommt man die eigentlich her, ging dann weiter über den richtigen Cookie Hinweise, gegen die natürlich auch immer kräftig abgemahnt wird von den Abmahnanwälten und hat uns jetzt zuletzt in der Corona-Zeit, obwohl das immer so ein bisschen untergegangen ist, weil eben Corona im Vordergrund stand, mit dem Privacy Shield auch wieder sehr verwirrt, weil spätestens seitdem war mir überhaupt nicht mehr bewusst, was jetzt richtig und was falsch ist, aber das soll heute gar nicht das Thema sein und bevor wir jetzt noch ein bisschen weiter auf deine eigentlichen Tätigkeiten eingehen, erkläre uns doch auch ganz gerne mal, was ist denn die PGA und ich habe ja auch schon die ganze Zeit gesagt, PGA auf Germany, wo ist denn da der Unterschied und was gibt es da alles? Ja, das ist ja schon eigentlich ein ganz wichtiger Punkt, weil wenn man den Amateurgolfer fragt, weißt du, was die PGA ist, ist die Antwort zu 99,9%, na klar weiß ich, was die PGA ist und bevor man dann nachfragt, wird einem meistens auch gleich erklärt, was sie denn damit meinen und was das tatsächlich bedeutet und da kann ich fast sagen, in mehr als 99,9% der Fälle trifft es dann nicht ganz die Wahrheit, weil natürlich die Begrifflichkeiten gar nicht so einfach sind.

Also was sind wir als PGA auf Germany? Wir sind der Berufsverband, der Golfprofessionell ist, das heißt, sowohl der Golflehrer, die ihr Geld durch Unterricht verdienen, als auch der Golfspieler, die durch Turnieraktivität ihr Geld verdienen und das ist ein wichtiger Unterschied, das kommt im Markt oft gar nicht so an, weil man natürlich immer davon ausgeht, na ja, es ist halt ein Professionell und der spielt halt, wenn er sehr gut Golfspiel turniere und vielleicht, wenn es nicht mehr so läuft oder parallel, verdient er das Geld mit Unterricht, das ist aber nicht der Fall, sondern im ganz im Gegenteil, ein Playing-Professionell darf in der Regel überhaupt gar keinen Unterricht geben, allein deswegen, weil er eben keine Ausbildung hat in diesem Bereich, der Playing-Professionell darf eben nur in unserem Verband sein, wenn er keinen Unterricht gibt. Es gibt ein paar Ausnahmen, Bernhard Langer ist sicherlich das bekannteste Beispiel, weil Bernhard Langer, bevor er Playing-Professionell geworden ist, die Ausbildung zum Golflehrer absolviert hat. Grundsätzlich sind wir eben ein Verband für Golflehrer und Playing-Professionells, wobei die Golflehrer die deutlich überwiegende Zahl bilden, also man merkt das so ein bisschen, wenn man in die Vergangenheit geht, unser ursprüngliche Name, als wir 1927 gegründet wurden, war der Deutsche Golflehrerverband, da kommen wir her und erst im Zuge einer internationalen Angleichung haben wir den Firmennamen PGA übernommen, diese drei Buchstaben, um eben dort als gemeinsame Marke weltweit aufzutreten, aber deutlich über 70 Prozent unserer Mitglieder sind eben Golflehrer.

Wir sind dort eine klassische Interessensvertretung, machen die Lobbyarbeit, wir verstehen uns da so ein bisschen als Schnittstelle zum Markt, als Dienstleister, wir sind zuständig für die Betreuung und die Ausbildung von Mitgliedern, wir veranstalten Fortbildungsveranstaltungen, wir organisieren Lehrgänge, wir haben natürlich auch die deutschen Meisterschaften und Turniere in unserem Portfolio und sind dort ein Gegenpol, will ich nicht sagen, das klingt so negativ, aber eben eine Ergänzung zum deutschen Golfverband, bei dem die Amateur-Golfspieler organisiert sind und durch diesen Amateur-Status, der nach wie vor existiert, ist es ja eben historisch bedingt nicht erlaubt, als Amateur durch sein Golfspiel Geld zu verdienen und um diese Lücke zu schließen, gibt es die PGA of Germany und das Germany sagt eben auch schon, wir sind zuständig für Deutschland, wir sind aber keine Unterorganisation, also es ist nicht so, wie man es vielleicht ein bisschen aus dem Fußball kennt, da gibt es eine FIFA und dann gibt es noch eine UEFA und in der UEFA sind dann die einzelnen Länder, also für Deutschland der DFB mit organisiert, das ist im Golf nicht so, es gibt also keine internationale PGA, sondern jede PGA ist komplett für sich eigenständig tätig. Es gibt in Europa oder es gab, muss man sagen, eine PGA of Europe, die ist mittlerweile, firmiert die unter dem Titel Confederation of Professional Golf, da hat eine Umbenennung gegeben von vor, ich glaube zwei Jahren, die ist aber auch kein Oberhaupt über den einzelnen Landes-PGAs, sondern die ist auch wiederum eine Interessenvertretung und versucht, die kleineren PGAs und die größeren PGAs zu vermitteln, die Wissen zu transferieren, uns international zu vertreten, Ausbildungsinhalte anzugleichen, die Ausbildung auch zu zertifizieren, um kleineren PGAs auch Möglichkeiten zu geben, sich eine adäquate Ausbildung anzueignen. International gesehen gibt es dann noch eine PGA World Alliance nennt sich das, das ist ein Zusammenschluss der größten PGA der Welt, da ist die PGA of Germany eben auch Bestandteil, weil wir aktuell die zweitgrößte PGA Europas sind, nach der PGA of Great Britain and Ireland und immerhin die sechs größte der Welt, also relativ gut und breit aufgestellt, komplett eigenständig mit mehreren Unterfirmen, die unter dem klassischen EV, unter dem wir als PGA of Germany EV-Firmieren ausgestattet und gehen so in den Markt. Ok, sehr spannend, ich habe mir da zwei Sachen tatsächlich noch mal mitgeschrieben, wo ich ein paar Fragen habe.

Du hast jetzt angesprochen die Teaching-Proms und die Playing-Proms und dass die Anzahl sich da auch so ein bisschen unterteilt, wenn wir jetzt mal auf ganz Deutschland schauen wie viele Golflehrer oder tatsächlich Playing-Proms haben wir da und wie viele davon sind auch bei euch Mitglied? Bei uns im Verband sind aktuell knapp 2000 Mitglieder organisiert, von diesen 2000 Mitgliedern sind ungefähr, das ist ein bisschen schwankend, aber es sind ungefähr 80% Golflehrer, dann sind noch 12% sogenannte Assistenten, das ist eine Zwischenstufe in unserer Ausbildung mit Auszubildenden, die eben gerade den Beruf erlernen und dann haben wir noch 7% Playing-Professionals, also wenn man das so grob formuliert, sprechen wir von 1500, 1600, 1700 Golflehrern, die voll ausgebildet sind. In ganz Deutschland wird es wahrscheinlich ungefähr noch 100 bis 150 Golflehrer geben, die nicht bei uns organisiert sind, also wir sind kein klassischer Monopolist, weil das liegt einfach daran, dass man als Golflehrer, wenn man als Golflehrer tätig ist oder durch Golfunterricht sein Geld verdient, in der Theorie nicht bei uns Mitglied sein muss, sondern man kann auch ohne Mitgliedschaft bei der PGA of Germany Golfunterricht geben, man muss nur seinen Amateurstatus abgeben. Das sind nicht viele, aber es gibt die, das sind oft welche, die die Prüfung nicht bestanden haben, die aber weiterhin im Golf tätig sind, aber auch, und das ist völlig okay, Mitglieder anderer PGA's.

Also man stelle sich vor, man hat die Ausbildung in England genossen, kommt nach Deutschland, gibt dort Golfunterricht und bleibt Mitglied in seiner Heimat PGA, dann ist es eine anerkannte PGA. Also es gibt anerkannte PGA's und nicht anerkannte PGA's, das liegt an der Ausbildungsqualität. Wenn ich eben einer anerkannten PGA angehöre, ist das für uns völlig in Ordnung, wenn der in Deutschland arbeitet. Wenn er nicht bei uns Mitglied ist, ist das auch in Ordnung, wenn es eine Golfanlage gibt, die ihn anstellt, dann ist das das gute Recht.

Aber so, dass wir insgesamt von ungefähr, sage ich mal, 1600 Golflehrern, die bei uns organisiert sind, sprechen und von ungefähr 150 Mitgliedern, die anderen PGA's angehören oder keiner PGA angehören. Das ist so die grobe Zahl, wobei das nicht heißt, dass all die genannten als Gesamtzahl im Golfmarkt als Golflehrer arbeiten. Sondern da kommen wir dann vielleicht auch noch drauf, die arbeiten in unterschiedlichen Berufsbildern und nicht immer auf der Range als klassischer Range-Professionell, der rein durch Golfunterricht sein Geld verdient. Okay, auf jeden Fall sehr spannend.

Da haben sich bei mir jetzt auch schon hier ein paar Fragen aufgetan. Aber die Frage, die ich gerade eben auch noch hatte und die ich jetzt sogar noch ein bisschen verstärkter hatte, was ist denn, wenn ein Amateur versucht, mit Golfunterricht Geld zu verdienen? Also meinetwegen, ich hätte noch eine alte Pferdekoppel, spiele einigermaßen gut Golf und will damit Geld verdienen und mache das einfach. Oder ein Golfclub stellt mich tatsächlich an, ohne meine Zertifikate an sich angeguckt zu haben.

Ist das dann illegal und verklagt mich dann jemand? Nein, das ist nicht illegal. Der Hintergrund ist, dass der Golflehrer kein staatlich anerkannt und geschützter Beruf ist, wie zum Beispiel der Skilehrer oder der Tennislehrer. Das ist auch so ein bisschen historisch bedingt.

Es gab doch in grauen Vorzeiten die Meinung, dass Golf nicht so der klassische Sport ist, wo eine Gefahr für Leib und Leben besteht, wenn man ihm falsch beibringt. Und deswegen wurde der nie staatlich anerkannt. Das ist meines Wissens so der Hintergrund und dementsprechend ist es erlaubt, auch als nicht geprüfter Golflehrer Golfunterricht zu erteilen. Was nicht erlaubt ist, ist, dass man weiterhin sich in dem Bereich des Golfamateurs bewegt, sprich Amateur-Golfturniere spielen darf.

Vorgabe wirksam als klassisches Mitglied eines Golfclubs. Das ist nicht mehr erlaubt und da kann es passieren, dass man "angeklagt" wird beim deutschen Golfverband, das dort mitgeteilt wird. Der Herr Mustermann gibt gegen Geld Unterricht, aber der hat doch letzte Woche als Sieger im Brutto unseren Monatsbecher gewonnen. Das geht doch nicht und dann wird der deutsche Golfverband ihm den Amateur-Status entziehen.

Aber das ist nicht mit einer Strafe oder sowas verbunden, sondern er darf halt dann keine Amateur-Turniere mehr spielen, darf aber normal Geld verdienen. Wenn er diese, sag ich mal, juristischen und steuerrechtlichen Themen abbildet, wenn er eben Geld verdient, dann ist das alles in Ordnung und ist nicht strafbar im klassischen Sinne. Okay, sehr schön. Das habe ich, glaube ich, verstanden.

Also es gibt den Unterschied zwischen den Amateur*innen und den Profis und wenn ich dann tatsächlich zu dem Wechsel der Geld verdient, dann war es das für mich mit den Amateur-Turnieren. Das kann ich mir relativ einfach merken. Kommen wir doch mal wieder zurück auf euch, die PGA, denn da interessiert mich jetzt ganz brennend, wie ihr eigentlich organisiert seid. Also wie viele Mitarbeiter habt ihr aber euren Standort hier in Deutschland?

Was machen die so und in welche Bereiche unterteilt sich das? Ja, wir haben in der Geschäftsstelle, unsere Geschäftsstelle sitzt in München, das war nicht immer so, die war auch schon in anderen Bereichen, in Augsburg oder vor lange Jahre jeweils an dem Büro des ehrenamtlich tätigen Präsidenten. Das war noch in den Zeiten, als die PGA noch deutlich kleiner war, nach der Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg. Seit jetzt mittlerweile 16 Jahren ist die PGA in München.

Wir haben dort aktuell, das ist auch immer ein bisschen schwankend, acht festangestellte Mitarbeiter, die direkt in der Geschäftsstelle sitzen. Wir haben dann noch zwei Teilzeitkräfte, die für unterschiedliche Themenbereiche zuständig sind in der Vermarktung. Wir haben natürlich auch noch sieben ehrenamtliche Vorstände, die natürlich ehrenamtlich tätig sind und nicht angestellt sind, aber darf man nicht vergessen, die leisten auch sehr viel Arbeit für den Verband und für die eigentlichen Verbandsgremien. Wir haben auch einen Aufsichtsrat bei der Aktiengesellschaft.

Wir haben rund 25 Coaches, die für uns als Lehrteam für die Ausbildung zuständig sind, die Ausbildung betreiben, die Seminare leiten, die Prüfungen abhalten. Dann eine externe Rechtsberatung mit einem Verbandsanwalt, der auch nicht bei uns angestellt ist, aber für uns zuständig ist, für die Mitgliederbetreuung und für alle rechtlichen Fragen. Und natürlich noch ein Turnierstuff, den wir auf Honorarbasis je nach Turniergröße und nach Turnieranzahl eben beschäftigen. Das ist so ungefähr die Größenordnung.

In wechselnden Jahren haben wir dann auch immer Auszubildende und Praktikanten und duale Studenten bei uns im Haus, je nach Themen, die anstehen, je nach Bedarf, der ansteht. Momentan sind wir dort aufgrund der Corona-Situation etwas zurückhaltender, aber wir hatten auch schon mal drei Auszubildende gleichzeitig. Wir hatten auch schon mal eine Firma mehr mit der ProGolf Tour, die bei uns im Haus saß. Da sind wir immer noch anteilseigen, aber sie sitzt nicht mehr bei uns im Haus und ist nicht mehr von uns operativ im Haus betrieben.

Deswegen sind wir auch dadurch weniger Leute hier in der Geschäftsstelle. Aber so in diesem Bereich 8 bis 12 Leute bewegt sich das, die fix hier in der Geschäftsstelle sind. Und dann war ja noch die Frage, was die so machen. Und das teilt sich eben klassisch in die Themenbereiche auf, die wir wirklich haben.

Wir haben Mitarbeiter, die sind zuständig für die Mitgliederbetreuung. Wir haben Mitarbeiter, die sind für die Aus- und die Fortbildung zuständig. Wir haben Mitarbeiter für Marketing und für Kommunikation. Dazu natürlich die Geschäftsführung.

Und ich sag mal, so bei uns ist jeder aufgrund der Firmengröße in der Lage, die ein oder andere Themengebiete von Kollegen auch mitzubenehmen und dort einzuspringen, wenn Not am Mann ist, wenn Urlauber anstehen. Das ist nicht ganz klar getrennt. Aber im Großen und Ganzen sind das die Themengebiete, die wir dort abbilden. Wir haben dann noch dieses Thema Turniere, das noch an einer Person hängt, die auch parallel noch in den Controlling-Bereich, Buchhaltung und Finanzen mit betreut.

Das ist es im Großen und Ganzen. Sehr spannend. Da sind auf jeden Fall viele Bereiche mit dabei. Und jetzt hast du ja auch schon gesagt, auszubildende Praktikanten und duale Studenten habt ihr auch hin und wieder.

Und das teilweise auch tatsächlich in sehr großer Zahl. Wenn einer der Zuhörer jetzt daran interessiert ist, meinetwegen ab 1. August 2021, wenn die Welt für uns alle hoffentlich wieder besser aussieht, bei euch anzufangen. Was muss der denn dafür können?

Also eine Leidenschaft für den Golfsport zu haben ist sicherlich sehr, sehr, sehr wichtig, weil alle, die aus dem Golf kommen und sich im Golf bewegen, wissen, dass dieser Golfmarkt sich schon ein wenig von den anderen, sage ich mal, in Deutschland weiter vorne stehenden Sportarten, wie zum Beispiel Fußball oder Handball unterscheidet. Also der Golfmarkt ist relativ speziell. Man kriegt nicht so viel mit in den Medien. Man liest nicht so viel, weshalb es schwieriger ist, sich die Fachkenntnisse anzueignen.

Wenn man diesen Spirit of the Games, so nennen wir das, wenn man den schon intus hat und eine gewisse Leidenschaft für Golf hat, ist es auf jeden Fall von Vorteil. Das ist kein Ausschlusskriterium. Ich habe auch bei der PGR angefangen und hatte sehr wenig bis gar keine Golferfahrung. Aber die Leidenschaft muss zumindest entstehen.

Wenn man sich selbst die Chance gibt, diesem wunderbaren Sport eine Chance zu geben und nicht gleich zu sagen, das ist kein Sport, das ist nichts für mich. Das ist schon mal sicherlich Grundvoraussetzung, dass wir das auch als Verband wirklich leben, auch die Mitarbeiter. Wir spielen mittlerweile eigentlich alle Golf und hatten schon Golferfahrung, treffen uns auch regelmäßig, machen auch eigenen Geschäftsstellenwettkampf jedes Jahr. Also wir beleben das als Sportverband, reden über Golf und deswegen ist da eine gewisse Leidenschaft auf jeden Fall nicht von Nachteil.

Ansonsten ist Engagement, Abwechslungsreichtum, keine Angst zu haben vor Kontakt mit Mitgliedern, weil nicht jeder Kontakt ist immer ein positiver, sondern natürlich gibt es auch kritische Themen, die man bearbeiten muss, wie das ganz normal ist in jedem Verein, wo man sehr vielen unterschiedlichen Strömungen gerecht werden muss. Wenn man davor nicht zurückschreckt, dann glaube ich, ist es durchaus sinnvoll, mal diesen Bereich Golf überhaupt, im Speziellen dann vielleicht auch die PGA ins Auge zu fassen. Es tut sich immer wieder was, wir suchen immer wieder Leute, gerade im Ausbildungsbereich, ich sage jetzt mal Marketing, Kommunikation, Büromanagement, Veranstaltungskaufmann. Die Themen sind immer wieder bei uns gefragt und es schadet nicht, dort auch mal vorstellig zu werden, wenn man vielleicht gerade so sich am Ende seiner Schullaufbahn bewegt und sagt, ach das könnte ich mir vorstellen als Start in die Golfkarriere, wäre das genauso eine Möglichkeit wie zum Beispiel auch als dualer Student zu diesem neuen Studiengang zum Golfmanagement, wo man vielleicht sagen kann, ich kann direkt im Verband dazu meine Erfahrungen sammeln, dann ist es durchaus denkbar, weil es muss sich halt ein Themengebiet ergeben, wo gerade Bedarf ist.

Das passiert auch immer wieder, Voraussagen kann man da aktuell natürlich wenig, aber Schaden tut es nicht und dann gerne auch sich an mich wenden, per E-Mail oder per Telefon. de finden und dann freuen wir uns auf jeden Fall, wenn man mal vielleicht eine Bewerbung kriegt und mal ein bisschen was zu lesen hat. Sehr schön, die Kontaktdaten nehmen wir auch alle in die Shownotes des Podcasts mit auf, das macht es den Zuhörern dann noch ein bisschen einfacher, den direkten Kontakt zu finden. Um hier jetzt mal ein paar mehr Beispiele zu kriegen, was es denn so für spannende Tätigkeiten in euren Arbeitsalltag gibt, erzähl uns doch mal so ein bisschen mehr über deinen persönlichen Arbeitsalltag, aber auch so über deine spannendsten Aufgaben, die du tatsächlich hast, weil wir beide sehen uns ja auch immer mal wieder verteilt über das Jahr, wenn wir bei Kongressen oder bei Messen sind und damit haben wir bestimmt auch schon einen sehr spannenden Aufgabenteil, aber erzähl uns hier doch gerne ein bisschen mehr.

Ja, also in meinem Fall, wenn ich für mich spreche, ist natürlich der Hauptaufgabenbestandteil und meine Kernaufgabe die Betreuung, die Pflege, die Akquise von Kooperationen und Partnern, von der Betreuung von Lizenznehmern, das ist so mein wirkliches Kernarbeitsgebiet, wo man sagt, ich bin, wenn man so möchte, mit dem Team, das da dazugehört, zuständig externe Finanzmittel zu akquirieren, um unsere Mitglieder noch besser betreuen zu können. Und da sind wir auch total dankbar, dass wir schon seit vielen, vielen Jahren dort ein sehr stabiles System haben, eine sehr große Loyalität unserer Partner, die mit uns zusammenarbeiten, die teilweise seit 25 Jahren bei uns Partner sind, sehr langfristige Kooperationen mit uns haben. Das macht es einerseits deswegen einfacher, weil man konstante Ansprechpartner hat, weil man sehr detailreich in die Kooperationen eingehen kann, weil man sehr viele Ansprechpartner hat, zu denen schon ein großes Vertrauensverhältnis besteht. Das ist vielleicht ein etwas anderes Arbeiten als direkt in einem klassischen Sponsoringbereich, wo Gelder für Werbebanden oder Ähnliches oder Kampagnen ausgegeben werden.

Bei uns sind es mehrjährige Kooperationen, wir nennen die Partner eben auch nicht Sponsoren, sondern es sind sogenannte Corporate Members, die eben behandelt werden wie Firmenmitgliedschaften und dementsprechend auch gegen ein Jahresgebühr ein Leistungspaket bekommen. Und dieses Leistungspaket umzusetzen, dieses Leistungspaket weiterzuentwickeln, zu betreuen, immer wieder auf die aktuelle Zeit und die aktuellen Gegebenheiten, Trends wie jetzt zum Beispiel Webinare, Digitalisierung anzupassen, das ist mein Kernaufgabengebiet. Dazu bin ich eben auch im Hause zuständig für dieses Thema Infrastruktur und Digitalisierung. Das ist bei uns auch ein wichtiges Thema, das sicherlich durch Corona noch beschleunigt wurde, dass wir viele viele Inhalte digitalisieren, Plattformen zur Verfügung stellen.

Also wir sind vor drei Jahren mit unserer neuen Webseite herausgekommen. Kann man sagen, na ja, eine Webseite kann ich jedes Jahr neu machen. In unserem Fall ist das schon ein sehr aufwändiges Projekt gewesen, weil dort ein eigener Mitgliederservicebereich entstanden ist, eine Jobbörse entstanden ist, eine direkte Kommunikationsschnittstelle zu unseren Datenbanksystemen. Wir machen mittlerweile einfach wahnsinnig viel in einer digitalen Welt, wo die Mitglieder, egal wo sie sind, Zugriff darauf haben, weil man darf ja auch nicht vergessen, dass unsere Mitglieder hauptsächlich im Freien arbeiten, teilweise mit wenig Zugang zu Büro, Möglichkeiten während des Tages, aber ein Smartphone oder ein Tablet hat jeder zur Hand, von daher müssen wir die Inhalte möglichst auch so aufbereiten, dass die dort erreicht werden können.

Diese Planung, diese Umstellung von dieser analogen Welt zur digitalen Welt nimmt auch mittlerweile eigentlich täglich einen größeren Bedarf bei mir an, um dort neue Projekte zu kreieren, neue Serviceleistungen für die Mitglieder zu kreieren. Und am Ende, und das ist tatsächlich etwas, was mir auch wahnsinnig viel Spaß macht und wo ich echt froh bin, dass das doch eigentlich noch jeden Tag möglich ist, ich telefoniere wahnsinnig gern mit Mitgliedern. Also wenn Mitglieder Fragen haben, gerade wenn es Probleme gibt, die vielleicht bei den ersten Ansprechpartnern im Sekretariat vorne nicht geklärt werden können oder wenn eben tiefergehende Fragen sind, politischer Natur, dann landet das meist bei mir und es macht mir wahnsinnig viel Spaß, mit Mitgliedern mich da auszutauschen und gerade wenn es kritische Gespräche sind, blühe ich ehrlich gesagt immer auf und versuche meine Leidenschaft für diesen Verband, für diesen Verein dort rüber zu bringen, die Mitglieder wieder zurückzuholen in dieses Stolzsein auf den Verband, Fragen zu klären, die Kritik aufzunehmen und an die richtige Stelle zu transportieren. Das klingt auf jeden Fall nach einem sehr spannenden Aufgabenbereich.

Ich habe mir jetzt schon wieder zwei Punkte aufgeschrieben, bei denen ich jetzt tatsächlich noch eine Frage dazu habe. Also mal angenommen, ich bin eine Marketing Agentur, die sich auf Golf Clubs und Golf Dienstleister spezialisiert hat und höre diesen Podcast und habe jetzt gerade gehört, ihr habt ein Leistungsangebot für Partner und daran kann ich natürlich interessiert sein, weil das bestimmt interessant ist, aber was ist denn das für ein Leistungsangebot, also wovon profitieren Partner bei euch? Also was wir haben sind eben Mitglieder, wir haben sogenannte Leads, wir haben Multiplikatoren mit unseren Golflehrern, die die zentrale Einheit möglichst auf einer Golfanlage bilden. Sie sind meist der erste Ansprechpartner, wenn Leute in den Golfsport kommen, wenn sie die ersten Berührungen mit dem Schläger und dem Golfball haben, wenn sie über die Schläger einkaufen, wenn sie irgendein Interesse an Golf zeigen, auch später dann über Unterricht oder über Mannschaftsspielen, über Siegerehrungen.

000 Golfern, die wir in Deutschland haben, ist genau das, was wir nutzen können. Wir vermarkten diesen Zugang zu unseren Mitgliedern, wir transportieren Botschaften, Leistungen, Informationen von Partner zu unseren Mitgliedern. Es ist keine klassische Imagewerbung, auch das gibt es und es gibt Unternehmen, die sich für sehr wichtig empfinden, unser Logo auf ihrem Produkt zu präsentieren oder auf ihren Unterlagen. Aber der hauptsächliche Bestandteil ist, eine Plattform zu bilden, Informationen an unsere Mitglieder weiterzugeben, um das Mitglied als zu gewinnen, das Produkt zu testen, das Produkt zu empfehlen, klassisches Empfehlungsmarketing.

Das ist sicherlich das, wo man sagen muss, das ist unser Kernbestandteil. Und wie bespielen wir das? Das ist dann das sogenannte Leistungspaket, eben über all diese digitalen Medien, Printmedien, die man so kennt. Da haben wir das ratlich neu erfunden.

Es geht natürlich über Newsletter, es geht über Website-Inhalte, es geht aber auch über Präsenzveranstaltungen, die du auch schon vorhin kurz angesprochen hast, mit uns zum Beispiel unserer Jahrestagung, der sogenannten Arbeitstagung, wo wir teilweise über 300 Menschen an einem Ort versammeln, um über das Thema Professional Golf zu sprechen. Das ist eine Mitgliederveranstaltung und sicherlich die größte dort, die es in Europa gibt. Und dort gibt es eine Harthausmesse. Auch dort können die Unternehmen dann direkt zu den Mitgliedern Kontakt aufnehmen und sich als Teil dieser ganzen PGA-Familie fühlen.

Natürlich haben wir auch Turnierausstellungsmöglichkeiten, Flyer, Zeitschriften, all diese Themen, die es auch woanders gibt. Was wir eben haben, ist einen exklusiven Zugang zu den Golflehrern und Playing Professionals. Durch den quasi monopolisten Status ist es natürlich so, wenn man an die Golflehrer ran will als Zielgruppe und die als Zielgruppe hat oder nutzen möchte, kommt man an uns ehrlich gesagt eigentlich nicht vorbei. Sehr schön.

Das heißt, jetzt für mich wäre ich der Marketingchef von Apple und will in Deutschland das neue iPhone 12 einführen, denn schicke ich über euch einfach als Partner, werde ich bei euch Partner und schicke damit ein super tolles Angebot für das neue iPhone raus und schwuppdiwupp habe ich überall in Deutschland ein hochpreisiges Publikum für mein neues iPhone. Gut, merke ich mir auf jeden Fall mal und gehen wir weiter zur nächsten Frage, denn wir haben jetzt schon sehr viel über die Golf-Pros und die PGA gesprochen, dass es sehr viele Golf-Pros gibt, aber bisher ist noch die Frage offen, wie werde ich denn eigentlich Golf-Pro? Du hast bereits von Ausbildung und Assistant gesprochen, doch kannst du das für uns mal ein bisschen durchstrukturieren? Was muss ich machen, wenn ich Golf-Pro werden will und damit Geld verdienen will?

Ja, also es ist nicht ganz so leicht, das in kurzen Worten zusammenzufassen, aber ich werde es auf jeden Fall versuchen. Also grundsätzlich ist es so, wenn man diese Leidenschaft zu dem Beruf des Golflehrers hat, wenn man mit Menschen zu tun haben will und wenn man Kontakt zu Menschen nicht scheut, an der frischen Luft gerne arbeiten will und eine pädagogische Neigung hat, dann ist man schon mal ganz gut aufgestellt. Die Voraussetzung, die man eben zum Golf auch noch hat und das ist schon mal die erste relativ große Hürde ist, ich muss Golf spielen können. Also ich erlerne das Golfspielen nicht während der Ausbildung, wie es ja in anderen Lehrberufen so üblich ist, dass ich eben das Handwerk eigentlich innerhalb der Ausbildung lerne.

Bei uns geht es nicht, weil wir alle wissen, dass nicht jeder das Talent hat, so ein richtig guter Golfspieler zu werden oder auch nicht den Willen, so viel Trainingsfleis dort zu investieren, um ein richtig Golfspieler zu werden und es ist einfach zeitaufwendig. Dementsprechend gibt es eine Grundvoraussetzung, das Golfspiel grundsätzlich gelernt zu haben. Dementsprechend startet die Ausbildung eigentlich schon vorgelagert mit dem sogenannten Pre-Course. Der Pre-Course findet in dem Jahr vor dem eigentlichen Ausbildungsstart statt und schließt mit der C-Trainerprüfung und einem sogenannten Eingangstest ab.

Der Inhalt dort ist eben die Inhalte eines Jugendtrainings, wie es klassisch der C-Trainer des Deutschen Golfverbandes beinhaltet, aber es soll vor allem auch die unterschiedlichen Zielgruppen, die wir haben, also bei uns kann man ja die Ausbildung machen ab 16 Jahre, aber wir haben auch viele, die sind teilweise 40, auch 50 oder noch älter, Regenerationen, die auch die Ausbildung starten. Manche kommen mit Realschulabschluss, manche kommen mit einem Studium, wir haben promovierte Ärzte, die die Ausbildung beginnen, damit wir die auf einen gemeinsamen Sprachduktus einigen, dass wir Voraussetzungen schaffen, dass die Ausbildung jeder gleich verfolgen kann und mitmachen kann, um keine unterschiedliche Sprache zu sprechen, gibt es eben diesen Pre-Course. Der schließt dann gegen Oktober, November ab, dann wenn ich den bestanden habe, kann ich in die eigentliche Ausbildung starten. Muss man noch sagen, wichtig ist, den Pre-Course kann ich beginnen mit der Stammvorgabe von 18,4, das klingt erstmal noch nicht so spektakulär und wird uns im Übrigen auch sehr oft vorgeworfen, dass man ja mittlerweile, um Golflehrer zu werden, nur noch ein Handicap von 18,4 braucht.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit, weil ich darf zwar damit den Pre-Course besuchen und kann den T-Trainer machen, ich kann aber noch nicht in die Ausbildung starten. Um in die Ausbildung zu starten, brauche ich dann schon Handicap 12,4 für die Assistentenausbildung. Das ist quasi so etwas wie das erste Lehrjahr, schließt in der Modulausbildung 1 oder kurz vor der Modulausbildung 1 dann als PGA-Assistentenprüfung ab. Wenn ich die bestehe, kann ich Mitglied der PGA, außerordentliches Mitglied der PGA werden und habe so was wie eine Zwischenprüfung.

Mit diesem Titel, wenn man es so nennen will, mit dieser Berufsbezeichnung als PGA-Assistent, bin ich qualifiziert, Jugend- und Einsteiger-Training geben zu können. Und wenn ich mit der Ausbildung nicht weitermache, sondern zum Beispiel dann in dem Assistentenstatus bleiben möchte, dann kann ich das, kann aber nur in der PGA Germany im Verband weiter Mitglied bleiben, wenn ich mich tatsächlich auf dieses Thema Jugend- und Anfängertraining beschränke. Also anders ist es nicht erlaubt, weil das eben auch nicht gelernt hat. So, nach dem ersten Ausbildungslehrjahr mit bestandener Assistentenprüfung beginne ich dann mit der sogenannten Modulausbildung 2.

Dort werden dann zwei Jahre lang eben auch weitere Inhalte zu dem Thema fortgeschrittenen Unterricht beigebracht. Da geht aber auch ganz viele andere Themen sind damit drin. Es geht natürlich um Sportwissenschaft, es geht um kaufmännisches Wissen, es geht um Greenkeeping, es geht um natürlich auch tiefer gehende golfschwungtechnische Angelegenheiten des fortgeschrittenen Unterrichts. Aber es ist wirklich, wirklich sehr breit gefächert und endet dann in der Fully Qualified PGA Golf-Professionell Prüfung.

Das ist eben auch der Titel, den ich dann habe. Um überhaupt zu dieser Prüfung antreten zu können, muss ich dann allerdings ein Handicap von 6,4 haben und das auch in einem sogenannten Playability-Test nachweisen. Und das unterschätzt man dann eben auch. Also wirklich, um ausgebildeter, voll qualifizierter Golflehrer zu werden, reicht eben kein Handicap von 18, auch nicht von 12, sondern ich muss ein Handicap von 6,4 oder besser haben und muss das in einem Zählspiel auch nachweisen können.

Und wir alle wissen, wie schwierig es ist, dein Handicap im Zählspiel zu spielen und wenn ich dann auch noch auf die weißen Abschläge muss, was man bei uns muss, dann ergibt sich auch, dass man sich mit Handicap 6 schon relativ schwer tut, diese Prüfung zu bestehen. Also das sind dann schon wirklich alles ordentliche Golfspieler, die da durchkommen und die dann mit dem Fully Qualified PGA Golf-Professionell abschließen. Und ab dann endet es aber bei uns nicht, weil wir ganz klar der Meinung sind, dass Stillstand ist Rückschritt. Dementsprechend ist es wirklich toll, wie viel sich die Mitglieder in unserem Verband auch fortbilden und weiterbilden.

Das ist keine Pflicht, aber es wird gemacht. Da haben wir dann noch sogenannte Graduierungs-Stati, wo man nachweisen kann, wie fleißig man am Zeitgeschehen bleibt und die Entwicklungen mitnimmt, so dass ich theoretisch dann am Schluss als Master-Professionell der PGA auf Germany mit der höchsten Qualifizierungsstufe enden kann. Das ist so in groben Auszügen die Ausbildung wichtig, was man vielleicht noch dazu sagen soll. Es ist für jeden was dabei im Sinne von berufsbegleitender Ausbildung, Quereinstiegsmöglichkeiten, Anerkennung von bestimmten Inhalten, wenn man schon eine Ausbildung hat, die Themenüberschneidungen hat und eben auch die ganz normale reguläre Ausbildung als duales System auf einer Golfanlage, wo ich eben dann als Golflehrer arbeite und zu den Seminaren der PGA auf Germany gehe, um mich dort berufsschulmäßig weiterzubilden.

Das sind so die groben Auszüge aus der Ausbildung. Wir haben da auch wirklich alle Möglichkeiten bei Fragen hier das telefonisch oder auch über unsere Website zu beantworten. Für all die Themengebiete, die dort kommen können, sind wir gerne bereit auch ausführlich zu erklären, wie die einzelne Falllage desjenigen welchen ist, was er machen kann, ob er Quereinstiegsmöglichkeiten hat, ob er vielleicht unterbrechen kann, wann er über den Precourse macht und erst zwei Jahre später anfängt. Also gerne alle Fragen zu uns.

Es ist ein wahnsinnig spannendes Berufsfeld. Auf jeden Fall. Das Berufsfeld klingt sehr spannend und aber auch die Anforderungen an den Golf Pro, die klingen sehr anspruchsvoll. Und da frage ich mich jetzt tatsächlich, wie viele Pro's versuchen dann oder angehende Pro's versuchen diese Prüfungen jedes Jahr und wie viele schaffen es tatsächlich?

Da ist auch immer wieder mal eine Diskussion auch innerhalb der Verbandsgremien, weil wir haben circa 50 bis 60 Auszubildende aktuell jedes Jahr, die mit der Ausbildung beginnen. Hinten rauskommen dann am Ende des Tages nach drei Jahren so zwischen 30 und 40. Das liegt einerseits daran, dass manche abbrechen. Es liegt auch daran, dass manche im Assistentenstatus bleiben.

Aber es liegt eben auch daran, dass die Prüfung gar nicht so einfach ist. Das Credo unseres Vorstand war immer, wir wollen eigentlich alle durchbringen, aber wir wollen keine Zugeständnisse bei der Qualität machen, die dort rauskommt. Dementsprechend ist die Qualität unserer Ausbildung tatsächlich sehr, sehr hoch und auch international wirklich anerkannt. Wir haben auch die höchste Auszeichnung, das sogenannte ILS-Verfahren der CPG, der europäischen Vereinigung, die das überprüft und die das zertifiziert.

Dort sind wir tatsächlich schon viele Jahre an vorderster Front und stecken wahnsinnig viel Herzblut in diese Ausbildung. Deswegen ist es wirklich so, dass man sagen kann, ja, es ist schwer. Es kommen nicht alle durch, aber wir ermöglichen jedem irgendwie einen Weg zurückzufinden, wenn er bereit ist, die Inhalte einfach aufzunehmen und ja, vielleicht auch den einen oder anderen harten Weg des Lernens zu gehen, um dann am Schluss die Prüfung einfach zu bestehen. Aber wenn wir 30 bis 40 hinten rausbringen pro Jahr, dann ist das eine ganz gute Zahl, die wir durchschnittlich rausbringen.

Aber man muss auch sagen, eigentlich ist sie etwas zu gering. Wir hätten mehr Bedarf an Auszubildenden und auch die Golfanlagen haben mehr Bedarf an Golflehrern, an jungen Golflehrern. Und auch das ist eine sehr kritische Frage im Verband, weil durchaus natürlich es auch Meinungen gibt, dass wir eben gar nicht so viel ausbilden sollen, weil natürlich auch die Konkurrenzsituation steigt und weil natürlich auch regionsabhängig oder aus persönlicher Sicht oft man denkt, na ja, wenn wir jetzt weniger wären, wäre einfach der Konkurrenzdruck nicht so groß und man hätte keinen Überbedarf und der Unterricht nimmt insgesamt sowieso ab und es würde sich dann auf weniger Leute konzentrieren, die dann aber wirklich ein größeres Auskommen hätten. Das sehen wir als Verband ein bisschen anders.

Wir sehen ja, was so täglich passiert, welche Anfragen uns erreichen und wir sehen auch, was die Alterspyramide in unserem Verband macht. Also wir haben dort mal so eine kleine Untersuchung gemacht und statistische Auswertung gemacht, wie viele Golflehrer denn bei uns jedes Jahr jetzt in Zukunft hinten rausfallen und da kommt man ziemlich schnell auf eine Summe von 60 bis 70 Golflehrer, die das Alter von 65 erreichen. Wenn wir mal davon ausgehen, dass die dann auch sich Stück für Stück von dem Beruf zurückziehen und nicht mehr einen ganzen Tag auf der Range stehen und wir aber nur 30 nachbringen, dann haben wir quasi eine Nettozahl von knapp 30 bis 40 Professionals, die uns jedes Jahr verloren geht, was bei 700 Golfanlagen, wenn ich das mal grob sage, ja 750 Golfanlagen, schon in Richtung, weiß nicht, sechs, sieben Prozent geht, die wir jedes Jahr irgendwie den Bedarf nicht decken können. Irgendwann wird es natürlich dann unter Umständen dazu führen, dass wir nicht mehr den Markt bedienen können und das sollte natürlich nicht passieren.

Genau, das wäre jetzt tatsächlich auch meine nächste Frage gewesen, also wann immer ich in den letzten acht Jahren die Stellenbesetzung eines Golfprofessionals begleiten durfte, hat sich dieser Vorgang als C herausgestellt, sagen wir es einfach mal so. Also es hat immer ein bisschen länger gedauert, bis tatsächlich eine ideale Besetzung da war. Gibt es denn zurzeit schon Golfanlagen, die es gar nicht mehr schaffen, Golfpros einzustellen? Die es gar nicht schaffen, das ist mir jetzt nicht bekannt, dass sie sehr große Schwierigkeiten haben, das ist uns sehr wohl bekannt.

Jetzt ist ja gerade die Phase der, sage ich mal, Wechsel von Golflehrern, von Anlagen, die sich neu besetzen müssen oder die neuen Bedarf geschafft haben, wo vielleicht auch Ersatz herangebracht werden muss, weil Professionals in Rente gehen, weil Professionals den Club wechseln und unsere Stellenbörse kracht aus allen Nähten, um ehrlich zu sein. Und das ist, wenn man dann vergleicht, wie viele Stellengesuche sind geschalten, also Professionals, die ihre Leistung quasi anbieten und wie viele Golfanlagen nach einem Golflehrer suchen, dann ist die Zahl schon sehr, sehr hoch von Golfanlagen, die suchen, die uns dann auch telefonisch immer, immer wieder mitteilen, zu sagen, ich kriege keine Bewerbungen, ich kriege zu wenig Bewerbungen, ich kriege unter Umständen auch nicht die richtigen Bewerbungen. Wir hätten aber den Bedarf, das merken wir schon, und das wird jedes Jahr mehr. Was sich so ein bisschen herauskristallisiert, und das ist eben auch ein großer Punkt jetzt bei uns im Verband, dass unter Umständen das Profil, das die Golfanlagen suchen, nicht dem Profil entspricht, das die aktuelle Golflehrerschaft so komplett erfüllt oder in großer Zahl erfüllt.

Und das ist etwas, wo wir natürlich dauerhaft und immer dran sind, weil sich natürlich auch Strömungen in der Gesellschaft entwickeln, die eine Anpassung des Berufsfeld notwendig machen. So ist dieses Thema Akquise, Marketing, Präpräsentieren, Mitgliedergewinnung ein sehr, sehr großes für die Golfanlagen. Und das ist auch ein sinnvolles, weil natürlich der Golfprofessionell direkt an erster Stelle steht. Es gibt aber durchaus auch Golflehrer, die sich natürlich, so wie wir alle, nicht jeder kann jeden Bereich gleich gut abdecken.

Der eine hat seine Stärke im Marketing, der andere hat sie im Golfunterricht, der nächste in der Organisation. Und es ist wohl ein Bedarf nach akquisestarken, nach verkäuferisch-kaufmännisch tätigen Professionellen größer geworden. Und den können wir, so sieht es aus, aktuell nicht zu 100 Prozent bedienen. Die Ausbildung hat sich natürlich dort auch gewandelt und angepasst.

Und diese Inhalte sind verstärkt. Inhalt in unserer Ausbildung und auch in unserer Weiterbildung. Und wir sind dort dran und sind auch guten Mutes, dass wir dort diese Lücken füllen. Aber ja, zugegebenermaßen, es gibt Golfanlagen, die vor allem auch an nicht exponierter Stelle sich nicht so leicht tun, Professionells zu finden.

Weil die Professionells auch nicht mehr vielleicht ganz so flexibel sind, wie sie in früheren Jahren mal waren, wo Professionells durchaus drei-, vier-, fünfmal in ihrem Leben nicht nur den Golfplatz gewechselt haben, sondern auch wirklich Umzüge in ganz andere Bundesländer gemacht haben. Die Flexibilität hat ein bisschen nachgelassen. Und umso schwieriger ist es natürlich dann, einen ausgebildeten Professionell an seine Golfanlage zu bringen. Umso wichtiger ist es, dass die Golfanlagen sich ihren, ihre Fachleute selbst heranziehen und eben als Ausbildungsbetrieb schon früh anfangen, vielleicht in ihren Mannschaften, in ihren Jungs- und Mädchenmannschaften wirklich zu akquirieren und eine Lust darauf zu machen, wenn sie Golfspieler sind und eine Leidenschaft für Golf haben, vielleicht auf der Golfanlage eine Ausbildung zum Golflehrer anzufangen, um sich eben seinen Fachpersonal selbst heranzuziehen.

Der ist eben schon vor Ort, der hat schon die Kenntnisse, der kennt den Club. Und wenn man es dann schafft, dass er dort die Ausbildung macht und eigentlich seine ganzen Freunden, Verwandten, Bekannten, Eltern seiner Bekannten schon vor Ort sind als potenzielle Buche meines Golfunterrichts, dann ist das sicherlich die Ideallösung. Deswegen werben wir auch sehr stark dafür, eben dieses Thema Ausbildung voranzutreiben, um genau da dagegen zu arbeiten, zu sagen, ich finde denjenigen welchen nicht, den ich für meine spezifischen Dinge, die ich als Golfanlage bedienen will, bedient und dementsprechend muss ich sie halt dann eben ausbilden und dann kann ich mir den Formen, wie ich es brauche und wie ich es gerne hätte. Ich glaube, dass das wirklich ein ganz ganz ganz wichtiger Punkt ist und das könnte dafür sorgen, dass es in Zukunft ein bisschen weniger Schwierigkeiten gibt, sich dieses Personal zu akquirieren, indem man es eben einfach selbst ausbildet.

Okay, das klingt auf jeden Fall auch schon mal sehr interessant, um jetzt das noch ein bisschen vorstellungsfähiger zu machen. Wie sehen denn meine Karrierechancen als Golf Pro aus? Also ich habe mir vor diesem Gespräch mal ein paar Preislisten angeguckt von unterschiedlichen Golf Pros im Internet. Das kann man ja sehr gut einsehen und wenn ich im Sommer auf den Golfanlagen bin, dann stehen die auch den lieben langen Tag auf der Driving Range und schaffen es Unterricht zu geben.

Was kann ich denn da so als ein Jahresgehalt als Golf Pro verdienen bzw. kriege ich überhaupt Gehälter oder ist das provisionsabhängig oder bin ich selbstständig? Wie organisiere ich mich da als Golf Pro? Bevor ich auf die Frage näher eingehe, die gar nicht so leicht zu beantworten ist, will ich vielleicht noch sagen, weil das ist ein ganz wichtiger Teil.

Momentan rechnen natürlich viele, es gibt 2000 Mitglieder in Deutschland. Durch 700 Golfanlagen, das sind ja fast drei Golflehrer pro Golfanlage und erzählen dann eben auch die neun Lochanlagen und kleineren Anlagen mit dazu. Das ist natürlich nicht so, das muss man erst mal schon mal wissen. Von den 2000 Mitgliedern habe ich ja vorhin schon gesagt, das sind gar nicht alle Golflehrer und wenn ich die aktiven Golflehrer benenne, die wirklich noch ihren überwiegenden Teil mit Golfunterricht bestreiten, dann reden wir aktuell ungefähr von 1200 bis 1300 Mitgliedern, die wir haben, die tatsächlich mit Golfunterricht auf der Anlage noch ihr Geld verdienen.

Wenn ich jetzt auf die Frage eingehe, was verdient so ein Golflehrer, wenn wir jetzt von diesem professionell sprechen, der eben als hauptsächliche Tätigkeit Golfunterricht hat, dann ist es unglaublich diversifiziert. Das muss man wirklich sagen, das ist seriös so nicht zu beantworten, was einen erwartet. Es ist wahnsinnig standortabhängig. Es ist in der Nähe von Metropolen einfacher, hohe Stundensätze zu akquirieren, als das in ländlichen Regionen ist.

Es gibt ein Gefälle von so ein bisschen Nord-Ost nach Süd-West, Süden insgesamt, wo man sagt, okay, Nord-Osten ist es vielleicht nicht ganz so leicht, höhere Stundenlöhne ist auch abhängig natürlich. Wie gesagt, direkt an der Küste ist es auch wieder anders. Aber tendenziell ist das Unterrichtsaufkommen dort geringer und ist auch der Stundenlohn geringer. Aber, und das darf ich nicht vergessen, ich habe unter Umständen eine 12-Monats-Saison und das ist eben auch ganz wichtig zu wissen.

Davon hängt es sehr stark ab. Was mache ich denn im Winter? Wenn ich auf einer Golfanlage arbeite, die sehr im Süden ist oder in den Mittelgebirgen, dann habe ich einfach eine Saison, die teilweise um drei, vier, fünf Monate verkürzt ist, weil dort schlicht und ergreifend Schnee liegt. Und da kommt es dann drauf an, bin ich jemand, der gerne Golfreisen macht oder bin ich überhaupt nicht der Typ für Golfreisen, weil ich unter Umständen auch grad familiär eingespannt bin und nicht so viele Tage am Stück weg sein kann.

Oder ich mag einfach auch keine Flugzeuge und Hotels und Reisen. Also von diesen Dingen ist es sehr stark abhängig, weil ich eben dort vier Monate mein Geld verdiene. Dementsprechend ist auch die Struktur der Golfanlagen natürlich eine wahnsinnig unterschiedliche. Bin ich eine 9-Lochanlage im ländlichen Bereich versus eine 27-Lochanlage im Zentrum einer Großstadt.

Dieser Unterschied ist riesig natürlich dann auch in der Auswirkung auf den Golfprofessionell. Was wir mal gemacht haben, das ist schon eine gewisse Zeit her, aber wir haben mal versucht, so einen Durchschnittsprofessionell zu kreieren. 000 Euro im Schnitt. So groß ist aber auch die Spanne.

Dann darf ich nicht vergessen, dass ich hier meistens dann auch noch Steuern bezahlen muss, weil die meisten Professionells, und das war auch Teil der Frage, sind nach wie vor selbstständig. Ich beziehe kein Gehalt in der Regel oder der überwiegende Teil der Golfprofessionells heutzutage, der kriegt kein sogenanntes Fixum, das es früher eigentlich mehr oder weniger fast standardmäßig gab. Das gibt es nicht mehr, das hat auch mit dem Thema Scheinselbständigkeit ein bisschen zu tun. Aber im Gegenteil ist es sogar so, dass Golflehrer teilweise sowas wie eine Pacht bezahlen, Mattengeld nennt sich das im Golfmarkt, um die Übungsanlagen, die einem der Club zur Verfügung stellt, nutzen zu können.

Es gibt gerade so eine leichte Tendenz dazu, alle Professionells oder auch nur einzelne Professionells anzustellen, weil sich natürlich schon so ein bisschen ergeben hat, dass die Golfprofessionells durch ihre breite Ausbildung und wenn sie dann auch noch zusätzliche wirtschaftliche Kenntnisse haben, durch zum Beispiel ein Studium, wahnsinnig geeignet sind, auch in bestimmten Managementtätigkeitsbereichen des Clubs mitzuhelfen. Weil auch die Clubs haben ja dieses Fachkräftemangel, den es überall zu geben scheint und suchen geradezu ja nach Leuten, die eine Golfbegeisterung haben, die sich auskennen und die auch in diesen klassischen Clubmanagementaufgaben teil sind. Das passt dann ganz gut, wenn das Unterrichtsaufkommen ein bisschen weniger geworden ist oder auch die Leidenschaft dafür ein bisschen weniger geworden ist, kann ich mich in diesen Bereichen engagieren. Und das spricht dann vieles für eine Anstellung, der eben Teile als Festangestellter, als Fixgehalt bekommt und zusätzlich durch seine Unterrichtspartizipation dann noch das Gehalt aufstocken kann.

Das ist so eine Tendenz, die momentan so ein bisschen im Markt zu sehen ist und ja, das ist glaube ich auch ein Positiv und das ist auch aus Verband sich zu begrüßen, weil auch das muss man sagen, nicht jeder ist zum Selbstständigen gemacht. Auch da kommen wir wieder dahin, nicht jeder ist ein Selbstständiger, nicht jeder hat die Kenntnisse und das Know-how, das auch alles zu machen und auch nicht die Lust und auch vielleicht nicht, vielleicht auch ein Sicherheitsgedanken, der als Selbstständiger eben schwieriger ist als Angestellter. Deswegen gibt es eine leichte Tendenz in diese Richtung. Aber wie gesagt, es hängt stark davon ab, wo ich bin, wie lange meine Saison ist, ob ich das Thema Golfreisen mit auf meinem Portfolio habe, ob ich darüber hinaus auch andere Tätigkeitsbereiche im Golf abdecken kann.

Das Thema Golfreisen ist jetzt im Übrigen natürlich auch gerade die Herausforderung durch Corona, weil für die sehr starken oder für die Professionen, die sehr stark im Golfreisebereich tätig waren, ist natürlich eine sehr, sehr, sehr schwierige Situation aktuell ist und nicht mehr die gleichen Taxzahlen zu erreichen sind, die es vielleicht bis zum Ausbruch von Corona gab. Das ist sicherlich eine Herausforderung, wo vor allem die Professionen, die eben eine kurze Saison haben und die über Golfreisen diese Saisonsverluste auffangen, sich etwas Neues überlegen müssen. Genau, das ist so ganz grob mal der Abriss. Wenn man das dann jetzt eben vergleicht mit dem Durchschnittsgehalt von Angestellten in Deutschland, dann sind wir da sicherlich leicht über dem Schnitt, aber so explizit ist es eben nicht zu sagen.

Es hängt dann am Ende des Tages doch immer auch von einem selbst ab, wie man in dem Markt ist, wie man das angeht, wie gut man ist und wie fleißig man ist. Das ist wie in jedem Beruf. Da unterscheidet sich auch der Golflehrer nicht von anderen Bereichen. Okay, sehr schön.

Ich nehme also mal für mich mit, der Golf Pro hat ein Potenzial für ein relativ hohes Gehalt, aber es wäre für ihn auch sehr gut, wenn er zusätzliche Fähigkeiten im Vertrieb hätte, um dann eben auch genau dieses Potenzial zu wecken. Das habe ich mir jetzt so ein bisschen rausgehört, so ein bisschen mitgenommen. ", also was sind aktuelle Probleme und Herausforderungen bei dir, die dich eigentlich den ganzen Tag dran denken lassen. Probleme, Herausforderungen, die du mit ins Bett nimmst, mit denen du morgens als erstes wieder aufstehst, voran du andauernd denkst.

Was ist das so? ", wenn es um das berufliche geht, dann ist es ganz klar so, dass man sagen muss, unsere Herausforderung ist diese Strukturveränderung, die es in ganz Deutschland gibt, was Ausbildung und Berufsbildung angeht. Wir haben immer weniger Leute, die eine Ausbildung machen, immer mehr Leute, die eine akademische Laufbahn nehmen wollen. Man findet kaum Auszubildende und das ist tatsächlich einfach für uns jetzt als PGA wirklich eine Herausforderung, die Leidenschaft für diesen Beruf zu wecken.

Das ist vielleicht auch tendenziell entstandene negative Bild, dass ich als Golflehrer nicht mehr so gute Zukunftsaussichten habe zu ändern und wieder zu sagen, doch, aber wir müssen uns leicht verändern, wir müssen uns den Gegebenheiten anpassen. Und es ist gut so, wenn man eine Ausbildung macht. Auch das gibt eine Chance und verbaut einem ja auch keine Zukunft in akademischer Form. Wir haben ja mittlerweile da auch Kooperationen mit Hochschulen, um im Golfmanagement sich parallel zur PGA-Ausbildung gleichzeitig auch seinen Bachelor in Sportmanagement mit Branchenfokus Golf anzueignen.

Ohne Zeitverlust, da versuchen wir schon darauf zu reagieren, aber das ist tatsächlich eine gesellschaftliche Herausforderung, die Attraktivität eines Ausbildungsberufes wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Und da sind wir eigentlich alle gefragt und das ist etwas, was uns wirklich tagtäglich beschäftigt. Wie können wir dieses Berufsbild so stärken, dass es an Attraktivität gewinnt dort zu bleiben, dort zu arbeiten, diesen Bedarf zu wecken und diese Leidenschaft an Golf nach außen zu transportieren. Weil am Ende des Tages ist es einfach der schönste Sport der Welt.

Okay, ja, kann ich auf jeden Fall dir beiflichten. Ich finde den Bereich der Ausbildung immer um einiges interessanter persönlich als den des Studiums. Beides hat so seine Vorteile, ist aber auf jeden Fall auch etwas, das auch andere Interviewpartner tatsächlich immer mal wieder benennen, dass das Potenzial in der Auszubildenden zurückgeht und dafür eher Menschen am Studium interessant sind. Ich sehe da Risiken, ich sehe da aber auch große Chancen.

Wir sind mit diesem Interview jetzt tatsächlich am Ende angekommen. An dieser Stelle mal ganz herzlichen Dank dafür, dass du dir die Zeit genommen hast. Das Interview hat mir sehr viel Spaß gemacht und die letzten Worte des Interviews gehören dir. Das heißt, die Abschlussworte dafür.

Bist du jetzt noch mal dran? Vielleicht hast du irgendein Appell, irgendein Tipp, den du jedem Zuhörer mit auf den Weg geben magst. Also allen Golfspielern dort draußen möchte ich mitgeben, nehmt es nicht so ernst, habt Spaß an diesem unglaublichen Sport, an denen, die diesen Golfball noch nicht am Pfleger hatten. Probiert es aus, gebt dem Sport und es ist ein Sport die Chance, lasst euch drauf ein und es wird ganz viele von euch wirklich erwischen und ihr werdet diesen diesen Sport lieben und ihr werdet euch dann euer ganzes Leben begleiten, weil es einer der wenigen Sportarten ist, die ich auch wirklich machen kann, bis ich ins Grab falle.

Das zeichnet uns aus und das macht vielleicht auch diese große Gemeinschaft der Golfspieler aus und die ist stetig wachsend. Auch jetzt, auch in Corona-Zeiten erleben wir dort einen großen Zuspruch und kann ich nur allen sagen, probiert es aus bzw. bleibt dran und habt Spaß dran. Keep the ball flying.

Vielen Dank für deine abschlussworte. Damit bleibt uns auch nur noch zu sagen, ganz herzlichen Dank fürs Zuhören. Vergesst nicht, den Podcast zu abonnieren. Die Kontaktdaten von Felix und der PGA, die findet ihr jetzt in den Show Notes und damit bis zum nächsten Mal.

Vielen Dank fürs Zuhören. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann hinterlasse doch gerne eine Bewertung auf iTunes.

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Die Gründung einer Golfanlage Interview mit Tim Steffens

14.09.2022 · 42:59

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Bei dieser Folge handelt es sich um ein Reupload einer Folge aus dem Jahr 2020. Aus technischen Gründen wurde die Folge nicht mehr in allen Podcastkanälen ausgespielt. Daher war ein erneuter Upload notwendig, um die Folge auch weiterhin der Hörerschaft zur Verfügung zu stellen. In der Folge werden spannende Themen besprochen und obwohl der eigentliche Inhalt bereits zwei Jahre her ist, lohnt sich das Reinhören bestimmt.

Jobs im Golfbusiness, der Podcast von der Golfbranche für die Golfbranche. Es erwarten dich spannende Interviews und Business Insights. Alle in der Sendung genannten Infos findest du im Anschluss in den Show Notes. Moin Moin, herzlich willkommen zu einer weiteren Jobs im Golfbusiness Podcast Folge.

Heute mit einem spannenden Interviewpartner, wir begrüßen Tim Steffens. Tim, grüße dich. Ja, herzlich willkommen. Hallo.

Wie geht es dir heute? Mir geht es sehr gut. Der Herbst ist da und das Wetter ist noch gut. Die Leute sind noch fröhlich am Golfspielen und das macht mich immer froh.

Ja, sehr schön, du hast mir gerade eben ja auch schon im Vorgespräch ein bisschen verraten, dass bei euch auf dem Golfplatz noch sehr gut aussieht, auch bei den Turnieren im Herbst trotz der eigentlichen Zeit ja schon noch wirklich Anklang herrscht. Aber bevor wir mit dem eigentlichen Interview starten, stell dich doch mal ganz kurz vor, wer bist du, wo kommst du her und was machst du eigentlich? Ja, sehr gerne. Mein Name ist Tim Steffens, ich bin 46 Jahre alt.

Ich wohne in Deinste, das ist in der Nähe von Stade, Stade liegt 50 Kilometer westlich von Hamburg. Ich bin hier geboren, aufgewachsen und auf dieser Anlage quasi mein Leben lang tätig. Als Jugendlicher habe ich hier gespielt im Wald, nach dem Studium habe ich das Unternehmen meines Vaters übernommen und bin seit 2008 tatsächlich als Geschäftsführer tätig auf der Golfanlage. Und ja, entwickle das Ganze weiter, führe das in die Zukunft, wir sind jetzt tatsächlich mit 25 Jahren, 26 Jahren am Markt.

Das klingt auf jeden Fall schon mal sehr interessant und eine sehr lange Betriebszugehörigkeit. Da kommen gleich auf jeden Fall auch noch ein paar Fragen. Doch vorher geht es einmal zur 60-Sekunden-Challenge, 60-Sekunden-Challenge ist das, wo im Vorfeld im Fragebogen noch mal stand, das folgt dir jetzt im Interview. Du kriegst nämlich jetzt von mir ein Wort und darfst innerhalb von 60 Sekunden dieses Wort erklären bzw.

mit zu diesem Wort erzählen, was dir so als erstes einfällt. Dein Wort ist Innovation und die Zeit läuft jetzt. Innovation ist für mich die Weiterentwicklung eines Gedanken, einer Idee, die sich aus meiner Sicht in einem Unternehmen befindet, um das gesamte Unternehmen nach vorne zu bringen und daraus neue Kunden zu kriegen, neue Gastronomie, eine neue Anlage, neue Ideen zu entwickeln, nach vorne zu bringen und damit Erfolg zu haben. Das ist für mich Innovation.

Wunderbar. Da sind wir sogar unter 30 Sekunden geblieben, sehr schön alles auf den Punkt gekommen und du hast schon von einigen Innovationen gesprochen, wovon du jetzt auch im Nachgang im Verlauf dieses Gesprächs noch ein bisschen was erzählst hoffentlich, doch erzähl uns doch noch mal ein bisschen nach deiner Kurzfeststellung noch mal ein bisschen mehr über deinen persönlichen Karriereweg. Was waren denn da so für besondere Schritte und Steps mit dabei? Ja, also wie ich schon sagte, ich bin hier in Deinste geboren, ich bin hier aufgewachsen, mein Vater hat ein landwirtschaftliches Unternehmen hier geführt und verschiedene Betriebsteile nach und nach aufgebaut, ursprünglich als landwirtschaftlicher Betrieb, 1974, am Tag meiner Geburt wurde ein Restaurant eröffnet, mit einer Spezialität Forelle, die hier in der eigenen Forellenzucht gezüchtet hat.

Wir sind dann gewachsen weiter, das Unternehmen meines Vaters, wir haben Ende der 90er, Ende der 80er Jahre, Anfang der 90er Jahre eine Golfanlage auf den landwirtschaftlichen Flächen geplant und umgesetzt, dazu muss ich sagen wir, ich war in dem Prozess selbst nicht beteiligt, zumindest nicht aktiv, wir haben dann das Unternehmen 1994 an den Start gebracht und Ende des Jahrtausends, um die Jahrtausendwende kam ein Hotel dazu mit 19 Zimmern, das bedeutet, wir hatten dann ein Gesamtangebot mit Golf, Hotel und Gastronomie und ich selber bin nach meiner Ausbildung zum Industriekaufmann in den 90er Jahren ins Studium gegangen, habe bis 2005 in Wolfsburg studiert, betriebswirtschaft, technische Betriebswirtschaft, danach den Golfbetriebswirt gemacht als Weiterbildung beim Deutschen Golfverband, bin direkt im Anschluss daran in 2006 nach Rehburg-Lockum gegangen in einer 18-Löcher-Golfanlage in der Nähe von Hannover, in der Nähe des Steinhoder Meeres, habe da zweieinhalb Jahre als Geschäftsführer gearbeitet und bin dann aus gesundheitlichen Gründen meines Vaters nach Hause gekommen, habe 2008 hier die Golfanlage von meinem Vater übernommen und führe sie seitdem jetzt in die Zukunft. Das klingt auf jeden Fall nach einem spannenden Karriereweg 1994, das war ja auch wirklich noch die Zeit in der sehr viele Golfanlagen entstanden sind, nach meinen Recherchen tatsächlich in dem Jahr knapp über 40 Golfanlagen, unter anderem auch Golf in Deinste, kennst du denn historisch gesehen noch die Gründe, was denn damals wirklich für eine Golfanlage gesprochen hat und wieso ihr von der Forellenzucht zur Golfanlage gegangen seid? Ja, die historischen Gründe waren folgende, die Europäische Union hat Ende der 80er Jahre die Produktion von landwirtschaftlichen Gütern einschränken wollen, da war das Stichwort Butterberge, die sollten reduziert werden, das heißt die EU hat den Landwirten Geld gezahlt für Brache, das heißt der Bauer musste sein Land brachigen lassen und da gab es Subventionen, da mein Vater Landwirt war und ihm Land immer wichtig war, hat er sich gedacht, ich kann das Land nicht verkrauten lassen, ich muss das irgendwie anders nutzen und dann kam die Idee, Golf zu etablieren, die Idee hat er eigentlich schon aus den 60er Jahren mitgenommen, als er in Amerika war, ein Jahr in Amerika gearbeitet hat, hat er auf Golfanlagen Steine gesammelt und da kam ihm schon die Idee, die hat er dann verworfen bis Ende der 80er Jahre, 1989 ging das los mit den Planungen und damit wurde dann diese landwirtschaftliche Fläche, ehemals landwirtschaftliche Fläche umgewidmet in Golf und das ging los mit der Planung und der Umsetzung. Die Forellen wurden nicht ersetzt, sondern es war parallel, damit sind wir auch in den 90er Jahren nach wie vor über die Landesgrenzen von Niedersachsen nach Hamburg und nach Bremen hin bekannt gewesen, das Ganze lief parallel und war halt auch ein USP, das wir hier anbieten konnten, Golf, die eigens gezogene Forelle und dann hier auch natürlich zu übernachten Anfang der 2000er.

Das war der Antrieb, eine Golfanlage zu bauen, wir sind die erste öffentliche Golfanlage gewesen und ich meine, in dem Jahr auch die einzige, die gebaut wurde, die Golfer spielen lassen konnte, die einfach eine Platzreife hatten, ohne eine Mitgliedschaft dabei, ohne eine Verpflichtung, dass man irgendwo eine Mitgliedschaft hatte, das ist bis heute so, man kann hier Golf spielen, ohne eine Mitgliedschaft zu haben, man muss natürlich das Golf spielen können, aber das war damals eine Neuerung, das gab es noch nicht und da waren wir eigentlich so Vorreiter mit als öffentliche Golfanlage, gerade in den 40er Jahren und du sagtest, es waren über 40 Anlagen, es sind tatsächlich 42 Anlagen damals hier eröffnet worden in Deutschland. Spannend, du kennst tatsächlich noch die genaue Zahl, sehr schön. Jetzt hast du gerade gesagt, ihr seid eine öffentliche Golfanlage und auch, dass das bedeutet, dass man bereits mit einer Platzreife euren Platz genießen kann. Wenn ich mich jetzt recht entsinne, dann ist Golf in der Zeit, in der es so richtig losging, also die 90er Jahre noch sehr elitär gewesen und das Thema öffentliche Golfanlagen, ist das damals gut angekommen?

Nein, will ich mal sagen, angekommen ist es sicherlich gut, weil die Entwicklung war natürlich da, die ersten Mitglieder sind eingetreten oder Spielberechtigungsinhaber, wir sind ja eine Betreibergesellschaft, haben einen Verein dabei, der damals nur gegründet wurde, um Mitglied im Deutschen Golfverband zu sein. Das durfte man damals als Betreibergesellschaft noch nicht im Verband. Der Schub, den sich mein Vater und sein Geschäftspartner damals erhofft hatten, blieb aus. Das heißt, die haben die Anlage vorfinanziert, nicht wie im klassischen Modell, dass man einen Club gründet, der Club bezahlt eine Investitionsanlage und baut damit den Platz.

So war es früher. Mein Vater und der Geschäftspartner haben die Anlage vorfinanziert aus eigenen Mitteln und natürlich über die Banken und wollten dann über langfristige Spielberechtigungsverträge dieses Geld wieder reinholen, auch mit einer Einmalzahlung. Das hat nicht so gut funktioniert. Es wurde dann das Konzept umgestellt Anfang der 2000er Jahre.

Es gab auch Täler, die wir durchschreiten mussten in der Entwicklung. Jetzt ist es so, dass das Image natürlich immer noch elitär ist. Das kommt sicherlich später noch mal zum Thema, dass der Golf immer noch elitär ist und nicht, wie damals erhofft, zum Breitensport wurde. Ich glaube, ich würde es heute anders machen, sicherlich auch öffentlich, aber die Idee war, dass Golf einen ordentlichen Schub hatte.

Wir hatten damals zweistellige Prozentzuwächse an Mitgliedschaften in Deutschland und diesen Schwung wollten mein Vater und sein Geschäftspartner natürlich mitnehmen. Hat sich aber nicht so entwickelt, wie es dann prognostiziert war. Und jetzt nach 25 bzw. 26 Jahren Golfanlage, wie sieht die Anlage heute aus?

Wie viele Mitarbeiter beschäftigt ihr so und in welchen Bereichen sind diese überall tätig? Eine Golfanlage wächst natürlich mit der Zeit. Man vergleicht das gerne mit einem guten Wein. Ein guter Rotwein wird auch besser, je älter oder je länger er liegt.

Das genau passiert natürlich auch bei einem Golfplatz. Da wachsen die Bäume, da ist die ganze Vegetation, stellt sich aufeinander ein. Das Mini-Ökosystem, was auf einer Golfanlage besteht, hat reift und entwickelt sich zum Positiven. Die Felder, die es damals gab, wo der Golfplatz ist, das erkennt man natürlich nicht mehr als Ackerland, weil da die Bäume jetzt 25 Jahre Zeit hatten zu wachsen und es ist einfach eine gewachsene Landschaft, wenn man mal von den Flächen absieht, die ständig gemäht werden.

Die Anlage selber wird von fünf Mitarbeitern im Greenkeeping, also in der Golfplatzpflege, in Schuss gehalten, die alle fünf fest angestellt sind. Einer davon ist ein Saisonarbeiter, aber auch fest angestellt, der kommt aus Polen, der ist seit bestimmt schon sieben oder acht Jahren hier Mitarbeiter bei uns. Wir wechseln unsere Mitarbeiter sehr selten, von uns aus sowieso nicht. Sind alle hier lokal im Deinste Wohnhaft.

Wir haben einen Mitarbeiter, der im Greenkeeping aushilft auf Geringfügigkeit, der mäht ausschließlich Sportplätze der Gemeinde Friedenbeck, samt Gemeinde Friedenbeck. Dann nutzen wir so ein bisschen unsere Maschinen weiter aus. Und wir haben in der Verwaltung im ProShop und im Sekretariat insgesamt drei Angestellte, inklusive mir, und drei geringfügig Beschäftigte, die das Marshalling übernehmen und sich ein bisschen um die Caddies kümmern, also um die E-Cards und ein bisschen Hausmeister-Tätigkeiten machen und aber hauptsächlich kontrollieren und die Kunden auf dem Platz fragen, ob alles in Ordnung ist und das klassische Marshalling hat. Und wie schaut es mit auszubildenden Praktikanten oder dualen Studenten aus?

Macht ihr sowas auch? Ja, sind wir immer offen für und waren wir immer offen für Praktikanten im Bereich Greenkeeping, im Bereich Verwaltung haben wir eigentlich jedes Jahr mindestens ein oder zwei, das sind dann Schulpraktiker. Dann haben wir ausgebildet und haben es auch angeboten, das ist der Ausbildungsgang Sport- und Fitnesskaufmann, damals mit dem IST zusammen in Verbindung zum Junior Golfmanager, die Weiterbildung. Und wir haben auch Studenten, ein duales Studium bieten werden, also in Anführungszeichen Werksstudent, das ist das Sport-Businessmanagement, was man hier auch über das Studieninstitut IST absolvieren kann.

Und das haben wir tatsächlich in der Vergangenheit getan und auch erfolgreich getan. Ja und für jeden, der jetzt wissen möchte, was das eigentlich alles für Studiengänge sind, da empfiehlt es sich einmal ein paar Folgen zurückzugehen, denn das IST Studieninstitut aus Düsseldorf war auch bereits einmal zu Gast in diesem Podcast und hat sich dort vorgestellt, als auch natürlich diese Studiengänge etwas genauer erläutert. Wir wollen aber jetzt bei deiner Golfanlage bleiben. Deine Golfanlage macht ja tatsächlich etwas, was andere Golfanlagen, die meisten Golfanlagen auch in Deutschland nicht machen.

Ich habe es nämlich in Deutschland auch erst einmal gesehen. Footgolf. Was ist das und woher kommt diese Idee? Footgolf ist nicht zu verwechseln mit Fußballgolf.

Fußballgolf kennt man sicherlich auf dem einen oder anderen Acker, auf irgendwelchen Dörfern da, wird mit dem Fußball auf dem Acker hin und her geschossen und in ein Loch der Ball versenkt und man muss dann über Hindernisse durch Hindernisse durch oder dann vorbei schießen, um dann das Ergebnis zu erzielen. Das ist so ein bisschen wie Minigolf mit dem Fußball und mit dem Fuß. Footgolf ist im Grunde dasselbe nur auf der Golfanlage. Also Footgolf ist ein Golfspiel, das ist an die Golfregeln angelehnt, wo man auf der Golfanlage von einer bestimmten Stelle mit dem Fußball tritt und in ein dafür vorgesehenes Loch schießen muss und das genauso wie beim Golf mit so wenig Schüssen wie möglich.

Am Ende werden die Schüsse zusammengezählt und dann hat derjenige gewonnen, der am wenigsten Schüsse hat. Das bieten wir seit 2018 erfolgreich an mit stetig wachsender Kundschaft, mit stetig wachsender Anzahl an Veranstaltungen und Turnieren und die Idee kommt eigentlich über den Weg Fußballgolf. Ich habe hier tatsächlich eine Fläche, die ich als Fußballgolfanlage ausweisen wollte, wo ich dann aus behördlicher Sicht Steine in den Weg gelegt bekam, was nicht bedeutet, dass ich das nicht noch machen werde, aber in dem Zusammenhang habe ich mir Erfahrungen von guten Fußballgolfern geholt, die auch Footgolf machen und dann fragten die mich, willst du nicht Footgolf machen? Und naiv ich war, was ist denn das?

Dann haben sie mir das erklärt und habe ich gesagt, die Investitionen dafür sind überschaubar und dann haben wir diese Trendsportart, sage ich mal, diese stetig wachsende Trendsportart hier etabliert und sind tatsächlich in Deutschland eine von wenigen Golfanlagen, die das regelmäßig so anbieten und wir haben mittlerweile über die zweieinhalb Jahre über 350 Leute hier gehabt, die Footgolf gespielt haben, die immer wieder kommen, die das mal so machen. Das sind Veranstaltungen von Firmen, die buchen statt einem Golfturnier halt ein Footgolfturnier, weil es für jedermann ist. Man muss keine Vorerfahrung haben, man muss einfach nur in den Wald treten können und hat Spaß. Die Regeln sind relativ überschaubar und einfach zu erklären und auch zu verstehen und das ist das, was es attraktiv macht und gerade auch junges Publikum hierher zu holen, das ist das, was wir wollen.

Um mir Footgolf jetzt noch ein bisschen besser vorstellen zu können, wie genau funktioniert denn das, also ich habe da einen Golfplatz, ich habe meinen Färber, ich habe den Abschlag, von dem ich dann den Fußball nehme, ich schieße Ziel aufs eigentliche Golfloch und fünf Meter daneben ist ein vergrößertes Loch, das mein eigentliches Ziel ist oder wie sieht das genau aus? Ja, ganz genau so ist das. Das ist selbstverständlich abhängig von der Art des Platzes, wie man sich das gestaltet. Da habe ich als Anlagenbetreiber natürlich freie Wahl, wo ich meine Löcher setze.

Das heißt, ich habe ein tatsächlich wie beim Golf ein Kap eingebaut im Boden eingebuddelt, wo beim normalen Golfbetrieb ein Deckel drauf ist mit Kunstrasen, das sieht man also nicht. Wenn ich Footgolf spiele oder eine Footgolfveranstaltung habe, wird dieser Deckel runtergenommen, ich stecke eine Fahne in das Loch und dann habe ich diese Fahnen, auf die die Footgolfer spielen, von einer Abschlachtfläche oder von einer Fläche im Fairway zum Grün, weil die Footgolflöcher nicht immer genauso lang sind wie ein Golfloch. Man schlägt ja mit einem Golfball deutlich weiter als man den Fußball mit dem Fuß tritt. So sind bei uns auf den ersten neuen Golfbahnen 18 Footgolfbahnen untergebracht mit einer Gesamtlänge von ca.

2,5 km. Das ist tatsächlich genauso. Man nutzt die Elemente, die Golf mit sich bringt, Abschlachtbox, Fairway, Bunker, Wasserhindernisse oder Penalty Areas, wie es neuerdings heißt, Raff, verschiedene Mähhöhen und dann hat man das Loch, wie man es beim Golf kennt, halt nur breiter oder größer, wo der Ball reinpasst. Und dann geht man zum nächsten Loch, im Idealfall nicht weit, so wie es halt beim Golf auch ist.

Okay, das habe ich verstanden. Jetzt ist die Golfbranche natürlich eine Branche, die auch stark im Wandel ist, eine Branche, die auch im Wandel sein muss. Denn wenn ich mir die jährlichen Zahlen des DGVs angucke, ich habe die Zahlen jetzt nicht im Kopf. Wenn ich aber jetzt sage, das jährliche Wachstum liegt irgendwo bei plus 0,1 Prozent, dann liege ich wahrscheinlich gar nicht so weit von der richtigen Zahl entfernt.

Welche Veränderungen bemerkst du denn zurzeit in der Golfbranche? Die Veränderungen sind tatsächlich, wie du es beschrieben hast, schleichend jetzt dahin gekommen, dass wir ein quasi Nullwachstum in der Personenanzahl der Golfer, der registrierten Golfer haben. Das hat aus meiner Sicht verschiedene Gründe. Das erste ist, das Image von Golf ist nach wie vor ein schlechtes in der Bevölkerung.

Die meisten Menschen denken, Golf ist immer noch was für editäre, hochmäßige, reiche Leute und auch alte Leute. Dieses Image werden wir nicht aus den Köpfen der Menschen rauskriegen, wenn wir nicht uns wirklich anstrengen. Ich merke, dass der Input, den man geben muss, um einen neuen Golfer zu aktivieren oder zu produzieren, oder ein neues Mitglied zum Unterzeichnen zu bewegen, wird immer größer für den gleichen Output. Es ist schwieriger in Deutschland geworden, Menschen davon zu überzeugen, dass Golf einfach auch sexy sein kann, dass Golf Spaß macht, dass Golf nicht alt und elitär und teuer ist.

Die Haupteinstiegshürde, die ich im Moment höre von den Menschen, die hier kommen, ist die Zeit. Es ist gar nicht mehr das Geld, weil Golf ist nicht mehr teuer im Vergleich zu anderen Sportarten. Wenn ich ein Pferd irgendwo stehen habe, wenn ich eine Segeljacht einmiete, auch Snowboard oder Skifahren, Winter ist teuer. Golf ist in dem Vergleich sicherlich kein Billig-Sport wie Fußball, um Fußball nicht zu diskreditieren, aber es ist nicht günstig wie Fußball.

Aber die Haupteinstiegshürde, und das ist das, was wir mitkriegen, ist die Zeit. Golf dauert einfach zu lange und da ist eine gewisse Flexibilität auch von den Organisatoren, von dem Verband gefordert, Golf kurz zu machen. Auch in neun Lochrunde gibt es jetzt Vorgabenwirksames Spiel. Es gibt keine Sechs-Loch-Vorgabenwirksamenspiele, warum nicht?

Es gibt auch keine Drei-Loch-Vorgabenwirksamenspiele. Ich denke, das wären alles Ideen, die Golf an sich attraktiver machen, gerade für junge Leute. Unser Hauptzielgruppe ist 55+, da sind wir jetzt im Moment genau in dem demografischen Baum. Wir können aus dem vollen schöpfen und trotzdem haben wir nur 0,1% Wachstum in Deutschland, also quasi Null.

Das finde ich erschreckend und alarmierend. Wir müssen als Golfanlagen, glaube ich, alle an einem Strang ziehen, dürfen uns nicht kannibalisieren. Wir müssen uns in eine Richtung bewegen, wir müssen alle mehr Golfer produzieren und dürfen uns nicht um die streiten, die es sowieso schon gibt. 000 Vollmitglieder auf grund des Alters und es kommt unten nichts nach.

Das einzige Wachstum, das wir im Moment haben, ist dann das, was wir durch Fernmitgliedschaften und sowas generieren. Das ist der größte Anteil an Wachstum im deutschen Golfmarkt und das finde ich erschreckend. Das ist grundsätzlich gut, wenn wir mehr Golfer haben, aber von einer Fernmitgliedschaft lässt sich keine Golfanlage pflegen. Ich glaube, wir müssen alle mehr dafür tun, dass das Image besser wird, dass Golf Spaß macht, dass Golf sexy ist und dass Golf auch junge Leute ansprechen kann und anspricht.

Da fehlt es natürlich auch so ein bisschen an den Zugpferden aus dem Fernsehen oder in den Medien. Die Medien schreien nicht hier, wenn es um Golf geht. Das sind alles so Punkte, die da rein spielen, die es dramatisch machen, aus meiner Sicht. Das ist auch einer der Gründe, warum wir Footgolf anbieten, weil ich einfach eine Saat sehen möchte, die in 10, 15, 20 Jahren aufgeht.

Ich habe hier 25-jährige Fußballspieler aus der Region, die hier von der Runde kommen, vom Platz kommen und sagen, boah, das war so geil, hier ist ein toller Platz, das sieht so gut aus. Mensch, das ist ja toll und die sind alle nett, die Menschen hier. Ich könnte mir auch vorstellen, das mal mit einem Schläger zu absolvieren und dann spielen sie aber noch weiter Fußball und irgendwann nageln sie ihre Fußballschuhe an die Wand und denken sich, Mensch, was kann ich denn jetzt mal machen an Sport? Da war doch mal eine Golfanlage, da konnten wir Footgolf spielen.

Das ist also eine Investition in die nähere Zukunft und auch gerade dann, wenn der demografische Baum einen Knick macht. Und wenn wir jetzt auch tatsächlich das durchschnittliche Alter im Golfsport mal von sagen wir mal 55 plus auf vielleicht 38 plus runterbringen wollen, was ist da jetzt wichtig? Was müssen Golfanlagen und was muss die Golfbranche da denn mal konkret tun? Ich glaube, viele Golfanlagen müssen einfach oder die Verantwortlichen der Golfanlagen müssen einfach von diesem Ross runtersteigen.

Viele Golfanlagen werden noch EV geführt durch den Vorstand und das bitte jetzt nicht falsch verstehen, aber das ist dann der Anwalt, der Zahnarzt und der Ohrenarzt, der dann die Geschäfte führt. Dann ist es im besten Falle sogar noch ein professioneller Clubmanager, der dem unterstellt ist und da die Tagesgeschäfte führt. In den meisten Fällen sind aber nur Sekretärinnen und Sekretäre, die da dann die tägliche Arbeit absolvieren, die keine Entscheidungsgewalt haben. Und ich glaube, das Denken in den Anlagen muss sich einfach ändern.

Das muss jedem bewusst sein, dass wir in den nächsten 15 oder 20 Jahren einfach gar nicht mehr die Möglichkeit haben, so viel Neumitglieder zu generieren, wenn wir bei 55 plus bleiben. Ich denke, Golf muss an sich attraktiver werden für den jungen Menschen, für die Familie. Klar, man muss Familienangebote, Arbatte für junge Leute. Wir haben eine Mitgliederstruktur oder eine Mitgliedsbeitragsstruktur, die sich auch so ein bisschen dem Alter anpasst.

Man zahlt bei uns bis zum 26. Lebensjahr einen relativ überschaubaren Beitrag und dann geht es auch nicht sofort in die volle Mitgliedschaft mit dem vollen Beitrag, sondern es ist gestaffelt. Von 26 bis 33 sind dann zwei Stufen drin, die dann nach und nach, je nach Alter, dann berechnet werden. Denn wenn ich mit 26 mein Studium absolviere oder mit 27, dann bin ich nicht sofort der Topverdiener in der Regel, sondern muss mir auch meine Sporen verdienen.

Ich muss also als Golfanlage auch finanziell attraktiv für junge Leute sein. Ich muss attraktiv für junge Leute sein mit entsprechenden Events, mit Veranstaltungen, mit einfach Sachen, die junge Menschen begeistern. Und das geht halt nur, wenn ich da aktiv dabei bin und wenn ich mich darum kümmere. Und ich glaube, in vielen Anlagen ist es so, dass der Vorstand das Ding macht, was immer gemacht wurde.

Und wenn mal der eine Vorstand das nicht so gut gemacht hat, dann wird in die andere Richtung gedreht, denn bei der nächsten Wahl 180 Grad, dann geht es in eine andere Richtung. Aber meistens bleibt es auf dem Niveau, wir sind Golfer, wir sind und wollen unter uns sein, wir sind elitär und der Porsche steht halt in erster Reihe auf dem Parkplatz in erster Reihe. Das glaube ich, ist das, wo ich der festen Überzeugung bin, dass wir als Golfanlagen , und damit meine ich alle Golfanlagen in Deutschland, uns auf den Hosenboden setzen müssen und zusehen müssen, dass wir Golf attraktiver hinkriegen und das Image einfach besser wird. Und wenn Golf jetzt für Studenten als auch Berufseinsteiger, die vielleicht noch nicht ganz so gut verdienen, attraktiver werden sollen, also auch wirklich preislich attraktiver werden sollen, ist dann deiner Meinung nach eine Platzreife, und ich sage jetzt mal einen Preis, den ich ein paar Mal bei Anlagen gesehen habe, über 500 Euro und das Ganze über mehrere Wochen die richtige Lösung, oder können wir in Deutschland auch komplett auf die Platzreife verzichten?

Ich glaube nicht, dass wir auf die Platzreife verzichten können, weil Golf ist ein Sport, den man erlernen muss. Ich habe keinen Spaß auf der Golfanlage, wenn ich nicht weiß, was ich tun muss. Das ist glaube ich in jeder Sportart, bei jedem Spiel so. Wenn ich nicht weiß, wie es funktioniert, macht es mir keinen Spaß.

Das heißt, ich muss schon eine gewisse Ausbildung genießen und das über die Golf-Pros wird das vermittelt und ich glaube, das ist wichtig. Ob es eine Prüfung geben muss, die nachher am Ende der Ausbildungszeit steht, die sich dann Platzreife-Prüfung nennt, das lasse ich mal dahingestellt sein. Ich glaube, das ist nicht unbedingt notwendig, denn Prüfung ist nicht das, was Menschen wollen. Man spricht dann von Prüfungsangst.

Ich habe in der Schule Prüfung gehabt, da denke ich zurück, was mich nicht unbedingt wohlbehagen macht. Dieses Wort Prüfung, dass ich muss das machen, damit ich bestehe, das ist glaube ich ein Punkt, der viele abschreckt. Dass man Golf lernen muss, um es zu spielen, das ist ganz klar. Ich denke, da gibt es andere Modelle, die auch schon im Markt aktiv sind mit Patenschaften, wo ich eine gewisse Zeit zum Golf-Pro gehe oder einen gewissen Kurs absolviere und dann einen Freund oder eine Freundin aus dem Club oder jemanden habe, der mich begleitet und der auch so ein bisschen Verantwortung übernimmt für mich auf der Anlage, dann ist das ein bisschen Selbsterziehung, um dann auch dann einen guten Golfer zu machen.

Selbstverständlich darf man nicht vergessen, und das ist wichtig, dass Etikette gelehrt wird heute. Wir haben hier massive Probleme mit Pitchmarken, mit Menschen, die mit ihrem Trolley zwischen Bunker und Grün durchlaufen. Das sind halt aber Verhaltensregeln, die ich einfach erwarte auf einer Golfanlage und aus pflege-technischer Sicht auch einfordere und da auch sanktioniere, wenn ich jemanden erwische. Das ist in der letzten Zeit schlechter geworden und so eine Ausbildung, was schnelles Spiel angeht und die Etiketteregeln, das ist nach wie vor wichtig.

Aber ich sagte schon vorher, wenn das in einer Prüfung mündet, dann hat das immer ein Lehrer-Schüler-Verhältnis bei den Menschen im Kopf und das ist glaube ich nicht förderlich für Golf. Fußball muss ich auch lernen. Ich muss auch Fußball regeln können, wenn ich Fußball spielen will und ich muss eine gewisse Fitness mitbringen, um dann auch spielen zu können und durchhalten zu können, wenn der Trainer sagt, jetzt hältst du noch mal durch. Das ist logisch und das ist beim Golf auch so.

Das halte ich auch nach wie vor wichtig, dass Menschen zu Golfern gemacht werden und nicht jeder x-Bilibio ohne Vorkenntnisse auf einem Golfplatz kann, weil es ist ja auch eine Gefährdung, die man hat. Ich bringe Menschen dazu, ein Golfball zu bewegen und wenn der irgendwo einschlägt, wo er nicht soll, dann hat das ja auch versicherungstechnische Hintergründe. Das heißt, das ist immer noch wichtig. Jetzt hast du gerade eben schon Etikette erwähnt.

Etikette ist von dem, was ich tatsächlich in der Vergangenheit beobachten durfte. Jetzt hast du es gerade mit dem Pitchgrabbeln gesagt, eine wirklich sinnvolle Sache. In manchen Punkten erlebe ich aber zumindest in Deutschland, in anderen Ländern gar nicht so stark, aber in Deutschland, dass Etikette auch teilweise falsch interpretiert wird. Mein bestes Beispiel ist dafür immer Jeans und ein schlapper T-Shirt.

Wer damit auf eine Golfanlage kommt, der wird von den Mitgliedern, weil es ja die Etikette so sagt, auch häufiger nicht ganz so nett angeguckt. Meiner Meinung nach hat sowas immer ganz, ja tatsächlich praktische Gründe, warum wir sagen, vielleicht doch ein bisschen ordentlicher anziehen, vielleicht doch keine Jeans, denn das macht ein Golfer einmal bei 35 Grad. Der wird nie wieder eine Jeans anziehen. Aber müssen wir vielleicht auch die Etikette überholen?

Wenn du das Wort Etikette jetzt auf Kleiderordnung einengst, dann würde ich sagen, auf jeden Fall. Bei uns ist es tatsächlich auch egal, auf unserer Golfanlage, ob du ein T-Shirt oder eine Jeans anziehst und das auch kombiniert, wo ich den Kunden, der von mir vor mir steht am Tresen, bitte, wenn er ein Muskel-Shirt anhat, dass er das bitte umzieht und zumindest ein T-Shirt, was mit Ärmeln versehen ist, anzieht. Ich glaube, diese Etikette Kleiderordnung ist verstaubt. Ich gebe dir recht, eine Jeans auf der Golfanlage ist vielleicht praktisch, wenn man sich nicht umziehen will, aber sportlich gesehen ist das unpraktisch.

Selbst ich, der fast nur Jeans anzieht, würde zum Golfen nie eine Jeans anziehen, weil es auch unpraktisch ist. Du sagst es selber, bei 30 Grad eine Jeans, das macht man einmal und dann nie wieder. Da gibt es deutlich funktionalere Ware oder funktionalere Kleidungsstücke. Ich denke aber schon, dass man das nicht vom Grundsatz her ausschließen muss.

Ich finde Jeans jetzt kein abwertendes Kleidungsstück und es gibt Jeans, die sind deutlich teurer als so manche Stoffhose, die hier reinkommt. Aber darum geht es auch nicht. Es geht darum, dass sich der Mensch wohlfühlen soll in dem, was er tut und wenn er zu uns kommt auf die Anlage, dann soll er sich wohlfühlen, so wie er sich am besten wohlfühlt. Er soll Spaß haben, er soll ja nicht hier verkniffen und eingeengt in irgendwelche Maxime sich dann bewegen und hinterher sagen, boah, jetzt bin ich froh, wenn ich nach Hause fahre, weil das war ganz unangenehm.

Das ist es ja nicht. Die Menschen sollen hierher kommen und sich wohlfühlen und Spaß haben, damit sie auch wiederkommen und damit sie auch sehen, Golf macht auch Spaß. Da ist eine gelockerte Kleiderordnung sicherlich ein Mittel dafür. Bei mir natürlich deutlich Grenzen, oben ohne geht nicht, mit Spaghettiträgern geht nicht und mit Muskelshirt geht es auch nicht.

Etikette im Sinne von, ich habe eine Pitchgabel und mache eine Pitchmarke weg, da bin ich sehr rigoros, weil das sind Werte auf der Golfanlage, die durch eine Pitchmarke beschädigt werden. Das Grün ist das wertvollste Gut einer Golfanlage und wenn ich eine Pitchmarke mache und mache sie nicht weg, dann ist diese Pitchmarke Einfallstor für Krankheiten. Da geht das meistens los mit Pilzinfektion, da wo Pitchmarken nicht weggemacht wurden. Das ist ärgerlich für den Nächsten, der genau da durchpatten möchte.

Falsch weggemachte Pitchmarken sind fast noch schlimmer als eine nicht weggemachte Pitchmarke. Ich finde also Verhaltensregeln auf der Anlage, die den Platz schonen sollen, wo es darum geht, den Platz zu erhalten, da mache ich keine Kompromisse. Das wird hier kontrolliert und das wird auch durchgezogen und da legen wir ganz großen Wert, dass der Kunde das auch macht, das Mitglied und der Gast. Das ist das, was ich hauptsächlich unter Etikette verstehe.

Kleiderordnung, da bin ich kein klassischer Vertreter von, das muss jetzt eine Hose sein, die übers Knie geht und ich muss eine karierte Weste anhaben und noch eine Schiebermütze auf. Jetzt hast du gerade eben schon gesagt, Golf soll Spaß machen und auch weiterhin Spaß machen. In dem Zusammenhang, was plant ihr denn dafür, so in den nächsten Jahren für weitere zukünftige als auch aktuelle Projekte auf eurer Golfanlage? Also die Planung für die Weiterentwicklung von Golf lagen ja eigentlich in der Planung schon damals, Anfang der 90er Jahre.

Wir haben eine Ursprungsplanung von 27 Golflöchern genehmigt bekommen und auch nach wie vor im Bebauungsplan stehen. Die wurde nicht umgesetzt, weil der Zulauf in den ersten Jahren halt nicht der war, den man sich erhofft hatte. Das sagte ich schon. Mein Fernziel ist natürlich irgendwann diese neun Löcher noch zu bauen und dann mit 27 Löchern am Markt zu sein.

Ich glaube, das ist ein Erfolgsstatusquo, den man glaube ich nicht von anweisen kann. Man ist flexibel, man kann neun Löcher rein für die Pflege sperren für besondere Pflegemaßnahmen, hat immer noch 18 Löcher zur Verfügung. Man kann auf neun Bahnen Footgolf anbieten, hat immer noch 18 Bahnen zum Spielen. Das ist natürlich für mich ein Ziel, welches ich nach wie vor verfolge, was aber in einer Situation und gerade auch mit der Krise, die wir im Moment durchleben, natürlich immer weiter in die Entfernung, immer weiter wegrückt.

Ich glaube, dass eine 27-Loch-Anlage heutzutage der Schlüssel zum Erfolg ist, was Golf angeht. Das gibt viele, viele Vorteile. Es gibt aus meiner Sicht ganz wenig Nachteile, die eine 27-Loch-Golf-Anlage mit sich bringt, außer vielleicht höhere Pachten und ein bisschen höhere Pflegekosten. Aber das ist doch sicherlich überschaubar und alle Inhaber und Geschäftsführer von 27-Loch-Anlagen werden mir da zustimmen oder werden mir beiflichten.

Das ist, glaube ich, ein Optimum an dem, was man haben kann. Weitere Projekte sind natürlich, dass ich will Footgolf ausbauen. Das hat für den Golfspieler jetzt keinen großen Vorteil, es sei denn, er spielt selber auch mal Footgolf. Ich werde unsere Footgolf-Anlage von derzeit 27 Löchern auf 36 Löcher erweitern.

Und ich habe nach wie vor, das sagte ich vorhin schon zum Thema Fußballgolf, vor, eine Fußballgolf-Anlage zu bauen. Ich werde meine Betriebshalle bauen, eine neue Betriebshalle, um da effizienter zu werden, was Spritverbrauch angeht, ökologischer zu sein, die nachhaltigen Ressourcen ein bisschen mehr nutzen und ein bisschen mehr auf erneuerbare Energien gehen. Das steht noch an. Das betrifft jetzt nicht direkt den Golfspieler, zumindest nicht in seinem Ablauf, aber natürlich nachher schon.

Man kann sich dann wieder auf Sachen konzentrieren, wenn wir mal eine Bahn umbauen wollen. Da sind auch noch einige Punkte, die wir bei unserem Zettel stehen haben. Das werden wir nach und nach dann abarbeiten. Also Optimierung des Golfplatzes, wie er im Moment im Bestand ist.

Da bin ich auf jeden Fall mal gespannt, was da demnächst alles noch so kommt. Kommen wir zu meiner Lieblingsfrage aus diesen Interviews, weil dabei kommen immer sehr, sehr spannende Antworten zustande. Die Frage lautet, what keeps you up at night? Also welche aktuellen Probleme und Herausforderungen lassen dich zurzeit nicht schlafen oder wecken dich morgens für früh?

Woran musst du dauernd denken und welche Probleme und eventuelle Lösungsansätze hast du auch dafür? Also in der jetzigen Zeit ist es eigentlich ein dominantes Thema, was mich auch manchmal nachts aufwachen lässt oder wenn ich wach werde, dann auch nicht wieder einschlafen lässt. Das ist natürlich die aktuelle Viruskrise, die wir haben. Ich mag dieses Wort mit C nicht mehr aussprechen, weil mir hängt das so ein bisschen zum Hals heraus, wenn ich das so sagen darf.

Natürlich ist das eine ungewisse Zukunft. Der Lockdown im März und April diesen Jahres hat natürlich Spuren hinterlassen. Auch gerade bei den Mitgliedern und in der Kommunikation mit den Mitgliedern war es nicht immer gut, wobei die meisten uns gegenüber doch Solidarität gezeigt haben. Ich glaube, die Entwicklung ist ungewiss und da denke ich schon drüber nach, werden wir diese Krise so überstehen, dass es uns in den nächsten 10, 15, 20, 25 Jahren immer noch geben wird.

Was bringt diese Krise mit sich? Gerade finanziell, gerade für den Golfmarkt. Viele Golfanlagen verzeichnen Rekordjahre, was Mitgliederzuwächse angeht, das kann ich hier nicht sagen. Nun ist es bei meiner Golfanlage auch so, dass wir mit der Anlage eine Abdeckung der Region haben.

63 Prozent aller meiner Mitglieder kommen aus einem Radius von zehn Kilometern und weniger um die Anlage. 91 Prozent wohnen innerhalb von 20 Kilometern um die Anlage. Das ist schon ein sehr lokaler Markt. Bei einer Golfdurchdringung von 0,85 Prozent hier im Westen Deutschlands, also in unserer Region, bin ich bei der Anzahl der im Umkreis lebenden Menschen schon darüber hinaus.

Also ist das Potenzial, wenn man sich den Schnitt anguckt, schon ausgeschöpft. Das ist natürlich unsere Aufgabe, da neue Mitglieder zu gewinnen. Aber die Krise schwebt halt über uns allen wie ein Damoklesschwert und ich bin mir nicht ganz sicher, wo wir dann noch landen werden. Ich hoffe es natürlich, dass wir Ende nächsten Jahres die Masken und die Abstandsregeln und all das hinter uns gelassen haben, wenn dann die Menschen geimpft sind und wenn es überhaupt eine Impfung geben wird und sich die Leute impfen lassen.

Das ist dann wie eine Grippewelle kommt zum Herbst, aber es ist nicht mehr so dominant und in den Nachrichten jeder Aufmacher mit Corona ist. Jetzt habe ich es doch gesagt. Die zweite Sache, die mich nachts auch viel grübeln lässt, ist die Art, wie wir miteinander umgehen. Und damit meine ich, wir Menschen gerade im Kundendienstleister, in der Kundendienstleisterbeziehung.

Ich habe die Erfahrung gemacht in den letzten Wochen, Monaten und auch schon Jahren fast, dass das Verhalten von vielen Menschen einfach schlimmer wird. Die eigenen Freiheiten werden ausgedehnt über die Grenzen der Freiheiten der anderen hinaus. Das wird gemacht, was man will. Man hält sich nicht an Regeln und wenn man Kunden auf Regelverstöße hinweist oder auch Etiketteverstöße auf Fehler hinweist, dann ist mehr und mehr eine aggressive Stimmung zu spüren.

Ich habe nichts gemacht, ich mache es immer. Andere machen das auch nicht und ich zahle ja so viel Geld und das ist alles aggressiver. Die Art und Weise, wie Menschen in so einer Situation miteinander umgehen, habe ich das Gefühl, wird schlimmer. Wir haben auch so ein paar Golfkunden, die diese Schiene so ein bisschen abreiten und das beschäftigt mich schon.

Das heißt, ich nenne sie mal Problemfälle, tauchen immer wieder auf. Problemfälle an Kunden und es wird immer schwieriger, damit umzugehen. Das sind so Sachen, die mich grübeln lassen. Wo geht die Gesellschaft hin?

Wo kommen wir am Ende des Lebens raus oder am Ende der Zeit? Das sind so Sachen, die mich grübeln lassen. Wie man sich miteinander beschäftigt und wie man miteinander umgeht. Danke dir auf jeden Fall für diesen interessanten Einblick.

Ich glaube, da werden dir sehr viele Golfanlagenbetreiber, aber auch die Menschen aus den Sekretariaten, die da sowas ja wahrscheinlich am häufigsten trifft oder auch die Ranger oder seien es auch die Greenkeeper, weil die trifft es ja natürlich auch und viele andere, die ich jetzt nicht erwähnt habe, die werden dir da alle zustimmen. Ich glaube, darüber könnten wir noch sehr lange sprechen, aber wir nähern uns schon dem Ende des heutigen Interviews. Von meiner Seite aus bleibt mir eigentlich nur zu sagen, ganz herzlichen Dank, dass du dir heute die Zeit für uns genommen hast. Es war ein sehr interessantes und aufschlussreiches Interview und damit gehen die Abschlussworte dieses Interviews schon an dich.

Hast du noch irgendein Tipp, Appell an unsere Zuhörer? Erstmal ganz herzlichen Dank, dass ich dabei sein durfte. Ja, ich möchte jedem Zuhörer sagen, dass wir mit Golf ein super Mittel haben, welches wir nutzen können. Golf ist einfach sexy.

Golf macht Spaß, das wissen diejenigen, die zuhören wahrscheinlich selber, weil sie selber spielen, weil sie sich ja möglicherweise darüber Gedanken machen, in der Golfbranche zu arbeiten oder schon in der Golfbranche arbeiten. Ich glaube, Golf muss noch sexier werden für junge Leute. Ich glaube, wir müssen alle an einen Strang ziehen, dass wir mehr Golfer produzieren, den Kuchen vergrößern und uns nicht nachher um die Krümel streiten. Und ich würde mir von den Zuhörern wünschen, wenn sie denn im Golfbereich arbeiten und tätig werden wollen, daran mitzuarbeiten und das Golf-Image zu verbessern.

Es wird immer schwierig, wenn Golf in der Werbung noch verunglimpft wird, wenn im Krimi der Golfer der Mörder ist und derjenige, der so dargestellt wird, als wäre er einer der oberen Zehntausend. Ich glaube, daran müssen wir arbeiten. Das ist meine tägliche Aufgabe, das sehe ich. Da sehe ich mich an vorderster Front auch.

Und egal wie, Golf muss in Deutschland, in anderen Ländern ist es das bereits einfach einen besseren Stand kriegen. Und da würde ich jeden darum bitten, der das hört, Golf so darzustellen, wie es wirklich ist. Geil. Danke dir für deine Abschlussworte.

Und da hast du noch mal was gesagt, wo jetzt natürlich noch eine ganz kurze Frage kommt, nämlich, wenn jemand Interesse hat, mitzuarbeiten und er sich vielleicht auch jetzt gesagt hat, das war ein sehr spannendes Interview, ein sehr netter Mensch. Und dazu gibt es noch eine Golfanlage, eine Gastronomie und ein kleines Hotel. Da hätte ich wirklich mal Bock darauf, mitzuarbeiten. Wo kann ich mich denn da bewerben?

Oder wenn ich eine Frage habe, wie kann ich dich erreichen? Hast du eine E-Mail-Adresse, WhatsApp, Telefon, Weiterleitung durch mich? Was ist dir am liebsten? Also ich habe sowohl eine E-Mail-Adresse als auch eine Telefonnummer.

WhatsApp habe ich auch. Das ist mir grundsätzlich egal. Jeder, der Interesse hat, kann sich natürlich gerne mit mir in Verbindung setzen. Entweder telefonisch ist es am allerbesten unter 04149 27 7707.

Das ist der direkte Draht hier zum Golfclub in Deinste. golf. Gerne können natürlich auch die Kontaktdaten über dich abgefragt werden. Das heißt, du kannst natürlich dann die Kontaktdaten auch gerne weiterleiten.

Super, die Kontaktdaten nehmen wir auf jeden Fall auch in die Shownotes des Podcasts rein. Das heißt, jeder, der daran Interesse hat, kann da einfach mal reingucken. Und wenn er jetzt gerade eben die Telefonnummer nicht mitgeschrieben hat, einfach da mal gucken, draufklicken und dann sollte es direkt schon funktionieren. Ich sage nur noch einmal ganz herzlich Dank dir, Tim, fürs heute da sein und allen Zuhörern ganz herzlichen Dank fürs Zuhören.

Ja, vielen Dank. Vielen Dank fürs Zuhören. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann hinterlasse doch gerne eine Bewertung auf iTunes.

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Die perfekte Golf-App? All Square CEO Patrick Rahme

13.09.2022 · 35:22

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Bei dieser Folge handelt es sich um ein Reupload einer Folge aus dem Jahr 2020. Aus technischen Gründen wurde die Folge nicht mehr in allen Podcast-Kanälen ausgespielt. Daher war ein erneuter Upload notwendig, um die Folge auch weiterhin der Hörerschaft zur Verfügung zu stellen. In der Folge werden spannende Themen besprochen und obwohl der eigentliche Inhalt bereits zwei Jahre her ist, lohnt sich das Reinhören bestimmt.

Jobs im Golf-Business, der Podcast von der Golf-Branche für die Golf-Branche. Es erwarten dich spannende Interviews und Business-Insights. Alle in der Sendung genannten Infos findest du im Anschluss in den Show Notes. Herzlich willkommen beim Jobs im Golf-Business Podcast.

Heute begrüßen wir Patrick Rahme, dem CEO von All Square. Patrick, grüße dich. Guten Tag, Mirco. Ja, schön, dass du heute da bist.

Schön, dass du dir die Zeit nehmen konntest. Du hast ja ein sehr spannendes Unternehmen, welches du uns heute vorstellen möchtest. Doch bevor wir eigentlich zum Interview gehen, stell dich doch noch mal ganz kurz vor, wer bist du und was machst du eigentlich so? Also ich bin Luxemburger und ich bin jetzt sieben Jahre Founder und CEO von All Square.

Ich wohne in Luxemburg, aber reise ganz viel, um All Square international zu entwickeln. Ich bin auch ein begeisterter Golfspieler. Heute habe ich ein Handicap von +2,5 und meine Leidenschaft ist es, zu reisen, Golf zu spielen und viele neue Leute kennenzulernen. Okay, das klingt alles sehr spannend, auch ein sehr beeindruckendes Handicap, das du da hast.

So mal ganz kurz gefragt, in welchen Ländern hältst du dich denn tatsächlich am häufigsten auf? Also dieses Jahr war ein bisschen speziell mit Covid, aber ansonsten bin ich ganz viel in den USA, in den Emiraten, aber auch dann Luxemburg ist natürlich von Frankreich, Belgien und Deutschland umkreist, also bin ich auch ganz viel in diesen Ländern und dann natürlich Portugal und Spanien, die große Golfdestinationen sind. Okay, klingt auf jeden Fall Multikulti. Sprichst du alle diese Sprachen?

Weil Deutsch sprichst du auf jeden Fall und wie sieht es mit den anderen aus? Ja, also Deutsch ist eigentlich meine vierte Sprache und ich rede fünf Sprachen Luxemburgisch, also alle Luxemburger lernen das von kleinem an und wir reden das miteinander und dann Französisch ist dann auch meine zweite Sprache und dann Englisch und Deutsch und dann schließlich noch Spanisch, aber da bin ich nicht so begabt, wie ich sage, weil ich habe es auf jeden Fall nicht genug benutzt, um gut zu reden. Und dafür hast du hoffentlich auf jeden Fall in der Zukunft noch genug Zeit, erzähl uns doch mal so ein bisschen über deinen persönlichen Karriereweg, was war denn alles so, bevor du Allsquare mit gegründet hast? Also eigentlich nicht ganz viel in der professionellen Welt, ich habe mein Studium abgeschlossen auf der London School of Economics, mein Master in Finanzen und dann habe ich ein Praktikum in Zürich und Genf gemacht beim Credit Suisse und nach den sechs Monaten habe ich mich dann entschieden mein eigenes Unternehmen anzufangen und das war schon Allsquare, das heißt ich bin eigentlich mit ganz wenig Erfahrung in diese Welt eingestiegen und heute bereue ich es eigentlich gar nicht, weil ich habe ganz viel auf dem Weg gelernt und ich bin eigentlich ganz froh, dass ich heute als 33-Jähriger schon sieben Jahre lang mein Unternehmen führe und auch nie eigentlich irgendwas im Weg hatte, sei es eine Familie, Kinder, die es dann auch schwieriger machen so viel zu reisen und sein Unternehmen so zu entwickeln.

Mit deiner Vorerfahrung hätte ich dich tatsächlich jetzt eher an der Frankfurter oder Londoner Börse oder vielleicht sogar an der Wall Street erwartet, wie kommt es, dass du den Switch in Richtung Golf gemacht hast? Also erstens mal als ich fertig war mit meinem Studium, es war 2011 und da sind wir wirklich genau aus, also da war die Krise dann halt am tiefsten Punkt von 2008/2009 und mein Traum war es immer, Banker zu werden und als ich dann in London war und jeden Tag die Financial Times gelesen habe während der Krise, habe ich dann auch gemerkt, dass es vielleicht nicht unbedingt was für mich ist, weil jeden Tag gab es Skandale mit Bankern, die Transaktionen gemacht haben, die sie nicht hätten machen dürfen und dann auch, muss ich sagen, viele Gespräche mit meinem Großvater, der früher Elektriker war bei der Lux Air, die eigentlich unsere nationale Fluggesellschaft ist und der hat immer die Turbinen der Flieger repariert und er hat nie verstanden, wie man Geld mit Geld machen kann. Für ihn musste immer ein richtiger Output da sein und ja, ich hatte diese Leidenschaft für Golf, die Idee war fest in meinem Kopf und ich war auch während meinem Studium Präsident von einer Junior Enterprise in Lausanne, auf der ASC Lausanne und da hatte ich dann auch ein Team von 20 Studenten, die ich geleitet habe und das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mir halt dachte, Unternehmen ist wirklich was für mich, dann auch noch mit Golf gemischt, kann nur besser sein und schlussendlich habe ich jetzt auch in den letzten Jahren meine große Leidenschaft für Technologien entwickelt und die drei zusammen sind für mich halt ein Traum. Okay, das kann ich alles verstehen, also auch gerade die Leidenschaft zum Gründen finde ich einen sehr interessanten Aspekt, allerdings, wenn wir in der Golf-Branche sind, dann sind wir ja in den meisten Bereichen noch sehr analog unterwegs und kaum im Digitalen, du magst uns vielleicht gleich noch mal erzählen, wie alt All Square inzwischen eigentlich ist, aber wie kam es dann dazu, dass wenn du dir sagst, ich möchte gründen und zwar im Golf-Bereich, dass du dir gesagt hast, ich will eine App machen und keinen eigenen Golfplatz oder ähnliches eröffnen?

Erstens mal vor, also All Square wurde Januar 2013 gegründet, also vor sieben Jahren und was ich gemerkt habe ist, dass die Golf-Welt hatte diesen ganzen technologischen Switch total verpasst und jedoch jetzt in den drei bis fünf letzten Jahren hat sich viel geändert, Golf ist viel technologischer entwickelt und wieso kein Golfplatz führen oder so, das war für mich nicht, das ist ja nicht unbedingt ein Unternehmen, außer ich gründe meinen eigenen Golfplatz. Für mich ging es wirklich darum, was zu gründen, ein Team aufzubauen, aber auch ein Projekt zu haben, das eine internationale Reichweite haben könnte und was auch skalierbar ist und deshalb habe ich mich dann auch für meine eigene Idee entschieden und heute mache ich es noch immer so viel Spaß wie früher. In vielen Bereichen ist das ja schon mal die Hauptsache, dass es Spaß macht, ich habe jetzt mal ein bisschen zurückgerechnet, wir sind ja jetzt im Jahr 2020, kurz vor 2021, du hast gesagt, vor drei bis fünf Jahren ging es im Golfbereich so langsam los mit Digitalisierung, so was du so beobachten konntest und All Square gab es 2013, also zwei Jahre bevor dieser Boom tatsächlich losging, wie bist du denn damals, also das interessiert mich jetzt immer noch auf die Idee gekommen, wirklich diese Golf-App, also du machst dir wahrscheinlich Gedanken, es gibt da einen Markt und irgendwie wollt ihr auch Geld verdienen, weil du willst ja Mitarbeiter bezahlen, wie bist du denn damals da rangegangen und was hat dich überzeugt, dass da eine Lücke ist, die du schließen kannst? Ja, also wie in jedem Unternehmen, es geht darum, erstens mal eine gute Idee zu haben, aber auch dann ein bisschen Glück zu haben, das nennt man Time-to-Market auf Englisch, wo man am richtigen Zeitpunkt auf dem richtigen Ort sein muss und es gab schon ein paar Apps, vielleicht sechs, sieben Jahre vor uns, die meiner Meinung nach auch super Ideen hatten, aber es war vielleicht ein bisschen zu früh für Levi, die mussten halt zehn Jahre warten anstatt diese zwei, drei Jahre und was sich auch ganz viel geändert hat in dem Golfmarkt, es hat sich sehr professionalisiert und auch verjüngert, als ich angefangen habe 2013, war ein Golfmanager viel älter als heute, es gab fast keiner, der 30, 35, 40 Jahre alt war und Golfmanager war und das sieht man jetzt immer, immer öfters und natürlich dieser Altersunterschied macht auch dann viel aus, wenn man von Technologien redet, weil ein 35-Jähriger ist mit Technologien aufgewachsen und dann ist das Gespräch und der Pitch viel einfacher, als wenn man jetzt mit einem 65-, 70-Jährigen darüber diskutiert.

Ja, das stimmt natürlich, da gebe ich dir vollkommen recht, lass uns, nachdem wir jetzt so viel über All Square gesprochen haben, uns schon so ein bisschen angedeutet haben, was es eigentlich ist, aber trotzdem mal die Frage klären, die App All Square, was ist das, was kann das? 000 Golfplätze entdecken konnte und über uns buchen konnte und dann haben wir viele verschiedene Features dazu gesetzt und jetzt kommen zwei ganz interessante Features dazu, Anfang 2021, einmal eine Reise, eine integrierte Reise-Sektion und auch alles, was Live Scoring ist und Statistiken für die Nutzer und die Vision ist es wirklich, den ganzen Golfmarkt zu modernisieren durch Technologie, aber auch einen Marktplatz zu kreieren, wo Golfer alles nötige finden auf einer Seite, anstatt auf viele verschiedenen Websites surfen zu müssen und das ist für uns wirklich die Mission, zu sagen, okay, die können wir einen Marktplatz für Golf werden, wo die Golfer sich miteinander vernetzen, ihre Erfahrungen miteinander teilen, wo sie gespielt haben, was sie von den Plätzen gehalten haben, aber wo sie auch dann ihre Green Tees, ihre Reisen und ihr Material über uns kaufen können und natürlich das Ganze mit einer User Experience, die einfach ist und auch auf verschiedene Sprachen. Wir haben zum Beispiel ganz viele Asiaten, die gerne nach Deutschland spielen möchten und jedoch sind die meisten Websites der deutschen Golfclubs auf Deutsch und das macht es dann schwierig für die, die relevante Informationen zu finden und genauso wollen wir uns positionieren wirklich als eine Plattform, eine internationale Plattform, die den Golfern erlaubt, die verschiedenen Features zu nutzen und ihr Golfleben zu vereinfachen. Okay, gerade das, was du jetzt auch mit den asiatischen Golfgästen sagst, klingt für mich sehr interessant, war für mich so ein Gedanke, der klingt irgendwie logisch, aber ich hatte ihn noch nie auf dem Schirm, finde das sehr interessant und wenn ich jetzt mir mal vorstelle, ich bin ein Golfmanager in Deutschland und möchte zum Beispiel auch die asiatischen Gäste gerne bei mir willkommen heißen oder seien es auch die dänischen, die aus Luxemburg, Niederlande, eigentlich ganz egal woher, was muss ich denn dafür machen, dass meine Golfanlage bei euch gelistet ist?

Also alle Golfanlagen sind gelistet, aber dann haben wir verschiedene Premium-Pakete, die aus einem Golfclub erlauben, mehr Sichtbarkeit zu haben, aber auch Zugang an unseren Business-Tools zu haben. Erstens kann man dann direkt mit der Community kommunizieren, aber auch privat mit seinen Mitgliedern und das über Web, aber auch über unsere App mit Push-Notifications und dann bekommt man auch alle Statistiken über die Besucher und Buchungen, die man dann über Ausgaben machen kann. Das ist dann, was wir nennen unser Premium-Paket, also eher auf Features bezogen und auf Analytik und dann haben wir auch ein Marketing-Paket, wo wir dann viel intensiver den Golfplatz vermarkten, zum Beispiel über Newsletter, über unseren Blog, über Banners auf der Webseite und auf der App und dann kann man auch als Golfmanager entscheiden, welche Märkte man spezifisch zielen möchte, sodass man auch den höchsten Return on Investment hat. Okay, sehr gut, das habe ich verstanden.

Also sozusagen ist jeder wirklich bei euch gelistet und wenn ich ein bisschen mehr machen möchte, also wie auf Facebook posten oder Nachrichten mit den Interessierten austauschen möchte, dann gibt es spezielle Pakete dafür. Magst du uns mal verraten, auch wenn es nur eine ungefähre Zahl ist, wie viele Mitglieder ihr in der App denn inzwischen schon so habt und vielleicht auch ein bisschen bezogen auf den deutschen Bereich? 000 Seiten, die auf Google gelistet sind und wenn man dann verschiedene Keywords eingebt auf Google, dann landet man ja auf Webseiten und wir haben jetzt ganz viele Seiten, wo wir vorne dabei sind und dadurch bekommen wir dann auch viele Klicks. 000 Golfern auf der Plattform.

000 Deutsche. Wieso? Weil die Deutschen ein bisschen ein Problem mit der englischen Sprache haben und wir haben ganz viel Feedback bekommen, dass die Deutschen halt eine deutsche Webseite haben möchten. Das hat dann auch einen Impact auf unser SEO auf Google, weil wenn man dann nur deutsche Keywords eingebt, dann landet man mit Englischen nicht unbedingt auf der ersten Seite und deshalb ist das auch in unserem Product Roadmap die Plattform in verschiedenen Sprachen zu übersetzen.

Es ist jedoch eine Monsterarbeit und wir wollen das dann auch nur anfangen, wenn wir wirklich die Plattformen auf dem Niveau haben, die wir wollen, aber das müsste jetzt, würde ich sagen, in den nächsten sechs Monaten sein. 000 registrierten Golfspielern ist ja auf jeden Fall schon mal eine sehr interessante Zahl. Kannst du uns dann noch so ein bisschen was über eure Zielgruppe an Golfern verraten? Also sind das eher ältere Golfspieler, jüngere Golfspieler und vielleicht auch so ein bisschen der Ländermix?

Also wo kommen im Moment die meisten her und sind die, weil das ist ja für uns Deutsche dann interessant, auch am Golfurlaub nach Deutschland interessiert? Ja, also wir haben erstmal ungefähr 45 Prozent unserer Nutzer, die aus kontinentale Europa sind, 20 Prozent aus Großbritannien und 20 Prozent aus Amerika und dann die restlichen sind halt, würde ich sagen, Rest der Welt, sei es Asien, Südamerika, Afrika, wo wir dann wirklich sehr unterschiedliche Nationalitäten haben. Die Plattform ist ja online, jeder hat Zugang zu der Plattform und wir haben dann auch verschiedene Golfplätze, die auf Google viel besser ranken, die andere und dadurch bekommen wir dann manchmal, wir haben zum Beispiel ganz viele Buchungen bekommen für Cartagena in Kolumbien, wobei wir uns gar nicht auf den Markt fokussiert hatten, aber einfach nur weil Google uns so vorne positioniert hat und wir fahren deshalb wirklich mit einer ganz starken digitalen Strategie nach Märkten und die Reisen natürlich, die Hauptreisendestinationen sind Spanien, Portugal und dieses Jahr mit dem Virus war es dann halt eher zu spotten, welche Länder wieder aufmachten für Gäste oder welche Destinationen und dann mussten wir dann auch schnell reagieren, um die Nutzer dann einzubuchen und man muss auch sehr flexibel sein mit den Cancellation Policies, weil es dann halt auch von einer Woche zu anderen ändern könnte. Aber allgemein, was man sieht im Golfmarkt ist, dass die Golfer buchen ihre Reisen normalerweise fast sechs bis neun Monate im Voraus und jetzt mit dem Virus halt nur ein paar Tage oder ein paar Wochen und das macht den Job halt auch schwieriger.

Aber gut, wir hoffen auf bessere Zeiten 2021 auf dem Tisch bis zum Sommer und dann können wir auch mit unserem Plan vorgehen. Und dann einfach mal vielleicht ein bisschen provokant gefragt, aber du kennst wahrscheinlich auch die Webseiten der meisten deutschen Golfanlagen, weil es wahrscheinlich zu dein Geschäftsmodell gehört, sich sowas auch anzuschauen. Und wenn du jetzt sagst, ihr platziert eure App SEO-mäßig, SEO-mäßig so, dass ihr eben entsprechend gut auf Google rankt und das teilweise so wie in Kolumbien auch so einfach ist, was machen deutsche Golfanlagen denn im Moment auf ihren Webseiten zu den Golfplätzen falsch, dass sie nicht so gut ranken beziehungsweise wenn du so ein Tipp geben könntest für SEO für Golfanlagen in Deutschland, was wäre das? Also ganz oft, wenn man seine eigene Domäne hat mit dem Namen des Golfclubs und dann wird man auch ganz schnell auf der ersten Seite sein und auch auf erster Position.

Also Google weiß schon, wenn es die offizielle Seite des Golfclubs ist, dann kommt sie auch vorne. Es geht eher drum, um alle anderen, wie zum Beispiel All Square und seine Konkurrenten, wer wird dann auf zweiter Stelle kommen. Und dann spielt die Sprache natürlich auch eine Rolle, wenn man jetzt auf erster Stelle in Deutschland ist, heißt das noch lange nicht, dass man in Großbritannien auf erster Stelle ist. Aber es gibt halt fünf Prinzipien, die wichtig sind für SEO.

Das Erste ist, dass man Content hat, was einzigartig ist. Das heißt Copy Paste ist nie willkommen und Google wird schnell merken, von wo das Content kommt. Und dann die Schnelligkeit der Seite, wenn die Seite viel zu langsam ist, dann ist das auch nicht so super für Google, weil Google will seinen Nutzern natürlich die beste Erfahrung, User Experience geben. Dann ist es dann auch wichtig, dass die Webseite mobile responsive ist, weil wenn es eine ältere Seite ist, die nicht auf mobile angenehm ist, dann ist das auch ein No-Go für Google.

Und wiederum mit dem Gedanken zusammen, die kann man dem Endnutzer die bestmögliche Online-Erfahrung geben. Und dann geht es um Optimierung, natürlich von Keywords und schlussendlich auch, ob die Seite öfters ändert oder statisch bleibt. Das ist auch wichtig für Google, weil wenn die Seite halt immer nur das Gleiche zeigt während Jahren, dann ist es wichtig, dass man auch die Seite updatet. Und deshalb bei uns ist es interessant, wir bekommen ja jeden Tag neue Bewertungen von Nutzern.

Das heißt, dass die Seite des Golf Clubs auf unserer Plattform dann auch neues Content bekommt, frisches Content. Und dann kommt Google die Seite neu crawlen. Also mit den Robotern geht er durch die Seite und sieht, okay, die wurde vor kurzem geupdatet und die wird dann eher nach vorne gebracht. Okay, sehr schön.

Das sind ein paar sehr angenehme Tipps, mit denen vielleicht auch der ein oder andere der Zuhörer sich seine Website jetzt nochmal anschauen möchte. Wenn bis dato jetzt jemand gesagt hatte, okay, all square, das klingt ganz interessant, ich bin da interessiert, ich möchte mehr Informationen haben. Wie kann man dich denn am besten erreichen? Wir haben eine generelle E-Mail, wir haben auch eine Kontaktform auf der Webseite.

Man kann mich auch persönlich erreichen. Und wir haben auch Sales Leute, die sich schon um all square kümmern in verschiedenen Märkten. com. Und dann müsste man auch ganz einfach eine Kontaktinformation finden.

Wunderbar, die Webseite nehmen wir auf jeden Fall mit in die Show Notes des Podcasts. Und wenn du magst, kannst du vielleicht auch noch die ein oder andere Sales E-Mail Adresse mit zugeben. Vielleicht habt ihr da ja eine ganz allgemeine, die packen wir nämlich auch gleich mit rein. Und dann sollte der Kontakt um einiges einfacher sein.

Wir sind im Interview schon relativ weit fortgeschritten. Und es geht jetzt zu einer Frage, die ich sehr gerne stelle, nämlich eine Frage nach den großen und aktuellen Herausforderungen, die du ihr gerade so habt. " Also was beschäftigt dich zurzeit wirklich am meisten? Also ich muss sagen, dass ich gut mit Stress umgehe.

Ich bin meistens am Produktivsten, wenn ich wirklich mit dem Rücken gegen die Mauer wende. Ich schlafe auch ganz gut. Ein großer Geschäftsmann hat mir immer gesagt, ja, wenn du jeder im Flieger oder abends immer gut schläfst, das heißt, dass du auch ein ruhiges Gewissen hast. Und deshalb, ich würde sagen, dass momentan und schon seit immer, schlafe ich ganz gut.

Aber natürlich haben wir auch Challenges. Ich würde sagen, erstens mal, wir sind jetzt ganz homophis gegangen seit April. Ich bin eigentlich ganz ganz froh mit dieser Entscheidung, weil die Gesundheit unserer Mitarbeiter ist natürlich die erste Priorität. Ich muss auch sagen, ich bin ganz zufrieden, wie meine Mitarbeiter reagiert haben und auch weiterhin sogar mit mehr Motivation gearbeitet haben.

Was jetzt für mich wichtig ist, ist wirklich nachzufolgen, was natürlich mit dem Virus passiert und wann verschiedene Länder wieder raufgehen, dass wir wieder Golfreihen verkaufen können. Wir wissen, dass die Golfer die Ersten sind, die wieder reisen wollen und wir bekommen auch ganz ganz viele Nachfragen. Aber wie gesagt, zwei Wochen Quarantäne in einem Land ist dann auch nicht möglich. Man kann ja nicht ein ganzes Monat da bleiben und zwei Wochen im Zimmer sitzen.

Und das ist dann natürlich das, was mich heute ein bisschen, nicht nur für uns, aber allgemein für die Welt und für jeden ein bisschen beschäftigt. Und ich hoffe wirklich für alle, dass wir durch diese Krise kommen. Und ich sage immer, wir sind so in einem Modus, wo wir so ein bisschen in einem Survival-Modus sind. Und wir würden dann halt während den letzten neun Monaten wirklich uns auf das Produkt fokussieren.

Wir wussten, was wir erreichen wollen. Und dann war das Business halt ein bisschen mehr auf die Seite gelegt worden. Und wir hoffen wirklich, dass Mitte 2021 wieder alles normal wird. Und eine positive Sache von Corona ist dann halt, dass Technologien jetzt noch viel schneller in unserem täglichen Leben sind.

Und ich denke, dass das trotzdem auch positiv für uns sein wird. Ältere Leute bestellen jetzt online, weil sie vielleicht keine andere Wahl haben. Und auf der anderen Seite haben viele jetzt auch gelernt, Internet richtig zu benutzen, um Sachen zu machen, die sie sonst nicht hätten machen können in einer Krisenzeit. Okay, danke dir dafür deine Einschätzung.

Ich habe mir jetzt tatsächlich noch zwei Punkte aufgeschrieben. Das eine ist, du hast gesagt, ihr seid ins Homeoffice gegangen. Das kann eine ganz normale Golfanlage nicht fast unmöglich bis nur teilweise durchführen. Aber es gibt im Golfbereich auch sehr viele, sehr viele andere Unternehmen, die doch sehr digital arbeiten können.

Da mal die Frage, seid ihr jetzt so komplett und für immer ins Homeoffice gegangen oder ist das eine temporäre Lösung? Also momentan sieht es aus, dass es eine temporäre Lösung ist. Aber es hängt auch davon ab, für welche Division zum Beispiel heute in der Informatik. Es ist immer schwieriger, gute Informatiker zu finden.

Und man muss sie schon aus der ganzen Welt in der ganzen Welt finden. Man kann jetzt nicht einfach in einer Stadt zehn gute Informatiker finden. Das ist nicht so einfach. Und Informatiker, das war schon vor dem Virus, sind gewohnt von zu Hause zu arbeiten.

Das schon seit fünf, sechs Jahren. Das heißt, Homeoffice für Informatiker ist nichts Neues. Jedoch für alles, was Marketing und Sales ist. Sales sind sowieso unterwegs und in ihrem Land, aber eher Marketing bei uns wird die Frage sich stellen, okay, wollen wir dann trotzdem ein Office haben?

Aber ich würde sagen, unser Office wird sicherlich kleiner sein und wir werden dann auch während einer Zeit unseren Mitarbeitern erlauben, entweder ein Homeoffice zu sein oder ein Büro zu sein. Und ich würde sagen, wenn man beide Optionen hat, dann kann der Mitarbeiter sich auch besser einrichten. Und ich finde, das ist schon keine schlechte Sache, dieses ganze Homeoffice. Man kann sich besser sein Leben einteilen und man hat auch vielleicht ein bisschen mehr Zeit für sich, zumal es für die, die morgens eine Stunde zur Arbeit fahren müssen und abends auch.

Also es hat nicht nur schlechte Seiten, würde ich sagen. Und man muss dann halt gucken, wie die ganze Krise sich jetzt entwickelt. Aber momentan ist alles Homeoffice und ich hätte aber kein Problem, wieder in einem Büro zu sein. Und ich finde das menschliche auch rundherum schön.

Das fehlt mir auch viel. Aber gut, wie gesagt, momentan geht es eher um die Gesundheit unserer Mitarbeiter. Und ich bin, wie gesagt, ganz zufrieden, wie es momentan läuft. Da danke dir für deine Einschätzung.

Der zweite Punkt, den ich mir aufgeschrieben habe, ist das Thema Digitalisierung, was du gerade eben schon erwähnt hast. Wir bei uns in Deutschland haben es natürlich auch mitbekommen, dass das Internet mehr genutzt wird, auch von verschiedenen Zielgruppen und sich tatsächlich damit auseinandergesetzt wurde. Nicht zuletzt auch bei uns in der Golfbranche, weil wir eben dazu verpflichtet waren, genau das zu machen. Aber du bist ja auch sehr international unterwegs.

Kannst du uns da so eine kleine, vielleicht auch die Golfbranche, spezifische Einschätzung geben? Inwieweit sich denn die Digitalisierung im letzten Jahr auch international, vielleicht auch in den USA, vielleicht auch in anderen Ländern beschleunigt hat? Ja, ich würde sagen, erstens mal alles, was kontaktlos ist, ist momentan sehr wichtig. Und es wurden international viel, viel mehr Greenfees online gebucht.

Und da sieht man wirklich einen Trend. Und auf der anderen Seite ist es auch sehr positiv für die Administration eines Golfclubs, wo alles bis jetzt über Telefon machen gemacht wurde oder per E-Mail. Das heißt, da sieht man schon wirklich einen Trend in der Digitalisierung. Aber dann auch, ich würde sagen, dass viel mehr Leute online gestellt haben, seien es Golfbälle, seien es Golfschläger.

Das hat dann auch einen Impact gehabt. Und dann sieht man auch Digitalisierung, GolfTV zum Beispiel, dass man jetzt über sein Handy Golf gucken kann zu jeder Zeit. Das ist dann auch ein großer Schritt nach vorne für Golf. Ja, und dann natürlich auch digitales Marketing, nicht nur im Golf, aber überall ist dann auch sehr viel gewachsen und immer wichtiger.

Das heißt, ja, wir tendieren zu einer noch mehr digitalisierten Welt. Und natürlich muss man dann auch als Unternehmer gucken, dass wir dann das Beste draus machen, dass es erstens einen richtigen Nutzen für die Welt hat, aber auch, dass wir trotzdem nicht zu weit in die Digitalisierung uns verlieren. Und da, das ist dann ein anderes Thema. Aber wie gesagt, die Digitalisierung hat sich jetzt wirklich mit der Krise sehr, sehr entwickelt.

Und ich würde sagen, dass wir heute da sind, wo wir sonst ohne Krise vielleicht in drei oder fünf Jahren gewesen wären. Danke dir für deine Einschätzung. Damit sind wir auch so gut wie am Ende des heutigen Interviews angekommen. Und es geht zur letzten richtigen Frage.

Die Frage geht nicht danach ganz persönlich mal in deine Richtung, in deinen Karriereweg. Was waren bei dir in deiner Karriere bisher so die größten Learnings oder Fehler oder ähnliche Dinge oder auch wichtige Tipps, die dich auf deiner Karriere weitergebracht haben? Ich mache noch immer viele Fehler, ehrlich zu sein. Aber ich lerne jeden Tag aus meinen Fehlern.

Und es sind so viele Bereiche, mit denen ich mich befassen muss, dass es schwierig jetzt ein Beispiel zu geben. Aber sei es mit der Technologie am Anfang die richtige Technologie zu finden, ein tolles IT-Team aufzustellen, das war nicht einfach. Da ist es wirklich dann am besten als Unternehmer, wenn man da nicht so viel Erfahrung hat, eine Person zu finden, die sich wirklich damit auskennt oder mehrere und dann wirklich vielleicht eine gute Due Diligence zu machen, bevor man anfängt. Aber dann natürlich, ich war zwar ein Golfer, aber ich kannte nichts von der Golf-Feld, von der Golfindustrie.

Und da habe ich dann auch ganz viel gelernt und auch gesehen, wie sie sich weiterentwickelt hat und geändert hat. Und dann natürlich Marketing, sei es digitales Marketing oder reguläres Marketing, das ist eigentlich das, was ich an meinem Job mag. Es ist so, ich muss dann so viele Sachen denken und ich bin auch so vielen verschiedenen Jobs impliziert und Aktivitäten, dass es jeden Tag was zu lernen gibt. Und ich denke, das Wichtigste als Unternehmer ist, dass man wirklich, wie sagt man, curious ist und dass man dann halt nie denkt, dass man alles weiß und einfach so macht, wie man denkt, aber immer wieder sich ein bisschen challenged und die besten Lösungen findet.

Und ich muss auch sagen, diese Krise war interessant, weil ich bin nicht mehr so viel gereist. Ich reise normalerweise sechs bis sieben Monate im Jahr. Und jetzt war ich halt viel zu Hause und das hat mir dann auch erlaubt, ein bisschen objektiver auf mein Unternehmen zu gucken und dann halt zu überlegen, was man besser machen kann und wie und sich wirklich die Zeit lassen, Sachen zu ändern, die dann zum Beispiel Gewohnheiten geworden sind. Und das ist immer das Schlimmste, wenn man das Wort Gewohnheiten nimmt.

Es soll für mich nicht seine Gewohnheit sein. Man soll immer versuchen, besser zu machen und sich weiterzuentwickeln. Ja, da hast du vollkommen recht. Ich glaube, das Schlimmste, was wir in unserem Unternehmen immer sagen können, ist das machen wir so, weil wir es eben schon immer so machen.

Da hast du für dich, glaube ich, eine sehr gute Entscheidung getroffen, ein sehr gutes Learning gemacht, wofür ich dir auch danke, dass du das mit uns geteilt hast. Wir sind jetzt am Ende des heutigen Interviews bereits angekommen. Das Interview hat mir viel Spaß gemacht. Es war ein sehr kurzweiliges und dennoch mit sehr viel Informationen gefülltes Interview.

Und bevor wir jetzt zum Ende gehen, gehören die Abschlussworte noch mal dir. Das heißt, wenn du noch eine kleine Nachricht mit am Ende vergeben möchtest, dann ist jetzt die Zeit. Ja, also ich würde mich dann schon mal bei dir bedanken. Es hat mir viel Spaß gemacht, mit dir zu tauschen und hoffentlich kann das dann auch anderem was bringen.

Aber auf jeden Fall würde ich dann jedem eine gute Gesundheit wünschen. Und dann auch die, die mich kennen und zuhören, viele Grüße und ich hoffe, dass wir uns 2021 nicht nur virtuell sehen können, aber wirklich auch zum Beispiel eine Golfrunde zusammen spielen können und die Zeit so genießen, wie wir es gewohnt haben. Und damit bleibt uns nur noch zu sagen, ganz herzlichen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Vielen Dank fürs Zuhören.

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Golf Messen als Networking Tool, Interview mit Ingo Klöver

10.11.2021 · 46:47

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Nach einer langen Zeit ohne Live-Veranstaltung ist es inzwischen wieder soweit und die ersten Großveranstaltungen und größeren Veranstaltungen finden bereits wieder statt. Im Golfbereich ist das besonders interessant für die jährlich stattfindenden Golfmessen, die ein interessanter Anlaufpunkt für Golf-End-Kunden als auch Unternehmer aus der Golfbranche sind. Im Interview sprechen wir mit Ingo Klöver, dem Geschäftsführer von PlanetFair, der unter anderem die Hanse Golfmesse organisiert. Der Aufnahmetag des Interviews ist nun schon ein bisschen her, dennoch lässt sich sagen, dass die genannten Informationen in den Interview keinen Meter an Relevanz verloren haben und auch heute noch genauso gelten können.

Jobs im Golfbusiness, der Podcast von der Golfbranche für die Golfbranche. Es erwarten dich spannende Interviews und Business-Insights. Alle in der Sendung genannten Infos findest du im Anschluss in den Show Notes. Liebe Hörer des Golf-Jobs Podcast, ganz herzlich willkommen zu einer weiteren Interview-Folge.

Wir haben auch heute wieder einen ganz spannenden Gast mit dabei. Wir begrüßen den Geschäftsführer von PlanetFair, ein Organisator von mehreren Messen, Ingo Klöver. Ingo, grüße dich. Hallo, Melko.

Ja, schön, dass du es hierher gefunden hast. Wir beide kennen uns ja tatsächlich schon seit einigen Jahren und bei der Gründung dieses Podcast. Da wollte ich dich unbedingt dabei haben und du hast auch gesagt, ist eine super klasse Sache. Du bist mit dabei und darüber freue ich mich ganz herzlich sehr.

Bevor ich jetzt aber zu viel rede, stell dich doch mal ganz kurz vor, wer bist du eigentlich und was machst du so? Ja, also zunächst mal nochmal einen herzlichen Dank, Melko, dass du mich eingeladen hast und dass ich hier in so einer frühen Phase deines Podcasts mit dabei sein darf. Ich freue mich sehr. Mein Name ist Ingo Klöver, ich bin 55 Jahre alt, bin verheiratet, Vater eines neunjährigen Sohnes.

Ich lebe seit ja jetzt circa 20 Jahren, also seit 2000 in Hamburg, bin aber gebürtiger Rheinländer tatsächlich, komme aus der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn. Aufgewachsen bin ich dort in einem ja bürgerlichen Haushalt. Mein Vater war Handwerker, ich bin mit viel Bewegung und mit viel Sport groß geworden. Das habe ich tatsächlich auch mein ganzes Leben lang beibehalten und das begleitet mich auch noch eigentlich bis heute.

Das ist mir sehr, sehr wichtig. Und naja, ich habe wie jedes Kind Fußball gespielt, viele, viele Jahre, ich glaube bis Mitte 20. Ich habe Judo gemacht, Tichtennis, ich habe Basketball gespielt, Geräte, Turnen, Tennis, nur um so einige Sportarten zu nennen, die mich in meinem Leben begleitet haben. Bin dann in meinem beschaulichen Vorort in Bonn auf ein kleines Gymnasium gegangen, habe dort Abitur gemacht und anschließend dann an der Universität in Bonn, ich glaube Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität heißt sie korrekt, habe dann dort Volkswirtschaft studiert und bin dann eben danach ins Berufsleben eingeschrieben.

Das klingt auf jeden Fall nach einem sehr interessanten Lauf in dein Leben, gerade diese ganzen Sportarten, das ist doch wirklich relativ viel, das, was du da gemacht hast. Bevor wir jetzt ein bisschen genauer drauf eingehen, was bei dir so alles passiert ist und was auch noch danach gekommen ist, kommen wir erstmal zur 60 Sekunden Challenge. 60 Sekunden Challenge heißt nichts anderes, als ich darf dir gleich ein Wort vorgeben und du darfst innerhalb von 60 Sekunden versuchen dieses Wort entweder zu erklären oder deinen eigenen Bezug zu diesem Wort herzustellen. Dein Wort lautet Networking und deine Zeit läuft jetzt.

Networking ist natürlich in unserem Business etwas sehr, sehr wichtiges, auf den Messen und ich bin ja Messeveranstalter, vermitteln wir Kontakte, das ist unser tägliches Geschäft, das Vermitteln von persönlichen Kontakten, von analogen Kontakten am Ende des Tages auch und das sorgt natürlich dafür, dass große Netzwerke entstehen, Netzwerke zwischen unseren Besuchern und unseren Ausstellern, aber auch der Aussteller untereinander, Lieferanten und Kunden, Partner, alle Menschen, die entweder im Geschäftsleben oder auch in der Freizeit verbunden werden wollen mit bestimmten Produkten, die finden auf unseren Messen die Möglichkeit zum Netzwerken. Netzwerken ist natürlich auch wichtig, weil wir heute in einer Zeit leben, wo sehr viel digitalisiert wird und Vergleichbarkeit über Zahlen und über nackte Fakten gegeben ist und wir uns doch eigentlich differenzieren wollen auch sehr stark über die persönlichen Kontakte, über die Qualität, die Intensität der persönlichen Kontakte, über Eigenschaften, über Sympathie oder Antipathie, über viele Dinge, die eben mehr auf der emotionalen und persönlichen Ebene liegen und da ist das Netzwerken, glaube ich, der wesentliche Bestandteil der Differenzierung, zum Beispiel vom Wettbewerb oder von anderen Produkten. Deshalb ist es so wichtig und deshalb glaube ich auch, dass wir im Messewesen uns darauf sehr, sehr stark konzentrieren sollen, dieses Netzwerken, dieses Vermitteln von persönlichen Kontakten auch weiterhin sehr intensiv zu betreiben. Super, danke dir.

Das war eine sehr spannende Beschreibung, der ich tatsächlich auch sehr weit zustimmen muss. Wir sind jetzt mal 1 Minute 28 gelandet, aber alles noch im zeitlichen Rahmen dafür, das ist doch eine sehr auch interessante Beschreibung, deine Ansicht zum Bereich Netzwerken ist. Wir wollen jetzt auch gleich nahtlos an die erste Frage anknüpfen. Du hast uns ja schon so ein bisschen erzählt, wo du eigentlich herkommst und was du danach so in deiner Schulzeit, Freizeit und Studium gemacht hast, aber irgendwann bist du ja auch ins Berufsleben eingestiegen und wahrscheinlich hat sich als Kind noch niemand gedacht, wow, super, ich möchte jetzt Golf messen, ich möchte Messen organisieren, das ist mein Karriere-Traum, also vielleicht hast du es dir tatsächlich gedacht, aber vielleicht auch nicht.

Wie ist es eigentlich dazu gekommen und wie ist so dein persönlicher Karriereweg in die Richtung verlaufen? Ja, ich glaube, bei meiner Eingangsstellung hatte ich geendet bei dem Beginn des Studiums der Volkswirtschaft in Bonn. Das habe ich dann absolviert, habe aber schon während des Studiums als freier Dozent an einer privaten Wirtschaftsschule im berglichen Land gearbeitet und da vorwiegend junge Menschen eigentlich so in kaufmännische Berufe gebracht beziehungsweise umgeschult. Nach meinem Diplom wurde ich dann von dem Unternehmen in die Festanstellung übernommen und habe dann weiterhin als Dozent gearbeitet, war ja, wenn man so will, Unternehmensberater im Bereich IT und Vertrieb und Personal.

Das war so Anfang der 90er Jahre. Es ist so die Zeit gewesen, in der eigentlich alle Unternehmen ihre kaufmännischen Abteilungen auf die moderne IT umgestellt haben. Also du bist ja noch deutlich jünger, Mirco, aber wer dem Podcast zuhört und diese Zeit auch aktiv im Wirtschaftsleben schon mitgestattet hat, der kann sich daran erinnern, dass das eine sehr spannende Phase war, weil natürlich dann zum Beispiel Windows als Programm eben auf den Markt kam und Einzug eigentlich in alle Büros gehalten hat und wir als Beratungsgesellschaft damals, wir haben Unternehmen mit Word, Excel, mit PowerPoint, mit Access und so weiter bestückt und haben das dort eingeführt und denen auch schon erste Routinen erstellt, also so Dinge, die heute selbstverständlich sind, wie Briefvorlagen, Serienbriefe, erste Controlling-Tabellen, kleine Kundendatenbanken oder so Unternehmenspräsentationen in PowerPoint, das haben wir mit denen gemeinsam gemacht, war eine super spannende Zeit. Jede neue Microsoft-Version hatte irgendwie neue Features, die Kunden waren total begeistert, was man da alles so machen kann und haben alles aufgesaugt, also das war für mich wirklich eine sehr angenehme Zeit und vor allen Dingen ein toller Einstieg so in meine berufliche Laufbahn.

In den Bereich Personal und Vertrieb bin ich von der Beratung im Bereich Testkäufe eingesetzt worden. Ich weiß nicht, ob dir das was sagt, heute glaube ich läuft das so in den klassischen Anglizismen unter dem Begriff "Mystery Shopping", das heißt, wir haben da große Automobil- und Möbelhäuser beraten, haben Testkäufer in deren Filialen geschickt, um zu sehen, wie die Verkäufer den Vertrieb leisten, haben daraus dann Schulungen entwickelt und das Unternehmen im Vertrieb dann auf die nächste Stufe gebracht. Das war wirklich spannend, hat sehr viel Spaß gemacht, aber irgendwann sucht man natürlich dann mal eine berufliche neue Herausforderung und das war bei mir dann Ende der 90er Jahre, da bin ich dann von einem internationalen Messeveranstalter kontaktiert worden, der damals Messen in Osteuropa und Russland organisiert hat, klang für mich total spannend, sodass ich dann eben im Oktober '98 war, das glaube ich, dahin gewechselt bin und das war für mich eine komplett neue Welt. Also ich erinnere mich noch an meine erste Messe-Reise, die ging nach Kiew und die zweite nach Moskau, da sind wir mit Personenschutz vom Flughafen abgeholt worden und ich habe schon gedacht, um Gottes Willen, wo bin ich denn hier hingekommen, aber am Ende des Tages hatte mich das dann vollkommen überzeugt und ich wusste genau, das ist so mein Ding, da möchte ich bleiben, das möchte ich machen und dann habe ich mich 2002, das war vier Jahre nach meinem Einstieg ins Messewesen, da tatsächlich selbstständig gemacht, hatte dann am Anfang drei Mitarbeiter, ein Jahr später entstand die erste Messe, das ist jetzt auch für unseren Podcast hier so interessant, weil das nämlich die Hansegolf war, tatsächlich war die Hansegolf die erste Veranstaltung, die ich in meiner Selbstständigkeit als Unternehmer dann auch konzipiert und durchgeführt habe.

Im gleichen Jahr haben wir auch ein Büro in Dubai eröffnet, das es auch heute noch gibt, ein Jahr später kam eine Schwestergesellschaft in Berlin mit dazu in unsere kleine Gruppe, dann sind sukzessive noch die eine oder andere Gesellschaft dann mit eingeschlossen worden, ein Reisebüro haben wir eröffnet, sodass wir heute, ja ich glaube alles in allem ungefähr 45 Mitarbeiter sind, davon 30 in Deutschland und 15 im Ausland, wir organisieren so circa 70 Messen pro Jahr, davon sind neun Eigenveranstaltungen, also als Eigenveranstaltung bezeichnen wir eben die Messen, die wir von A bis Z selber verantworten und die dann auch wo die zugehörigen Marken auch in unserem Besitz sind, mittlerweile haben wir glaube ich schon Messen in ungefähr 100 Ländern organisiert oder betreut, auch in der Mongolei, in Kelya, in Äthiopien, im Irak, Iran, in Uzbekistan, an der Elfenbeinküste und so weiter, das hört sich spannend an, war für mich auch alles sehr spannend, hat mich die letzten 20 Jahre lang sehr intensiv begleitet, ich misste ganz, ganz wenige Sekunden und Stunden, das war immer sehr, sehr abwechslungsreich und ist eigentlich ein schöner Beruf, für den ich hiermit auch gerne nochmal werben darf, wenn es da draußen junge Menschen gibt, die vielleicht in der Veranstaltungsszene tätig werden wollen. Wow, das klingt auf jeden Fall alles sehr interessant, die erste, also du hast dich ja wirklich sehr schnell selbstständig gemacht, nach deinem Berufseinstieg in diese Branche Messen in Russland, gerade zu dieser Zeit, klingt für mich sehr spannend, ich weiß auch nicht, ob das zu der Zeit tatsächlich jeder gemacht hätte, ist ja damals wahrscheinlich ein bisschen schwieriger gewesen als heute, dann kam auch schon die Hansegolf als erste Messe, was ich auch bisher gar nicht wusste, wie seid ihr denn darauf gekommen, ein Büro in Dubai zu eröffnen, also einfach weil es da so schön ist, oder wo ist der Zusammenhang zu Dubai? Ja, tatsächlich, wir haben schon in den ersten Jahren sehr viele Messebeteiligungen fürs Bundeswirtschaftsministerium in aller Welt organisiert, das heißt, wenn eine deutsche Gruppe mal an der Medizin-Messe in Dubai teilnehmen wollte, dann haben wir das für die und im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums organisiert und dadurch sind wir mit dem Messestandort Dubai auch sehr früh in Kontakt gekommen und haben gesehen, dass es da, damals gab es nur die Messe Frankfurt als deutschen Messeveranstalter, dass es da eben für uns sehr viel zu tun gab und nach den ersten ein, zwei Reisen war relativ schnell klar, dass es für uns eine Destination war, wo wir uns einbringen können und wo wir auch glauben, dass da zukünftig eben sehr viel Bewegung drin ist und Dubai, die Geschichte Dubai, das kennt ja wahrscheinlich jeder, hat dann eben auch gezeigt in den letzten 17, 18 Jahren, dass da unheimlich viel passiert ist und dass das ein gigantischer Wachstumsmarkt war. Ja, da hast du tatsächlich recht, also ich war bisher einmal in Dubai, zweimal in Abu Dhabi und muss sagen, das sind Städte, die mich von der ganzen Welt, von allen Ländern, die ich bisher bereisen durfte, doch mit am meisten beeindruckt haben.

Wenn du deine ganzen Messen, ich habe ja 100 Messen notiert, mal so in Relation verteilst, wo finden tatsächlich die meisten Messen statt? Ist das die Mongolei? Ist das Dubai? Ist das eher Deutschland?

Also wir haben einen Großteil unserer Veranstaltungen tatsächlich durch diese Fokussierung auf Dubai in der arabischen Welt gemacht, ich würde sagen, 20, 30 Prozent all unserer Veranstaltungen waren in der arabischen Welt. Und da ist eben neben Dubai, neben den Emiraten, wir waren, oder wir sind aktuell noch im Qatar, wir sind im Oman, wir sind in Saudi-Arabien mit Messen tätig, wir waren im Iran, das ist ja im Moment ein bisschen schwieriger aufgrund der politischen Situation. Wir haben im Irak jahrelang auch Messen gemacht in der Zeit nach dem Irak-Krieg, wo dann eben auch viele internationale Unternehmen dort geschäftlich tätig sein wollten. Also das ist schon sicherlich ein wichtiges Standbein gewesen.

Ein weiteres wichtiges Standbein ist und bleibt Deutschland, weil wir hier auch die Eigenveranstaltungen haben. Wir haben ja insgesamt neun eigene Messen und davon sind sieben in Deutschland. Das sind im Wesentlichen die vier Verbrauchermessen und eben dreifach Messen, die wir organisieren. Und alles andere ist tatsächlich sehr weit verbreitet.

Also das Einzige, was ich persönlich noch nicht gemacht habe auf der Landkarte ist, ist eben Südamerika. Also in Südamerika hab ich jetzt selber noch keine Messe mit betreut, aber Kollegen aus unserem, aus unserer Firmengruppe waren auch da schon. Also insofern sind wir da weit bereist. Klingt auf jeden Fall super spannend.

Du hast jetzt schon von den Kollegen gesprochen, hast gerade eben auch schon eine Zahl so genannt. Eure Büros, wie groß sind die so, also zum Beispiel in Deutschland, wie viele Mitarbeiter habt ihr denn da? Und hier in Deutschland bildet ihr da tatsächlich auch Auszubildende aus? Und die wichtigste Frage natürlich, dürfen die auch überall gleich mit hinreisen?

Ja, das ist eine gute Frage. Also wir haben so circa 25 Mitarbeiter hier in Hamburg, dann haben wir noch fünf, sechs in Berlin. Dann ist es natürlich so, dass wir, ich glaube seit 2005 oder 2006 gibt es den Ausbildungsberuf des Veranstaltungskaufmanns und wir sind damals von der Handelskammer auf frühzeitig angesprochen worden, ob wir diesen Beruf begleiten wollen und seitdem bilden wir eigentlich jedes Jahr ein oder zwei Auszubildende aus. Wir haben auch hier in unserem Stammteam bei den Projektleitern sind im Wesentlichen Mitarbeiter, die bei uns auch ausgebildet wurden, weil wir natürlich auch bei diesen doch sehr umfangreichen Tätigkeiten der Projektleiter einer Messe schon gerne darauf zurückgreifen, dass eben die Erfahrungen, die Kundenbeziehungen und die Themen, die wir jetzt anbieten, zum Beispiel Golf, dass das eben hier im Hause auch entwickelt wurde und dann auch mit den gleichen Mitarbeitern weiter betreut wird.

Da haben wir das Thema Networking, das du eingangs gefragt hast. Natürlich ist so ein Netzwerk im Golfbereich bei der Projektleiterin, die unsere Golfmessen macht, unglaublich wichtig für uns, um die Messen eben auch weiter zu machen und deshalb haben wir ein sehr großes Interesse daran, eine gewisse Kontinuität auch bei unseren Mitarbeitern zu haben und das beginnt bei den Auszubildenden, die dann eben in den ersten zwei bis drei Jahren hier alle Abteilungen durchlaufen, das komplette Messewesen so von A bis Z lernen und dann sukzessive auch in die Verantwortung gesteckt werden. Der letzte Teil einer Frage war, ob sie mitreisen dürfen. Tatsächlich ist es so, das kommt sogar in der Ausbildung schon vor, dass Mitarbeiter mitreisen dürfen.

Spätestens, wenn man aber dann übernommen wird und man macht dann Messeprojekte eigenständig oder arbeitet als Projektassistent, dann reist man zu den größeren Messen mit. Also ich glaube, alle unsere Mitarbeiter waren mittlerweile schon mal im Ausland und haben dort eben auch eine Messe mitbetreut. Die langjährigen Mitarbeiter vermutlich schon hundertmal. Okay, also ich kann immer nur wiederholen, das ist eine super spannende Geschichte, die du da erzählst, wenn das jemand neben mir jetzt gerade auch so begeistert hat, aber der sich tatsächlich sagt, boah, da möchte ich auch mal gerne arbeiten, Ingo, sag mal, was machst du da so mit Jobs, ab wann geht es bei dir wieder los, ab wann brauchst du Leute, ab wann darf ich auch mal ein bisschen verreisen, wo könnte ich dich am besten erreichen?

Ja, also gerne über, wir sind ja jetzt hier im Golfbereich, über die Golfmessen Hansegolf und Golf-Tage München bin ich natürlich zu erreichen, über die Kollegen, die würden mir da an Fragen weiterleiten. de, da ist auch der Kontakt zu mir beziehungsweise dann noch zu unserer Kollegin, die den Personalbereich verantwortet, mit drauf. de, da bin ich immer gerne zu erreichen und bin dann auch sicherlich schnell dabei, zu antworten und zu schauen, ob es da Möglichkeiten gibt. Aktuell sind wir natürlich noch unter Corona-Einfluss, so dass wir natürlich einen Einstellungsstopp auch haben.

Wir schauen aber schon für das Frühjahr, im Frühjahr wird es dann ja wieder Auszubildende geben und da werden wir sicherlich ein oder zwei Auszubildende dann auch bei uns aufnehmen und da kann ich die, die jetzt hier zuhören und für die das Spannende ist, nur aufrufen, sich daran zu beteiligen, also wir schauen uns die Bewerbe um alle einzeln an und kommen dann auch auf die Bewerber natürlich zu und schauen, ob es eine Möglichkeit gibt, im Februar hier ein Ausbildungswesen anzufangen, zu starten. Super, also die Kontaktmöglichkeit nehmen wir auch gerne mit in die Show Notes des Podcasts mit rein, dann kann jeder noch ein bisschen einfacher drauf zugreifen. Wir gehen jetzt zeitgleich aber auch zur nächsten Frage über, du hast mich schon häufig das Golfthema, was die Zuhörer hier ja besonders interessiert erwähnt, da hast du zwei mir bekannte Messen, das ist die Hansegolf und die Golf Tage München und die Hansegolf war tatsächlich auch deine erste Golfmesse und deine erste eigentliche Messe, wie ist es denn jetzt dazu gekommen, dass diese Messen entstanden sind und was darf man sich unter dieser Messearbeit eigentlich vorstellen? Also wenn wir jetzt ganz konkret die Golfmessen nehmen, das war eine Zufallsbekanntschaft, ich war zu Besuch bei meiner Familie in Bonn und habe da in der Gelegenheit auch das Kölner Messegelände besucht und da fand gerade zeitgleich eine große Golfmesse statt.

Die habe ich mir dann angeschaut und habe so diese Begeisterung der Leute gesehen, diese glänzenden Augen, dieses Shopping, das Interessieren für Produkte, die Vorführungen, die dort stattgefunden waren und habe gedacht, sowas muss man doch auch an anderen Standorten in Deutschland machen können. Hamburg ist die Wiege des Golfsports in Deutschland, also war der Gedanke nicht weit darüber nachzudenken, eine solche Veranstaltung auch in Hamburg ins Leben zu rufen. Ich wusste nicht, dass es das schon Mitte der 90er Jahre in Hamburg mal gegeben hat, da gab es die Hansegolf schon mal, organisiert nämlich von Hamburg Messe und Kongress, die ist aber dann nach zwei, drei Jahren eingestellt worden und wir haben es dann eben 2003 wieder aufgenommen. Die Golfbranche war in der Zeit auch substantiell gewachsen, Golf hat sehr viel Euphorie hervorgerufen, die Golfbranche, Golfwirtschaft hat gute Geschäfte gemacht, sodass es eigentlich auch ein gutes Umfeld, gute Rahmenbedingungen gab, um die Messe dann ins Leben zu rufen und das haben wir dann gemacht.

Vom Ablauf her ist das meistens so, das kann man sich vielleicht gar nicht vorstellen, wenn man Messeveranstalter nicht bei der täglichen Arbeit beobachtet. Wenn wir eine Messeidee haben, dann sprechen wir in der Regel zuerst mal mit so einer kleineren Gruppe von potenziellen Ausstellern, wenn die sagen, Mensch das klingt spannend, das könnte für uns interessant sein, dann suchen wir einen geeigneten Standort aus. Die Standorte in Deutschland sind ja meistens für diese größeren Verbrauchermessen und Themen ziemlich klar definiert, das sind meistens die Großstädte, die eigene Messegelände haben, diese Messegelände sind in der Regel in der Hand der Kommunen, also Bund eigentlich weniger, Städte und Länder, also hier in Hamburg zum Beispiel Hamburg Messe und Kongress ist eine Unternehmung, die der Stadt Hamburg gehört. Dann geht man in Kontakt mit diesem Gelände und er fragt nach Hallen oder nach Geländeverfügbarkeiten zu bestimmten Daten, dann mietet man eine solche Halle an, dann erstellt man einen Hallenplan und geht in die Vermietung der Standflächen an die potenziellen Aussteller, sagen wir mal jetzt im Golfbereich, wir haben, ich würde vermuten so ungefähr tausend, circa tausend engere Kontakte zu Unternehmen in der Golfbranche und die sprechen wir dann natürlich an und versuchen sie von einer Teilnahme an unserer Messe zu überzeugen und sie zu gewinnen.

Wenn das erfolgreich passiert, dann werden die Standflächen zugeteilt und wir gehen in die Organisation, das heißt wir organisieren Standbau, wir organisieren die Eventflächen, wir entwickeln das Rahmenprogramm, machen uns übers Ticketing Gedanken und das alles in einem zeitlichen Ablauf von insgesamt natürlich zwölf Monate vor der Messe, also zwölf Monate vor der Messe startet man bis zu dem Zeitpunkt, wo die Messe dann eben stattfindet. Kommunikation und Besucherwerbung ist bei uns ein riesiges Thema, das machen wir dann so drei bis vier Monate vor der Messe, starten wir aus vollen Rohren, heutzutage ist das nicht mehr nur analog, sondern eben viel auch digital, das heißt Social Media, Webseiten, E-Mail Marketing, aber natürlich auch immer noch so Dinge, die Anzeigen in Fachmagazinen, Radiospots, Plakatierung, Pressemitteilung, all das was man so braucht um so eine Messe halt dann eben bekannt zu machen und das ist in der Regel so der Aufgabenbereich des Projektleiters, der diese ganzen Gewerke und Dinge alle miteinander koordiniert und wenn es richtig gut gelaufen ist, dann freuen wir uns nach zwölf Monaten, weil die Tage, die drei Tage dann vor Ort einfach toll waren, gut gelaufen sind, für die Aussteller erfolgreich waren, wir strahlen Gesichter bei den Besuchern gesehen haben und wenn es dann eben auch gut gelaufen ist, am Ende für uns als Veranstalter auch ein wirtschaftliches Ergebnis übrig geblieben ist, wobei man ehrlicherweise sagen muss, die Verbrauchermessen sind wirtschaftlich weniger interessant wie die Fachmessen, aber geradezu im Golfbereich, da kommt die Genugtuung halt einfach durch diese Begeisterung der Menschen, die da ist und durch die Freude an dem was man da tut. Ich meine, das ist halt diese Verbrauchermessen und gerade Golf, es hat Hobby und Leidenschaft und da bin ich ganz ehrlich, auch wenn Fachmessen für uns wichtig sind für die Unternehmenshistorie, aber da machen natürlich diese Hobbymessen, die machen natürlich unglaublich viel Spaß. Ja, ich kann es nur bestätigen, ich bin ja auch immer wieder auf den Messen in Deutschland zu Gast, darf da immer mich ein bisschen umschauen, jetzt hast du schon ganz viel von den leuchtenden Augen gesprochen und die nächste Frage geht tatsächlich so in die Richtung, hat sich denn an diesen leuchtenden Augen der Personen, die diese Messen besuchen, in den letzten Jahren etwas verändert und wie hat sich die Golf-Messe-Branche bis dahingehend verändert?

Ja, das ist gar nicht so einfach zu beantworten, die Frage, also ich glaube, was man festhalten kann ist, die Messen sind alle viel eventorientierter geworden, das heißt, es geht nicht mehr nur, aber auch immer noch um das Thema Schnäppchen, um das Einkaufen von vielleicht günstigen Produkten, um das Probieren, es geht mittlerweile auch sehr stark ums Treffen, ums Austauschen, Plaudern, man plant so auf den Golfmessen gerade, so da plant man mit Freunden die Saison, aber man spielt auch, also du kennst ja auch unsere Golfmessen, wir haben unheimlich viele Spielflächen, es gibt Golfsimulatoren, es gibt große Putting-Greens, es gibt eine Arena, wo regelmäßig so alle halbe Stunde Vorführungen gemacht werden, das sind so Dinge, in die muss man als Veranstalter heutzutage investieren, ich sage es ganz offen, das ist nichts womit man jetzt direkt eine Wirtschaftlichkeit erreicht, aber es sorgt natürlich für Interesse und es wird am Ende dann dazu führen, dass die Besucher kommen, zufrieden sind und einfach sagen, Mensch, zu Beginn der Saison, der Februar ist ja immer so der Beginn der Golf-Saison, drei, vier Monate hat man wahrscheinlich dann keinen Golf mehr gespielt, oder wenn nur die hartgesottenen, die mit Handschuhe dann im Winter auf den Platz gegangen sind, alle freuen sich auf die neue Saison und da wollen sie halt eben alles abgebildet sehen, es geht nicht nur darum Schläger zu kaufen oder Bälle zu kaufen, sondern es geht wirklich darum, so diese Vorfreude rauszulassen, sich auch mal hinzusetzen in eine unserer Catering-Flächen und da mit den Golffreunden aus dem gleichen oder aus anderen Clubs zu sprechen, Mensch, was machen wir in dieser Saison, wo spielen wir, wo machen wir vielleicht mal eine Wochenendreise gemeinsam und das sieht man halt auf diesen Golfmessen, in Hamburg haben wir mittlerweile 250 Aussteller aus den unterschiedlichsten Segmenten, also ich glaube, wer auf der Hanse Golf ganz speziell, aber mittlerweile auch auf den Golf-Tagen München, die sehr gewachsen sind, wer was ganz bestimmtes sucht im Golfbereich, der findet das da und der findet das eben auch analog, der muss also nicht über eine Google-Suchmaschine sich irgendwas in Bildern und in digitalen Zeichen anzeigen lassen, sondern der kann das direkt probieren, der kann das testen, der setzt all seine Sinne ein und geht raus und sagt, Mensch, das war wirklich ein schönes Erlebnis hier, ich habe viel mitgenommen für meine neue Saison, jetzt kann es losgehen, die ersten Sonnenstunden stehen vor der Tür und wir gehen rauf auf den Platz und haben uns auf der Hanse Golf entsprechend dafür vorbereitet. Ja, da hast du auch gegen Ende wieder was sehr Interessantes gesagt, was ich eigentlich in jeder Verkaufsschulung mitbekommen habe, die ich bisher besuchen durfte, nämlich der Besucher geht mit Emotionen raus und Emotionen sind etwas, was im Verkaufsprozess natürlich sehr wichtig ist, ich stelle mir jetzt mal vor, ich bin Clubmanager irgendwo in Deutschland auf einer unserer 722 Golfanlagen, die wir zurzeit noch haben und will jetzt meinen Vorstand davon überzeugen, ich möchte auf die Hanse Golf gehen, was ist denn das, was die Besucher der Hanse Golf tatsächlich so an dieser Messe schätzen und mit welchen Argumenten kann ich meinen Vorstand davon überzeugen, da tatsächlich mal einen Stand zu buchen? 000 Besucher in drei Tagen, das ist glaube ich im Indoor-Bereich mit Sicherheit die bedeutendste Veranstaltung, die es in Deutschland zum Thema Golf gibt, natürlich haben wir ein regionales Einzugsgebiet, wir haben das Einzugsgebiet so um die eineinhalb bis zwei Stunden rund um Hamburg und Norddeutschland, aber mittlerweile es kommen noch viele Dänen zur Hanse Golf, kommen viele Besucher aus Berlin, aus dem nördlichen Ruhrgebiet mittlerweile, es hat sich rumgesprochen, dass das eben die bedeutendste Veranstaltung im Golfsport in Deutschland, also Veranstaltung nicht im Sinne von Turnieren, sondern im Golfmarkt in Deutschland ist und man findet da eben alles, man kann seine Angebote auch extrem gut vergleichen, ich meine unsere Aussteller kommen natürlich um Umsatz zu machen und das ist auch in den meisten Fällen gewährleistet und es wird auch, also wir haben eine Ausstellerzufriedenheit, die ist weit über 90 Prozent seit Jahren, wir haben eine Besucherzufriedenheit und eine Wiederkehr, die ist auch weit über 90 Prozent, das heißt so diese primären Ziele, die man mit einem Messebesuch oder mit einem Ausstellen verbindet, die werden auf jeden Fall befriedigt, aber eben darüber hinaus gibt es noch andere Dinge wie Wettbewerbsbeobachtungen, wie auch das Testen der Produkte, also wir sind ja gerade so am Anfang der Saison im Februar, da kann man vielleicht noch ein bisschen nachjustieren, wenn das Feedback der Besucher auf der Messe für die Produkte vielleicht nicht so ist, wie man sich das vorgestellt hat, so hat man also viele, viele Anlässe und viele Gründe, um dort auszustellen, darüber hinaus haben sich die Messen immer wieder auch oder immer mehr zu so Businessplattformen auch entwickelt, gibt es viele Verbandskollegen, die da sind, viele Clubkollegen, viele Leute aus den Medien, wenn man, wenn man ein spannendes Produkt hat, dann ist auf der Hansegolf oder auf den Golftag München garantiert eigentlich, dass einer der Golfmedien eben vorbeischaut und darüber einen Bericht macht, dass man Interviewpartner vielleicht ist, also die sind ja auch alle da, das heißt da ist eigentlich, da trifft sich der Golfsport, da trifft sich der Golfmarkt, da treffen sich Golfmedien, als Golfer und als Golfinteressierter muss man da hin. Okay, auch interessant, du hast jetzt Dänemark tatsächlich schon erwähnt und ich bin ja tatsächlich ein Fan von dänischen, aber auch schwedischen Golfgruppen, weil die gleich immer mit so vielen Personen kommen und es schaffen deine Golfanlage tatsächlich über ein paar Tage auch ganz gut zu füllen, wenn sie dann begeistert sind.

Wie ist es in euch jetzt gelungen, dieses dänische skandinavische Publikum so anzusprechen, dass die tatsächlich und vielleicht ja auch von Jahr zu Jahr immer mehr Besucher auf der Messe werden? Also da hilft uns natürlich der Leumund, es gibt auch in Dänemark eine gute Golfmesse, ich glaube, die kennst du auch Mirco, aber das ist natürlich, wir sind hier in Hamburg eineinhalb Stunden von der dänischen Grenze entfernt, das heißt, wir haben damit begonnen mit den Clubs hinter der Grenze zusammen zu arbeiten, haben denen Eintrittskartengutscheine oder Eintrittskartenrabattierungen zukommen lassen, haben über deren Clubmagazine gearbeitet, vielleicht auch, wenn die Clubs das skutieren, Newsletter und Mailings an deren Mitglieder gemacht und da ist dann so eine erste dänische Community entstanden und mittlerweile ist der Leumund halt gut, das heißt, wir bekommen auch eben Zuspruch aus etwas weiter entfernten Regionen Dänemarks, wir bekommen dann Anfragen, wir organisieren auch gerne dann mal so ein Hamburgwochenende, man kann mit Hamburg Tourismus GmbH zum Beispiel hier zusammenarbeiten, sodass der dänische Golfer, wenn er kommen mag, eben auch gleichzeitig über die Reeperbahn gehen kann, die HafenCity oder die Elbphilharmonie bestaunen kann, sodass man so ein komplettes Paket hat über ein Februarwochenende in Hamburg inklusive eines Besuches auf der größten Golfmesse in Deutschland, der Ansegolfe. Sehr schön, also wirklich eine sehr schöne Herangehensweise an die Sache mit den dänischen Besuchern finde ich auch sehr gut. ", also aktuelle Probleme, Herausforderungen und das, was dich tatsächlich nicht schlafen lässt oder bereits früh aufstehen lässt, was ist da so dein Tagesgeschäft, dein Daily Doing, deine aktuellen Sorgen, Nöte und Herausforderungen?

Ja, das sind aktuell eigentlich zwei Dinge. Das eine, das muss jetzt an der Stelle erwähnt sein, ist natürlich die Corona-Thematik. Wir sind im Messewesen eigentlich seit Mitte März abgestellt, das heißt unsere Produkte wurden im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen ja am Ende verboten, das heißt auch für unser Unternehmen, wir haben seit März keine Umsätze mehr und müssen diese Situation natürlich in irgendeiner Form Rechnung tragen, das heißt wir müssen uns jetzt anschauen, wie entwickelt sich das Messewesen, wie kommen wir wieder zurück zu, ich sage mal einer normalen Bedeutung von Messewesen. Wir beobachten den Markt, wir beobachten das, was Corona im Moment an Entwicklungen zulässt.

Wir sind aber auch ganz intensiv und verstärkt in die Kommunikation getreten gegenüber unseren Ausstellungen und Besuchern, um auch einfach klar zu machen, ja wir sind keine Großveranstaltung, wir sind keine klassischen Großveranstaltungen, wie sie von der Bundesregierung gerne im Moment ja verdammt werden im Zuge der Corona-Krise, wir sind auch keine Party oder kein Jahrmarkt oder am Ende auch nicht vergleichbar mit Hochzeiten, auch wenn wir in der Regel eine Messeparty abends anbieten, das wird vielleicht in der heutigen Zeit etwas schwieriger werden, aber wir können auf den Messen viel sicherere Zustände schaffen, als es sie zum Beispiel im Supermarkt oder im Flughafen gibt. Das was wir auf den Messen anbieten können sind klassische Alltagssituationen, wir steuern, wir können die Besucher Mengen steuern, wir können über die Erfassung der Besucher natürlich auch die Nachvollziehbarkeit im Corona-Zeitalter für den Fall von Infektionsketten oder Ähnliches gewährleisten, wir können mit Hygienenvorschriften und Abstandsvorschriften, können wir einen Großteil unserer Messen wirklich auch durchführen und gerade die regionalen Messen und meine Golfmessen oder unsere Golfmessen sind regionale Veranstaltungen, die haben eigentlich keine großen logistischen Probleme, denn es kommt kein Besucher aus Wladivostok oder Punta Arenas, es muss keiner ins Flugzeug steigen, um zur Messe zu kommen, bis auf den einen oder anderen Aussteller vielleicht, aber auch das wird sich sicherlich lösen lassen, sodass diese regionalen Veranstaltungen eigentlich von Corona nicht mehr massiv betroffen sein müssen und das versuchen wir zu kommunizieren, wir hören auch immer mehr positive Feedbacks im Zuge der Liberalisierung dieser ganzen Corona-Maßnahmen, dass viele Dinge im Alltag jetzt auch wieder stattfinden und Messen müssen auch wieder stattfinden. Messen bieten den Menschen so viel, haben auch eine so große wirtschaftliche Bedeutung. Ich meine, die Messeszene steht in Deutschland für 14 Milliarden Euro direkten Umsatz, zuzüglich des gesamten Umsatzes, der verbunden ist mit Taxen, mit Restaurants, mit U- und S-Bahnen, mit der Hotellerie natürlich oder der Einzelhandel in den Städten, der massiv von den Messebesuchern auch profitiert.

Also insofern, die wirtschaftliche Bedeutung von Messen ist sehr, sehr groß. Corona hat uns jetzt natürlich eine große Aufgabe gestellt, aber wie sagt man, heute sagt man added value, also der Mehrwert einer Messe, der bleibt ja per se erhalten. Wir haben jetzt eine temporäre Herausforderung, die müssen wir meistern und die werden wir auch meistern. 000 Besuchern.

Das ist, glaube ich, eine sehr ermutigende Darstellung. Das ist ein sehr ermutigendes Kapitel jetzt gewesen. Natürlich hat die Messe nicht ganz die Besucherzahlen aus den Jahren zuvor erreicht, aber die Aussteller dort, die waren super zufrieden. Die haben gesagt, na ja, es sind nicht mehr so ganz die Massen durch die Gänge gelaufen, aber wir haben unheimlich gute Geschäfte gemacht.

Die Leute hatten Zeit und es hat sich insgesamt gelohnt. Also die Aussteller zufrieden war gigantisch zum Caravansalon. Hier in Hamburg hat die Nordstil stattgefunden, in München die Trendset. Also es kommen jetzt Veranstaltungen wieder und wir werden sukzessive wieder zurück zur Normalität kommen.

Für uns geht es natürlich jetzt darum, wenn die Frühjahrssaison mit den Golfmessen startet, dass wir bis dahin wirklich, ich sag mal, relativ frei von Corona-Impact sind und ich bin da ganz zuversichtlich, dass wir extrem gute Veranstaltungen auf die Beine stellen können, unter Berücksichtigung der Corona-Maßnahmen. Themen Sicherheit, Gesundheit stehen natürlich an aller oberster Stelle, aber wir können das auf den Messegeländen und in den großen Hallen sehr, sehr gut gewährleisten. Die zweite Herausforderung, die wir im natürlichen Messewesen haben, ist so die ganze Thematik Digitalisierung. Und da geht es nicht so sehr um die Digitalisierung unserer Arbeitsprozesse, sondern natürlich auch mal das ein oder andere Argument von Hausstellern oder Besuchern, die sagen, naja, man muss ja heute gar nicht mehr auf eine Messe gehen, aber man findet ja alles im Internet.

Das ist eine Thematik, die haben wir schon seit vielen, vielen Jahren. Das Wachstum der Messewirtschaft zeigt, dass da eigentlich keine große Gefahr droht. Also zumindest, sag mal, in unserer Generation wird das sicherlich noch so sein. Aber am Ende des Tages muss man darauf eingehen.

Und ich ist ja schon das ein oder andere Mal bemüht worden, als ein Beispiel, nimm mal die Karl-Mai-Bücher, die Hörbücher, die es gab, Winnetou und Old Shatterhand, die gibt es als Buch, als Hörbuch, als CD, die gibt es als Filme, die kann man sich bei Netflix herunterladen. Man konnte sie sich im Kino anschauen und trotzdem gibt es die Karl-Mai-Festspiele in Bad Segeberg. Wir können auf Sky und da so, können wir uns Fußball-Bundesligaspieler anschauen und Champions League und trotzdem gehen, zumindest außerhalb von Corona-Zeiten, in München 75 000 Zuschauer jedes Wochenende ins Bundesliga-Stadion. Messen sind da, haben da eine sehr vergleichbare Situation.

Live-Events und Live-Ereignisse sind durch digitale Emotionen nicht zu ersetzen. Und deshalb bin ich sehr, sehr zuversichtlich, dass wir im Messewesen dieses Bedürfnis der Menschen nach Treffen, nach Socializing, nach wirklich analogen Begegnungen, dass wir das weiterhin befriedigen dürfen und auch werden und dass Messen deshalb auch zukünftig und noch lange lange Zeit Bestand haben werden. Natürlich müssen wir uns verändern. Natürlich müssen wir zuschauen.

Was bringt die Digitalisierung? Was kann man mit aufnehmen? Es wird viel über hybride Events gesprochen, also Veranstaltungen, die sowohl analog stattfinden, als auch eine Abbildung im Internet haben. Das muss man sehen, ob sich das darstellt.

Aber viele Dinge, die jetzt auch die Golf-Messen betreffen, werden natürlich schon übers Internet und über die digitalen Medien auch gesteuert und begleitet. Insofern, da arbeiten wir alle dran. Aber am Ende des Tages tut uns das, glaube ich, alle gut, wenn wir mal ein Schreibtisch verlassen oder mal von zu Hause aufbrechen und in eine Messehalle gehen und uns dort eben mit Zufallsbekanntschaften, Zufallserlebnissen unseren Tag bereichern und unseren Horizont einfach erweitern. Und das, glaube ich, wird weiterhin so sein.

Also das sind so die zwei Themen, die mich im Moment massiv beschäftigen. Corona mit einer unglaublichen Aktualität und das Thema Digitalisierung im Messewesen ist natürlich eins, was schon seit ein paar Jahren einfach läuft und was uns sicherlich auch noch länger geblieben wird. Ja Ingo, vielen Dank für deine Insights. Es freut mich wirklich sehr, dass du diese auch so offen mit uns teilst.

Du hast da schon so einiges an Problemen, an Herausforderungen, an Gedanken angesprochen. Ich muss dir da tatsächlich sogar zustimmen, weil nicht als du Fußball gesagt hast, aber als du Karl May und Bart Segeberg erwähnt hast, sind mir auch wieder Emotionen hochgekommen. Und ich glaube, diese Emotionen sind etwas, die durch diese Live Veranstaltung, wie auch zum Beispiel die Messen, nur durch diese eben gebracht werden können und so nicht über das Internet verteilt werden können. Von daher denke ich, dass du da einen sehr, sehr wichtigen Punkt angesprochen hast.

Du hast uns jetzt schon ein bisschen über die Messen in Deutschland erzählt. Wie sieht denn das international aus? Also ist Deutschland da jetzt gerade Messevorreiter und der erste, der wieder startet oder haben andere Länder auch schon längst wieder gestartet? Die Vorreiter waren tatsächlich die Chinesen.

Die waren ja auch in der Corona-Pandemie Vorreiter, indem sie zuerst mit dem Problem auch konfrontiert wurden und dann auch sehr schnell natürlich auch Maßnahmen gefunden haben, um einzudämmen. Im Mitte Juni haben wir bereits die erste offizielle deutsche Beteiligung an einer Messe in Shanghai abgewickelt. Und im Juli gab es dann noch eine weitere. 000.

Das war schon im Juni und Juli. In Russland gibt es aktuell wieder Veranstaltungen, die finden ab September statt und dann kommt auch schon Deutschland. Also wir sind sehr weit vorne in der Wiedereröffnung des Messewesens. Es gibt natürlich noch Länder, die haben eine ganz andere Infektionslage in Südeuropa, Spanien, Frankreich und Ähnlichem.

Da wird sicherlich noch ein bisschen länger dauern. In der arabischen Welt, in Dubai zum Beispiel, werden auch ab Oktober wieder Messen stattfinden. Da bin ich auch mal gespannt, wie sich das dort entwickelt. Also sukzessive kommt Leben in unser Thema, nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern.

Aber alle kämpfen natürlich immer noch mit der Herausforderung, dass die Volumen ja noch nicht so sind wie vor Corona. 000 Besuchern bei der deutschen Messe, die du uns da verraten hast, das klingt schon wieder nach sehr hohen Besucherzahlen, was mich jetzt tatsächlich auch so ein bisschen positiv überrascht hat. Wir verlassen jetzt aber so ein bisschen das Bild der Messe und gehen allgemein zurück auf die Golfbranche, weil durch deine beiden Veranstaltungen, die Hansegolf als auch die Golf Tage in München, hast du ja einen sehr guten Einblick in die Golfbranche. Wir beide telefonieren ja auch immer mal wieder und tauschen uns aus.

Was hast du da so in der letzten Zeit oder in den letzten Jahren auch für Veränderungen in der Golfbranche bemerkt auf die ein Zuhörer jetzt zum Beispiel in seiner Funktion als Mitarbeiter in einer Golfanlage dennoch eingehen müsste? Ja, da muss man differenziert schauen. Wenn ich jetzt mal in die Golfclubs schaue, dann glaube ich, haben wir alle festgestellt, dass die Angebotsstruktur die Golfclubs leisten viel flexibler geworden ist. Während wir in den Jahren, wo Golf halt tatsächlich geboomt hat und große Wachstumzahlen noch so die klassischen Mitgliedsmodelle hatten, haben wir jetzt eben Fernmitgliedschaften.

Wir haben reine Spielrechte. Wir haben neun Lochmitgliedschaften. Es gibt Vereinigungen, die keinen Platz haben, die aber eben Menschen anbieten über eine Golfkarte auf anderen Plätzen, zum Beispiel gegen Greedfee-Gutscheine und Ähnliches zu spielen. Also es gibt unglaublich viele, einen großen Blumenstrauß an Modellen, wie man Golf spielen kann in den Clubs.

Das ist sicherlich eine Entwicklung, die wird auch so weitergehen. Und wenn man andere Sportarten oder eben andere Produkte sich anschaut, das ist ja nichts, was jetzt nur den Golfbereich betrifft. Das ist eine Möglichkeit, um sich zu differenzieren, um bestimmte Zielgruppen zu erreichen, die nur, ich sag jetzt mal, nach 19 Uhr in der Woche spielen können oder nur am Wochenende spielen können und Ähnliches. Fitnessclubs sind da auch vielleicht ein Hinweis, so wie es dort eben gemacht wird.

Das ist eine Entwicklung, die hat im Golfbereich jetzt stattgefunden. Ich glaube, das würde uns auch allen gut tun. Da werden viele Menschen auch Golf jetzt testen, weil am Ende ist Golf natürlich für viele ein Zeitproblem. Ich glaube, dass sich sehr viele latent mit dem Sport-Golf beschäftigen, aber noch nie so die Zeit gefunden haben, um Golf auch auszuheben.

Und da kommen wir eigentlich zu einem wesentlichen Punkt, der jetzt aktuell eine Rolle gespielt hat. Weiß nicht, wie es dir geht. Ich habe mitbekommen, dass Golf in diesem Jahr extrem boomte. Wir haben unheimlich viele neue Mitgliedschaften in den Clubs, viele Platzreiferkurse und Ähnliches.

Dass das jetzt in dem Jahr passiert ist, in dem wir Corona haben, ist, glaube ich, signifikant für das Problem, das das Golf hat, nämlich eben dieser Zeitfaktor. Die Menschen hatten viel mehr Zeit durch Kurzarbeit, vielleicht auch durch Betriebsstilllegungen. Dadurch, dass die Unternehmen eben nicht so ausgelastet waren. Man konnte rausgehen in die Natur und hat sich überlegt, Mensch, da ist Golf doch eigentlich der geeignete Sport.

Und da hat Corona tatsächlich ein wenig dem Golfsport geholfen. Ich glaube, Golf ist einer der wenigen Gewinner, was die Corona-Thematik betrifft. Und insofern, glaube ich, können wir uns da in den nächsten zwei, drei Jahren so auch auf positive Nacheffekte freuen, die die Mitglieder zahlen und die Nachfrage nach Golf einfach nach oben bringen. Aber zum Thema Zeitgeist.

Wir haben natürlich auch im Golfsport Digitalisierung in den letzten Jahren erlebt. Da passiert unglaublich viel. Ich meine Buchungssysteme digital, die gibt es schon lange, auch Handicap-Berechnungen im Internet, weiten Messer über GPS-Systeme. Es gibt schon, ich weiß nicht, ob du das kennst, in Hamburg gibt es zum Beispiel die Golf-Lounge.

Die hat jetzt den Schritt zum Gaming gewagt. Das heißt, da mietet man sich Boxen, kann sich zu, glaube ich, bis zu sechs Personen eben so eine Abschlagmatte teilen und hat dann eine komplette digitale Abbildung dessen, was man dort macht. Das heißt, man bekommt die Weiten digital über ein Display angezeigt, die Flugkurve, wenn man möchte auch die Schläger-Kopfgeschwindigkeit, man kann Nearest-to-the-Pin digital spielen, man schlägt natürlich den Ball, aber das, was dort eben passiert mit dem Ball, mit dem Schläger, das wird alles digital abgebildet. Und so kann man Golf betreiben wie Bowling, wie auf einer Bowlingbahn.

Man kann in Gruppen oder einzeln gegeneinander spielen und muss gar nicht mehr auf dem Platz raus und braucht im Zweifel auch keine fünf Stunden, um eben diesen Sport zu betreiben, wenn man das jetzt mal vergleicht mit einer 18-Loch-Runde auf einem normalen Golfplatz. Und ich glaube, das sind Ansätze, die sind extrem zu begrüßen, die helfen uns allen sehr, den Golfsport weiterhin en vogue zu halten, darüber zu sprechen und Möglichkeiten zu schaffen, wie man an diesen Golfsport herankommt. Und am Ende des Tages ist das ja auch so eine ganz spannende und tolle Verbindung zwischen diesen Annehmlichkeiten der Digitalisierung, aber auch das Verbinden dieses Sportes mit der Natur und mit der Bewegung. Ich glaube, da hat Golf riesengroße Chancen, auch für diese jüngeren Sportler, die Digital-Natives, die am Ende sehr viel digital machen, die aber dann eben über den Golfsport raus in die Natur gehen und sich bewegen.

Das ist Zeitgeist. Das sind so die zwei Welten, die miteinander kombiniert werden und das kann man im Golf fantastisch machen. Da müssen wir weiter daran arbeiten. Ich glaube, das hat unheimlich viel Potenzial.

Zwei super interessante Punkte, die du da wieder genannt hast. Das eine natürlich die Digitalisierung, da gebe ich dir 100%ig recht. Das muss im Golfsport passieren und an einigen Stellen passiert das schon. Und das ist auch eine sehr gute Sache.

Die Betriebsschließung, das habe ich eben ähnlich so wie du mitbekommen, dass zu den Zeiten der Betriebsschließung hier in Deutschland, als die Golfanlagen tatsächlich für ein, zwei Monate zumachen mussten, eine apokalyptische Stimmung aufgekommen ist, die sich Stand September, Stand heute, aber tatsächlich bei den meisten Anlagen, mit denen ich wieder gesprochen habe, auch ins Gegenteil umgekehrt hat, weil fast sämtliche Budgets schon jetzt erreicht sind, die fürs ganze Jahr aufgesetzt wurden. Und ich glaube, da sind sehr viele Golfspieler jetzt in unseren Sport dazugekommen. Und jetzt liegt es an uns allen, diese Spieler auch zu halten. Und ich glaube, dann hat Golf eine sehr schöne Zukunft, auch in die nächsten Jahre über.

Wir beide hatten jetzt ein sehr, sehr spannendes Interview. Und an der Stelle bedanke ich mich auch schon mal ganz herzlich dafür, dass du da warst. Mir hat das Ganze sehr viel Spaß gemacht. Und die Schlussworte dieses Podcasts, die gehören dir.

Das heißt, wenn du noch ein paar Abschiedsworte, einen Appell, einen guten Tipp an jeden Zuhörer mit auf den Weg geben möchtest, dann The Stage is Yours. Vielen Dank, Mirco. Ja, ein Appell. Also ich kann nur auch aus meiner eigenen Erfahrung, aus jedem auffordern, geht raus, bewegt euch, spielt Golf oder irgendwelche anderen Sportarten, denkt an Digital Detox, lebt das Handy regelmäßig beiseite und beschäftigt euch eben auch mit anderen Dingen.

Und ganz persönlich und bezogen auf mein Business besucht Messen, zeigt euch solidarisch mit der Messebranche und vertraut den Messemachern im Schutz vor Corona und vor Infektionen oder Infektionsketten. Wir können das, wir werden gute Produkte haben und freuen uns, euch alle dann in der Messesaison 2021 wiederzusehen. Ja, danke dir für deine Abschiedsworte. Damit geht der Podcast auch schon entgegen Ende.

Deine Kontaktmöglichkeit, die du uns schon einmal genannt hast, also deine Webseite als auch deine Mail, packen wir einfach mal in die Show Notes. Und wenn jemand dann eine Frage hat, kann er sich entweder direkt an dich oder eben über weitere Leitungen von mir einfach melden. Und dann bleibt uns nur noch zu sagen, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Vielen Dank fürs Zuhören.

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Bundesverband Golfanlagen, Interview mit Thomas Hasak

13.10.2021 · 34:50

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BVGA, der Bundesverband Golfanlagen stellt sich heute dem Interview. Wir begrüßen Thomas Hassack, Geschäftsführer des BVGA. Zusammen mit Thomas sprechen wir über Gesundheit und Familie im Golfbereich und wie genau diese beiden Werte vielleicht auch die Werte der Zukunft sein können. Wir sprechen über Golfunternehmen, die weitere Märkte erschließen und mit dem Eventgeschäft spannende Konzepte auf die Beine stellen.

Auch sprechen wir darüber, wie das Coronavirus in den letzten Monaten über die Golfanlagen in Deutschland gekommen ist und wie die Golfplatzunternehmer in Deutschland damit umgegangen sind. Wir sprechen ebenfalls darüber, welche Veränderungen im Markt sich zurzeit einstellen und warum gut geschultes Personal, besonders im Vertrieb, hierfür sehr wichtig sein kann. Auch wird thematisiert, wie Golfplatzbetreiberketten immer größer werden und dadurch den Golfsport noch weiter professionalisieren können. Zudem stellen wir uns die Frage, wie die Mitglieder, die wir während der Corona-Zeit in den deutschen Golfanlagen gewinnen konnten, wie wir diese auch tatsächlich halten können.

In der nächsten halben Stunde folgt also ein sehr spannendes Interview. Von daher ganz viel Spaß und los geht's! Liebe Hörer des Jobs im Golf Business Podcast, ganz herzlich willkommen zu einer weiteren Interview-Folge. Heute haben wir den Geschäftsführer des Bundesverband Golfanlagen bei uns.

Thomas, grüße dich. Ich grüße dich, Mirco. Vielen Dank für die Einladung. Ja, Thomas, schön, dass du da bist.

Das ist ja tatsächlich auch dein erster Podcast, eine richtige Premiere. Und es freut mich, dass du dich hier bei mir hast. Wir wollen auch gar nicht so viel Zeit verdienen. Stell dich doch mal ganz kurz vor.

Wer bist du eigentlich und was machst du so? Ja, mein Name ist Thomas Hassack. Ich bin 55 Jahre alt, bin verheiratet, habe zwei Kinder und bin gebürtiger Münchner. Okay, sehr schön.

Also ganz das andere Ende von Deutschland. Ich komme ja aus dem Norden, aus der schönen Region von Hannover und ursprünglich aus Schleswig-Holstein. München ist da immer eine ganze Ecke, aber dafür habt ihr meistens im Sommer auch das schönere Wetter. Apropos schöneres Wetter.

Wir gehen auch gleich zur 60-Sekunden-Challenge über. Das war das, was ich dir im Vorgespräch jetzt noch gar nicht verraten wollte, was das genau ist. 60-Sekunden-Challenge heißt einfach nur "Ich sag dir gleich ein Wort". Und zu diesem Wort darfst du innerhalb von 60 Sekunden das sagen, was dir zu diesem Wort einfällt.

Und dein Wort lautet Tourismus. Ja, Tourismus. Dazu fällt mir ein, dass ich grundsätzlich beruflich aus der Tourismusbranche komme. Ich bin also Hotel- und Touristikkaufmann und habe meinen Lebenstraum, nämlich die schöne weite Welt zu sehen, beruflich verwirklichen können.

Habe in der Vergangenheit für größere touristische Unternehmen gearbeitet und war wirklich auf allen Kontinenten beruflich aktiv. Ein Highlight, würde ich sagen, war die Zeit auf dem Luxuskreuzfahrtschiff, mit dem ich zwei Weltreisen gemacht habe und dann im späteren Verlauf im Tourismus auch Produktmanager für Seereisen und Kreuzfahrten gewesen bin. Ja, wunderbar. Das ist doch eine sehr schöne Einleitung gewesen.

Wir haben noch nicht mal die 60 Sekunden gebraucht, sind jetzt knapp unter den 40 Sekunden gewesen. Und das Ganze ist schon ein super Aufhänger für die nächste Frage gewesen, denn bevor wir uns eigentlich dein heutiges Aufgabengebiet ein bisschen genauer anschauen, stellen wir uns die Frage, wie bist du eigentlich zum Golf gekommen? War das schon immer dein Traumjob seit Kindheitstagen an? Und wie ist dein persönliche Karriereweg jetzt von Anfang bis heute so aufgebaut gewesen?

Also in der Golfbranche bin ich seit circa 25 Jahren. Dazugekommen bin ich, wie meistens im Leben Mirco, durch einen puren Zufall. Ich habe Golf gespielt, inspiriert durch den Mastersieg von Bernhard Langer 1985, bin auf eine Golfanlage in der Nähe von Frankfurt gefahren und rein zufällig saß da ein ehemaliger Schulfreund von mir im Sekretariat. Der hat zu mir gesagt, Mensch, was machst du denn hier?

Ich höre hier in 14 Tagen auf. Hättest du nicht Lust, mein Nachfolger zu werden und meinen Job zu übernehmen? Und wie es halt so ist, gesagt, getan, habe ich meine Aufgabe im Seereisen und Kreuzfahrtenbereich an den Nagel gehängt und habe im Golfmanagement auf einer Golfanlage angefangen. 1997 ist es gewesen, bin dann im späteren Verlauf auf andere Golfanlagen gewechselt, war dort Geschäftsführer und bin seit 2004, also seit 16 Jahren jetzt Geschäftsführer beim Bundesverband Golfanlagen.

Super. Danke dir für deine Zusammenfassung von dem bisherigen Karriereweg. Das klingt auf jeden Fall sehr spannend, gerade bei den Wörtern wie Weltreise. Da hast du mich natürlich sofort, weil ich natürlich auch sehr gerne am Reisen bin und das einfach für eine tolle Jobmöglichkeit auch halte.

Jetzt hast du schon ganz viel zum Thema Golf tatsächlich angedeutet. Doch 1997, das war ein Zeitpunkt, da war ich gerade mal fünf Jahre alt und Golf war doch eher so am Hochkochen in Deutschland. War noch etwas Neues hat, wenn ich mich richtig den Erzählungen meiner Vorgänger erinnere, auch den Tennis gerade so abgelöst, den Tennis Sport. Was hat denn damals so dein Umfeld tatsächlich gesagt, als du denen gesagt hast, du arbeitest jetzt auf Golfanlagen?

Also wie ist das damals angekommen? Also wie du schon richtig sagst, Mirco, war es die Zeit in den 90er Jahren, wo der Golfsport seinen Boom tatsächlich erfahren hat. Du musst es dir so vorstellen, kann ich dir anhand einer Zahl ganz gut sagen, Mitte der 90er Jahre sind im Jahr 50 neue Golfanlagen entstanden. Und wie du richtig gesagt hast, viele Sportler sind vom Tennis zum Golf gewechselt.

Und ich habe richtig einen Boom gehabt, auch als Manager und Geschäftsführer der Golfanlagen, bei dem wir 100, 150 bis zu 200 neue Mitglieder pro Jahr gewinnen konnten. Und ich war damals noch in den 90er Jahren in der glücklichen Situation, dass ich noch lebenslange Mitgliedschaften verkaufen durfte, die die Leute auch gerne gezeichnet haben, die möglicherweise Sorgen hatten, dass sie sonst nicht im Golfclub Mitglied werden können. Also ich komme aus einer Blütezeit, wenn man so will, wo die Welt im besten Sinne noch wirklich in Ordnung war. Das klingt auf jeden Fall sehr spannend, das kann sich heute eher kaum noch jemand vorstellen, eine Mitgliedschaft auf Lebenszeit.

Ich kenne schon Anlagen, die sind günstiger als das örtliche Fitnessstudio. Was sind denn das tatsächlich auch damals für Preise gewesen, die die Golfanlagen aufgerufen haben? Also einfach mal zum Vergleich, was hat man da so aufs Jahr gerechnet bezahlt, um Mitglied in einer Golfanlage zu sein? Also es gab zu dieser Zeit tatsächlich noch sogenannte Aufnahmegibühren oder Einstandsgebühren in unterschiedlicher Höhe.

000 DM damals noch. Und nicht selten war es in den Clubs üblich, dass man sogar einen Bürgen aus den Reihen der Mitglieder brauchte, um Mitglied im Golfclub zu werden. Die Jahresgebühren haben sich auch verändert, die waren damals sicherlich so zwischen 2000 und 3000 DM. Auf jeden Fall sehr hohe Summen, das kann ich mir immer relativ schlecht vorstellen, weil ich doch auch gerne sehr wenig bezahle, wenn ich dann irgendwas mache, aber trotzdem einen Preis bezahle, den es eben wert ist.

Du hast angefangen als Geschäftsführer einer Golfanlage, bist jetzt aber der Geschäftsführer des Bundesverband Golfanlagen BVGA. Wie ist es denn jetzt dazu gekommen und was macht so ein Bundesverband Golfanlagen? Also man muss sich so vorstellen, Mirco, der Bundesverband Golfanlagen ist der Dachverband der Golfplatzunternehmer, also praktisch der Eigentümer von Golfanlagen. Im Englischen würde man sagen "owner", also die Menschen, denen der Golfplatz im Eigentum gehört.

Und was der Verband im Wesentlichen macht, ist seine Kunden, seine Mitglieder insbesondere in wirtschaftlichen, in strategischen, aber auch marktspezifischen Themen zu unterstützen. Also so wie ich es empfinde, tagtäglich in der Arbeit ein wirklich breit gefächertes und sehr interessantes Aufgabenspektrum. Okay, wie viele Mitglieder gibt es so? Also wir haben aktuell 172 Mitglieder in vier Ländern und sind regelmäßig und täglich im Umgang mit unseren Kunden dabei, sie dabei zu unterstützen, ihr betriebswirtschaftliches Ergebnis zu verbessern.

Okay, das klingt auf jeden Fall sehr spannend und auch nach einer Tätigkeit, für die du auch sehr viel Erfahrung haben musst. Wie kann ich mir das so in etwa vorstellen? Also da ruft jemand an, was hat der denn für Sorgen? Findet er kein Personal?

Macht er keinen Umsatz mehr? Will er noch mehr Umsatz machen? Also was wäre so ein beispielhafter Anruf oder E-Mail eines eurer Mitglieder? Also ein aktuelles Beispiel wäre, der Golfplatzunternehmer ruft an und sagt "Mensch toll, die Golfsaison hat sich ganz positiv entwickelt, trotz der Betriebsschließung am Anfang des Jahres.

Aber wir haben sehr viele Nachfragen nach Golfkursteilnehmern, wir haben sehr viele Nachfragen nach Mitgliedschaften, aber wir haben ein kleines Loch, eine kleine Delle in der Restauration. Wir haben nicht so viele Besucher im Restaurant, weil wir zum Beispiel auch keine Veranstaltungen machen dürfen oder diese nur begrenzt durchführen dürfen. " Und dann gehen wir auf den Unternehmer zu, holen uns die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, Öffnungszeiten, Personal, Wareneinsatz etc. pp.

Analysieren die Zahlen, also wie eine Art Unternehmensberatung, wenn du so willst Mirco, und besprechen nach der Analyse der Zahlen und Fakten kurzmittel- und langfristige Maßnahmen mit dem Unternehmer, wie er seine Lücke am besten wieder schließen kann. Mal ganz allgemein gefragt, wie würde er das zum Beispiel machen? Also nicht mal unbedingt auf das Mitglied, aber Restaurant ist ja wahrscheinlich so ein Dauerthema, das viele Golfanlagen haben. Was gibt es da so für Maßnahmen?

Also ich sag's mal so, wenn wir jetzt gerade in den Herbst und in den Winter reingehen, dann ist es sicherlich zum Beispiel überlegenswert, aufgrund der Umsätze und die Zahlen kriegen wir dann natürlich zur Verfügung gestellt, darüber nachzudenken, ob ich beispielsweise im Winter den Betrieb überhaupt aufrechterhalte oder ob ich nicht zum Beispiel im November oder Ende Oktober den Restaurantbetrieb einfach schließe und eine alternative Lösung anbiete, indem ich zum Beispiel mit Automaten arbeite oder mit Snacks oder mit Kleinigkeiten, mit Sandwiches, die ich auch zum Beispiel über die Golfrezeption verkaufen kann. Also die konkrete Frage heißt, halte ich den Restaurantbetrieb im Winter überhaupt offen oder mache ich nicht von beispielsweise November bis Februar einfach ganz so? Mit den geringsten Mitteln immer noch das beste Ergebnis rauszuholen, da sind Automaten bestimmt eine sehr gute Möglichkeit. Wie lösen die, also einfach weil ich das Thema jetzt sehr interessant finde, wie lösen das denn so die meisten Golfanlagen, weil ich weiß von vielen Golfanlagen, aber auch Hotels, dass die Gastronomie immer ein sehr schwieriges Thema ist, werden da teilweise auch komplett neue Geschäftsfelder erschlossen.

Also mal ganz doof gesagt, greift man vielleicht nach links und rechts und schnappt sich auch Beerdigungen, Trauerfeiern und bietet darum vielleicht ein Veranstaltungsgeschäft an? Auf jeden Fall. Also die Kreativen unter den Golfplatzunternehmern und es sind die meisten, die überlegen tatsächlich normalerweise eine Art Wintersaison anzubieten. Und da passieren genau die Dinge, von denen du sprichst.

Es gibt Geburtstage, es gibt Hochzeiten, es gibt Weihnachtsfeiern, es gibt einen Weihnachtsbasar, es gibt einen Golfbasar, es gibt Wine-Tasting, es gibt eine Modenschau. Also was du willst, da ist den Ideen keine Grenze gesetzt. Wir haben nur jetzt im Moment eben durch die Corona-Phase durchaus auch Restriktionen, was solche Veranstaltungen insbesondere im Innenbereich betrifft. Und dadurch ist es grundsätzlich immer ein spannendes Thema, um praktisch eine Nebensaison im Winter in der Restoration zu realisieren, aber während Corona-Zeiten eben sehr, sehr schwierig umzusetzen im Moment.

Okay, das war auf jeden Fall schon mal sehr interessant. Zu Corona kommen wir später noch mal ein bisschen genauer. Wir bleiben noch mal beim BVGA, denn der Podcast hier heißt ja "Jobs im Golf-Business" und da ist auch die Frage, was gibt es denn bei euch im BVGA für Jobs? In was für Bereiche, Abteilungen seid ihr aufgegliedert?

Wie viele Mitarbeiter seid ihr so und wie funktioniert ihr eigentlich? Grundsätzlich sind wir mit vier Personen in der Geschäftsstelle besetzt. Wir haben im Wesentlichen die Bereiche Geschäftsführung, Marketing, Vertrieb. Wir haben den Bereich Veranstaltungswesen, also Event-Management würde man sagen und natürlich unverzichtbar den Bereich Rechnungswesen und Controlling.

Das sind unsere Aufgabenbereiche im Verband und da segeln wir mit vier Personen eigentlich sehr erfolgreich und effizient durch die Gewässer. Wir gehen jetzt aber gleich weiter zu der nächsten Frage, nachdem wir uns jetzt schon angeguckt haben, was denn das Kernteam bei dir im Hintergrund so alles macht und welche Bereiche das sind. Wie sieht denn bei dir als Geschäftsführer des BVGA so ein typischer Arbeitstag oder Arbeitsrhythmus aus? Bist du viel im Büro, bist du viel unterwegs?

Was sind so deine Hauptaufgaben? Die Hauptaufgabe ist sicherlich die individuelle Beratung unserer Golfplatzunternehmer und da musst du dir vorstellen, wir bedecken ja alle Unternehmensbereiche ab. Ich habe vorher schon das Beispiel mit der Gastronomie erwähnt, aber das Gleiche gilt natürlich für den Golfshop, das Gleiche gilt für die Golfplatzpflege, das Gleiche gilt für die Golfschule, für die Golfakademie. Also unabhängig vom Bereich einer Golfanlage, wir unterstützen und beraten in allen Betriebsbereichen und die Fragen sind im Grunde unbegrenzt.

Also da ist alles im Grunde möglich von, ich brauche einen Mustervertrag für einen Geschäftsführer oder einen Manager, den ich einstellen möchte oder ich habe zu hohe Platzpflegekosten. Gibt es alternative Lösungen? Kann ich die Golfplatzpflege outsourcen bis hin zu gastronomischen Themen? Rechnet sich mein Golfshop noch?

Muss ich das Warnsortiment anpassen etc.? Und natürlich in diesem Jahr insbesondere eine ganze Menge an Fragen zum Thema Corona. Was kann ich, was darf ich, was geht, was geht nicht? Corona hast du jetzt schon wieder erwähnt.

Wir versuchen gegen Ende noch mal ein bisschen genauer darauf einzugehen, was denn während der Corona-Zeit so passiert ist und was da die größten Herausforderungen waren. Vorher aber noch die Frage und du hast ja jetzt schon einige Punkte angesprochen und da dieser Punkt wird da mit reingehen, denn seit Jahren stagniert die Zahl der Golfspieler in Deutschland ja, während auch andere Länder das anscheinend besser machen. Machen wir bei uns in Deutschland in der Golfbranche etwas falsch oder woran liegt das? Also ich finde nicht, dass wir was falsch machen.

Ganz im Gegenteil. Wir haben bei den Verantwortlichen noch nie so einen Fleiß festgestellt, noch nie so eine Kreativität, was die Preis- und Produktpalette betrifft, festgestellt. Und auch eine sehr positive Entwicklung, wie ich finde, ist die, dass die Golfplatz-Unternehmer immer mehr auf geschultes Personal im Bereich Vertrieb und Marketing setzen. Das heißt ganz konkret, die Mitarbeiter wissen, was zu tun ist im Bereich Vertrieb, Marketing.

Das sorgt ja wieder für mehr Kunden, das sorgt wiederum für mehr Umsatz und dann am Ende für ein besseres wirtschaftliches Ergebnis. Das ist das eine und das andere Mirco ist, wir haben uns auch ein bisschen im positiven Sinne verändert, was die Themenansprache für die Neugolfer betrifft, war früher doch sehr stark das Thema Golf rein auf sportliche Aktivitäten wie Turniere und Handicap-Verbesserung konzentriert. So entdecken immer mehr Golfanlagen jetzt auch die Themen Familie. Erinnere dich dran, wie viel Familien du mit dem Fahrrad gesehen hast oder spazieren gehen gesehen hast, jetzt in den letzten Wochen und Monaten, die eben wieder was gemeinsam machen.

Dann ist das Thema Gesundheit in den Fokus gerückt, weil die Leute ja länger fit bleiben wollen und gesund bleiben wollen. Und was man nicht vergessen darf, ist das Thema Spaß. Also Golf macht unheimlich viel Spaß und unsere Golfplatzunternehmer setzen eben jetzt auf diese Themen und dazu kommen neue gut geschulte Mitarbeiter im Verkauf und im Vertrieb, sodass wir hoffentlich auch spürbar jetzt einen Zuwachs, ein Wachstum an Golfern erzielen werden. Da hast du schon wieder einen sehr interessanten Punkt genannt, wo ich auch gleich noch eine Rückfrage habe.

Das ist nämlich das Thema Gesundheit. Das habe ich bisher immer so ein bisschen am Rande mitbekommen, wenn es um die Black Rolls ging, also diese Rollen, die man auf den Boden legt, sich selbst drauf legt und dadurch halt seine Faszien ein bisschen, was auch immer man damit macht. Wie entwickelt sich denn das Gesundheitsthema? Also sind wir in der Branche tatsächlich auch schon in der Lage, mit Krankenkassen abzurechnen und zu kooperieren?

Gibt es da schon etwas oder ist das geplant? Also darüber wird gesprochen. Ich denke auch, dass es die ersten Gespräche mit den Leistungsträgern seitens der Krankenkassen schon gegeben hat. Der Idealfall wäre natürlich eine Präventivlösung anzustreben.

Das heißt ganz konkret, bevor du überhaupt krank wirst, wäre es doch gescheit und gesund, wenn du mit dem Golfen anfangen würdest. Das wäre praktisch der ideale Fall, aber ganz soweit denke ich, sind wir noch nicht. Aber wir sind auf einem Weg dahin und die Bestrebungen, soweit wir das beobachten können, laufen in diese Richtung. Dann ist das auf jeden Fall eine sehr schöne Entwicklung.

Ich kenne es nämlich von meiner Krankenkasse, dass ich dort jedes Jahr so einen Bonuszettel ausfüllen darf, der mich dann auch fragt, hast du an Gesundheitskursen teilgenommen oder bist du Mitglied in einem Fitnessstudio? Da würde es mich hier für die Branche natürlich auch sehr freuen, wenn dieser Stempel in der Zukunft nicht nur von Fitnessstudios, sondern auch von Golfanlagen vergeben werden kann. Aber gut, lassen uns da schauen, was da passiert. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt.

Wir setzen jetzt so ein bisschen an der letzten Frage an, denn zum einen gibt es die Golfspieler, zum anderen aber auch die Golfanlagen. Du hast zu Beginn jetzt davon berichtet, wie viele Golfanlagen tatsächlich in den 90er Jahren aus dem Boden gestampft wurden. Damals, wenn ich mich richtig entsinne, auch alle noch als Vereine und seit, ich würde mal schätzen, zehn Jahren kommen ja jetzt auch die ganzen Betreibergesellschaften, Verstärkte mit dazu. Aber vom letzten Jahr zu diesem Jahr sind wir ja schon wieder ein paar Golfanlagen weniger und es wird auch öfter mal davon berichtet, dass Golfanlagen eben zumachen.

Haben wir hier in Deutschland ein Golfplatz? Sterben oder erwartet uns das? Tatsächlich nicht. Ich würde sogar sagen, auf gar keinen Fall.

Was stimmt ist, dass die Zahl der Transaktionen in der Golfbranche zunimmt. Das heißt ganz konkret, du hast es richtig gesagt, wir sind mit den Golfplatzbetreibern seit Anfang der 90er Jahre in den Markt gekommen. Und wenn man jetzt eben diese 30 Jahre mal dazurechnet, dann sind viele Golfplatzunternehmer natürlich jetzt auch 30 Jahre älter und möchten natürlich für eine Nachfolgeregelung sich kümmern und engagieren. Und nicht immer sind die Kinder bereit, den Betrieb der Eltern, das ist ja nicht nur in der Golfbranche so, sondern insgesamt so, nicht immer sind die Kinder bereit, die Nachfolge der Eltern anzutreten.

Und so überlegt der eine oder andere Golfplatzunternehmer natürlich auch, seine Investition, seine Golfanlage zu veräußern. Und auf der anderen Seite gibt es eben Unternehmen, gibt es Investoren, die Golfanlagen kaufen. Und das ist das, was passiert, dass eben die eine Golfanlage den Besitzer zu einem anderen Besitzer eben wechselt. Und die Schließungen, muss ich sagen, halten sich sehr stark in Grenzen.

Also ich weiß von einer in diesem Jahr und auch von Renaturisierungen hört man äußerst selten. Da waren vielleicht in den letzten zwei, drei Jahren auch eine oder zwei Golfanlagen davon betroffen. Aber insgesamt kannst du dir vorstellen, Mirco, der Betrieb geht immer weiter. Es kommt immer jemand, der die Golfanlage übernimmt und dann aus seiner Sicht das Beste draus macht.

Was sind das so für Investoren? Also sind das Privatmenschen, wie zum Beispiel der Peter Merk, der sich ja in der Region Hamburg sehr engagiert oder haben das tatsächlich mit institutionellen Anlegern zu tun? Nein, es sind überwiegend private Leute, die einsteigen, um den Betrieb einer Golfanlage zu übernehmen oder in die Investition einzusteigen. Markant ist sicherlich, dass ein Großteil der Interessenten, eine Golfanlage zu kaufen, durchaus aus dem bestehenden Golfplatzunternehmerkreis kommt.

Das heißt, ein Unternehmer ist schon erfolgreich mit einer Golfanlage und kann sich dann vorstellen, eine zweite oder eine dritte dazu zu nehmen. Und so sind in den letzten 20 Jahren durchaus sogenannte Golfplatzbetreiberketten auch entstanden, die in heute zehn Golfanlagen und mehr auch angehören. Und das Management trotzdem aus einer Hand kommt, auch wenn sich die Golfanlagen an unterschiedlichen Standorten befinden. Ist das ein Trend, der in die Richtung geht oder sind das eher so Ausnahmen?

Weil ich kenne es zum Beispiel ja auch aus der Fitnessstudio-Branche. Da gibt es eher weniger wirklich Einzelfitnessstudios, sondern dominant sind die großen Ketten. Sehen wir sowas innerhalb der nächsten 10, 15 Jahre auch in Deutschland? Auf jeden Fall.

Also das ist ein Phänomen, das aber kein deutschspezifisches ist, sondern das sieht man im Grunde weltweit, ob in Asien oder USA und eben jetzt auch verstärkt in Europa. Ich sage mal Beispiele oder ein sehr gutes Beispiel ist die Murhofgruppe aus Österreich, die heute 35 Golfanlagen betreibt, die Weilandgruppe mit zehn oder elf Golfanlagen in Deutschland, aber auch in Frankreich und Großbritannien in Schweden gibt es Golfplatzunternehmer, die heute 10, 20 Golfanlagen gleichzeitig betreiben. Und insofern kann man ganz sicher sagen, dass sich dieser Trend auch in der Zukunft fortsetzen wird. Das klingt für mich super interessant, weil es auch wieder bedeutet, dass noch mehr wirklich fähiges Personal benötigt wird, also noch mehr besser ausgebildetes, was wiederum bedeuten wird, dass es auch noch intensivere Erschulungen hoffentlich geben wird, was mich natürlich sehr freuen würde.

Ist jetzt natürlich nur mein persönlicher Schluss. Wir gehen weiter zur nächsten Frage, die in diesen Interviews auch immer meine Lieblingsfrage ist und diese Frage nennt sich What keeps you up at night? Also was sind zurzeit deine aktuellen Probleme und Herausforderungen, die dich nicht schlafen lassen, früher aufwachen lassen und eigentlich den ganzen Tag beschäftigen? Also es ist eigentlich eine sehr einfache Frage, lieber Mirco, denn was mich natürlich Tag und Nacht beschäftigt ist das Thema Corona-Krise.

Wie geht es weiter? Mit den Golfanlagen wird es im Frühjahr eine erneute Schließung geben. Wie kommen wir über den Winter? Wir haben es vorher angesprochen.

Den Restaurant- und Hotelbetrieben kommen wir erfolgreich ins nächste Frühjahr. Ich denke, die Zahl der Mitglieder kann durchaus steigen zu Beginn des nächsten Jahres. Ich glaube, die Erfahrungen helfen uns auch noch ein bisschen besser zu starten im nächsten Jahr. Aber am Ende des Tages hängt alles von den gesetzlichen Rahmenbedingungen ab, die mit der Krise zusammenhängen.

Und ich sage mal als Herausforderung, ob mit oder ohne Corona-Krise, was mich umtreibt, ist die Transformation ins Zeitalter der Digitalisierung in unserer Branche. Ich denke, dass das von ganz entscheidender Bedeutung ist, hier den Switch zu schaffen. Und so komisch es möglicherweise auch klingt, Mirco, ich habe den Eindruck, dass uns die Corona-Krise in Bezug auf die Transformation in die Digitalisierung sogar einen Schub gegeben hat. Denn heute sind viele Dinge automatisiert und digitalisiert.

Ich sage nur ein Beispiel, Thema Online-Startzeitenbuchung ist heute bundesweit überhaupt kein Thema mehr, weil in diesem Jahr vielleicht 100 oder 120 Golfanlagen zusätzlich in diese automatisierte Welt eingestiegen sind. Deswegen, weil sie nachweisen mussten, wer spielt wann, um wie viel Uhr, mit wem auf meiner Golfanlage. Und das hat uns da tatsächlich in dieser Richtung sogar ein bisschen geholfen. Was natürlich eine sehr positive Nachricht ist, die wir denn aus dieser Sache tatsächlich ziehen können.

Und doch es sind natürlich nicht nur positive Nachrichten, sondern Corona war erstmal etwas nicht ganz so Gutes, weil unsere Anlagen alle geschlossen haben. Wie haben die Golfplatz-Unternehmer, du vertrittst ja mehr als 100 Golfplatz-Unternehmer, denn die Corona-Krise empfunden und sind damit umgegangen? Sehr professionell, wie ich finde, sehr interessiert. Du musst dir Folgendes vorstellen, wir haben auf Initiative unseres Verbandes alle anderen Golfverbände, den Golflehrerverband, den Managerverband, den Deutschen Golfverband und den Krieggeberverband angerufen, um eine Initiative zu starten, ein Hygienekonzept für die Branche zu entwickeln.

Das ist uns sehr gut gelungen. Alle Verbände stehen hinter diesem Konzept. Das haben wir dann an die Politik weitergeleitet. Wir haben also in der Hochzeit, kann ich dir sagen, mit 57 Ministerien gleichzeitig zu tun gehabt, weil wir ja diesem föderalistischen System unterliegen und pro Bundesland drei verschiedene Ministerien für irgendwas zuständig waren und das Ganze natürlich noch auf Bundesebene gemacht.

Und dieses Hygienekonzept, entwickelt von allen Golfverbänden und an die Politik weitergeleitet, hat unter anderem dazu geführt, dass wir schon am 11. Mai diesen Jahres die Golfanlagen bundesweit wieder alle eröffnen durften. Und ich finde, dass sich unsere Golfplatzunternehmer sehr klar an diese Vorgaben auch gehalten haben, sind sehr professionell damit umgegangen und haben alles hinterfragt, ob was geht oder ob was nicht geht und haben damit diesen Start auch selber so früh ermöglicht. Also wir hätten nicht gedacht, dass es so schnell geht am Anfang.

Ende Februar war uns nicht klar, wann dürfen wir wieder öffnen, wann geht das Geschäft wieder los. Und ich muss ganz ehrlich sagen, heute im Nachhinein sage ich, bin ich froh, dass wir schon Anfang Mai wieder alle in Deutschland aufmachen durften, um unser Geschäft zu pflegen. Dann Anfang Mai ging es wieder los und seitdem läuft das Geschäft auf den meisten Golfanlagen, von dem, was ich aus meinem persönlichen Kreis mitbekomme, ja wirklich sehr gut. Teilweise wurden die Jahresbudgets bereits im August/September erreicht und wir haben sehr viele neue Mitglieder auf den Golfanlagen verzeichnen können.

Was ich mir dann als Frage stelle, ist, wie halten wir denn diese Mitglieder jetzt tatsächlich auch in der Golfbranche, wenn Corona wieder verschwindet? Naja, ich denke, wir haben gut gelernt jetzt in diesem Jahr, was den Leuten wirklich wichtig ist. Und wir haben herausgefunden, dass wir auf zwei Dinge im Bereich der Kundenbindung ganz besonders achten müssen. Das ist einmal die Integration der neuen Mitglieder auf einer sozialen Ebene.

Wir brauchen also konkret gesprochen Mirco einen Kümmerer, der die Leute im wahrsten Sinne des Wortes an die Hand nimmt und in die verschiedenen Bereiche der Golfanlage einführt und begleitet, sei es jetzt über Veranstaltungen, sei es über Turniere, sei es über das persönliche Gespräch, sei es darüber, mal den einen dem anderen Mitglied vorzustellen persönlich und so. Das scheint eine ganz wichtige Geschichte zu sein, also diese soziale Integration von neuen Mitgliedern in die bestehende Gruppe. Und die zweite Geschichte, die von wichtiger und großer Bedeutung ist, ist das Thema sportliche Weiterentwicklung. Da haben wir auch in der Vergangenheit festgestellt, dass es eben nicht reicht, einen Schnupperkurs zu machen, dann vielleicht die Platzreife.

Und dann geht es schon irgendwie, sondern der Spaß an dem Sport kommt dann natürlich umso mehr zum Tragen, wenn man sich eben sportlich auch weiterentwickelt. Und da sind die Golfanlagen ganz weit vorne mit Kurskonzepten, mit Schulungsangeboten für die Golfer, damit sie eben auch sportlich ein bisschen besser werden, um dann eben richtig Spaß zu haben auf dem Golfplatz. Wir haben jetzt von dir schon gehört, wie Corona sich aktuell ausgewirkt hat und wie es gegenwärtig mit den Mitgliedern ist und was wir mit den Mitgliedern machen müssen. Jetzt interessiert mich natürlich auch noch der Blick in die Zukunft, den du gerade eben schon mal ganz kurz angeteasert hast, denn der nächste Winter kommt.

Im Winter gehen die Fallzahlen bekanntlich von Grippeerregern immer wieder hoch und der nächste Frühjahr ist natürlich das nächste Frühjahr ist für uns natürlich auch wieder sehr wichtig. Wie schätzt du, wie schätzen die Mitglieder das ein und wie bereitet man sich darauf vor? Also ich sage es mal so, was uns hilft, ist die Erfahrung von diesem Jahr. Wir erleben die Dinge also nicht zum ersten Mal und wissen ganz gut, wie wir mit der Situation umgehen können.

Am Ende hängt alles davon ab, wie schnell finden wir ein Medikament, wie schnell finden wir ein Mittel. Und wo ich sehr optimistisch bin, ist, dass wir eben vielleicht im nächsten Jahr ohne Betriebsschließungen auskommen. Aber das ist natürlich ein Wunsch, wo ich nicht ganz sicher weiß, ob der in Erfüllung geht. Aber ich würde mir erhoffen, dass aufgrund eines bestehenden Hygienekonzepts, das sehr gut funktioniert hat, aufgrund der Erfahrungswerte der Verantwortlichen im Management von Golfanlagen, die jetzt etwas schlauer sind, dass wir sehr genau wissen, was zu tun ist und dann hoffentlich ohne Betriebsschließung im nächsten Jahr auskommen.

Wir gehen weg von dem Thema Corona, denn viele von uns können es tatsächlich gar nicht mehr hören, und gehen zur nächsten Frage, die besagt, was sind denn zurzeit spannende Innovationen und positive Nachrichten aus der Golfbranche? Also was passiert gerade, was ist gut und wovon kannst du uns da berichten? Also was mir gut gefällt, ist die Thematik der Modernisierung, der Automatisierung. Ich will ein Beispiel nennen, was mich begeistert, nämlich die Generation der sogenannten Mähroboter, eine technische Welt.

Ich hätte mir also Mirco früher, als ich angefangen habe im Golf, nicht vorstellen können, dass ein riesiger, siebenarmiger Golfplatzrasenmäher einmal ohne Personal und GPS gesteuert, unsere Färbe es mäht. Und bei unserem nächsten internationalen Golffachkongress, den wir einmal im Jahr machen, wollen wir mal so eine Maschine, so einen Mähroboter einmal live unseren Golfplatzunternehmer vorführen. Also ich finde die technische Entwicklung auf der einen Seite sehr spannend und eine andere positive Begleiterscheidung ist, dass eine Golfanlage unheimlich viel dazu beiträgt, die Natur zu erhalten. Also es gibt ja verschiedene Konzepte in dem Bereich.

Wir kümmern uns um das Thema Artenschutz. Wir haben eine große Vielfalt an Pflanzen auf unserer Golfanlage und tragen natürlich in einer Zeit des Klimawandels eine ganze Menge mit unseren Golfanlagen dazu bei, die Umwelt auch ein Stück weit besser zu machen. In der Golfbranche lernst du auch sehr viele spannende Persönlichkeiten kennen. Es gibt Mitglieder, es gibt spannende Menschen, es gibt Greenfee-Gäste.

Du kannst jeden Tag, gerade wenn du eine Hotelanbindung hast, neue Menschen kennenlernen. Und das ist ein Mehrwert, den dir kein typischer Bürojob geben kann. Von daher bin ich der Meinung, wir sind hier in einer sehr spannenden Branche. Und das Ganze hast du in den letzten Minuten auch sehr schön dargelegt.

Wir beide kommen jetzt tatsächlich schon zum Ende dieses spannenden und kurzweiligen Interviews. Mir bleibt eigentlich nur noch zu sagen, ganz herzlichen Dank dafür, dass du da warst. Das Interview hat mir sehr viel Spaß gemacht. Und damit gehen die Abschlussworte auch schon zu dir.

Hast du noch einen Tipp, Appell für jeden, der gerade zuhört? Ja, ich kann es nur noch mal unterschreiben. Zunächst mal Danke für die Einladung zum Interview. Lieber Mirco, die Golfanlage ist ein spannendes Arbeitsumfeld.

Für mich selber war es eben wirklich besonders interessant, neue Menschen kennenzulernen, spannende Menschen kennenzulernen, auch prominente Menschen kennenzulernen, das muss man sagen. Aber ich bin vom Grundsatz her immer in der gehobenen Dienstleistung tätig gewesen. Und mir hat es unheimlich viel Spaß gemacht, mich um diese Gäste, um diese Menschen auch persönlich zu kümmern, dass sie sich wohlfühlen auf der Golfanlage. Abschlussworte kann ich nur sagen.

Junge Leute, rein in die Golfbranche, meldet euch bei eurer nächsten Golfanlage. Fragt mal, ob ihr eine Möglichkeit habt, dort anzufangen. Die Branche ist auf einem sehr guten Weg. Und wer noch nicht golft, dem kann ich nur raten, wenn man länger fit und aktiv bleiben will, wenn man ein soziales Netzwerk hinzugewinnen will, wenn man mit der Familie generationsübergreifend, wenn man die Freizeit gemeinsam gestalten will und Spaß haben will, dann wird es höchste Zeit, mit Golf anzufangen.

Ja wunderbar. Das sind doch sehr schöne Abschlussworte. Und für den Fall, dass tatsächlich noch irgendjemand eine Frage an dich hat, die heute im Verlauf des Interviews entstanden ist, wie kann man dich denn am besten erreichen? Habt ihr eine Website, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, WhatsApp, Weiterleitung durch mich?

Also sehr gerne. Die Zuhörer können sich jederzeit bei mir auch melden. Freue mich auf deren Anruf. de.

Wir haben eine Internetseite. Und wir haben natürlich auch eine Telefonnummer, die auf der Website steht, wo man uns jederzeit erreichen kann. Ja wunderbar. Dann nehmen wir die Website auf jeden Fall noch mal mit in die Show Notes des Podcasts.

Und an der Stelle bleibt uns nur noch zu sagen, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Gerne, Mirco. Tschüss. Vielen Dank fürs Zuhören.

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Fortbildung, Personal und Umdenken im Golf Business, Interview mit Benjamin Willems

09.12.2020 · 38:01

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In der heutigen Podcast-Folge ist Benjamin Willems vom IST-Studieninstitut in Düsseldorf zu Gast. Wir sprechen über Fortbildungen im Bereich Sport als auch Golf und werfen dank der langjährigen Erfahrung von Benjamin einen tieferen Blick in den Golfmarkt. Erfahre, was im Bewerbungsprozess aktuell nicht nur für Arbeitgeber, sondern auch für Arbeitnehmer sehr interessant sein kann und welche Aspekte du auf dem Schirm haben solltest. Benjamin selber ist Diplom-Sportwissenschaftler und hat umfangreiche Erfahrungen im Sportbusiness.

Und damit wartet eine ganz spannende Podcast-Folge auf dich, also wollen wir auch gar keine weitere Zeit mehr verlieren. Auf geht's zum Intro und ab zur Podcast-Folge. Und gerade eben habe ich mir noch das Video zum Golfbusiness, zum Golfmanagement auf der Webseite vom IST-Studieninstitut Düsseldorf angeschaut und heute haben wir auch einen sehr spannenden Gast im Interview, nämlich den Benjamin Willems vom IST. Benjamin, grüße dich, wie geht es dir?

Hallo, lieber Mirco, vielen Dank für die Einladung. Mir geht es gut. Ich freue mich auf einen spannenden Austausch mit dir zum Golfbusiness und vor allen Dingen natürlich zu den Themen, die uns arg bewegen, nämlich wie geht es der Branche bezogen auf das Thema Personal und die ganzen Berufseinsteiger, die sich der Golfsport wünscht und wo wir auch, glaube ich, ein ganz gutes Händchen für haben, Berufseinsteiger zu finden, die im Golf arbeiten wollen. Berufseinsteiger finden, das klingt jetzt erstmal super interessant.

Doch bevor wir damit weitermachen, stell dich doch mal ganz kurz vor, wer bist du und was machst du eigentlich so? Ja, das halte ich gerne kurz, oft gelingt es mir nicht. Ich bin fast 40 Jahre alt, habe noch zwei Monate bis dahin und arbeite eigentlich schon, solange ich denken kann, im Sport. Dreieinhalb das erste Mal vor den Ball getreten und seitdem in Sportvereinen, kennen die Breitensportschiene, habe dann während meiner Schulzeit schon für Zeitung und Radio gearbeitet und über das Studium meiner Sporterschule in Köln mich dann ganz festgelegt, auch im Sport meine berufliche Karriere zu sehen.

Ich bin im Februar seit zehn Jahren beim IST, mittlerweile Vertriebsleiter bei uns im Fachbereich Sport, konnte vor dem IST tiefe Einblicke in die Sportvermarktung bekommen, habe unter anderem im Fußball gearbeitet für Agenturen, für große Agenturen, für kleine Agenturen und bin eigentlich immer als Vermittler zwischen Wirtschaft und Sport aufgetreten. Ich habe in meiner Studienzeit an der Sportschule in Köln auch für die Führungsakademie des Deutschen Sportbundes gearbeitet, bin da mit dem Thema Weiterbildung, Bildung das erste Mal in Kontakt gekommen und hätte mir an meinem ersten Arbeitstag beim IST nicht wirklich vorstellen können, dass ich so eng mit dem Sportbusiness verknüpft bleiben kann, wie das im Vorfeld in der Agenturenlandschaft im Sportbusiness der Fall war. Das ist auch ein Beleg dafür, dass wir hier sehr eng mit den einzelnen Unternehmen, Vereinen, Clubs, Dienstleistern im Sport verbandelt sind und dazu zählt auch ganz besonders der Golfsport, mit dem wir sehr eng verzahnt sind und seit langem auch sehr intensiv zusammenarbeiten und die Zusammenarbeit mit dem Golfsport gehört im Endeffekt dann auch zu meinen festen Aufgaben am IST. Ganz herzlichen Dank für diese kurze Vorstellung von deiner Person.

Wie bist du denn eigentlich zum Golf gekommen, was tatsächlich so das IST, wodurch das passiert ist und hättest du dir das früher vorstellen können, dass im Bereich Golf überhaupt eine wirtschaftliche Branche existiert? In jedem Fall. Also wer sich mit dem Sport beschäftigt, wer Sport studiert hat als Sportwissenschaften mit Schwerpunktmanagement und Ökonomie, der kommt um den Golfsport nicht herum. Golf ist extrem vielschichtig.

Wenn wir deine Frage Wie bin ich zum Golf gekommen? Dann müssen wir sie erst mal beruflich vielleicht sehen. Dann gab es erste Berührungspunkte schon während des Studiums. Da gab es gewisse Projektarbeiten, die wir auf und für eine Golfanlage umgesetzt haben.

Da hat man schon mal so ein bisschen reinschnuppern können. Und als ich dann nach meinem Studium im Sportbusiness begonnen habe, dann kriegt man natürlich mit, wenn man sich im Agentur Netzwerk bewegt, wo es sehr viel um Networking, Netzwerken, Kontaktauf- und Ausbau und Kontaktpflege geht, dass es nicht verkehrt sein kann, auch in jungen Jahren schon eine Platzreife zu bekommen. Die hatte ich nicht, aber ich hatte einen Chef, der mich da immer ein bisschen getriezt hat. Und da ist einem auch das Business betreffend schon schon sehr frühzeitig mitgeteilt worden, dass der Golfsport auch eine gewisse Bedeutung für ein Business haben kann.

Wenn es darum geht, wie ich selber den Schläger in die Hand genommen habe und wie ich selber auch zu der Platzreife gekommen bin, dann ist das eine recht junge Geschichte. Man ist immer mal wieder zum Schnuppergolfen eingeladen wollen. Und ich sage ganz ehrlich, irgendwann hatte ich keine Lust mehr, meine zehnte, zwölfte Schnuppergolf Runde zu spielen. Da kam dann schon der Wunsch, wenn man den Schläger häufiger in der Hand gehabt hat, auch mal wirklich in der Bahn zu spielen oder mal einen kleinen Kurs zu spielen.

Und ja, das entwickelte sich soweit, dass wir dann vor fünf Jahren mit dem Vertriebsteam leider Gottes einen wohlverdienten Mitarbeiter verloren haben, der eine neue Herausforderung gesucht hat. Der hat den Handicap 3, hat auch mal in der Bundesliga Golf gespielt. Damit war der Experte weg. Und ja, so sind wir dann als Vertriebsteam zum Golf gekommen, haben dann aber erst fünf Jahre später nämlich genau im letzten Jahr unsere Platzreife gemacht.

Spannend an der Stelle. Ich habe eben, glaube ich, mal kurz gesagt zu meinem Werdegang. Ich habe mich immer als Mittler zwischen Wirtschaft und dem Sport gesehen. Das ist im Golf nicht anders.

Und es hat mal jemand gesagt, der in der Filmindustrie gearbeitet hat, und zwar ist das Jochen A. Rothaus, der mittlerweile bei Bayer Leverkusen im Sponsoring als Direktor tätig ist. Der hat mal Filme verkauft und der ist dann gefragt worden, was er denn mit Fußball oder Eishockey am Hut hätte. Und dann hat er gesagt, nix, er kann noch nicht mal die Regeln, aber er kann verkaufen.

Und genauso sehe ich das im Golfsport auch. Also wer im Golfsport Produkte und so sind unsere Bildungsangebote letztendlich auch zu sehen, an den Mann bringen will, der sollte verkaufen können, der sollte gut zuhören können und dann spielt das Golfspezifische weniger eine übergeordnete Rolle. Unterm Sprich, ja, ich bin zum Golf gekommen und der wird mich auch sportlich gesehen faszinieren. Es gab aber immer andere Sportarten, die vor dem Golfsport standen.

Also wollen wir mal die nächsten Jahre abwarten und da kann ich mir persönlich auch vorstellen, das ein oder andere Mal häufiger Golf zu spielen als in der Vergangenheit. Ja super, das ist also noch eine sehr junge Golfkarriere, die also noch sehr viel Potenzial hat. Bevor wir uns jetzt ein bisschen weiter mit dir und euren Ansichten zum Golfsport beschäftigen, kommen wir erst mal zu der Frage, du arbeitest für das IST. Was ist das eigentlich und was macht ihr da so?

Das IST ist ein Familienunternehmen. Das ist von Dr. Hans Ulrich gegründet worden. Damals war seine Frau Dr.

Kathrin Gessner Ulrich noch nicht im Unternehmen. Mittlerweile ist sie als Geschäftsführerin für uns tätig. Und Hans Ulrich hat damals ein Programm für Arbeitssuchende auf die Beine gestellt und in seiner Garage für eine Gruppe von Arbeitssuchenden Lehrhefte zum Thema Sport, Freizeitmanagement, Sport- und Tourismusmanagement auf die Beine gestellt und hat dort für Umschulung gesorgt. Und aus dieser Garagennummer, aus dieser Schnapsidee ist 30 Jahre und mehr später das IST Studieninstitut erwachsen als ein Fernstudien Spezialist, der seit über 30 Jahren eben Menschen hilft, Homeschooling zu betreiben.

Ich habe das jetzt gemerkt auf einer Schülermesse. Ich brauche das Thema Fernstudium gar nicht mehr so arg zu erklären. Seitdem wir mit Corona Homeschooling als Begriff kennengelernt haben, wissen vor allem die jungen Leute, was damit gemeint ist und zwar mit Hilfe von Lehrmaterialien. Und das ist bei uns sehr digital, sehr neumodig, mit Videos, die wir in eigenen TV-Studios aufzeichnen, mit diesen Lehrmaterialien im Selbststudium zum überwiegenden Teil im Selbststudium sich eben Wissen und Know-how anzueignen.

Und das Ganze wird dann eben unterstützt, eben durch Präsenzphasen, durch Webinare, die abgehalten werden. Das IST hat fünf Fachbereiche mittlerweile. Das heißt IST, weil es damals Institut für Sport und Touristik hieß. So heißt es im Endeffekt immer noch.

Wir sagen aber IST Studieninstitut. Da geht es dann um unsere Weiter- und Ausbildungsangebote. Wir haben im Jahr 2013 gegründet. Die IST Hochschule haben vorher sehr häufig mit Partnerhochschulen zusammengearbeitet, wollten da aber unser Konzept weiter ausbauen und keine Kompromisse mit Präsenzhochschulen eingehen müssen.

Die Zusammenarbeit war immer super, hat immer Spaß gemacht. Aber wir sind nun mal Spezialist und davon überzeugt, dass in der Ausprägung es auch sehr viele Vorteile gibt, die wir weiter auch für Hochschulprodukte ausbauen wollten. Und so ist dann vor sieben Jahren die Hochschule entstanden. Wir bewegen uns in den Branchen Tourismus, Gastronomie, wir bewegen uns in den Branchen Fitness, Wellness, Event und Medien und last not least natürlich im Bereich Sport und dazu zählt die Teildisziplin Golf.

Das ist der IST-Kosmos. Bisher wusste ich von Amazon, Apple und Microsoft, die tatsächlich Unternehmen sind, die in einer Garage entstanden sind. Jetzt weiß ich auch, dass das IST das auch ist. Habe ich nicht gewusst, finde ich cool, finde ich beeindruckend.

Nun lass uns doch mal ein bisschen tiefer in das IST reinschauen. Du hast jetzt schon so ein paar Kollegen und Teams erwähnt, aber wenn wir uns das IST so vom Arbeitgeber und potenziellen Arbeitnehmerseite anschauen, in welche Bereiche unterteilt ihr euch da und wo kann man bei euch überall einen Job kriegen? Wenn man die zehn Jahre, die ich jetzt fast da bin, mal sieht, dann haben wir uns extremst entwickelt, extrem schnell entwickelt und das lag vor allen Dingen natürlich auch an der Entwicklung der Hochschule. Das nur mal als Zahl für den Hinterkopf.

Wir waren 64 Mitarbeiter, als ich gestartet bin und sind mittlerweile fast bei 150 angekommen. Also mehr als verdoppelt in zehn Jahren, wo wir vorher eben 20 Jahre auf 64 Mitarbeiter gewachsen sind. Das liegt an dem Thema, dass Fernstudium nicht mehr, ich will es nicht ungern verpönt nennen, mir fällt gerade kein besseres Wort ein, über viele Jahre hinweg immer so ein bisschen verpönt gewesen ist. Mit dem Thema der Digitalisierung, die mittlerweile eben auf jeden Fall in jedem Kopf angekommen ist, hat diese Möglichkeit, Weiterbildungen, aber auch Studiengänge über Fernstudienmodelle in Angriff zu nehmen, auf jeden Fall richtig Zug bekommen.

Wir unterteilen uns bei uns im Unternehmen eben in diese fünf Fachbereiche, die dann wieder eben jeweils aus zwei Kernbereichen bestehen. Einmal die Konzeption und das Tutorium. Das heißt, da wird sich um die einzelnen Kurse, um die Qualität der Kurse, aber eben auch um die Studentenbetreuung gekümmert. Und auf der anderen Seite, das wäre dann mein Part im Sport, um das Thema Marketing und Vertrieb, den Fachbereichen unterstützend vorangestellt oder zur Seite gestellt, je nachdem, in welcher Konstellation da im Projekt gearbeitet wird.

Gibt es noch eine Marketing-Abteilung, die auch ganz stark unser Online-Marketing umsetzt. Wer das IST ein bisschen besser kennenlernen will, dem biete ich vor allen Dingen immer einen Blick in unsere sozialen Kanäle bei Facebook und Instagram an. Da erzählen wir ganz viele Geschichten. Aber auch ein Blick auf YouTube bietet einem die Möglichkeit, viele audiovisuelle Eindrücke zusätzlich zu gewinnen, wie wir funktionieren und vor allen Dingen auch ticken.

Und dann haben wir natürlich einen sehr großen Bereich, der unsere Verwaltung betrifft. Die Verwaltung ist das Herzstück des Ganzen. Für uns Vertriebler manchmal zu bürokratisch, fürs Prüfungsamt manchmal viel zu quirlig. Also wir sind nicht die klassische Hochschule.

Wir sind sehr serviceorientiert und das zieht sich eigentlich durch jedes Mindset unserer Mitarbeiter. Ganz einfach formuliert, fünf Fachbereiche, eine Geschäftsführung, eine eigene Marketing-Abteilung, wo dann Layout und Online-Marketing dazu zählt und das Herzstück unserer Verwaltung. Serviceorientiert klingt das schon mal sehr gut. Jetzt stelle ich mir noch so ein bisschen die Frage nach deinen Aufgabenbereich.

Du hast ja schon so ein bisschen was dazu erzählt. Man sieht dich hin und wieder auf Messen. Jetzt bist du zu Gast in einem Podcast. Aber was machst du sonst noch so und was sind die spannendsten Aufgaben deines Berufsfeldes?

Also das Spannste an meinem Berufsfeld, ich würde mal sagen, das Spannste an meinem Job im IST ist, dass jeder Tag anders ist. Und das liegt an der Vielfalt der Aufgaben, die da sind. Das liegt aber auch an den vielfältigen Möglichkeiten, die an mich gestellten Aufgaben zu erledigen. Wenn es darum geht, eine gewisse Öffentlichkeit für einen neuen Kurs zu erzeugen, dann dürfen wir uns im Team völlig frei überlegen, wie wir das Ganze angehen und umsetzen wollen.

Diskutieren das dann auch intern und da gibt es mit Sicherheit Leute, die uns vorgesetzt sind, die dann auch da nochmal ein Veto einlegen können und auch müssen und sollen. Aber wir sind relativ frei in der Art und Weise, wie wir unseren Arbeitsbereich ja uns über die vielen Jahre, die wir jetzt allesamt auch schon da sind, erarbeitet haben. Das macht es unwahrscheinlich spannend, weil man mit viel Vertrauen ausgestattet in den Markt hineingehen kann. Und ich glaube, das merkt man uns dann auch an.

Das ist das Service orientierte. Wenn wir mit jemanden gemeinsam eine gute Idee entwickeln und davon überzeugt sind, dann sind wir da auch mit voller Power dahinter und das motiviert ungemein. Dazu kommt ein recht junges Team. Wenn man mal schaut, ich will jetzt ungern über Mitbewerber sprechen, aber das, was uns auf jeden Fall abgrenzt, ich bin mit, wenn man die Schulzeit dazu nimmt, die Schul- und Studienzeit, dann bin ich mit fast 15 Jahren Berufserfahrung zum IST gekommen und habe ein sehr breites Netzwerk.

Und damit arbeiten zu können, das macht unwahrscheinlich viel Spaß. Und das hat natürlich auch, ich sag mal, eine gewisse Basis uns erarbeitet, dann ganz offen im Markt agieren zu können, mit potenziellen Arbeitgebern zu sprechen. Und ich glaube, eine Sache, die auch wichtig ist, wenn man nicht nur darauf bedacht ist, jeden zum Kunden zu machen, sondern auch nein sagen darf, auch nein sagen kann und dort losgelöst von irgendwelchen Zielvorgaben, die wir natürlich haben, die aber nicht durchgeprügelt werden, arbeiten zu können. Dann ist es sehr einfach, serviceorientiert zu sein.

Und das beschreibt auch, ich habe es gerade angesprochen, die viele Berufserfahrungen, die wir mitbringen, die für einen Berufseinsteiger im Sportbusiness, im Golf, glaube ich, unwahrscheinlich wertvoll ist. Es gibt Bildungsanbieter, da ruft man an, man spricht mit einem Callcenter und ich glaube, das ist das, was uns auch besonders viel Spaß macht. Wir begleiten unsere Studenten und Interessenten in den Markt hinein. Das gelingt bei dem einen besser, bei dem anderen weniger.

Natürlich sind die Voraussetzungen auch komplett unterschiedlich, aber das macht natürlich unwahrscheinlich viel Spaß. Ich kann ein Merchandising-Lizenz verkaufen im Sport, ich kann Bandenwerbung verkaufen, ich kann versuchen, ein Event, ein einmaliges umzusetzen oder aber ich kann Menschen, die mir ihr Vertrauen schenken, auf ihrem Karriereweg begleiten. Und da ist es wichtig, auf der einen Seite serviceorientiert zu sein und wenn man diese Aufgabe annimmt, ist es auch relativ leicht, damit sich glücklich zu schätzen und einen tollen Job zu haben, weil die Feedbacks von denjenigen, die mit unserer Unterstützung dann ihre Wege ins Sportbusiness finden, die tun richtig gut und so macht die Arbeit auch unwahrscheinlich viel Spaß. Wie sieht das denn zurzeit so aus mit dem Golfsport, allgemein in der Sportbranche?

Denn wenn ich immer das Gefühl habe, wenn ich immer herumschaue, habe ich das Gefühl, sehr viele sind an der Sportbranche interessiert, aber nicht an der Golfbranche. Gibt es denn dafür Hirben oder vielleicht ehre ich mich auch in meiner Einschätzung dort und warum haben die Golfbranche tatsächlich so wenig Menschen aus der Sportindustrie auf dem Schirm? Also, da ich davon ausgehe, dass diesen Podcast ja auch überwiegend Personen aus dem Golfsport hören, muss ich natürlich ein bisschen aufpassen, wie ich jetzt formuliere. Das möchte ich vorwegschieben, weil es natürlich auch aus einer Sicht von mir eine kritische Betrachtung der Golfsbranche geben kann, da ich eben den Sport erst insgesamt oder insbesondere Sportarten, die olympisch sind bzw.

schon immer gewesen sind, dass ich dort aus diesen Bereichen komme und dann neu in den Golfsport gekommen bin, natürlich macht man dann automatisch Vergleiche. Ich glaube, wo sich der Golfsport auf jeden Fall in den letzten zehn Jahren extrem gut entwickelt hat und auch so das relativ leicht mittlerweile an Berufseinsteiger zu kommunizieren ist, dass dieses verstaubte, traditionelle, spießige, dass das eben nur noch auf sehr traditionellen Anlagen der Fall ist, die auf neue und junge Zielgruppen vielleicht noch nicht so angewiesen sind, weil sie eben an ihren Standorten sind. Die eben an ihren Standorten extrem arriviert und auch nachgefragt sind. Das ist das eine.

Also wir haben mittlerweile einen sehr modernen Sport. Das, was ich mal grundsätzlich festhalten will, ich habe mich noch in keiner Teilbranche des Sports bewegt, wo so viel Fragwürdiges so unfassbar positiv dargestellt wird. Und ich will keine Glaubwürdigkeitsdebatte im Golfsport damit los treten. Ich glaube aber, dass es manchmal auch dem Golfsport gut tun würde, zu sagen, an der Stelle haben wir ein Problem, lass uns da mal die Köpfe zusammen stecken, was für eine Lösung wir hier finden können.

Das kann ich jetzt auch übertragen auf das Thema Bildung und das Thema, was wir haben. Wir arbeiten mit einigen Verbänden zusammen. Wir sind Partner im GVD, im GMVD und im BVGA. Wir schätzen die Arbeit mit den Verbänden sehr.

Wir sind auch in offenen Gesprächen mit dem DGV und im stetigen Austausch. Es gibt die Vereinigung "Wir bewegen Golf". Ich finde aber, die Ergebnisse, was tatsächlich gemeinsam umgesetzt und auf die Beine gestellt wird, da kann man einfach noch mehr tun. Und dass da eben weniger positive Signale durch diese Kritikpunkte, die ich jetzt mal angebracht habe, an junge Menschen herangetragen werden können, versteht sich dann am Ende als Ergebnis von selbst.

Unsere Rolle, die gewinnt, glaube ich, in den letzten Jahren an Bedeutung, vor allen Dingen, weil wir mit dem dualen Studium Sport Business Management, was zur Hälfte sich wirklich auf das Sport Wirtschaften bezieht und zur anderen Hälfte auf General Management, also ein halbes BWL-Studium ist, das kann kombiniert werden mit dem Golfbetriebsmanager als Wahlpflichtmodul in diesem Bachelor. Das ist ein Ausbildungsmodell, was mittlerweile von über 50 Golfanlagen aktuell betrieben wird. Wir haben jetzt im Oktober 12 neue Starter gehabt als duale Studenten auf Golfanlagen. Das ist über die letzten Jahre wirklich toll gewachsen.

Daran sieht man, dass es mittlerweile wirklich eine Community von Golfanlagen gibt, die sich eben an die Ausbildung neuer Mitarbeiter heranwagen. Genauso hören wir aber auch von Golfanlagen, die sich wirklich extrem schwer tun, die vielleicht auch nicht die Möglichkeiten haben, sich einen jungen formbaren Menschen auf die Golfanlage zu holen, um eben dann auch erst einmal Zeit zu investieren, bevor man Zeit auch zurückgezahlt bekommt. Und ja, da glaube ich auch, dass wir mittlerweile so viel Know-how sammeln durften durch die Zusammenarbeit mit den bestehenden Golfanlagen, die mit uns ausbilden, dass wir dort für die Golfbranche auch ein guter Ansprechpartner sind für jeden individuellen Fall, einmal vielleicht unsere Empfehlung abzugeben, ob es sinnvoll ist, oder nicht mit Berufseinsteigern zusammenzuarbeiten. Und der letzte Punkt, das soll bitte nicht als Selbstbeweihräucherung fürs IST angesehen werden, aber wir sind uns sehr wohl bewusst, dass wir sehr viel Werbung, Kommunikation grundsätzlich betreiben, um junge Menschen an die Möglichkeit eines dualen Studiums im Sport-Business eben heranzuführen, sie damit in Berührung zu bringen.

de 40 offene Stellen noch haben für den Oktoberstart und davon sind 15 Golfanlagen, dann halten wir auch unser Prädoyer für den Golfsport, weil es eben sehr viele Vorteile gibt für junge Menschen im Golfsport zu lernen, um dann beruflich im Sport erfolgreich zu sein, egal ob das dann weiterhin im Golfsport ist, was natürlich für die Golfbranche wünschenswert wäre, oder aber eben in einem anderen Sportbereich. Und da führen wir dem Golfsport mittlerweile schon den ein oder anderen jungen, guten, talentierten, künftigen Manager und Clubbetreiber zu. Und auch darüber freuen wir uns. Danke dir für die Erläuterung.

Das war auf jeden Fall sehr spannend zuzuhören. Du hast doch gleich einige eurer Fortbildungsmöglichkeiten genannt, zum Beispiel das duale Studium oder den Fortbildungsgang zum Golfbetriebsmanager, wenn ich es richtig verstanden habe. Und da gibt es ja tatsächlich auch noch eine dritte und kleinere Fortbildung. Welche ist denn das und welche Fortbildung eignet sich jetzt eigentlich für wen?

Also kann das tatsächlich jeder machen? Ja, die Frage ist ja tatsächlich immer, wie komme ich zum Golf, wenn es darum geht, dort einen Arbeitsplatz eben sich zu nehmen, auszuwählen, sich dafür zu bewerben. Und die Wege sind ja sehr unterschiedlich. Der klassische Weg eines Abiturienten sieht natürlich ganz anders aus, wie der eines Golflehrers, der eben in den Managementbereich wechseln möchte oder aber eines kompletten Quereinsteigers.

Ich würde an der Stelle gern mal unser Ausbildungskonzept, die Blaupause erklären und dann kann man anhand dessen auch erklären, wer wie wozu passt. Wenn es darum geht, junge Menschen auf der Golfanlage eben ausbilden zu wollen, dann ist die erste Stufe immer, diese jungen Menschen auch kennenzulernen. Und da eignet sich der Golfsekretär. Das ist eine sechsmonatige Weiterbildung, die man bei uns im Hause machen kann.

Und dort lernt man eigentlich alles, um auf der Golfanlage ins kalte Wasser geschmissen werden zu können, nämlich sich an den Dest zu stellen, Kunden zu begrüßen, Fragen zu beantworten und eben in diese Branche einzusteigen. Das kann prima im Rahmen eines Praktikums, eines Kennenlernpraktikums passieren. Das kann aber auch in den ersten Monaten des dualen Studiums vonstatten gehen. Das wäre dann der zweite Baustein, nämlich mit dem Bachelor Studium Sport Business Management hat eine Golfanlage die Gelegenheit, einen Studenten eben auch für einen festen Zeitraum von dreieinhalb Jahren auf der Golfanlage selbst auszubilden.

Die Golfanlage würde den betrieblichen Part übernehmen, wir den Hochschulpart. Zum Ende dieses Studiums gibt es eben das Wahlpflichtmodul zum Golfbetriebsmanager. Das kann auch jeder außerhalb der Hochschule wählen als Weiterbildung zum Golfbetriebsmanager. Das ist im Endeffekt die logische Folge zur Weiterbildung des Golfsekretärs und vermittelt eben ein viel tiefgründigeres Knowhow für die Golfanlage, um dann, bildlich gesprochen, vom Frontdest ins Backoffice zu wechseln und eben verantwortungsvollere, höhere Aufgaben zu übernehmen und auf der Golfanlage zu wachsen.

Darüber hinaus ist es dann eben auch möglich, einen Master abzuschließen und das ist gerade für diejenigen, die eben, ich sag mal, nach ihrer Bachelor oder Golfbetriebsmanagement Ausbildung eben auch wirklich auf der Golfanlage nochmal den nächsten Schritt machen. Das ist unser Ausbildungskonzept. Vier Bausteine aufeinander aufbauend, der Golfsekretär, der Bachelor, der Golfbetriebsmanager und dann der Master. Aber logisch ist für jede Golfanlage, es kommt ja immer drauf an, was finde ich für eine Person, um welcher Person möchte ich zusammenarbeiten.

Und dann darf man sich diese Viererfolge gerne als Busreise vorstellen und ich darf an der Haltestelle einsteigen in den Bus, wo es für mich passend ist und da auch wieder aussteigen, wo es entsprechend passend ist. Wenn man das mitnimmt, glaube ich, ist man sehr gut aufgestellt und wird mit unserer Unterstützung auch in der Acquise und dem vor allen Dingen Matching eines geeigneten Partners gut aufgestellt sein, wenn man nicht zu kurzfristig reagiert, eine gute Mitarbeiterschaft vorfinden zu können. Okay, das habe ich jetzt, glaube ich, alles verstanden. Also ich habe verstanden, was ist das IST?

Wie funktioniert ihr? Wie seid ihr also intern und auch nach außen aufgestellt? Was sind so deine Hauptaufgabenbereiche? Das war schon mal alles sehr spannend, das zu hören.

Nun interessiert mich aber vor allen Dingen die Zuhörer dieses Podcasts natürlich auch, wieso deine oder eure Sicht auf den Golfmarkt ist und dadurch schon eine ganze Weile das IST begleitest und dadurch einen sehr guten Blick auf den Markt bekommen hast. Wie haben sich denn Wahrnehmungsbild und Anforderungen von Studenten und Arbeitgebern über die letzten zehn Jahre tatsächlich verändert? Das ist eine böse Frage. Die ist deswegen böse, weil es nichts Vielschichtigeres gibt und keine heterogenere Gruppe als die der Studenten.

Wenn wir das noch erweitern durch die Personen, die bei uns eine Weiterbildung machen, dann sollten wir schon mal über den zweiten Teil unseres Podcasts sprechen. Aber Spaß beiseite. Aus Sicht der Arbeitgeber ist die Challenge auch vor zehn Jahren schon sehr groß gewesen herauszufiltern. Gerade auf einer Golfanlage.

Was ist denn auf einer Golfanlage besonders wichtig, was ein Bewerber mitbringen sollte? Da muss man dann erstmal die Gegenfrage stellen. Wie ist die Golfanlage denn organisiert? Wie viele Mitarbeiter gibt es?

Wie viele Mitglieder und Greenfee-Personen gibt es? Wenn ich mehr Greenfee brauche, brauche ich weniger Sachbearbeiter, sondern ich brauche auch ein paar clevere Konzepte und Personen, die das umsetzen können. Also da gibt es ganz viele Fragen, glaube ich, die erst mal abgesteckt werden müssen, um einen Personalbedarf auch erst mal zu kommunizieren. Jetzt aber zurück zu den Studenten.

Wenn ich mir meines Personalbedarfs sicher bin, dann wird eben entsprechend eine Stelle ausgeschrieben und darauf können sich dann wirklich sehr unterschiedliche Personen melden. Was sich vor allen Dingen geändert hat in den letzten zehn Jahren ist, dass es vor zehn Jahren definitiv noch ein Arbeitgebermarkt gewesen ist und es auf jede ausgeschriebene Stelle auch noch ausreichend Bewerber gegeben hat. Wenn man die Zeit bis Ende letzten Jahres sieht, hat sich das gewandelt. Es gibt Bereiche im Sport, da gibt es nicht mehr die auf jeden Fall zehn passenden Bewerber auf einer ausgeschriebene Stelle, sondern die Arbeitgeber und vor allen Dingen auch die Arbeitgeber im Golfsport, weil sie vor allen Dingen in der Regel nicht in den Innenstädten, sondern auf der grünen Wiese ihr Zuhause haben, sprechen die jungen Leute nicht unbedingt immer an.

Und dann stellt sich da schon die Frage, wie geht man mit dem Thema Fachkräftemangel grundsätzlich auch im Golfsport um? Dann kam im März der erste Lockdown, die Corona-Krise beherrschte auf einmal auch den Arbeitsmarkt und hat vor allen Dingen eins erzeugt, erst mal unfassbare Unsicherheit. Und wenn wir jetzt uns zum Jahresende hin immer mehr wieder mit steigenden Zahlen auseinandersetzen, dann ist es natürlich so, dass man ja auch vor der zweiten Welle sich so ein bisschen erschreckt und überlegt, wie viel Planungssicherheit habe ich eigentlich für das nächste Jahr. Das heißt, wir haben jetzt eigentlich wieder so ein Turnaround.

Wir waren vor zehn Jahren bei einem Arbeitgebermarkt, jetzt sind wir bei einem Arbeitnehmermarkt gewesen und bedingt durch das Virus Covid-19 kann man eigentlich davon sprechen, dass wir jetzt sehr abrupt wieder einen Wechsel hin zum War of Talents bekommen haben. Und ja, extrem spannend zu beobachten. Die Ansprüche der jungen Leute, die waren bis zum Ende des letzten Jahres manchmal auch ein bisschen schwer zu ertragen, muss ich ehrlich gestehen. Ich selber stamm noch aus einer Generation, ich bin halbwegs katholisch erzogen worden, wenn man das so sagen darf.

Ich bin in einer größeren Familie groß geworden, kein Einzelkind, da musste man sich viel selber erarbeiten. Leute, gerade wenn man als junger Mensch ständig hört, Fachkräftemangel, Fachkräftemangel, du findest auf jeden Fall einen Job, ist man anders sozialisiert, als wenn man in der Zeit groß wird, wo Agenda 2010, glaube ich, auf dem Plan stand, wir hohe Arbeitslosenzahlen hatten und man wusste, damit ich später meine Brötchen verdiene, muss ich mich auch ganz schön strecken. Das macht in den Köpfen der jungen Leute etwas, was wir gerne einfach und platt als ich will nur einen Job, der mir auch meine Work-Life-Balance nach meinen Vorstellungen ermöglicht. Das ist gerade in traditionellen Entscheidungsstrukturen, die man vielleicht auf einer Golfanlage findet, echt manchmal auch ein Problem.

Das sind alles Dinge, die sollte ein Arbeitgeber kennen aus dem Golfbereich, um auch Bewerbung, die man früher vielleicht sofort als Akter gelegt hätte, ein bisschen wohlwollender betrachtet und auch akzeptiert, dass die Zeiten sich verändert haben und es nicht mehr nach den Regeln von vor 20 Jahren läuft. Umgekehrt müssen die jungen Leute ein Stück weit von dem abrücken, dass alles locker und easy geht und wenn mir das nicht gefällt, dann wechsle ich nach drei Monaten duales Studium eben den Arbeitgeber. Da leben wir manche Geschichten, die dann eben zeigen, dass die Arbeitgeber manchmal nicht zu beneiden sind. Umgekehrt, ein Arbeitgeber muss auch voll aufgeschlossen sein, einen dualen Studenten im Rahmen seines Studiums zu unterstützen und ihn nicht nur als günstige Arbeitskraft zu sehen, denn dann passiert das auch umgekehrt nicht.

Jetzt habe ich sehr viel gesprochen. Ich will das nochmal ganz kurz zusammenfassen. Wir haben wirklich so einen Wandel von Arbeitgebermarkt zur Arbeitnehmermarkt gehabt, der durch die Corona-Krise relativ schnell wieder zu einem Arbeitgebermarkt geworden ist. Es gibt zwar eine hohe Unsicherheit bei den Arbeitgebern, aber jetzt werden natürlich Neueinstellungen erstmal ein bisschen zurückgestellt.

Unterm Strich sehr erfreulicherweise ist, dass das die dualen Studenten weniger zu betreffen scheint, denn zumindestens die Zahlen, die wir jetzt zum Wintersemester anmelden konnten, die haben unsere Zielzahlen nicht nur getroffen, sondern sogar übertroffen. Aber ich glaube auch, dass aufgrund der aktuellen Virus-Thematik sich mehr in Richtung Fernstudium bewegen, als das vielleicht vorher der Fall war. Zahlen ist doch mal wieder ein sehr gutes Stichwort, denn wenn wir mal versuchen, die Anfragen, die ihr so bekommt für Golf-Fortbildungen, als auch dann am Ende die durchgeführten Fortbildungen, wirklichen Zahlen zu nennen, kannst du das einigermaßen machen? Kannst du diese Zahlen mit uns teilen?

Ja, na klar. Also da habe ich auch keinen Vertrag mit. Ich kann die Zahlen jetzt von diesem Jahr auf jeden Fall mal kommentieren. Wir haben vor drei Jahren, vier Jahren haben wir uns in einem längeren Prozess auch tatsächlich überlegt, was machen wir denn jetzt eigentlich mit unseren Golf-Weiterbildungen, weil die Zahlen zurückgingen, weil auch die Wirtschaftszahlen im Golfsport irgendwo immer bei 0,01 lagen und noch als positiv dargestellt wurden für uns als ja jetzt nicht unbedingt Golfanlage, die 100 Prozent im Golfmarkt unterwegs ist, sondern eben einen kleinen Teilbereich im Golf unterwegs ist.

Da stellt man sich die Frage ein wenig anders und kann vielleicht auch ein bisschen ehrlicher mit der Entwicklung dieses Marktes umgehen. Und ich will einfach mal sagen, ich glaube, der Golfmarkt hat es unglaublich schwer, wird aber, gerade wenn man mutig ist und neue Konzepte hat, ganz tolle moderne Möglichkeiten des Golfspielens in Zukunft der Bevölkerung bieten. Das wird aber auch ein paar Verlierer geben an der einen oder anderen Stelle. Das merken wir natürlich auch, was den Arbeitsmarkt angeht.

Der Arbeitsmarkt braucht neue Modelle und gerade dieses Thema der dualen Studenten, also einen Mitarbeiter auf die Golfanlage zu holen, den ich anlernen kann und wenn er fertig ist, ist er ein fertiger Golf-Mitarbeiter-Golf-Manager. Jemand, den ich dann eben auch in verantwortungsvolle Positionen stecken kann. Dieses Modell wird super nachgefragt. Da haben wir wirklich das Problem, dass wir zwischen 15 und 25 Anlagen im Jahr gar nicht bedienen können, weil sie eben nicht das perfekte Matching hinbekommen und keinen Kandidaten finden.

Das passiert. Wir haben aber im Jahr knapp 40 Starter im dualen Studium oder aber eben im dualen Studium als Teilzeitstudium verknüpft. Das heißt, ein Mitarbeiter wählt dann eben nicht das duale Studium, sondern studiert nebenher. Was die Weiterbildung angeht, da liegen wir im Jahr zwischen 40 und 60 Anmeldungen für unsere beiden Weiterbildungen Golf-Sekretär und Golf-Betriebsmanagement, was allerdings nicht die Wahlpflichtmodule in unserem Bachelor betrifft.

Wir waren mal bei ganz anderen Zahlen und deswegen habe ich auch kein Problem mitzuteilen, dass wir schon erkennen, dass die Bildungsnachfrage im Golfsport sich einfach verändert. Es wird nach neuen, nach anderen Produkten gefragt. Und ja, vielleicht kommen wir irgendwann mal dazu, dass sich ein Gremium aus den bestehenden Golf-Verbänden und vielleicht Bildungsanbietern, wie wir es sind, zusammentut und dann auch gemeinschaftlich Bildungsangebote anbietet. Da sind die Versuche in den letzten Jahren leider ohne Erfolg.

Was natürlich nicht ganz so schön ist, aber gut, da können wir an dieser Stelle wahrscheinlich nicht ganz so viel machen und hoffen einfach für die Zukunft erst mal das Beste. Wir sind jetzt am Ende des Interviews angekommen. Wenn jetzt jemand sagt, er hat noch eine Frage an dich aus diesem Gespräch oder möchte sich informieren, welche Möglichkeiten hat er denn da? Wie möchtest du es haben?

Möchtest du deine E-Mail-Adresse preisgeben? Bist du anders zu erreichen? Gibt es eine allgemeine Kontaktadresse? Soll ich Anfragen an dich weiterleiten?

Vielen Dank für diese Frage, die mir tatsächlich sehr wichtig ist. Ich habe früh lernen dürfen und beigebracht bekommen von Menschen, die ich heute noch als sehr wichtig und stützen für mich erachte, die mir am ersten Arbeitstag gesagt haben, Xing-Profilen anlegen und damit arbeiten, dass Netzwerken unfassbar wichtig ist. Und weil mir so viele Menschen in dem Bereich geholfen haben, wäre es ja vermessen, wenn ich unnahbar mich geben würde. de ist meine E-Mail-Adresse, 0218 3x6815 ist meine direkte Rufnummer im Büro und ich freue mich über jeden Kontakt und jeden Austausch.

Und ich würde den Podcast von meiner Seite aus auch gerne mit der Serviceorientierung des IST beenden. Wir sind nicht nur darauf bedacht, neue Studenten zu bekommen, sondern ob es Interessenten, Absolventen sind, ob es Mitarbeiter unserer Kooperationspartner sind, ob es Hints und Kunst sind, die sich bei uns melden. Wir beraten gerne jeden und helfen mit unserem Wissen weiter, wie man in diesen Arbeitsmarktsport hineinkommen kann, was es für Möglichkeiten gibt, wo vielleicht gerade besonders nachgefragte Bereiche sind und wir stehen da gerne Rede und Antwort. de, da geht es im Endeffekt los, was den Kosmos der IST Hochschule angeht und wenn es um Karriere, Personalplanung und Beratung im Sport geht, bitte einfach über die Zentrale durchklingeln und in den Fachbereich Sport durchstellen, dort finden Sie ausschließlich Mitarbeiter, die sich in der Branche auskennen und gerne weiterhelfen.

Wunderbar und wem das jetzt alles ein bisschen zu schnell ging und der sich nicht jede Nummer merken konnte, der findet alle Informationen am Ende jetzt auch noch in den Show Notes dieses Podcasts, also einfach da mal vorbei schauen und dort sind alle Informationen wieder zu finden und damit bleibt nur noch zu sagen ganz herzlichen Dank fürs erneute Einschalten. Wenn dir der Podcast gefällt, dann hinterlasse doch gerne ein Abo auf den gängigen Medien oder schreib, wenn du es denn magst und wenn du ein iPhone hast im iTunes auch noch eine Bewertung für den Podcast.

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Online Marketing, SEO und Co auf Golfanlagen mit Tobias Freudenthal von der GolfPost

03.12.2020 · 41:09

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Im heutigen Interview sprechen wir mit Tobias Freudenthal und wenn du dich jetzt fragst, wie man vom Squash spielenden Mitarbeiter in der Schokoladenfabrik zum Sales- und Marketingmanager bei der Golfpost wird, dann bist du hier genau richtig. de der Golfszene, sondern zudem auch noch eine Social Plattform für Golfer und damit eine interessante Anlaufstelle auch für Golfanlagen. Wir sprechen heute mit Tobias über die Vermarktung von Golfanlagen in Social Media als auch im Internet und wenn du das auch lernen möchtest, dann bleib dran, denn gegen Ende gibt es noch einen sehr interessanten Tipp, wie du dir all diese Informationen auch beibringen kannst. Alle in der Sendung genannten Infos findest du im Anschluss in den Show Notes.

Liebe Hörer des GolfJobs Podcast, ganz herzlich willkommen zu einer weiteren Folge. Heute geht es los mit einem Interview. Wir haben einen sehr interessanten Gast, der zusammen in einem sehr spannenden Team es geschafft hat in Deutschland, wenn nicht sogar die erste Golf-Online-Community aufzubauen. Wir begrüßen Tobias Freudenthal.

Herzlich willkommen. Hallo, schön da zu sein. Schön, dass du da bist, schön, dass es geklappt hat. Sei doch mal so nett und stell dich doch einfach mal ganz kurz vor, wer bist du und was machst du so?

Ja, wie du schon gesagt hast, mein Name ist Tobias Freudenthal. Ich wohne in Köln und bin auch in Köln, ist unser Standort von der Golfpost AG am Media Park tätig als Marketing und Sales Manager. Ich bin 36 Jahre alt, wohne auch schon seit 15 Jahren in Köln, habe hier studiert und denke auch nicht, dass ich in naher Zukunft die Stadt verlassen werde. Ansonsten denke ich mal werden wir im Laufe des Podcasts noch mehr über mich erfahren, aber das sind schon mal so die Grundinfos.

Ja, super. Köln ist natürlich auch eine superschöne Stadt, da würde ich jetzt auch nicht so schnell wegziehen wollen. Lass uns doch, bevor wir mit dem eigentlichen Interview starten, noch mal ganz kurz zu unserer 60-Sekunden-Challenge kommen. 60-Sekunden-Challenge, wer das Ganze noch nicht kennt, heißt nichts anderes als ich gebe dir gleich ein Wort und du darfst dazu innerhalb von 60 Sekunden entweder dieses Wort erklären, oder sagen, was dir ganz persönlich dazu einfällt.

Dein Wort ist Improvisation und los geht's. Ach, ich soll mit dem Wort Improvisation improvisieren, das ist interessant. Ja, ich finde, dass Improvisation eigentlich mit das Wichtigste ist in allen Lebenslagen, sowohl privat als auch im Job. Wir kommen im weiteren Verlauf auch noch zu einer anderen Nebentätigkeit, die ich habe, wo das sehr wichtig ist.

Ich finde, dass Improvisation manchmal gerade, ich weiß nicht, ob es nur in Deutschland ist, so ein bisschen negativ behaftet ist, obwohl ich finde, dass es eine sehr starke Eigenschaft ist, einfach in Momenten kurzfristig und interessant im Redefluss zu bleiben bzw. einfach sich kreativ zu Dingen zu äußern, um auch so ein bisschen das Interesse der Zuhörerschaft oder das Gesprächspartners hochzuhalten. Das ist ja jedes Mal was, was abverlangt wird, was ich auch gerne mag, wenn der Gegenüber von mir das hat. Nicht nur irgendwas auswendig Gelerntes, mir strikte Daten vorträgt, die in meinem Job auch immer wichtig sind, aber einfach auch improvisieren kann in Bezug auf, was könnten wir noch machen.

Ich finde, durch Improvisation entstehen auch neue Ideen, super wichtig für Kreativität. Und gerade wenn man auch strikt über eine Sache eigentlich reden wollte, kommt es durch Improvisation immer wieder zu neuen Wegen, wo man sagt, ach, das hatten wir auch gar nicht vorher so auf dem Schirm. Klar, das können wir auch machen. Eigentlich wollten wir über Produkt oder Projekt A sprechen und jetzt haben wir allein durch ihre Improvisation neue, neue Wege gefunden, wie wir das Thema angehen können.

Von daher improvisieren immer sehr gerne, ja, von mir gesehen, vom Gesprächspartner und ich selber mag es auch sehr gerne. Wobei ich sagen muss, vielleicht zuletzt, ich weiß nicht genau, wie lange 60 Sekunden sind, ich gucke gerade nicht zusammen mit dir auf die Uhr, aber das Einzige, was ich nicht mag, ist, wenn jemand immer improvisiert, weil ich gesagt habe, ich mag es nicht, dass es negativ behaftet ist, aber ich kenne den einen oder anderen, der vielleicht zu viel improvisiert und sich vorher vielleicht auch ein bisschen konkreter informieren müsste, um den Improvisationsanteil ein bisschen geringer zu halten. Ja, super, danke dir für deine Einschätzung zu dem Wort, war alles sehr interessant. Hat jetzt zwei Minuten und acht Sekunden gedauert, also wir sind doch ein bisschen über den Doppelten der Zeit, was aber gar nicht schlimm ist, aber vielleicht muss ich das ein oder andere Mal im Podcast-Interview dann doch wieder einfangen.

Wir gehen gleich weiter zur Frage Nummer drei, weil du hast hier jetzt einen sehr interessanten Job, wie ich finde, aber dieser Job ist in der Golf-Branche und wenn du die Kinder im Kindergarten heute fragst, was sie werden wollen, dann findest du den Bereich Golf dort ja eigentlich weniger. Ist das schon immer dein Karriere-Traum gewesen und wie ist dein Karriereweg gewesen, dass du letzten Endes genau da gelandet bist? Ja, also genau, da kann ich dich nur bestätigen, also im Kindergarten und auch in der Schule und der weiterführenden Schule war es definitiv nie eine Aussage von mir, wenn zum Beispiel Lehrer gefragt haben, was möchtest du denn später mal werden, dass irgendwie das Wort Golf eine Rolle gespielt hätte. Den einzigen Golfbezug, den ich eigentlich immer weiß, den ich immer getragen habe, war, wenn wir in Frankreich an der Atlantikküste Urlaub gemacht haben, da ein Golfplatz war und ich war immer beeindruckt und stand immer am Grün und habe geguckt, wie Amateurgäufer einfach gepattelt haben.

Also tatsächlich hat schon Golf mich immer beeindruckt und habe dann auch dadurch, dass wir zu Hause immer Sky hatten, zwar für die Bundesliga, aber Golf dann auch im Paket mit dabei war, sehr gerne mir Golf angeschaut, aber hatte dann nie einen Bezug zum Sport, das ich selber ausgewirkt habe oder das in meinem Karriereweg gesehen habe. Interessanterweise bin ich zum Golfsport gekommen, dass ich auch in der Golfbranche jetzt arbeite durch die Kombination aus verschiedenen Dingen. Ich wollte schon immer sehr gerne im kaufmännischen Bereich arbeiten, das ist so die typische Situation. Ich habe zu meinem Vater aufgeschaut und gesehen, er ist Vertriebler.

Jetzt meine Berufsbezeichnung heute ist ja Marketing und Sales Manager. Also ich fand das immer super interessant, auch schon als Kind und Jugendlicher mit zu Events genommen zu werden. Er selber war Vertriebler bei Radio Köln und dann für ein paar verschiedene Magazine und hat auch Werbekampagnen vertrieben und fand es immer interessant, wenn er mir gesagt hat, was jetzt gerade so an kreativen Kampagnen geplant wird und man vor Ort irgendwo eingeladen war zum Event, den Partner kennengelernt hat. Deswegen war das schon immer so ein bisschen das Ziel.

Auf der anderen Seite habe ich selber früher professionell ja doch könnte man schon fast sagen Squash gespielt. Das heißt, so diese Ader Sportler zu sein, irgendwas im Sport machen zu wollen, war auch immer da. Wie die meisten wissen, Squash ist nicht so die Sportart, mit der man definitiv reich werden kann. Klar, wenn man in der Weltspitze spielt, ist es möglich.

Und dann war es so, dass ich an die Sporthochschule in Köln gegangen bin durch diese Kombination. Also Kaufmanager, Bildungsweg vorher und eben fast Profisquasher geworden und habe dann gedacht, an der Sporthochschule, der Studiengang Sportmanagement und Kommunikation bietet sich doch da super an. Und so war es dann auch, habe meinen Abschluss gemacht. Und dann während des Studiums gibt es ein Modul, welches man wählen muss im fünften Semester und zwar Sportergänzung glaube ich.

Also man sollte eine Sportart wählen, mit der man noch nicht vertraut war. Und da gab es Golf zur Auswahl. Und zwar am Kölner Golfklub hier in Köln. Und ja durch das Squash-Spiel vorher auch hat es direkt funktioniert.

Also die meisten werden wissen, als sie mit Golf angefangen haben, war es schon sehr frustrierend, was da am Anfang auf der Range passiert. Aber ich habe mich direkt in den Sport verliebt und wie man es von mir kennt, sehr lange ausgeholt war es dann so, dass ich zum Golfsport gekommen bin und auf der Karriere-Seite von der Sporthochschule Köln gelesen habe, dass Golf Post selber, wo ich heute noch tätig bin, eine Trainee-Stelle anbietet. Das war jetzt eher so die Erklärung lange ausgeholt, so wie ich zur Golf Post gekommen bin oder jetzt überhaupt in der Golfbranche arbeite, aus einer Kombination aus Kaufmännisch und dem sportlichen Background. Okay, das ist auf jeden Fall ein sehr interessanter Karriereweg.

Jetzt gleich mal die Zwischenfrage gestellt an der Sporthochschule. Du hast jetzt gesagt, Golf ist da tatsächlich nur so ein ganz, ganz, ganz kleines Nebenfach gewesen. Wie sieht denn das da mit anderen Sportarten aus? Kriegen die tatsächlich so ihren eigenen Studium gegangen?

Und gab es da mal Intentionen in Richtung Golf, dass da auch mal was Größeres kommt? Oder wie hast du das wahrgenommen? Also es ist tatsächlich ein Fach, was man wählen kann als Ergänzung. Die größeren Sportarten nimmst du an der Sporthochschule so wahr, dass sie direkt vor deinen Augen, also greifbar da sind.

Einfach durch eben, wie wir alle wissen, dass man Badminton, Fußball, auch Leichtathletik, es gibt eine riesen Leichtathletikhalle an der Sporthochschule, einfach vor Ort anbieten kann, was bei Golf ja nicht möglich ist, außer die Universität wäre am Golfplatz. Und daher sind eher die ja großen Sportarten, die man so kennt, hat vor Ort und werden auch ausgeübt als einschlägige Sportart. Und Golf ist dann eher, was man wählen kann wie Wintersport als Ergänzung. Okay, na gut, ist natürlich interessant zu wissen.

Lass uns doch gleich mal weitergehen, dann als dein Karriereweg dich zur Golf-Post geführt hat, da hast du da angefangen. Doch wem, der Zuhörer, das vielleicht noch gar nichts sagt, was dieses ominöse Golf-Post eigentlich ist, ob da einfach nur per Post jetzt ein Golfschläger kommt, oder was ganz anderes macht, erklär uns da doch mal so ein bisschen, was ist Golf-Post und was betreibt ihr da eigentlich so? Ja, sehr gerne. Ich finde schon mal gut, Mirco, dass du Golf-Post sagst, weil es tatsächlich so ist, auch viele Partner, mit denen ich seit vielen Jahren zusammenarbeite, immer noch Golf-Post sagen, was gar nicht so weit entfernt ist, weil das Portal in dem Sinne, wenn das überhaupt noch das richtige Wording ist, gestartet hat, über Facebook bekannt zu werden.

Also 2012 gegründet vom Geschäftsführer und Herausgeber, also Geschäftsführer Matthias Gref und Lorenz Gref als Herausgeber. Und es ist immer noch, aber war eher "nur" ein Magazin, aber reines Online-Magazin. Also es gibt immer noch Partner, die manchmal fragen, wann müssen wir was abgeben für den Druck? Es gibt keinen Druck, wie jeder weiß, im Online-Business.

Also es ist rein, wie ich sage, immer noch gerne den Vergleich. Da würde mich vielleicht der ein oder andere Kollege und vielleicht sogar unser CEO ein bisschen wünschen, aber ich mag noch gerne den Vergleich. Wenn jemand mit Golf nichts anfangen kann, sage ich gerne im privaten Bereich, bist du Fußballfan? de.

de für Golf. So hat es eigentlich angefangen und wurde es auch aufgebaut. de, wo alles, was mit dem Sport zu tun hat, mit einem schönen Slider, wie man es von Sportseiten kennt. Was macht gerade Tiger Woods?

Was macht die PGA Tour? Was macht die European Tour? Welche Schläger kommen gerade neu raus? Was ist im Reisebereich los?

Also wirklich alles, was jemand interessiert, im Golfsport kommuniziert wird durch eine Redaktion oder eben andere Aktionen wie Gewinnspiele, Produkttests und so weiter. Das ist so das Magazin, der Magazingedacht. Okay, das klingt auf jeden Fall super interessant, doch was ist da jetzt im speziellen dein Aufgabengebiet? Du hast vorhin schon so ein bisschen erzählt, du warst schon früher sehr viel im Vertrieb mit deinem Vater unterwegs, warst auf vielen spannenden Vertriebsevents.

Macht ihr das gleiche auch bei der Golfpost? Und was machst du da tatsächlich? Was ist dein Tagesablauf? Genau, also den Titel hatte ich ja schon gesagt, Marketing und Sales Manager.

Wir haben das bei uns ein bisschen aufgeteilt. Wir haben zwei Kollegen, die sich mehr um den Herstellerbereich kümmern, sprich also die bekannten großen Marken, TaylorMade, TaylorMade, Callaway, Cobra, von Puma eben und so weiter. Und alle, die es auch noch weiter gibt, kümmern sich die anderen Kollegen drum. Bei mir ist es mehr.

Ich betreue zwar auch andere Kunden, zu denen ich gleich vielleicht was sagen kann, beziehungsweise einfach mal allgemein gehalten. Ich mache den Reisebereich eher, bedeutet also über Tourismusverbände oder Touroperator, Reiseveranstalter bis hin zu Direktkunden wie Golfressorts, Hotels, versuche ich bestmöglich Kampagnen zu planen, zu besprechen, wie man jetzt entweder eine Performance- oder Imagekampagne auf die Beine stellt. Bedeutet eigentlich geht es mit der Messephase immer los und fokussiere mich dann komplett auf den großen deutschen Golfmessen und dann anschließend oder abschließend im März jeden Jahres auf der ITB, größte Reisemesse in Berlin, mit verschiedenen Destinationen, die eben für Golf bekannt sind. Das ist so mein Hauptaufgabengebiet und operativ ist es tatsächlich, interessante Accounts zu identifizieren.

Viele kennt man, wenn man selber golft. Man weiß zum Beispiel, dass Tourismusverbände, wo die Deutschen besonders eben gerne hinreisen, weil unser Zielmarkt ist Deutschland, Österreich, Schweiz. Das bedeutet, also man weiß direkt, okay, ich werde definitiv mit dem Tourismusverband Mallorca, Portugal, aber auch die grenznahen Österreich, Spanien. Also nicht als grenznahes Land, aber es gibt ja diese typischen, Belek ist natürlich auch eine Hochburg, hat sich alles jetzt ein bisschen verändert, aber mit denen spricht man Kampagnen durch.

Wie du ja selber auch weißt, gibt es dann auch Touroperator und Direktressorts, die gerne ihre Angebote kommunizieren wollen. Das ist der Hauptaufgabenbereich eigentlich. Da hast du auf jeden Fall einen sehr spannenden Job erwischt, also ich kann mir da doch einen sehr interessanten Tagesablauf vorstellen. Jetzt sind gerade eben aber so ein paar Fachwörter gefallen und das kann vielleicht noch nicht jeder einordnen.

Performance-Kampagne, Image-Kampagne hast du gesagt. Was ist das eigentlich? Also kannst du uns da konkret mal so ein kleines Beispiel geben, wie ihr sowas macht und was sich jemand, der jetzt vielleicht auch Interesse hat, damit euch zusammen zu arbeiten, vorstellen kann? Genau, also der Unterschied ist immer, umso, ohne das jetzt negativ behaftet zu meinen, das Wort "klein", umso kleiner der Account, der der mögliche Partnerkunde wird, umso mehr geht es oft um Performance-Kampagnen, also um eben zu schauen, wie kann ich jetzt von Golf Hotel, Golf Resort XY oder beziehungsweise, wie kann ich schaffen, dass zu diesem Resort viele Klicks und dann unter dem Strich auch viele Buchum generiert werden.

Heißt also, ich gucke und sehe immer noch, trotz der Stärke von Social Media zum Beispiel, auf Instagram oder Facebook, ist unser mitstärkster Kanal aus meiner Sicht immer noch zum Beispiel der Newsletter, wo ich aus privater Sicht sagen muss, mich nervt es langsam, vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich mich in zu vielen Newslettern eingetragen habe, auch durch private Interessen und bin eher zu jemandem geworden, der Newsletter auch mal schnell löscht. Was jetzt nicht heißen soll, das könnte sich jetzt auch cannibalisieren, die Aussage, weil ich Newsletter immer noch interessant finde, um Informationen zu vernünftig zu teilen und zu erklären. So bedeutet also bei einer Performance-Kampagne, schaue ich, dass ich von Hotelpartner XY ein interessantes Angebot integriere und gucke, dass möglichst viele Klicks auf seine Seite generiert werden. Das hat auch einen Image-Effekt, weil natürlich dann über das Resort auch nachgedacht und sich darüber informiert wird, aber eine reine Image-Kampagne von jetzt zum Beispiel den üblichen verdächtigen großen Companies unternehmen, die sich im Golfsport so tummeln.

Sagen wir mal, aus dem Automobilbereich ist es ja oft zum Beispiel BMW, allein dass es eine BMW International Open gibt. Es ist Mercedes, oft mit der Mercedes Afterwork Tour, die es gibt in Deutschland, Neunloch Turnier. Das sind jetzt nicht mal die direkten Partner, aber wir nehmen mal irgendwelche, ja auch bekannten Tour-Operator, Reiseanbieter oder auch Airlines. Ob das jetzt Airlines sind, die man so kennt wie Turkish Airlines, ist durch das eigene Turnier in Belek bekannt.

Die wollen natürlich nicht bei uns eine Kampagne planen und sagen, hoffentlich buche ich jetzt einen Monat Werbung bei der Golf-Post und wir machen einen schönen Artikel, dass bei uns das Golfgepäck umsonst mitfliegt und dann habe ich dadurch 1000 Flug-Tickets verkauft. Nee, es geht darum einfach auch Turkish Airlines als guten Anbieter in die Köpfe zu bringen und zu sagen, ah die haben einen guten Knotenpunkt in Istanbul, von da kann ich meinen Golfurlaub schön erreichen in Asien und so weiter. Ich wollte mich jetzt nicht gerne für einen Kunden aussprechen, sagen wir einfach mal, Airlines eignen sich aber eigentlich als gutes Beispiel für eine Image-Kampagne, die dann zum Beispiel auch mal ein Gewinnspiel mit mir machen und dadurch jetzt nicht erwarten, dass im Nachhine dann jemand sagt, da würde ich jetzt auch meinen Flug direkt am Anschluss vom Gewinnspiel buchen, aber ich habe es im Kopf. Ich weiß jetzt um den Vorteil bei Airline XY, da fliegt mein Golfgepäck umsonst und das haben wir dann kommuniziert.

Eben zu 100 Prozent an die Zielgruppe Golfer, was noch wichtig ist. Super, danke dir für deine Erklärung. Ich versuche mir das einfach mal so zu merken. Das eine ist dann die Markenstärkung einfach durch das Dasein und das andere geht schon eher in Richtung Abverkauf, also tatsächlich Verkäufe zu generieren.

Jetzt habt ihr neben diesen Aufgaben, aber auch die Aufgaben, die deine Kollegen erfüllen, in den letzten Jahren ja natürlich viel bewegt. Du hast uns jetzt schon ein bisschen was darüber erklärt, wo die Golfposten eigentlich herkommt, doch wo steht ihr heute und was ist auf dem Weg alles so passiert? Über welche Erfolge könnt ihr da tatsächlich schon sprechen? Die ersten Erfolge tatsächlich, was ich jetzt im Vertriebsbereich sehe, das ich 2014 habe ich schon angefangen für die Golfsport zu arbeiten, da war es noch sehr erklärungsbedürftig.

Also man hat gemerkt, da tickt die Zeit noch ein bisschen hinterher, was so die Kombination aus Golfsport und Online-Themen angeht und da war so für mich jetzt, sagen wir mal, der Punkt in 2017, spätestens 2018 erreicht und heute dann selbstredend, dass jeder Partner mittlerweile verstanden hat, dass er auch online aktiv werden muss, neben zum Beispiel Print-Kooperation. Das ist so der erste Erfolg, vielleicht aber auch einfach nur geschuldet des Zeitgeschehens willen. Aber den großen Vorteil, den wir haben, ist, dass wir ja angefangen haben über Facebook und da liegt es eh schon in der Natur unserer Community und Leser, sich unterhalten zu wollen, austauschen zu wollen und das war auch schon immer unser langfristiges Ziel, wo wir jetzt heute sind, dass wir sagen, wir wollen nicht nur ein Magazin sein, wir wollen nicht nur Sender sein und der andere ist der Empfänger, sondern wir wollen den Austausch. Bedeutet User-generated Content, also Leser schreiben auch für Leser, teilen ihre Erfahrungen.

Deswegen lieben wir auch mit einem Partner nicht in Anführungsstrichen nur Werbung zu machen und dem ein Banner von Latz zu klein, sondern zu sagen, hey, lass uns lieber ein Produkttest zusammen machen. Sprich also, 10 unserer Leser bekommen einen neuen Schläger an die Hand, testen den und posten fleißig über alle Social Media Kanäle, reichen bei uns Texte ein und unsere Redaktion bringt das als Artikel raus. Also man hat das Gefühl, eine Gemeinschaft zu sein, wie man das ja auch aus Facebook-Gruppen kennt, aber das über einen eigenen Kanal zu managen, der eben seit zwei Jahren die Golf-Post-App auch ist, die man sich so vorstellen kann wie Facebook oder Instagram für Golfer mit den typischen Eigenschaften. Ich kann ein Herz geben, wenn mir was gefällt von einem anderen Leser oder wenn die Golf-Post was postet.

Ich kann einchecken in Golf Club, andere sehen, ah, der spielt jetzt gerade hier, ich connecte mich mit dem mal. Von daher würde ich sagen, ist der Erfolg, dass wir jetzt schon sehr nah dran sind, verschiedene Kanäle und eigene Tools anzubieten, unabhängig von den großen Social Media Kanälen, um bei uns ja den Austausch unter Golfern zu gewährleisten. Klingt sehr spannend, damit ich mir das jetzt alles aber ein bisschen mehr in Zahlen und Dimensionen vorstellen kann. Wie viele Nutzer nutzen denn eure App so täglich oder sind täglich, wöchentlich, monatlich auf euren Portalen unterwegs?

Es ist immer abhängig, also die Zahl, die ich kommuniziere, ist dann immer eine Durchschnittszahl. 000 Unigolfern, die wir im Monat erreichen. Wir kommunizieren das immer gerne auf Monatsbasis, was meistens nach oben und unten natürlich schwankt, was Turniergeschehen angeht. Also was man nie vergessen darf, ist, wenn zum Beispiel Martin Keimer ein gutes Turnier spielt, ist dann bei uns auf der Seite einfach auch viel mehr los.

Oder wenn Tiger Woods zum Beispiel das Comeback des Jahrhunderts oder wenn nicht des Jahrtausends letztes Jahr beim Masters hatte, ist natürlich auch auf der Golfbox-Seite mehr los. 000 Golfer, die man erreicht, die genauen Social Media Zahlen müsste ich mir nur mal angucken. 000 Followern. 000 ist so eine Zahl, die man sich merken kann.

000 registrierte User. Das ist ein Prozess, der ein bisschen länger dauert. 000, die Golfbox besuchen, registrieren sich ja nicht direkt für eine App, sondern ein Onboarding-Prozess, der jetzt seit anderthalb, zwei Jahren läuft. 000.

000 Personen registriert sind. Ist das ja schon über ein Drittel der Personen, die ihr damit erreicht? Kommen die alle aus Deutschland oder ist da auch Österreich, Schweiz und andere Länder mit dabei? Genau, ist auch dabei.

Also Fokus von uns ist natürlich die Dachregion, Deutschland, Österreich, Schweiz. Da kann man sagen, die Zahlen, die ich gerade genannt habe, sind auf jeden Fall, dadurch, dass jeder Zugriff ja weltweit hat auf die ganzen Kanäle, aus allen Ländern zusammengerechnet. com-Seite veröffentlichen. Also es wird auch ein langer Prozess, aber der auch einfach nötig ist, weil es ja auch nicht mehr möglich ist, nicht international einfach zu kommunizieren.

Deswegen auch, um jetzt vielleicht auch vom Thema nur kurz wegzugehen, warum wir jetzt auch unsere ganzen Social-Media-Kanäle auch einmal auf Deutsch und einmal neuen Kanal auf Englisch veröffentlicht haben. Auch sehr spannend, Internationalisierung wird natürlich immer wichtiger, aber vielleicht kommen wir da später nochmal ein bisschen genauer drauf zu. Die nächste Frage geht nämlich so ein bisschen in Richtung, wenn man in einen Job ein bisschen mehr Verantwortung übernimmt, dann lässt dann das natürlich nicht unbedingt immer in Ruhe, sondern du bist auch außerhalb deiner Arbeitszeit mit den Gedanken natürlich ab und zu mal bei der Arbeit, nimmst das vielleicht auch mit ins Bett oder morgens, wenn du aufstehst, ist es dann dein erster Gedanke. Da die Frage an dich, what keeps you up at night, also was sind da wirklich so deine großen Herausforderungen, Sorgen und Angehensweisen, die du zurzeit hast?

Ja, sehr, sehr gute, sehr interessante Frage. Ich mag auch gerne den Titelwort "keeps you up at night". Die meisten tatsächlich Bauchschmerzen habe ich meistens morgens. Und zwar in meinem Bereich, wenn wir über Kampagnenmanagement sprechen, ist es ja auch so, dass natürlich jeder Partner, der was verstanden hat, Anforderungen dann an die Kampagne hat.

Und ich kann es auch gut nachvollziehen, dass Marketingverantwortliche von Unternehmen, die mit mir zusammenarbeiten, selber intern Druck bekommen und dann sehr gerne gefühlt täglich Zahlen geliefert haben möchten. Das ist so ein bisschen das, was mich nicht verrückt macht, aber ich bin ja nicht in der Lage dazu. Ich kann meinen Job so gut machen, bis zu dem Punkt, wo ich ihn abgebe und er nach außen kommuniziert wird. In dem Fall ist es eine Kampagne.

Und danach ist es dann oft gelegen an den interessanten Inhalten, die ein Kooperationspartner liefert und wie sich der Leserverhält bedeutet. Ich bin so ein bisschen außen vor und ich bin mehr Zuschauer. Vorher bin ich aktiv und danach bin ich Zuschauer und kann eine Kampagne lenken mit dem Team, aber kann natürlich niemand dazu zwingen, das zu tun, dass ein Kooperationspartner zu 100 Prozent zufrieden ist. Das ist für mich etwas schwierig, weil ich gerne immer aktiv bin und da bin ich oft eben in der Situation zuschauen zu müssen.

Eine andere Sache, die ja schwierig für mich ist, wie lange es tatsächlich dauert, eine gute Sache doch so zu erklären und zu verpacken, dass es jemand versteht. Bedeutet eben, ob es der Leser ist oder ein Kooperationspartner, zu erklären, was wir da eigentlich machen. Es kommt immer irgendwann zu dem Punkt, dass es jemand versteht und sagt, finde ich super, möchte ich mitmachen, Teil der Community sein, möchte ich gerne mit euch zusammenarbeiten. Aber für mich ist es immer wieder als jemand, der durch die Golf-Post-Brille guckt und schon alles verstanden hat, weiß um die Wichtigkeit von online, SEO-Themen, also gute Auffindbarkeit über Google, durch alle Vorteile, die man durch eine Online-Kooperation hat, die aber kompakt, kurz, und man merkt ja jetzt schon, dass ich wieder weit aushole bei jeder Frage, die darzustellen, dass es verständlich ist.

Das ist etwas, was mir ja meistens die größte Sorge bereitet. Weil am Ende des Tages kommt man eh zusammen und sagt, Herr Freundenteil, hätte ich das verstanden, dann hätten wir doch schon längst was zusammen gemacht. Das klingt natürlich alles sehr spannend und du bist da auch schon so ein bisschen in die Richtung gegangen, in die sich meine nächste Frage bezieht, nämlich du hast gesagt, das machst du zusammen mit dem Team, schließlich bist du nicht ganz alleine bei euch bei der Golf-Post, sondern es gibt ein Team. Wie viele seid ihr denn bei euch und in welchen Bereichen beschäftigt ihr überall Mitarbeiter, gerade auch hinter dem Hintergrund, falls hier gerade jemand zuhört, der sagt, wow, das klang bisher alles super interessant, da würde ich vielleicht gerne auch mal arbeiten oder ein Praktikum machen oder was auch immer.

Was kannst du uns so über euer Team und Office zu erzählen? Ich würde sagen, dass wir, ich glaube nämlich, dass eine neue Kollegin dazu gestoßen ist, aber mal Pi mal Daumen, wie man so schön sagt, sind wir elf feste Mitarbeiter bei der Golf-Post mittlerweile und haben dann noch etliche freie Mitarbeiter, ganz oft aus dem Redaktionsteam, freie Autoren, die für uns schreiben und verteilt sind in ganz Deutschland oder Österreich. Das sind die Hauptbereiche, also jetzt den Geschäftsführer mal außen vor gelassen, das ist der Bereich eben, in dem ich tätig bin, Marketing und Vertrieb. Da gibt es aber noch mal eine Abspaltung, Marketing/Community-Management, also eine Kollegin, die tatsächlich einfach durchgeht für den Support von Lesern, Community-Membern, zuständig ist und guckt, dass interessante Aktionen laufen und Support liefert, weil bei uns durchgehend das Telefon klingelt für eben, wie kann ich beim Gewinnspiel mitmachen, ich möchte beim Produkttest mitmachen, wie komme ich an den Kalender, ich fand den Artikel interessant, wie komme ich denn jetzt zu dem Fitting und so weiter.

Dann sind das die Bereiche natürlich Redaktion, die Säule eigentlich, gerade aus der Vergangenheit, die eben für alles, was so auf unserer Seite zu finden ist, recherchiert, veröffentlicht und sich mit Partnern abspricht und dann gibt es noch natürlich im Onlinebereich ein großes Team, was sich um die Technik kümmert, wo ich natürlich keine interessanten Insights geben kann, weil ich da gar keine Expertise habe, ich finde es beeindruckend, was die Jungs, es sind tatsächlich nur Jungs bei uns, was das Technikteam angeht, leisten. Da gibt es schon die diversen 48 Stunden Schichten, die eingelegt wurden, wo ich keine Ahnung habe, was war, aber es gibt wohl immer Dinge zu optimieren oder Dinge zum Fixen oder und so weiter und so fort. Genau, das sind so die Hauptsäulen. Sehr schön, das klingt auf jeden Fall auch interessant.

Eine Frage will ich Ihnen also gleich mal vorziehen, weil falls das jetzt jemanden tatsächlich getriggert und gepackt hat und er sagt, er hat vielleicht tatsächlich Interesse, euer Team zu unterstützen, wie kontaktiert er dich, euch am besten? Ja gut, ich könnte jetzt meine private E-Mail-Adresse nennen, aber die findet man auch auf der Golfpostseite. de schreibt, wird es an dem richtigen Team zugeordnet und tatsächlich erweitern wir uns immer immer mehr, weil es zu viele neue Aufgabengebiete und auch Projekte bei uns gibt, die betreut werden müssen. Also jetzt gerade aktuell wieder im Community-Management-Bereich.

Dadurch, dass wir auch eine große Turnierserie dieses Jahr gestartet haben, kannst du dir selber auch vorstellen und weißt, dass du da auch Erfahrungen drin hast in dem Bereich, wie viele Aufgaben da wieder anstehen. Es ist immer eine tolle Idee am Anfang, aber was dann hinten dran hängt, der Ratten-Schwanz an operativen Aufgaben ist natürlich dann ja nur zu bewältigen wieder durch neue Mitarbeiter. Das glaube ich dir sofort. Gerade so eine Turnierserie ist ein unglaublicher Aufwand.

Da bist du aber schon wieder in die richtige Richtung gegangen. Du hast uns jetzt gerade schon erzählt, wo kommt die Golfpost eigentlich her? Wo seid ihr heute? Da fehlt eigentlich nur noch der Blick in die Zukunft.

Mit der Turnierserie hast du jetzt schon so ein bisschen was erzählt, aber wo seht ihr euch denn innerhalb der nächsten Jahre und was ist so für die nähere Zukunft auch das, was bei euch an interessanten Projekten ansteht? Genau, also die Zukunftsvision ist eigentlich das, was jetzt schon längst gestartet ist. Der Prozess des Kommunizieren und Onboardings, wenn man es so nennen will, der klassischen Leser des Magazins aus der Vergangenheit ist ein bisschen langwierig, aber ist auch völlig normal. Die Vision ist, dass man sagt, wir sind eine eigene Community-Führgäufer.

Das bedeutet, man kann sich über unsere App, über unsere Seite, über einen eingeloggten Bereich, wie man es auch über die Social-Media-Kanäle, aber auch über viele andere Magazine gerade kennt, austauschen, Nachrichten erhalten und auch interessante Inhalte auf einen abgestimmt bekommen. Das bedeutet, du kannst aktuell bei Golfpost auch noch gefühlt anonym lesen und teilnehmen an allem, aber wenn du ein Profil hast, loggst du dich ein und bekommst dann auf dich zugespielt Vorschläge von Golfern in deiner Nähe, Vorschläge zu Dingen, die einfach zu dir passend dich interessieren und die Vision ist, dass so viel wie möglich unsere Leserschaft Fans zum Teil kann man auch schon sagen nutzen und ansonsten ist es wirklich so, auch es wird immer weitergehen, dass wir mit Golf beziehungsweise Partnern aus der Golfbranche zusammenarbeiten, aber Unabhängigkeit ist auch ein ganz wichtiges Thema, einmal in unserer Berichterstattung, aber auch Unabhängigkeit in unserem Dasein. Bedeutet, seit diesem Jahr haben wir Golfpost Premium rausgebracht, heißt, man hat ein Jahres- oder Monats-Abo und kann dann wirklich alles auch, was von uns, ja ich sag mal, mit einem größeren Zeit- oder auch finanziellen Aufwand recherchiert und erstellt wurde lesen, was man von anderen ganz großen Magazinen ja auch schon kennt, also wenn ich jetzt an andere Publisher denke, ist es ja auch so, dass ich einen Artikel zum Beispiel manchmal nur zu Ende lesen kann, wenn ich ein Abo hab, dass ich vielleicht sogar Vorteile dadurch hab, also bei uns ist es so, dass du dann in der Zukunft ein Member bist, das heißt, natürlich ist die Zugehörigkeit zur Golfpost noch stärker, die Aktivität wird höher, weil man sich involviert fühlt und das ist einfach unsere Vision, dass man sagt, derjenige, der bei Golfpost dabei ist, kriegt Vorteile und ist dann noch mehr Herz dabei und beide Seiten profitieren, also man ist eigentlich gefühlt nicht Sender, Empfänger, sondern wie zu Beginn gesagt, eine ja, hört sich immer ein bisschen abgedroschen an wie in einem Film, aber eine große Golf-Familie sozusagen. 000 Mann, große Familie, Mann, Frau, Familie wäre sehr, sehr groß.

Ja, sehr groß, aber auch sehr interessant, ich kenne es ja selber, wenn ich nicht unterwegs bin auf Golfanlagen, sondern einfach zu Hause bin und trotzdem ein bisschen mitbekommen möchte, was im Golfmarkt so passiert, dann sind diverse Facebook-Gruppen unter anderem auch die, die ihr mit betreut, aber auch eure App und Community immer sehr interessant, um immer so ein bisschen dran zu bleiben und zu hören, was beschäftigt die deutschen Golfer zurzeit, wo drückt der Schuh und was sind da wirklich die interessanten Dinge. Ich kann da daraus immer sehr viel lernen und das Thema "Lernen" ist auch die nächste Frage, denn die geht in die Richtung nicht der, nicht der Arbeiter, sondern die Golfanlagen selber, also die Marketingverantwortlichen in den Golfanlagen, die mit euch zusammenarbeiten oder vielleicht in Zukunft mit euch zusammenarbeiten wollen. Was können die denn von euch als junge, innovative Internetfirma lernen? Ja, tatsächlich nimmst du es da schon ein bisschen vorweg, also natürlich kann man in erster Linie auch lernen, jung und innovativ zu sein, was ist jetzt dann noch nicht spezifisch oder konkret erklärt, aber wir haben auch schon seit einem Jahr hier und da Schulungen im Mediapark gegeben mit bis zu 40 Golfanlagen, die dann von uns einfach so ein paar, ja ich sag mal Grundwerkzeuge, was so das online Handwerk angeht, an die Hand bekommen haben.

Es geht einfach darum, dass die Golfanlagen ja auch umstrukturieren müssen, bedeutet also, dass die Internetseite einfach erklärt, welche Angebote gibt es, aber dass auch die Webseite, Homepage von Golfanlagen so aufgebaut ist, dass es sehr interessant wirkt, dass man einen Blick bekommt, was bekomme ich da, ohne vor Ort sein zu müssen und sich auch so aufstellt, dass man eben zum Beispiel SEO mäßig gut aufgestellt ist, was ja bedeutet, dass ich bei Google zum Beispiel höher renke, wenn jemand eingibt "Golf spielen in Köln", dass ich dann schaue, dass meine Golfanlage auf jeden Fall einen Artikel bei der Golfpost hat oder einfach erscheint. Viele Golfanlagen wissen gar nicht, was kann ich überhaupt machen, auch mal weg von der Golfpost, auch wenn ich jetzt dort tätig bin, wissen viele Golfanlagen ja auch gefühlt noch nicht mal, wie es jetzt ein junger Kollege von mir sagen würde, ganz gut letzte Woche gesagt, die wissen ja noch nicht mal, wie sie eine Facebook-Ad anlegen. Das klingt dann so ein bisschen abwertend, ist aber eher so, dass man sieht, Facebook selber wird gerade schon alt und ist auch schon länger als, weiß ich nicht, ich würde jetzt mal schätzen 15 Jahre am Markt. Da muss die Golfanlage einfach auch lernen, unabhängig von allen Publishern, wie wir es auch sind, eigenständig zu agieren und zu gucken, dass sie ihre Angebote an Mann kriegen, wie man so schön sagt.

Und das kann man eben bei uns durch ein vernünftiges Gespräch auch mitbekommen. Also da gibt es ja diverse Themen, die für uns immer klar sind, wenn du jung bzw. online-affin bist, sind dir alle Dinge klar. Da muss man immer die Golfpost-Brille ausziehen oder die online-Brille ausziehen und sehen, da tickt die Welt noch anders oft in den Golfanlagen.

Da ist der Fokus nicht darauf gelegt, zu sagen, wir strukturieren um, sondern wir versuchen das Schiff einfach nicht sinken zu lassen, wie es bisher gelaufen ist. Aber so wie ich oft das Gefühl habe, gerade in Deutschland, erst mal oben denken, wenn es schon fast zu spät ist. Hört sich jetzt sehr kritisch an, aber so ist es nun mal. Ja, die Kritik ist meiner persönlichen Meinung nach und da sind wir beide nicht ganz alleine, sondern da gibt es auch viele Menschen in den Golfanlagen, die das selber sehen.

Diese Kritik ist angebracht, diese Kritik muss kommen, gerade wenn wir sehen, dass auch Golfanlagen, wenn du sie zusammen mit ihren Heimatort bei Google eingibst, nicht auffindbar sind oder die Webseiten nicht mobil aufrufbar sind. Da gibt es ganz viele Punkte, aber mit euren Schulungen sind die Golfanlagen da vielleicht auch genau an der richtigen Stelle. Wir haben es jetzt schon fast geschafft, nähern uns dem Ende dieses bisher doch sehr spannenden Interviews und da geht die Frage nochmal zurück an dich persönlich. Alles, was du bisher so in deiner Karriere gemacht hast, was waren denn da so die größten Learnings-Fehler und alles, was du in der Richtung so einordnen kannst und was hat dich da in deiner Karriere wirklich weitergebracht?

Tatsächlich finde ich die Frage auch wieder sehr interessant und finde es lustig, dass das erste, was mir einfällt, zu beiden Dingen passt. Also einmal zu, was mich weitergebracht hat, ist auch gleichzeitig oft mein größter Fehler gewesen oder aktuell noch gerade im Vertrieb, auch wenn ich Marketing-Anteile in meinem aktuellen Job auch habe, ist, dass du mit den Leuten dich connecten musst. Du musst auf die Leute zugehen, du darfst nicht dich zurückhalten. Bedeutet, ich bin jemand, der gerade auf Messen als Vertriebler zu jedem einfach hingeht und bin auch jemand, der mal ganz schnell, ohne es vielleicht anzubieten, per Du ist und versucht auf so ein vernünftiges Level zu kommen, dass man einfach nur um die Sache, um die es geht, reden kann.

Warum ich sage, was vielleicht ein Fehler war, weil der ein oder andere nicht so tickt, wie man selber tickt. Das bedeutet eigentlich schon immer, meine größte Stärke und Schwäche war, dass ich so, wie ich selber zum Leben stehe und auch zu meinem Beruf stehe, das setzt sich immer bei dem anderen auch voraus. Bedeutet also, wenn ich bei einer sehr konservativen Person sitze, was keine Kritik ist, jemand der konservativ ist, ist konservativ, der möchte aber nicht direkt geduzt werden oder vielleicht sogar noch übertrieben dargestellt auf die Schulter geklopft werden, was aber wieder der Vorteil ist, weil wenn man dann was zusammen macht, ist es dann nach Jahren so, dass man mit denen dann schon fast ein freundschaftliches Verhältnis hat und sehr gut über alles reden kann, was gut, aber was auch schlecht läuft und hält dadurch nicht immer diese Partnerschaft, gerade im Vertrieb, ich hau dir mal, ich sage es jetzt mal auf gut Deutsch, ich hau dir ein paar interessante Zahlen von Latz und der andere denkt ja, der hat da ja eh gerade irgendwie so ein bisschen rumgelabert, wie wir am Anfang mit improvisieren und so weiter, sondern einfach ja, um das mal wieder abzuhunden und versucht, kurz zu halten, ist mein größtes Learning einfach, man selber zu sein und das nicht zu sehr zu differenzieren, dieses Privatleben und Geschäftsleben. Das hat mich meistens gebremst, also ich war, ich habe angefangen kaufmännisch zu arbeiten bei Lind & Sprüngli in der Schokoladenfabrik in Aachen im Marketing und war oft sehr zurückhaltend, sehr konservativ, sehr gewählt, meine Aussprache um Angang an Kooperationspartner und das hat meistens nicht die besten Optionen bzw.

Projekte hervorgerufen, sondern man war sehr beschränkt im Kasten gefühlt gefangen, sage ich mal. Weiß nicht, ob das so verständlich war, aber für mich war es auf jeden Fall sehr verständlich und umso spannender ist deine ganz persönliche Entwicklung von dem, was du von früher beschreibst und wie ich dich von jetzt kenne. Ich meine, wir beide kennen uns jetzt auch schon seit 2017, was gewisse Zeit hast, von daher super interessant. Wir bringen dieses Interview, so viel Spaß es auch gemacht hat, jetzt dennoch schon zum Ende und da bleibt mir nur zu sagen, ganz herzlichen Dank, dass du da warst, mir hat es Spaß gemacht und die letzten Worte des Interviews, die gehen nochmal an dich.

Vielleicht hast du ja nochmal einen Appell, einen Tipp an jeden der Zuhörer, sei es ein Verantwortlicher in einer Golfanlage oder ein Interessierter, der gerne in der Golfbranche arbeiten möchte. Ja, dann kann ich eigentlich nur anschließen an das, was ich gerade eben gesagt habe. Also ich finde, man sollte sich immer öffnen, auch den neuen Sachen gegenüber. In mir steckt auch gefühlt ein Dinosaurier, wie man so schön sagt.

Ich mag auch sehr gerne die Strukturen, die ich gelernt habe, ob das Tools sind, die ich an die Hand bekomme oder Wege, die ich gehe, dass ich sage, ich kenne vom Vertrieb, aber zum Beispiel telefonieren und ich kenne auch immer noch Printmagazine, würde gerne dabei bleiben, dass ich was Haptisches in der Hand halte, finde ich auch gut. Ich finde, mein Appell ist, man sollte die vielleicht neue und alte Welt, was so ein bisschen schwer aus meiner Sicht ist, weil ich auch erst 36 bin, trotzdem immer miteinander vermischen und daraus dann noch mehr wachsen. Also es bringt nichts zu sagen, nee für das neue habe ich nichts übrig oder gibt ja auch viele, die sagen, das alte ist nichts mehr. Das ist etwas, wo ich sehr allergisch gegenreagiere.

Ich bin pro Printmagazin, ich bin pro Online-Magazin und mein Appell auch an die Golfanlagen ist, stellt euch breitgefächerte auf, sucht auch den Kontakt zu diversen Personen, die vielleicht auch gar nichts mit Golf, aber mit Online zu tun haben und versucht einfach euch so aufzustellen und den Golfsport spannend nach außen zu kommunizieren, weil sonst geht es so weiter, dass man sich immer weiter zurückzieht und das tut dem Golfsport auch nicht gut, sondern einfach mit breiter Brust rausgehen und auch über die in Anführungsstrichen neuen Medien kommunizieren und immer was Neues ausprobieren, was vielleicht im ersten Angang verrückt erscheint, kann eigentlich oft auch super interessant sein und kreativ. Und damit war es das dann tatsächlich auch schon mit dieser Interview-Folge. Es war eine schöne, spannende Interview-Folge und damit sagen wir Ciao und bis zum nächsten Mal. Tschüss, vielen Dank.

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Geschäftsmodell Driving Range, Künstliche Intelligenz und digitales Golf, Interview mit David Cardew

19.11.2020 · 33:26

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David Cardio ist der heutige Gast des Podcast Interviews. Er selber ist fully qualified pro der PGA of Germany und bereits seit seiner Kindheit, in der er mit fünf Kindern insgesamt aufgewachsen ist, ist er ein absoluter Fan des Golfsports. Heute arbeitet David in einem dänischen Familienunternehmen, das speziell für diesen Sound bekannt ist. Und wenn du jetzt noch nicht erkannt hast, woher dieses Geräusch kommt und für welches Unternehmen David dann arbeitet, dann wird sich dieses Rätsel im Verlauf des heutigen Podcast Interviews lösen.

Wir sprechen über Möglichkeiten, wie du Golf digitalisieren kannst, online gegen weitere Freunde aus dem Golf antreten kannst und du es tatsächlich auch schaffen kannst, als Golfanlage dein Angebot auch im Winter aufrecht zu erhalten. Des Weiteren werfen wir einen spannenden Blick in die Richtung Augmented Reality, Virtual Reality und KI. Und nun viel Spaß mit dem Podcast Interview. Jobs im Golf Business, der Podcast von der Golfbranche für die Golfbranche.

Es erwarten dich spannende Interviews und Business Insights. Alle in der Sendung genannten Infos findest du im Anschluss in den Show Notes. Herzlich willkommen zu einer weiteren Interviewfolge. Heute begrüßen wir David Cardio.

David, herzlich willkommen. Grüße dich. Wie geht es dir? Mir geht es sehr gut.

Vielen Dank, Mirco. Schön, dass du da bist. Schön, dass du diesem Interview zugestimmt hast. Und für jeden, der dich jetzt noch nicht kennt, jeder, der deinen Namen noch nicht gelesen gehört oder dich persönlich kennengelernt hat, stell dich doch einmal ganz kurz vor, wer bist du und was machst du eigentlich?

Ja, danke. Mein Name ist David Cardio. Ich bin 30 Jahre alt. Ich wohne in Hamburg und bin in der Vertriebsleitung bei der Firma, die heißt Trackman.

Und das mache ich jetzt ganze schon sechs Jahre lang. Vorher bin ich als Golflehrer unterwegs gewesen und habe auch eine fully qualified PGA Professional Ausbildung. Sehr schön. Danke für deine Vorstellung.

Das mit dem Golf Pro ist natürlich auch eine sehr interessante Sache bei einer Firma wie Trackman. Bevor wir darauf aber weiter eingehen, kommen wir erst noch einmal zu unserer 60-Sekunden-Challenge. 60-Sekunden-Challenge, was heißt das eigentlich? Du kriegst gleich ein Wort von mir und darfst innerhalb von 60 Sekunden dazu einmal das sagen, was dir einfällt.

Und dein Wort lautet Technologie und die Zeit läuft jetzt. Technologie, okay. Darüber würde ich ganz gerne sprechen im Sinne von Golftechnologie. Genau das machen wir ja.

Und in der Technologie im Moment ist Golf noch ein sehr untechnologischer Sport, wenn man so will. Es werden relativ wenige Daten erhoben und genau das machen wir. Wir erheben Daten im Laufe des Spiels, im Laufe des Trainings, der Driving Range in einer Indoor-Anlage. Das mache ich den ganzen Tag.

Also ich bin eigentlich nur mit Technologie umgeben. Von daher ist es ein super Stichwort. Sehr schön. Damit sind wir auch in der Hälfte der Zeit geblieben.

Ich glaube, so kurz war es tatsächlich noch nie. Umso besser ist es, dass der Inhalt auch umso knackiger war. Technologie gibt es im Golfbereich gar nicht mal so stark. Ich fand es schon sehr interessant, als ich jetzt vor knapp ein Jahr gehört habe, dass es die ersten Schuhe in der Entwicklung gibt, die Solen haben, die tatsächlich dein gesamtes Golfspiel messen.

Wie das funktioniert, habe ich keine Ahnung. Ist heute aber auch nicht das Thema, denn heute bist du das Thema und dein Berufsfeld. Erzähl uns doch noch mal ein bisschen mehr über deinen bisherigen Karriereweg. Sehr gerne.

Also wie gesagt, ich bin jetzt 30 Jahre alt. Ich spiele mein Leben lang schon selber Golf und wollte auch schon immer tatsächlich Profi werden. Also habe ich meine Schule erstmal zu Ende gemacht, so wie es sich natürlich gehört. Und nach der Schule, nach dem Abitur, bin ich dann in die Golflehrerausbildung reingegangen, habe versucht, so ein bisschen Rallye zu spielen und nebenher natürlich auch den Golflehrerjob zu lernen.

Das Ganze geht ja zweieinhalb bis drei Jahre. Und nachdem ich das dann ausgebildet worden bin, bin ich dann zwei, drei Jahre noch als Golflehrer tätig gewesen, bevor ich dann eben insgesamt zu der Firma Trackman gegangen bin. Damit habe ich aber dann meinen Golflehrerjob an den Nagel gehängt und habe dann im Vertrieb mehr oder weniger angefangen, hatte dann ein Produkt, das ich ja direkt verkaufen konnte. Vorher als Golflehrer ist man ja irgendwo auch immer selber das Produkt und ja, das verkaufe ich jetzt an genau diese zum Großteil.

Also die Golflehrer sind ein großer Teil unserer Kunden, natürlich auch Golfclubs, viele Amateure und ja, bin total happy da, wo ich bin und freue mich auch schon da, wo es in Zukunft noch mehr hingeht. Sehr cool. Das klingt auf jeden Fall spannend und ich glaube, du bist einer der ersten, die mir tatsächlich sagen, dass der Golfsport auch wirklich schon ein sehr langer Teil ihres Lebens ist, aber da nochmal nachgefragt, wie ist denn eigentlich dazu gekommen? Also ist Golf tatsächlich seit Kindheitstagen an dein Traum gewesen und was war dafür ausschlaggebend?

Meine Eltern. Also meine Eltern spielen schon echt lange Golf auch. Meine Mama ist mittlerweile 63 und hat Handicap 4. Also die spielt wirklich sehr, sehr gutes Golf, auch immer noch mit dem Alter und mein Papa auch echt leidenschaftlicher Golfer und wurde ganz früh als Kind natürlich von meinem Papa gecoacht, bin dann in die verschiedenen Kaderstrukturen reingerutscht, damals noch in den Hessenkader und habe mich da dann ein bisschen an eben weitergearbeitet, wurde sogar auch mal Hessenmeister, da auch finde ich mich ganz stolz mit 16 und ja, wollte schon immer auch schon in der Schule, habe ich mir gedacht, ich werde auf jeden Fall irgendwas mit Golfen machen, natürlich als Traum irgendwo in der Weltspitze mitzuspielen.

Dass das natürlich nicht leicht ist, ist mir dann auch echt schnell bewusst geworden. Also ich habe dann neben dem Golflehrer-Dasein immer ein paar Turniere mitgespielt und war auch ganz, ganz ordentlich, aber das ist dann natürlich relativ schwierig, einen eigentlichen Job des Golflehrer-Daseins zu kombinieren mit dem Spielen und Golflehrer-Dasein hat mir echt richtig viel Spaß gemacht auch und das Spielen dann irgendwann etwas weniger, sagen wir es mal so und so habe ich mir gedacht, so könnte ich genau das, was ich schon immer machen wollte, im Golfbereich so kombinieren, sodass ich Golf und meine Leidenschaft dementsprechend dann kombinieren kann. Ich finde das ja tatsächlich super spannend, weil wie gesagt, diese Geschichte in der Art höre ich so nicht besonders häufig, gerade auch wenn du halt schon in Kindheitstagen an Golf gespielt hast und ich weiß ja, wie das bei Kindern so ist. Kinder sind nicht unbedingt immer ganz nett und die meisten spielen Fußball, spielten Basketball, einige vielleicht auch Volleyball und dann kommst du und sagst, ich spiele Golf.

Wie ist denn das in deinem Umfeld angenommen worden? Nicht ganz so einfach, da ist schon recht. Natürlich die ganzen Wochenenden gehen drauf, Samstag, Sonntag immer Turniere, normalerweise Freitag noch irgendwie eine Proberunde. Also alles, was so im Alter von 16 bis 21 in Richtung Party machen ging, ging halt bei mir auf dem Golfplatz.

Also das war natürlich schwierig, das zu kombinieren. Da habe ich mich relativ wenig beeindrucken lassen vorhin. Ich habe dann halt versucht, andere Tage dafür zu finden, vielleicht im Winter ein bisschen mehr Zeit mit den Freunden zu verbringen und ja, in der Familie war es auch mal nicht ganz leicht, kann ich mal so sagen, weil ich bin der Einzige von fünf Kindern, der tatsächlich Golf spielt. Die anderen haben alle kein Golf gespielt, trotzdem war aber beim Abendessen immer das Golfen so das Hauptthema und ja, das habe ich dann auch so dementsprechend dann die volle Aufmerksamkeit eben auf mich gehabt, weil die Eltern natürlich auch gerne über Golf geredet haben und ja.

Ich bin jetzt gerade auch wieder ein bisschen beeindruckt, weil du gesagt hast fünf Kinder, sind das alles deine direkten Geschwister? Nein, meine Eltern haben Kinder aufgenommen, also ich habe einen leiblichen Bruder und meine Eltern haben zeitweise immer Pflegekinder aufgenommen und das hatten wir also im Schnitt immer so drei zu Hause, also waren wir insgesamt dann doch fünf, aber der Unterschied zur Pflege und Adoption ist, dass die Kinder auch regelmäßig kommen und gehen und so war das dann bei uns auch. Klingt auf jeden Fall noch Full House, lass uns hier aber gleich mal weitergehen, weil du hast uns schon gesagt, dein aktueller Arbeitgeber ist Trackman und für alle, die Trackman vielleicht noch nicht ganz so genau kennen oder das auch noch nie gehört haben, was ist denn eigentlich ein Trackman und was kann der so? Ja, also ein Trackman selbst, also die Firma Trackman sitzt in Dänemarks, ein in Kopenhagen basiertes dänisches Familienunternehmen, das gibt es jetzt seit 2003 und wir tracken Sportbälle ist eigentlich die kurze Formulierung und das machen wir hauptsächlich im Golfen und im Baseball, wir machen auch Fußball, Football, ein bisschen Tennis, also auch noch andere Sportarten, aber Golf ist unser Hauptthema und da bin ich eben im europäischen Bereich so der Ansprechpartner, was den Trackman betrifft und der eigentliche Trackman dann ist ein etwa Laptop-großes Messsystem, das ist orange, also jeder, der die Farbe orange auf dem Golfplatz schon mal gesehen hat, das ist in der Regel wahrscheinlich auch ein Trackman gewesen und wir messen eben den Ball von der Schlagposition, also den ruhenden Ball, bis hin zur Landung und da geben wir relativ viele Daten auch, die dazugehören, also Abflugwinkel, Geschwindigkeit, Spin, Smash Faktor, also so ein paar Werte, die noch dazugehören, geben wir dann dem Spieler zur Verfügung, zur Verbesserung seiner Technik und seiner Werte und das verkaufen wir wie gesagt an Golflehrer, die das dann im Unterricht einsetzen, wir verkaufen aber eben auch an viele Amateure, die das zu Hause einsetzen oder an Golfclubs als Mitgliederservice, das ist so das Wesentliche von dem.

Okay, das heißt für mich jemand, also der einen Trackman selber noch nie benutzt hat, obwohl ich auf den Messen auch immer daneben stehe und tatsächlich aber noch nie da zu dem Schläger gegriffen habe, wie kann ich mir das in der Praxis vorstellen? Also mein Golf Pro steht neben mir, ich schlag ab und das Gerät sagt, du hast jetzt im Winkel von 43 an statt 42 Grad abgeschlagen, ändert das mal um einen Grad und dann bin ich ein Profi oder wie genau geht das? Ja, das wäre zu schön und zu leicht, wenn es genauso gehen würde, aber zunächst mal muss ich natürlich sagen, du bist herzlich eingeladen, mal selber dagegen zu schlagen beim nächsten Mal, wenn wir uns dann sehen, aber von der Praxis her funktioniert das so, du stellst den Trackman in etwa zweieinhalb Meter hinter dem Ball auf und der muss so von der Sicht her den Ball verfolgen können und dann schlägst du und direkt nach dem Schlag bekommst du eben Feedback über, was genau ist jetzt gerade passiert und es kommt halt immer darauf an, woran du gerade trainierst, also zum Beispiel, wenn du den Ball weiter schlagen möchtest, wäre ein Faktor, an dem man trainieren könnte, die sogenannte Schlägerkopfgeschwindigkeit und die Schlägerkopfgeschwindigkeit, wenn du halt kein Feedback bekommst, ob sie jetzt bei diesem Schlag schneller oder langsamer war, ist halt Fortschritt relativ schwierig, wenn du gar nicht weißt, ob jetzt irgendwas besser ist oder nicht, also du kriegst direkt nach jedem Schlag, bekommst du dieses Geräusch und dann hast du eben dieses Feedback zu, ja der Ball jetzt 110 Meilen und der vorherige war vielleicht 105 und dementsprechend fliegt der Ball jetzt 10 oder 15 Meter weiter und das ist natürlich nicht nur eben auf die Geschwindigkeit bezogen, sondern eben auch der Grund, warum der Ball nach links fliegt oder der Grund, warum der Ball nach rechts fliegt und da brauchen wir auch noch mal den Golftrainer noch immer mit dazu, weil der gibt dir dann halt eine individuelle Lösung zur Verbesserung jeweiliger Werte. So kann man sich das dann eben auf dem Golfplatz vorstellen, also du schlägst ganz normal vom Rasen, wir machen keine Aufkleber auf den Ball, wir machen auch keine Aufkleber auf den Schläger, jeder benutzt sein eigenes Equipment und wir machen dann dementsprechend alle Messungen, die dafür notwendig sind und daraus aus diesen Daten und aus diesen Messungen kann man dann in der Tat auch eine Indoor Golf Simulation herstellen.

Das bedeutet im Grunde genommen ist es alles so, dass wir den Ball theoretisch nur ein paar wenige Meter tatsächlich weit messen müssen und der Rest ist dann eine mathematische Grundlage, um zu sagen, wie weit würde denn der Ball fliegen. Also wir können sehr gut hochrechnen und in einem Raum, wo zum Beispiel ein Leibwand oder ein Netz steht, da kannst du auch eben dagegen schlagen und da können wir den, nachdem der Ball im Netz quasi eingeschlagen ist, sagen, so weit würde er weiter fliegen und diese Daten können wir dann benutzen, damit du irgendwelche berühmten Golfplätze der Welt auch spielen kannst, Pebble Beach, San Andrews und das, was dazugehört und dann kannst du eben virtuell diese wunderbaren Golfplätze auch von zu Hause aus spielen. Gut, das habe ich tatsächlich schon mehrfach gesehen und kann damit tatsächlich etwas anfangen. Jetzt bin ich jemand, der Dinge nicht gerne nur im Kleinen sieht, sondern auch versucht diese sehr groß zu dimensionieren.

Finde ich Trackmans denn nur zum Beispiel bei einem Golf Pro, der auf der Range einen kleinen Raum hat, wo der drin steht oder lässt sich mit so einem Trackman auch tatsächlich groß dimensionieren und daraus ein ganzes Business tatsächlich machen? Ja, also das ist ja das, was wir machen. Also wie gesagt, wir sind ein Familienunternehmen aus Dänemark und unser Business läuft sehr gut, muss man auch dazu sagen und das Business dahinter, also im Golfbereich haben wir im Grunde genommen zwei Produkte, die wir haben, einmal den Trackman, den ich gerade beschrieben habe. Vor oder Nachteil dieses Trackmans ist, dass man eben nur einen einzigen Spieler vor sich gerade messen kann, aber es besteht eben auch die Möglichkeit neben dem Trackman, das aktuelle Modell ist der Trackman 4, also neben dem Trackman 4 eine sogenannte Trackman Driving Range zu erwerben, die ist dann direkt für den Golf Club, das erwebt dann auch tatsächlich eben der Golf Club selbst für die komplette Driving Range, das heißt, dass dann jeder Spieler aus jeder Box heraus oder vom Rasen her alle seine Daten auch auf sein Handy oder auf sein iPad bekommt oder auch auf so einem Bildschirm bekommt, so dass eben eine Driving Range auch als Geschäftsmodell da eben gesehen werden kann und da besteht zum Beispiel die Möglichkeit, wir spielen gegeneinander, das heißt Mirco, du bist in einer Box und ich bin in der anderen Box und da können wir beide jetzt dann ein nearest to pin Wettbewerb auf eine Fahne machen und wir beide kriegen auf unser Handy dann die Entfernung jeweils angesagt oder auf der Driving Range stehen, kann ich dich herausfordern zu einem Spiel, jetzt lass uns gemeinsam St.

Andrews spielen und dann spielen wir 18 Loch virtuell, obwohl wir eigentlich auf der Driving Range stehen und daraus entstehen natürlich ganz viele Geschäftsmodelle, also du hast natürlich dann die Möglichkeit Platzreifen, Turniere, irgendwelche besonderen Events auf der Driving Range zu machen und das ist natürlich vorher vielleicht eigentlich nicht der Fall gewesen, weil die meisten Golf Clubs benutzen die Driving Range im Grunde genommen auch nur als Techniktraining oder als Aufwärmprogramm und das ist eigentlich nicht da, wo wir hin wollen, sondern es geht eigentlich vielmehr auch um den Entertainment Factor, wenn man so will und dann haben wir natürlich noch ein anderes Geschäftsmodell, also dieses ganze Thema Simulator ist natürlich für uns ein Riesending, also die Hälfte unserer Geräte, die wir aktuell verkaufen, verkaufen wir direkt an die Leute, die das Zuhause in dem Wohnzimmer dann einbauen, also in einem sogenannten Simulator und da ist natürlich dann ein Geschäftsmodell für Indoor Golf Simulatoren, also es gibt relativ viele jetzt schon Simulator-Center mit drei, vier Boxen, eigentlich gibt es in Deutschland in jeder Großstadt schon zwei, drei dieser Simulator-Center und das sehe ich immer mehr kommen, also Franchise-Unternehmen, richtige große Investoren, die das Geschäftsmodell Indoor Golf erkannt haben, man kann relativ gutes Geschäft eben daraus auch machen und das ist eben das Geschäftsmodell, das wir versuchen da weiter zu unterstützen. Jetzt habe ich mir drei Punkte tatsächlich mitgeschrieben, zu denen ich noch so ein paar Fragen habe, das mit den Privatleuten und der großen Anzahl an Privatleuten, die sich selbst so ein Trackman, der ist ja nicht ganz günstig, wenn ich das richtige Erinnerung habe, zu Hause reinsetzen, die hat mich tatsächlich jetzt überrascht, dass das so viele sind, kann ich mir das tatsächlich auch schon so vorstellen, dass ich mit diesen Trackmans, mich von Trackman zu Trackman Simulator-mäßig verbinden kann, wie bei einer Wii und dann schon gegen meine Freunde auf der anderen Seite der Weltspieler oder wie funktioniert das da mit dem technischen Stand? Genau, also super Frage, im Grunde genommen lässt sich das mit einem schon sehr bald erklären, also es gibt im Moment drei Sportarten, die ich im Grunde genommen Indoor, nenne ich das jetzt einfach mal, genauso ausführen könnte, wie ich sie eben auch draußen ausführen könnte, das ist zum einen das Fahrradfahren, da gibt es ja Swift oder Peloton, wo ich zuhause auf meinem Fahrrad gegen andere Leute antreten kann, dann gibt es noch eRacing oder V-Racing, also der Unterschied ist dann eben E oder V, als V steht dann für virtuelles Racing und da muss ich in meinem Cockpit gegen andere Fahrer antreten und das geht eben auch beim Golfen, da gibt es also auch V-Golf, also die Nintendo Wii ist es dann eben nicht, weil meiner Meinung nach ist natürlich der Skill, den ich draußen habe, den Ball auf 250 Meter weit zu schlagen oder direkt an die Fahne ranzuschlagen, das ist in so einer Wii relativ schwer darstellbar und das ist das, was wir versuchen schon hinzubekommen, also wenn du im V-Golfing, wenn man dann so will, erfolgreich sein willst, dann musst du immer noch den Ball wirklich geradeaus und weit schlagen können, du musst gut pitchen können, du musst gut putten können, das gehört eben noch mit dazu und deswegen ist es eben nicht ganz so wie eine Nintendo Wii, sondern eben schon doch ein bisschen mehr golflastiger und deine Frage eben darauf, kann man jetzt schon gegen andere Leute spielen? Nein, das geht jetzt noch nicht, ganz zumindest so einfach geht es noch nicht, aber daran arbeiten wir natürlich, dass man live gegen andere Leute gleichzeitig spielen kann, live zu Hause gecoacht werden kann von anderen Leuten und ja, das ist natürlich dann noch ein ganz anderer Schnack, wenn man so will, wenn man wirklich von zu Hause aus eben diese ganzen Erlebnisse auch haben kann und wir sehen eben echt viele Leute, die dieses ganze Spielen zu Hause, wirklich total gerne annehmen und vor allem so die neuen Golfer, die dazu kommen, die sehen einfach, im Grunde genommen kann ich in meinem Simulator 100 verschiedene Golfplätze weltweit spielen, das ist alles günstiger, das ist einen Ticken leichter als Golfen auch draußen ist, also es gibt relativ viele Punkte, die das Golfen von draußen ergänzen, sagen wir es mal so, ich würde mal sagen, das würde nie ein Golfen draußen ersetzen, sondern eher ergänzen und gibt dem Golfen von draußen eine zusätzliche Tiefe, die vielleicht so nicht erreicht werden kann, weil am Ende des Tages muss man auch gestehen, dass der Golfsport selbst, so wie er ist, ist ausgereift, ausgebildet, der kann sich nicht verbessern, der hat sich in den letzten 20, 30 Jahren nicht mehr wirklich verbessert, wird sich vermutlich auch irgendwie nicht verbessern, der Golfsport ist und bleibt, wie er ist, aber im Indoor-Bereich durch bessere Prozession, bessere Grafiken, besseres Tracking, da wird in den nächsten 20 Jahren noch ganz viel passieren.

Das kann ich mir auf jeden Fall vorstellen, auch wenn ich immer mal wieder in die USA rübergucke und da kommen wir zu den nächsten Punkt, da hast du nicht vorhin schon Entertainment gesagt und Entertainment ist ein sehr wichtiger Punkt und ich denke auch für Golf sehr wichtiger Punkt, weil letzten Endes ist Entertainment etwas, was mit Emotionen zu tun hat und verkaufen, tun wir nun einmal eben über Emotionen. Ich kenne es aus den USA schon so ein bisschen von vereinzelten Bildern, dass es ähnlich wie eine Bowling-Anlage dort auch Golf-Anlagen gibt, also Indoor-Golf, verschiedene, ich würde mal sagen bei euch wäre es ein Trackman neben Trackman neben Trackman und da können die Leute gegeneinander spielen und werden zeitgleich bewertet, also können sich ihre Pizza dazu bestellen, weil eben das Restaurant direkt daneben ist, können sich Getränke bestellen und die Investoren, die in diese Projekte investiert haben, die verdienen damit bzw. verdienten damit vor Corona sehr viel Geld. Gibt sowas denn auch schon in Deutschland oder gibt es da erste Schritte?

Also absolut, das ist natürlich einer der Hauptfaktoren, ist immer nur, wo mache ich das von der Location her, aber das gibt es schon, ich würde sagen in jeder Großstadt gibt es das mittlerweile mit zwei, drei, also in Berlin haben wir bestimmt vier Indoor-Golf-Simulatoren, in Nürnberg haben wir eine recht große, in Gelsenkirchen haben wir eine, also München haben wir natürlich auch ein paar, Hamburg haben wir ein paar, die machen immer mehr auf, weil immer mehr Leute verstehen, dass sich damit eben Golf ganzjährig anbieten lässt, einer der Nachteile, die ich halt eben im Outdoorsport habe, ist es, dass ich den jeweils zu den Jahreszeiten immer nur an- oder anbieten kann und das ist auch eine der Sachen, die ich im Moment für Golfklubs so als auch Chance sehe, also wenn ich jetzt Mitglieder mal so betrachte, die eine 12 Monatsmitgliedschaft bei mir haben, aber ich kann maximal zehn Monate wirklich anbieten, dann muss ich mir schon überlegen, was ich machen kann, um diese Mitglieder auch im Winter zu halten und da sehen wir auch echt viele Golfklubs, die für den Winter sich sogenannte Indoor-Golf-Simulatoren dann ins Clubhaus reinstellen, vorübergehend, das bedeutet wiederum, dass sie Gastronomie wiederum aufhaben kann, der Golflehrer weiterhin Unterricht geben kann, die Mitglieder weiterhin da sein können, also da gibt es schon auch ganzjahres Pakete für Golfklubs. Lass uns aber mal weitergehen, weil in diesem Podcast geht es ja nicht nur um das, was die Golfanlagen machen, sondern auch das, was die Arbeitnehmer im Bereich Golf alles so machen und da interessiert mich so ein bisschen der Einblick in eure Firma, ihr kommt aus Dänemark und da ist die Frage, wie seid ihr denn insgesamt aufgestellt, in Deutschland aufgestellt, kann ich bei euch anfangen zu arbeiten, Ausbildung machen, Studium machen, Praktikum machen, was ist da möglich? Also wir haben jetzt mittlerweile 450 Mitarbeiter, wir sitzen alle in Dänemark und davon sind circa die Hälfte im Vertrieb und die andere Hälfte in der Entwicklung, also selbst für ein IT-Unternehmen, das wir eben sind, sind wir sehr entwicklungslastig und wir versuchen eben das Produkt, das wir haben, immer stärker und stärker und stärker zu machen, als Beispiel ein Trackman vor vier Jahren kann bei weitem nicht mehr das wie ein Trackman von heute, obwohl es das gleiche Gehäuse ist, die gleiche Hardware, haben wir die Software weiterentwickelt, also wir sind wirklich stark daran interessiert, das Produkt immer weiter zu entwickeln und wenn wir ein gutes Produkt haben, haben wir dann auch ein sehr gutes Vertriebsteam, also in Deutschland sind wir jetzt fünf Mitarbeiter, die alle exklusiv für Trackman arbeiten, also wir haben auch immer nur Direktvertrieb und keine Distributoren, sondern du kannst immer den Trackman direkt bei uns kaufen, ja wir bieten natürlich Jobs an, wir suchen immer wieder auch nach sehr, sehr guten Leuten, einer der Sachen, die natürlich immer entwickelt werden muss, ist eben Software und in dieser Richtung Programmierung, da suchen wir immer nach guten Leuten, wenn ihr also Interesse habt nach Dänemark zu ziehen, also alles was Entwicklung betrifft ist eben direkt in Dänemark und alles was da nicht Entwicklung betrifft ist in der Regel dann Vertrieb, also das ist dann im Lokale immer in den verschiedenen Ländern und wir sind im Moment auch in jedem, in jeder Sprache zumindest vertreten und haben in England zum Beispiel mehrere Mitarbeiter, auch in Frankreich und in Spanien relativ viele Mitarbeiter, sowohl Vertrieb als auch Entwicklung, Entwicklung immer in-house, da machen wir auch Marketing und das bieten wir natürlich an, Studium, Ausbildung, Praktikum natürlich auch, also alles was in diese Richtung gehört, würde dann aber auch wieder alles zentral in Kopenhagen sein. Danke dir für den ersten Einblick, das war schon mal sehr interessant, um da einen kleinen Überblick zu erhalten.

Nun hast du schon ein bisschen von Entwicklung gesprochen und gerade im Jahr 2020 haben jetzt Golfplätze aber auch allgemein die Wirtschaft eine sehr starke Entwicklung durchgemacht, denn es kam das böse Wort mit C. Corona ist über die Welt gekommen, das hat auch die Golfplätze beeinflusst und dementsprechend natürlich auch euch und euren Kundenkreis. Was ist denn da so passiert und wie habt ihr aber auch eure Kunden darauf reagiert? Also natürlich hat auch Corona uns getroffen, das kann man auch nicht sagen, dass es eben nicht der Fall ist.

Zum einen positiv und natürlich aber auch zum anderen hat es uns am Anfang sehr schockiert, wir wussten alle nicht so richtig, wie es weitergeht. Alle Sportarten wurden erst einmal eingestellt, das gilt also nicht nur für Golfen, sondern auch Baseball, da arbeiten wir stark in der Fernsehübertragung, natürlich auch im Golf in der Fernsehübertragung, das wurde auch erst einmal alles eingestellt. Baseball da geht es immer noch nicht so richtig voran, also der Teil hat uns schon ein bisschen mehr getroffen. Aber der Golfbereich, weltweit ist ja Golf, ich lasse mich lügen, knapp 20 Prozent mehr Wachstum als in den vergangenen Jahren.

Das heißt auch so sieht es ähnlich bei uns aus, also uns geht es im Golfbereich sehr sehr gut und zwar haben wir die Möglichkeit gefunden, die ganzen Golfer, die eben vorübergehend nicht auf dem Golfplatz spielen konnten, die haben sich halt an dementsprechend Tracknads zugelegt, weil sie sich gedacht haben, ich will immer noch meinem Lieblingssport, meinem Hobby will ich immer noch weitergehen, am besten zu Hause, meinetwegen auch im Garten mit einem Netz, das ist natürlich auch immer möglich oder gleich als Simulator. Und genau aus dieser Situation heraus hat sich eben auch so für uns ein neues Geschäftsmodell entwickelt, weil wir eben natürlich erkannt haben, dass wir diese ganzen vielen Tracknads, die da draußen unterwegs sind, also bei den ganzen Tour-Pros, die wir natürlich stark vertreten, bei den Teaching-Pros, bei den Amateuren, die müssen wir versuchen alle irgendwie miteinander zu verbinden. Und das hat diese ganze Online-Geschichte schon für uns echt stark vorangetrieben und darauf haben wir uns echt stark auch fokussiert in den letzten Monaten. Das klingt auf jeden Fall sehr interessant und bringt mich auch direkt zur nächsten Frage, die nämlich da ist, was haben wir denn in der näheren Zukunft beziehungsweise Zukunft für Neuerungen bei euch zu erwarten und wovon können gerade Golfanlagen und Menschen aus dem Golfbereich da noch profitieren?

Also im Grunde genommen sind wir mittlerweile in der Lage, alle Golfplätze, die es gibt, weltweit zu visualisieren. Da kommen wir also vorbei mit einer Drohne und überfliegenden Platz und nehmen alle möglichen Messungen dabei vor und können dann im Grunde genommen jeden Golfplatz anbieten als Service. Das heißt, ein Golfclub kann immer auch seinen eigenen Golfclub spielen. Das finde ich immer persönlich ganz spannend, weil die Mitglieder eigentlich am liebsten ihren eigenen Platz spielen.

Und das führen wir natürlich auch ein bisschen weiter. Wir wollen Turniere anbieten. Wir werden auch Ende des Jahres ein eigenes Handicap-System anbieten, das natürlich angelehnt an das World Handicap-System ist. Und da werden wir die Möglichkeit anbieten, das Handicap zu verbessern, online Turniere, online live gegeneinander zu spielen.

Das ist dann natürlich irgendwann im Laufe des nächsten Jahres geplant, dass man, ich sitze in Hamburg, Mirco, ich bin jetzt gerade unsicher, wo du sitzt. Und wir könnten aber gerade jetzt live in einem Simulator gegeneinander spielen. Du könntest meinen Ball schlagen, ich könnte deinen Ball sehen. Und dementsprechend können wir da wirklich live gegeneinander spielen.

Da gibt es Liederworts, da gibt es Mannschaften. Ich kann bei Majors mitspielen. Es wird sicherlich auch irgendwo in Richtung Preisgeld gehen. Also wer das mitbekommen hat, wir haben ja auch in der Corona-Zeit hatten wir ein BMW-Turnier, die sogenannte BMW Indoor Invitational.

Und da haben Profis gegeneinander angetreten. Und ich als Zuschauer habe das Produkt auch total genossen. Also so gerne wie ich Golfen im Fernsehen gucke, genauso gerne habe ich auch Golfen als Spiel im Simulator geguckt. Das heißt, da haben dann Bernd Wiesberger gegen Martin Keimer gespielt.

Das Ganze konnte man dann im Online mitverfolgen. Die haben miteinander kommuniziert, die haben ein bisschen Spaß gehabt. Also dieses Produkt Golf gucken wird sich auch komplett in der Zukunft verändern. Also im Grunde genommen haben wir noch einiges vor uns.

Natürlich wird die Grafiken, die Grafiken werden immer besser, die Prozessionen werden immer besser, das Spiel wird immer realistischer irgendwo. Aber zukünftig wollen wir diese Plattform am Ende des Tages darstellen, bei dem die Leute eben online gehen und sehen, ein Turnier ist da. Ich möchte Mirco herausfordern und jetzt lass uns gegeneinander spielen. Du sitzt in Hamburg, ich sitze hier in Hannover.

Also gar nicht mal so weit auseinander, aber dennoch eigentlich ganz egal, wo in Deutschland, Österreich, der Schweiz wir so sind. Wir haben im Golfmarkt ja häufig die ganz gleichen Probleme und Herausforderungen. Und gerade seit den letzten Jahren sehen wir einen sehr starken Wandel im Golfbereich. Und da interessiert mich mal, was hast du denn da so für Beobachtungen gemacht und wie schätzt du den Golfmarkt da zurzeit ein?

In welche Richtung geht das da? Ja, also das ist sehr gut. Der größte Wandel den ich dann schon sehe, ist wiederum ein bisschen Technologieeinsatz. Also der Golfsport von den 90ern, der dann doch schon sehr undigitalisiert war.

Der Mensch geht auf dem Parkplatz, hat vielleicht noch eine Trainerstunde, der Pro ist irgendwo nicht gezwungen, Technologie überhaupt einzusetzen oder es gab noch gar keine vernünftige Technologie, die er einsetzen kann. Dann geht er auf den Golfplatz, der Spieler kriegt wenig von seinen Daten mit, er sieht natürlich seine Scorekarte, die manuell ausgefüllt werden musste und dann muss er natürlich noch viereinhalb Stunden auf dem Golfplatz spielen im strömenden Regen, auch nur tagsüber und dann dauert das alles immer so lang. Also diese ganzen Konsequenzen, die im Grunde genommen aus dem Golfen entstehen notwendigerweise und natürlich auch schöne Sachen dabei sind, die versuchen wir alle so ein bisschen in der Zukunft auch dann irgendwie loszuwerden. Also laut USGA gibt es ja schon ein paar Gründe, warum Golf nicht ganz den breiten Sportanklang findet, den es halt eben soll.

Unter anderem ist es eben der Zeitvertreib, es dauert dann schon echt lange eine Runde Golf zu spielen, es ist echt schwer, es ist wirklich schwer mit der Familie teilweise zu kombinieren und eben auch nicht ganz günstig und diese vier Punkte, die die USGA herausgefunden hat, die versuchen wir eben da anzugehen, da in Zukunft eben Lösungen für zu finden und das machen wir jetzt eigentlich schon. Also wir sehen immer mehr Golfplätze, die eben etwas günstiger werden, eben auch Indoor-Golfanlagen sind deutlich günstiger, nicht nur zu betreiben, sondern eben auch zu spielen dann für das Mitglied. Es gibt immer mehr modernere Mitgliedsmöglichkeiten, also sowohl in der Outdoor-Anlage als auch in einer Indoor-Anlage gleichzeitig Mitglied zu sein und das ist einer der Kernprobleme auch als Mitglied in einem Golfklub, ist auch, dass ich wenige Golfklubs nur spielen kann. Auch dafür haben wir eine Lösung im Indoor-Golf, du kannst ja alle Golfplätze weltweit spielen und ja, also die Möglichkeit quasi mehr anbieten zu können, das sehe ich eigentlich in der Zukunft.

Sowohl vom Sport an sich, aber auch von der Technologie her, von den Daten her, dass die Leute immer erfahren können, wie viele Schläge hatte ich, wo hat der Ball genau gelegen, was ist eine ordentliche Rundenanalyse und dann natürlich immer mehr auch das ganze Thema künstliche Intelligenz mit reinzubringen. Also es wird auch von uns aus immer irgendwann eine Software geben, die nach deiner Runde dir sagen kann, du Mirco, du hast fünf Mal nach rechts geschlagen und ich empfehle dir die und die Übungen und die und die Technik, damit du in Zukunft ein bisschen mehr geradeaus spielen kannst und dann im Laufe der Runde natürlich dann irgendwo virtuell geben wir dir Tipps und Tricks, wie du dir am besten jetzt diese Runde oder dieses Loch am erfolgreichsten spielen kannst. Also da arbeiten wir natürlich auch dran. Da gebe ich dir auf jeden Fall recht, Digitalisierung ist etwas, was unfassbar wichtig ist, aber ich glaube im Golfsport noch nicht überall angekommen ist, an vielen, an einigen Orten ist es zumindest schon angekommen.

An anderen wird es noch so seine Zeit dauern, wenn ich zum Beispiel dann immer mal wieder sehe, dass ich mich für die Trainerstunde beim Pro immer noch auf einer handschriftlichen Liste mit dem Bleistift eintrage, dann weiß ich nicht ganz genau, ob das wirklich noch der Zeit angemessen ist oder ob es da nicht vielleicht bessere Möglichkeiten inzwischen gibt. Ich fand es auf jeden Fall sehr interessant, dir dazu zu hören. Jetzt hast du schon das schöne Wort KI gesagt und neben KI gibt es ja noch zwei Themen zum verwechseln ähnlich, aber dann noch ein bisschen unterschiedlich. Da auch die Frage, ob ihr diese auch habt.

Das eine ist nämlich Virtual Reality und das andere ist Augmented Reality. Geht ihr mit Trackman auch in die Richtung, dass ihr euch irgendwann tatsächlich so eine Brille aufsetzt und dann mit der direkt auf dem Golfplatz steht? Arbeiten wir an neuen Technologien? Auf jeden Fall.

Haben wir sie jetzt schon im Einsatz? Nein, aber natürlich, wenn es irgendjemand rausbringen wird, wir sind in der kompletten Golfindustrie, vor allem was im Trackingbereich betrifft, haben wir die größte Mannschaft, das muss man ganz klar sagen. Wir haben einen ganz starken Fokus auch da, wenn es in irgendeiner Art und Weise interessant sein könnte, werden wir auch wirklich wieder vorgängig sein und das einzusetzen. Wir haben natürlich auch da schon ein paar Tests gemacht und die ganzen Brillen auch dementsprechend zum Einsatz gebracht.

Ich sehe das schon irgendwann kommen, aber aktuell noch nicht. Da haben wir bestimmt noch ein paar Jahre noch was anderes zu tun. Schade, aber ich werde mich umso mehr darüber drauf freuen, wenn es dann irgendwann da ist. Wir hatten jetzt über die letzte halbe Stunde ein sehr spannendes und ein sehr kurzweiliges, sehr gut auf den Punkt gekommenes Interview, das sich jetzt tatsächlich schon dem Ende nähert.

Nun gehören die letzten Worte des Interviews dir. Das heißt, wenn du noch irgendeinen Appell, irgendeinen guten Tipp an die Golfbranche und jeden Zuhörer hast, dann gerne jetzt. Mein größter Tipp wäre am Ende des Tages, gib dich nicht mit dem zufrieden, was du im Moment schon hast, sondern freu dich auf die Zukunft. Mach dich mobil, mach dich digital, benutze diese ganzen Möglichkeiten, schaue, dass du maximal viel Feedback bekommst.

Nicht nur in deiner Trainerstunde, sondern eben auf der Range zu Hause im Simulator. Versuche diese ganzen Beobachtungen alle miteinander zu verbinden und dann wirst du wahrscheinlich dein zukünftiges Golfziel auch näher erreichen. Danke dir für die Abschlussworte und von meiner Seite natürlich auch noch mal ganz herzlichen Dank, weil dieses Interview hat mir auch sehr viel Spaß gemacht. Ich habe mich sehr gefreut, dass du da warst.

Und als letztes vielleicht nur noch die kleine Information, wenn jetzt irgendjemand eine Frage noch an dich hat, wie darf er da vorgehen? Hast du eine E-Mail-Adresse, Telegram, WhatsApp, Weiterleitung durch mich oder was wäre dir der liebste Kontaktweg? Also es ist mir am liebsten, wenn überhaupt die Leute natürlich immer mit uns Kontakt aufnehmen. Also das finde ich immer sehr schön.

Das geht sowohl als auch. Natürlich gerne über dich dann, Mirco. Könnt mir aber auch gerne eine E-Mail schreiben. com.

Also überhaupt gar kein Problem. Schreibt mir gerne und dann werden wir euch schon helfen können. Wunderbar. Wer das Ganze jetzt nicht mitgeschrieben hat, der wird die Informationen dann auch noch in den Show Notes des Podcasts finden.

Und damit bleibt uns nur noch zu sagen vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Danke dir. Vielen Dank fürs Zuhören. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann hinterlasse doch gerne eine Bewertung auf iTunes.

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Greenkeeping, Gehälter, Ausbildung & autonomes Mähen Interview mit Christina Seufert

12.11.2020 · 39:52

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Heute sind nicht nur Geografie und Landkarten unser Thema, sondern wir gehen auch der Frage nach, wie werde ich eigentlich ein Greenkeeper, wie sieht so ein Organigramm im Greenkeeping aus und welche Gehälter werden im Greenkeeping eigentlich gezahlt? Interviewpartnerin Kristina Seufert vom Greenkeeperverband Deutschland spricht mit uns über Karriere-Tipps und spannende Informationen aus der Greenkeeper-Branche. Unter anderem sprechen wir über die Pestizid-freie Pflege eines Golfplatzes als auch den neuen Trend des Autonomen-Mehens. Liebe Hörer des Podcasts, ganz herzlich willkommen zu einer weiteren Interview-Folge.

Heute haben wir einen ganz speziellen Gast mit dabei, denn eine der ersten Fragen, die ich mit auf den Weg bekommen habe, als ich die Social-Media-Kanäle, also Instagram und Facebook, für diesen Podcast fertig gemacht habe, das war die Frage, wie werde ich eigentlich ein Greenkeeper und wie du das wirst und was eigentlich ein Greenkeeper ist, dafür habe ich mir ganz professionellen Rat mit an die Seite geholt, heute begrüßen wir Kristina Seufert. Hallo, willkommen! Ja, Kristina, schön, dass du da bist, schön, dass das Ganze geklappt hat. Sei doch mal so lieb und stell dich doch mal ganz kurz vor, wer bist du eigentlich und was machst du?

Ja, ich leite jetzt seit fünf Jahren den Greenkeeperverband, seit 2015. Der Greenkeeperverband ist ein Berufsverband, ein erkannte Berufsverband für die Greenkeeper und ja, was sind Greenkeeper? Das sind die, die im Boardrasen-Pflegebereich tätig sind, ganz einfach ausgedrückt. Tatsächlich im Golf, aber auch Fußball, erste Bundesliga, zweite Bundesliga und auch im kommunalen Bereich.

Also die betreust du alle, also sowohl Fußball als auch Golf oder gibt es bei euch schon eine Unterteilung? Nee, das ist bei uns alles noch zusammen, Fußball ist relativ neu, wir haben jetzt seit anderthalb Jahren in unserem Vorstand einen Beisitzer, der ist in der ersten Bundesliga und da tasten wir uns noch heran, was dort wichtig ist, dass wir dort dann auch die Fort- und Weiterbildungen anbieten können, was ja letzten Endes unsere Hauptaufgabe ist. Bevor wir jetzt mit dem eigentlichen Interview starten, kommt nochmal die 60 Sekunden Challenge. 60 Sekunden Challenge hast du im Fragebogen schon einmal gesehen, dahinter standen noch drei Xs.

Diese drei Xs stehen stellvertretend für ein Wort, das ich dir gleich nenne und du kriegst dann ein Wort dazu da, das darfst du innerhalb von 60 Sekunden einmal alles sagen, was dir einfällt, was du damit verbindest, was du damit vielleicht auch persönlich verbindest. Dein Wort lautet Geographie und deine Zeit läuft jetzt. Geographie, ein ganz spannendes Thema, Geographie ist die Erklärung der Welt, die Beschreibung der Welt und da fällt alles drauf rein, was man sieht, was man hört, was die Welt ist, wie die Berge sind, warum die da sind, warum eine Stadt da ist, wieso ein Fluss da ist und natürlich auch die Nachhaltigkeit, dass das, was man sieht, auch noch lange da sein wird und wenn sich das verändert, warum sich das verändert. Also die Beschreibung der Erdoberfläche und Karten gehört für mich ganz persönlich ganz ganz groß zur Geographie, eins meiner Lieblingsthemen oder Bücher oder Hefte oder Zettel, irgendwelche Karten, Landkarten lesen, das ist Geographie.

Bitte schon fertig, sind die 60 Sekunden rum? Wir haben jetzt genau 45 Sekunden, aber das war auch eine super kompakte und sehr tolle Einleitung, die wir so einfach mal nutzen wollen. Ich habe mir ein paar Worte aufgeschrieben, worauf wir nachher nochmal wieder zurückkommen wollen. Bevor wir jetzt ein bisschen genauer auf das Greenkeeping eingehen und was der Greenkeeper Verband eigentlich macht, kommt nochmal die Frage, was hast du eigentlich bisher vorher gemacht, war es schon so am Anfang an, als Kind dein wirklicher Traumjob, den Greenkeeper Verband zu leiten, im Golfbereich zu arbeiten oder wie ist dein persönlicher Karriereweg so entstanden?

Ich muss echt sagen, mein Kindheitswunsch, Berufswunsch war, ohne wirklich zu wissen, was es ist, Geographie zu studieren. Seitdem ich wusste, dritte, fünfte Klasse, man kann Geographie studieren, wollte ich das, hatte dann zweimal mal wieder so Abwandlungen und letzten Endes bin ich da aber gelandet, wo ich gelandet bin, weil ich Landkarten einfach geliebt habe, wobei das Geographiestudium jetzt letzten Endes gar nichts mit Landkarten zu tun hat. Man lernt halt alles und ein Professor hat mal gesagt, sie wissen von ganz viel ein bisschen und müssen dann oder können dann ihre Experten dazuholen, verstehen aber das große und ganz und bringen alles zusammen und das fand ich einfach spannend, weil ich so vielseitig interessiert bin. Und ich habe dann mein Geographiestudium gemacht, war immer sehr sportbezogen, habe meine Diplomarbeit über Snowboarden und Tourismus geschrieben und habe am Ende angefangen zu golfen.

Und dann habe ich gehört, wow, Golf ist ja auch ein Berufsbild und bin dann Golfanlagenmanager geworden. Das habe ich 15 Jahre gemacht, mit zwei Jahren Industrieerfahrung zwischendrin, habe den Golfbetriebswett beim DGV gemacht, war sehr aktiv beim Golfmanagementverband, dem Berufsverband der Golfmanager, sorgte sehr viel an Tagungen und Treffen teilgenommen und 2015 wurde dann die Stelle der Geschäftsleitung im Queenkeeperverband frei und durch das Netzwerk habe ich das erfahren und fand das spannend, weil das dann wieder letzten Endes für mich so ein Kreis, der sich schließt und vom Management weg, wieder zurück auf, nicht wieder zurück, sondern auf die wieder draußen, was tut sich auf dem Platz, was ist Nachhaltigkeit, wie wird der Platz gepflegt und da die Queenkeeper zu unterstützen, dass sie eben die Platzpflege oder ihren Job richtig machen können als Verband, die da zu unterstützen. Das klingt auf jeden Fall alles super interessant, also gerade auch diese Vorliebe für Karten ist etwas, was ich persönlich so in der Stärke noch nie gehört habe, ich fand den Erdkundeunterricht zwar auch immer ganz gut, war dann aber auch total erstaunt, als man mir irgendwann sagte, dass dieser Globus gar nicht so detailgetreu ist, wie er eigentlich für mich aussieht und zum Beispiel so dieses Verhältnis aus Grünland und Afrika in der Realität eigentlich von der Fläche her ganz anders aussieht und spätestens da war ich raus. Lass uns aber weiter gehen zur nächsten Frage, denn nachdem du jetzt in die Golfbranche eingestiegen bist, ist das ja etwas, was in der breiten Öffentlichkeit noch gar nicht so bekannt ist, wie es eigentlich sein könnte, also wie es zum Beispiel in anderen Ländern wie in Schweden ist, wo Golf ja schon längst ein Breitensport ist, wie reagiert denn jetzt dein Umfeld darauf, wenn du sagst, du arbeitest für Golfanlagen und dann noch solche Wörter wie Greenkeeping mit ins Spiel bringst?

Auf Golfanlagen, als ich auf den Golfanlagen gearbeitet habe, wurde das eher von den Nicht-Golfern eher belächelt, was machst du, ja, man sitzt halt da rum und ja, man sitzt da rum und konnte keiner wirklich begreifen, was das ist, aber das ist, man sagt, das ist wie eine kleine Welt reagieren, man muss sich um alles kümmern, ich habe mich noch nie intensiv mit diversen Arten von Seifenspendern auseinandergesetzt, als wir für ein Clubhaus mal Neue brauchten, bis hin zu natürlich Kommanditistenveranstaltungen, Budgetplanungen und was alles dazu gehört, also sehr, sehr umfangreich und das wird oft gar nicht gesehen, auch vom Golfer oft gar nicht gesehen, weil was alles da hinten dranhängt, das ist ein mittelständiges Unternehmen mit teilweise 25 Mitarbeitern, wo man dann natürlich die Sorgen und Nöte und diese ganzen Probleme dann auch auf neue Mitarbeiter suchen, hier und dort und was da alles anfällt, wenn natürlich viele Menschen miteinander arbeiten. Das war sehr, das konnte man noch greifen, weil man Golfanlagen gesehen hat, jeder wusste oder fast jeder weiß, wo eine Golfanlage ist und das ging dann noch, aber als ich dann zum Greenkeeper-Verband gewechselt bin und dachte, ich leite jetzt den Greenkeeper-Verband, da habe ich eigentlich fast nur fragende Gesichter gesehen, weil erstmal ein Verband, es fühlt sich für viele angestaubt an und Greenkeeper, das hat kaum einer gehört vorher, der nichts mit Golf zu tun hat und da war einfach nur Irritation, was man macht, was das überhaupt ist. Ja gut, das kann ich sehr gut verstehen, ich erinnere mich nämlich immer noch an meine ersten Tage der Ausbildung auf der Golfanlage und ich hatte vorher ja wirklich auch keinen Zusammenhang zu Golfanlagen, hatte da überhaupt nichts mit zu tun und als ich dann das erste Mal auch das Wort gehört habe, du gehst jetzt auf die Driver Range, hä bitte was, wo soll ich hingehen? Da können wir nämlich jetzt super ansetzen, weil wir spielen jetzt so ein bisschen Wörter erklären und das Wort ist dann Greenkeeper, weil, nimm uns doch mal so ein bisschen mit auf die Reise, was ist eigentlich so ein Greenkeeper und was macht der so, vielleicht auch ein bisschen ausführlicher in dem Bereich des Head Greenkeepers, weil wenn ich so als Externer zuerst hingeguckt habe, auf den Greenkeeper habe ich gesehen, da sitzt jemand auf dem Rasenmeer und das war es dann und nachdem ich dann tatsächlich im Greenkeeping auch mal ein halbes Jahr gearbeitet habe, hat sich mein Bild doch sehr stark verändert und vielleicht kannst du uns hier sehr schön erklären, was eigentlich der Aufgabenbereich des Greenkeepers und des Head Greenkeepers so ist.

Also der Greenkeeper an sich ist ein Mensch, der im Sportrasenbereich arbeitet, ganz einfach so die Definition und auf einer Golfanlage ist das meistens so gestaffelt, man hat die Platzarbeiter, die die Mähen einfache Arbeit machen und dann kommt der Greenkeeper als nächste Stufe und der Head Greenkeeper ist die Führung des großen Bereiches auf der Golfanlage. Er ist der Chef des ganzen, kann ich sagen, Außenbereiches der Maschinen, der Platzpflege und die Platzpflege letzten Endes ist ja das größte Budget, was eine Golfanlage zu verwalten hat und ja das Aushängeschild, also eine Golfanlage wird am Platz letzten Endes gemessen. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, die an der Gastronomie gemessen wird, aber letzten Endes ist es ja der Platz, der schön ist, der Spaß machen muss, auf dem man vier, fünf Stunden verbringt und sein Spiel macht und der Greenkeeper ist dafür verantwortlich, dass das alles für den Golfer gut möglich ist, aber dann auch letzten Endes nicht nur einfach mäht und unendlich viel Dünger aufbringt und das Grün immer kurz mäht und wenn da mal irgendeine Krankheit drauf ist, dass dann sofort irgendwelche Pestizide oder Erscheinungs- und Pflanzenschutzmittel drüber wirft, sondern dann auch mit den Ressourcen, die ihm gegeben werden, dann auch nachhaltig umgehen. Also die Biotope mehr oder weniger pflegt und schützt und da schaut, dass das alles erhalten bleibt und auch eine ganze Menge für den Umweltschutz tut.

Jetzt hast du gerade eben auch schon gesagt, dass der Greenkeeper relativ viele Maschinen im Einsatz hat, also in so einer Greenkeeper-Halle, da steht ja meistens doch ein unglaublich großer Fuhrpark und je nach Anlage, auf der du bist, sind da ja wirklich teure, große, starke Geräte unterwegs. Als ich da mal im Büro des Head Greenkeepers drin war, stand da doch sehr viel an Computer-Zeugs, was er mir damals erklärt hat, damit überwacht er Regen und Wetter und guckt, wann er was machen muss. Was sind denn das so für technische Intensilien und Digitalisierungsmöglichkeiten, die sich die Greenkeeper da schon bedienen? Ja, das ist im Moment ein ganz, ganz, ganz spannendes Thema, finde ich.

Zum einen gibt es natürlich, wie du schon sagtest, die Wetterstationen, die die Temperatur aufzeichnen, die den Niederschlag aufzeichnen, die Maximal- und Minimal-Temperatur, den wo die stehen, Sonneneinstrahlung, Luftfeuchte, was es da auch alles für Messparameter gibt. Und im Idealfall sind diese Messeinrichtungen gekoppelt mit der Beregnung. Ich weiß, wie viel es wie wo geregnet hat und die Beregnung weiß dann auch, wie viel auszubringen hat. Aber da sind wir dann auch schon beim nächsten Thema, die Beregnung.

Die lässt sich auch mittlerweile aus dem Büro, von zu Hause, per App steuern. Man muss nicht mal jeden einzelnen Beregner anfangen, wie es früher war, und den dann per Hand rausschrauben, dass es beregnet, sondern jeder einzelne Beregnungsknopf lässt sich per App steuern, dass ich wirklich ganz, ganz gezielt die Ressourcewasser ausbringen kann, ganz gezielt auf die Trockenstellen bringen kann und umso natürlich Wasser spare. Und dann habe ich natürlich noch, wo jeder Greenkeeper mit arbeiten sollte, die Greenkeeper-Software, was früher Excel-Listen waren, in dem ich meine Arbeitszeit eingetragen habe, am besten noch handgeschriebene Arbeitszeit, Beginn und Ende, lässt sich heute alles mit der Software regeln. Und mittlerweile auch dann App gesteuert, das heißt, ich tu mich mit dem Handy registrieren, dass ich da bin, dass ich gehe, es werden oder es können dort die einzelnen Arbeitsschritte da aufgeführt werden, mit den Maschinen, die ich habe gekoppelt sein, wie viel Materialeinsatz ich habe, dass ich wirklich ganz kreuz und quer durch diese ganzen digitalen Hilfsmittel eine wunderbare Dokumentation rausbringen kann, wie, was, wann, wie gemacht wurde.

Und da gibt es ja immer mehr auch ein großer Punkt Digitalisierung, denkt man an autonomes Mähen, die Mäher, die mit einer App gesteuert werden, Mäher, die nicht mehr beaufsichtig fahren. Autonomes Mähen klingt jetzt natürlich sehr interessant, also viele von uns haben wahrscheinlich schon aus den USA oder Australien in einer Dokumentation in den Öffentlich-Rechtlichen gesehen, dass die Traktoren da auch für Satelliten gesteuert fahren. Ich weiß jetzt noch so, aus meiner Zeit im Greenkeeping dieses morgendliche Geschicklichkeitsspiel mit dem Rasenmähen, wenn wir dann tatsächlich das Fairway mähen und dann vielleicht doch etwas zu weit ins Semi-Rough reingehen, zack, kurz nicht aufgepasst, ist schon wieder alles gelb geworden, schaffen das denn die autonomen Mäher auch schon und wie ist da eigentlich so der Stand, also warum sehen wir das noch nicht? Ist das noch nicht gestattet oder welchen Weg müssen wir da noch gehen?

Das schaffen natürlich die autonomen Mäher, die sind ja, wie du schon sagtest, GPS-gesteuert, das ist einerseits aus der Landwirtschaft herausgekommen von den großen Maschinenhersteller, die jetzt die normalen Aufsitzmäher umrüsten, dass ich wirklich meine Spur GPS-gesteuert fahren lassen kann und dann auch die Bereiche vorher natürlich definiert habe wo ich fahren kann, wo ich fahren darf, dass ich nicht einfach dann, wenn ich morgens dann doch einschlafen sollte, quer durchs Raff mähe, das passiert also nicht, es gibt natürlich auch mit Düngung, die dann gesteuert ist, dass ich dann nicht einen Bereich doppelt dünge, einmal ist natürlich auch wieder ressourcensparend und dem Rasen tut es natürlich auch nicht gut, wenn ich den Bereich dann doppelt dünge und der über ernährt ist. Das sind die einen Bereiche, die wir haben, dann gibt es natürlich, nicht natürlich, es gibt dann auch Lenkunterstützungen, die nicht wirklich rein autonom sind, wie wir jetzt das reine autonome Mähen von Maschinen, die beaufsichtigt noch werden müssen, sondern da sitze ich drauf und habe auch GPS-gesteuert, meine Runden eingegeben, programmiert und er lenkt für mich, da sitze ich noch drauf, kann eingreifen, aber muss dann doch nicht so drauf achten, dass ich das Raff durchmähe oder mit dem Grünsmäher ab vom Grünen fahre und dann das Fährweh auf Grünsröhre mähen sollte, überspitzt gesagt, also da gibt es schon die Möglichkeiten, die auch immer, immer mehr genutzt werden, jetzt relativ neu oder ziemlich neu im Markt sind so überdimensionale Mäher wie Roboter, die wir aus dem Garten kennen, aber wirklich groß auf dem Fährweh mähen, auch autonomes Mähen dort und die müssen auch nicht mehr beaufsichtigt werden, das heißt, die können wirklich nachts mähen, die können nachts ohne Beleuchtung mähen, am besten auch noch elektronisch, dass sie auch keine Geräusche mehr machen und auch die die Anwohner nicht mehr stören, das jetzt relativ neu ist, es ist immer noch, man kommt an große Augen, was, unbetreutes Mähen, ist das rechtlich möglich, also da tut sich im Moment ganz, ganz, ganz viel, wird von allen Seiten geschaut, man ist da aber noch recht abwartend, was einfach teuer ist, es kostet aber um einiges mehr, was man nicht einfach mal sich, wenn man gut funktionierende Mäher hat, sich da eine Maschinenhalle dann umrüstet, aber ich denke, das wird immer mehr kommen, ich meine, diese kleinen Elektro-Mäher, die wir ja alle aus dem Garten kennen, die sind ja auch schon auf den meisten Golfanlagen, gerade ums Clubhaus zu sehen, die dann ihren Bereich mähen und die großen, ich denke, das wird, also wir gehen davon aus, dass wird immer mehr kommen und da gibt es ja nicht nur die Mäher, sondern auch die Ballsammler auf der Driving Range, da umherfahren und autonom schon die Bälle sammeln, also auch ein ganz spannendes Thema und auch hier tut sich in den nächsten Monaten sicher auch ganz, ganz, ganz viel. Du hast jetzt schon zu Rasenmähern und Rasenkrankheiten, Rasenschutzmitteln ganz viel gesagt und das kann ja jetzt nicht jeder bzw. jeder wird es können, wenn er die richtige Ausbildung dazu hat.

Wie werde ich denn jetzt eigentlich Greenkeeper und was muss ich wo dafür machen? Also in Deutschland gibt es, ja erst mal davor weggenommen, keine Ausbildung zum Greenkeeper. Mir sagen, man sollte bestenfalls, perfekt ist es, einen grünen Beruf lernen, ob ich jetzt einen Gala-Bau, also Garten- und Landschaftsbau-Ausbildung mache, das ist natürlich dann perfekt und danach bilde ich mich zum Greenkeeper bzw. Head Greenkeeper weiter, das ist eine Fortbildung, die wird von unseren Bildungspartnern angeboten.

Das ist die Doyle in Freising und die Doyle in Kempen. Dort werden diese Fortbildungen erst zum Greenkeeper angeboten, die ziemlich ähnlich sind, aber sich doch dann im Detail unterscheiden. Das ist aber ja, letztendlich, wenn mir gefragt werden, wo soll ich denn hingehen, sage ich mir, das muss jemand selbst entscheiden, wo ihm die Termine besser passen und so. Vom letzten Endes ist es einfach wichtig, dass man es macht, weil da lernt man mit den ganzen, ja dann unsere Bildungspartner, die zwei Doylen-Schulen und wir empfehlen auch jedem Greenkeeper dort eine Weiterbildung oder eine Fortbildung zu machen.

Weil da lernt man jetzt als Greenkeeper nicht nur einfach Rasen mähen und sein Wissen nur einzusetzen, also ich weiß, was ich machen muss und dann auch den Alternativen, was ist mit nachhaltiger Rasenpflege, die diversen Unterschiede zu sehen, weil jede Golfanlage ist anders. Ich kann nicht sagen, diese Pflege ist richtig und die wende ich jetzt überall auf jeder Golfanlage an, das ist ja das Spannende. Und als Greenkeeper kommt dann noch da oben dazu, ich habe Führungsaufgabe, ich habe die große Budgetverantwortung, ich muss wirklich Sachen herleiten, ich muss meinen Rasen beobachten, ich brauche letzten Endes ein Gefühl für meine Golfanlage, dass ich spüre, wo was passiert auf der Golfanlage und dann die Mittel, die ich habe. Mit Mittel meine ich jetzt nicht Pflanzenschutzmittel, sondern auch mechanische Mittel, die Möglichkeiten, Wassereinsatz, schaue wo ist jetzt Schatten, wo wächst was, auch Gräser, verschiedene Rasensorten, was für ein Sand verwende ich, diese Sachen auch richtig einzusetzen.

Das ist auch das, was wenn wir mit Golfanlagen reden und die sagen, sie suchen neue Greenkeepers, sie suchen jemand, sie brauchen Mitarbeiter, wo wir immer ganz, ganz viel Wert darauf legen, dass es auch ein Greenkeeper ist, der eine Deulerschule besucht hat, weil das Schöne am Greenkeeper ist, man fängt wirklich, man kann ganz unten anfangen und sich bis zum Head Greenkeeper auf einer Riesenanlage oder Course Manager, je nachdem, welche Wörter man verwendet, zu arbeiten und Head Greenkeeper werden unabhängig, ob man jetzt ein Studium geleistet hat oder nicht, sondern es gehört das Gefühl dazu, ordentlich mit dem Golfplatz umgehen zu können, seine Mitarbeiter richtig führen, zu motivieren, die Arbeitsschutzbestimmungen umzusetzen und natürlich letzten Endes auch mit dem Vorstand oder Geschäftsführung, je nach System, was ich habe, da auch richtig umzugehen. Ich muss ganz, ganz viel kommunizieren und ich glaube, das hat sich auch verändert so früher und das lernen die Head Greenkeeper in ihrer Fort- und Weiterbildung auch, die Kommunikation mit dem Vorstand, ihre Arbeiten zu erklären, den Golfplatz immer wieder, auch den Golfern zu erklären, dass die Maßnahmen, die gemacht werden müssen, gerade wenn ich nicht mehr so viele Pflanzenschutzmittel ausbringen kann, muss ich ja ganz viel mechanisch machen mit regelmäßig Sanden und Errifizieren, das dem Golfer auch erklären und immer wieder erklären und auch dem Vorstand erklären, warum ich einen neuen Rasmeter brauche, warum scharfe Messer wichtig sind, warum, warum, warum und das auch immer wieder erklären und dem Golfer dann auch näherbringen können, dass das Verständnis dann auch da ist. Ja, das ist natürlich auch ein sehr wichtiger Punkt, Vorstand und Golfspieler eben abholen zu können, denn ansonsten ist die Hälfte der Arbeit wahrscheinlich für die Katz. Um hier die Karriereleiter nochmal ein bisschen weiter zu verfolgen, die Karriereleiter des Greenkeepers.

Was kann ein Greenkeeper denn so gehaltlich erwarten? Was kann so ein Headgreenkeeper gehaltlich erwarten? Und von wo bis wo sind da die Grenzen gesetzt? Ganz, ganz unterschiedlich, auch ganz, ganz schwer was zu sagen.

Was wir feststellen ist, dass es ein ganz starkes Ost-West-Gefälle ist, dass in den neuen Bundesländern doch noch ein anderes Gehalt gezahlt wird, geringer wie jetzt in den Ballungsgebieten im Münchner Raum, im Großraum Köln. Das hängt aber auch letzten Endes wieder oder sollte davon abhängen, was für eine Fort- und Weiterbildung habe ich. Wenn ich auf einer der Dollar-Schulen war, muss ein ganz anderes Gehalt eigentlich gezahlt werden. Golf wird oft gesehen, dass es billig, billig sein muss.

Die Queenfee-Preise unterbieten sich und die Gehälter sind nicht so hoch, wie wir es gerne wünschen, damit auch diese Qualität bei den Greenkeepers da vorhanden ist, auch wirklich dann vorhanden bleibt. Da jetzt eine Zahl zu nennen, tue ich mich ganz, ganz, ganz schwer. Okay, jetzt habe ich im Vorfeld dieses Interviews natürlich schon so ein bisschen recherchiert, was so online alles zu finden ist und die Zahlen einfach mal zusammengefasst. Ganz schrecklich sieht es bei mir auf der Karte jetzt gerade im Bereich Mecklenburg-Vorpommern als auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt aus, während es entgegen im Süden schon wieder um einiges schöner ist.

Nordrhein-Westfalen natürlich auch, aber auch in Niedersachsen und Bremen, die Gehälter gar nicht mal so schlecht sind. Ich habe ein Minimalgehälter von 1900 Euro brutto und ein Maximalgehälter von 3200 Euro brutto für den Greenkeeper gefunden, was im Durchschnitt dann immer so irgendwo um die 2500 Euro brutto war. Und beim Greenkeeper ging es so zwischen 3500 Euro brutto los, ein bisschen zu tatsächlich fünfstelligen Summen, die ich da gefunden habe. Lässt sich das in etwa bestätigen?

Ja, das lässt sich bestätigen. Im Osten, wie die Bundesländer, die du schon nanntest, sind wirklich an dem unteren Ende auch überlegen, was können wir machen und immer wieder mit den Golfanlagen reden, dass das Wissen weitergegeben wird. Ja, gute Qualität kostet einfach so viel. Aber die Zahlen, die du genannt hast, lassen sich dann echt bestätigen.

Wobei ein Greenkeeper, der bei der Deula war, den würde ich schon über 3000 Euro ansiedeln. Das sollte er auf jeden Fall auch bekommen. Zurück, nachdem wir uns jetzt Golf angeguckt haben, auf den GVD, den Greenkeeperverband. Magst du uns hier einfach noch mal so ein bisschen erzählen, was ist das eigentlich, was sind eure Hauptaufgaben und was sind davon deine Hauptaufgaben, also was beschäftigt dich den Tag über?

Ja, wir sind der Verband der Sportrasenpfleger, wir sind steuerrechtlich anerkannt. Das ist dann natürlich eine Aufgabe, die ich machen muss. Wir haben Buchhaltung, wir haben eine monatliche Auswertung im engen Kontakt mit dem Steuerberater, um die rechtlichen Vorgaben auch einzuhalten. Wir haben einen Datenschutzer, mit dem wir uns austauschen bei Fragen, ob wir was machen können.

Das sind natürlich Arbeiten, die nach innen sind. Wir müssen in der Datenbank unsere Mitgliederstruktur aufrechtzuerhalten, die man nach außen hin nicht so sieht. Unsere Aufgaben nach außen gerichtet sind natürlich für unsere Mitglieder, Tagungen zu organisieren, Feldtage, Workshops. Machen wir Webinare jetzt ganz, ganz, ganz neu auf Bundesebene und auch unsere Veranstaltungen auf regionaler Verebene.

Da haben wir sechs Regionalverbände, die ganz stark in den Regionen vertreten sind und da den Kontakt zu den Greenkeeper halten und, wie es schon heißt, Kontakt zu den Greenkeeper, Kontakt untereinander halten. Das Netzwerken halte ich für ganz, ganz wichtig und dafür sind auch wir da, dass wir das Netzwerk, eine Plattform letzten Endes, für das Netzwerk darstellen. Öffentlichkeitsarbeit ist auch ein ganz, ganz großer Punkt. Pressearbeit und wir stehen im engen Kontakt mit den nationalen anderen Golfverbänden, die wir haben und auch mit den internationalen Greenkeeper-Verbänden, eng mit der FECA, die uns in Sachen Nachhaltigkeit unterstützt.

Da werden Projekte gemeinsam gestartet und natürlich auch sprachlich bedingt mit den zwei deutschen deutschsprachigen Nachbar-Greenkeeper-Verbänden in Schweizer und in Österreich. Da ist auch eine enge Zusammenarbeit, die wir tätigen. Wir haben natürlich auch eine ganze, ganze Menge Greenkeeper, die bei uns Mitglied sind oder Mitglieder insgesamt, die Fragen haben, die Wünsche haben, die Ängste haben, die Sorgen haben, die wir betreuen haben. Um kurz darauf einzugehen, über 1000 Mitglieder.

Das meiste sind unsere Greenkeeper, Head Greenkeeper und auch Platzarbeiter. Bei uns sind auch Golfklubsmitglied und natürlich auch Industrievertreter und Unternehmen selbst, die das Netzwerk letzten Endes alles zusammenleben. Nicht nur Netzwerken und nach Auskommunizieren ist unsere Aufgabe, sondern auch nach innen. Wir haben Musterverträge, wir haben Arbeitsblätter, wir haben Fachinformationen bei uns auf der Homepage, die wir überarbeiten oder auch überarbeiten lassen, die wir unseren Mitgliedern zur Verfügung stellen.

Und das muss auch alles gepflegt werden, aktualisiert werden, aktuell gehalten werden. Und bei Fragen und auch Ideen, die unsere Greenkeeper haben und auf uns zukommen, entwickeln wir dann auch neue Mustervorlagen, wenn diese gewünscht sind. Das gehört alles zu unseren Aufgaben, um für die Mitglieder letzten Endes dann auch da zu sein. Ich hatte mir gerade eben nur noch mal einen Punkt aufgeschrieben, den ich mir auch ganz am Anfang schon mal aufgeschrieben habe.

Ganz am Anfang war es der von dir genannte Punkt "Veränderung der Erde bzw. Veränderung der Erden" und gerade eben hast du auch noch gesagt "Wassersparen", was mich zu einem Thema bringt, das der Elgor bereits zu meiner Schulzeit sehr anschaulich beschrieben hat, nämlich den Klimawandel. Gerade unter den Bedingungen des die letzten zwei Sommer, da habe ich ja richtige Schreckensbilder von ausgetrockneten, komplett ausgetrockneten und braunen Golfplätzen gesehen. Wie ist da zur Zeit die Einstellung der Golfanlagen, aber auch der Greenkeeper und von euch im Verband und wie wird das angegangen?

Ja, den Klimawandel, den du angesprochen hast, merken natürlich wir auch auf den Golfanlagen ganz, ganz stark. Gerade die letzten zwei Jahre, die Hitze, die Trockenheit macht schon enorm aus und beeinflusst auch die die Arbeiten auf einer Golfanlage. Wenn ich nicht mehr genügend Wasser habe, um zu bewässern, muss ich mir Alternativen überlegen und diese Alternativen schudeln wir jetzt nicht nur Alternativen, was mache ich wenn es jetzt trockener wird, sondern die ganze nachhaltige Pflege. Das ist immer wieder Thema auf unseren Tagungen.

Wie gehe ich mit Wassermangel um? Wir haben immer wieder Themen zum Brunnenbau, zu Beregnung, zu auch Klimawandel an sich, was könnte auf uns zukommen und das ist ein Thema, der uns ganz, ganz stark beeinflusst in der Arbeit und wir aber auch in unseren Tagungen aufgreifen. Die Golfer merken es ja auch. Immer wieder ist der Golfplatz im Sommer wegen kurzen, heftigen Gewitterschauern über längere Zeit gesperrt.

Das war bei mir die Statistiken sicher vergleicht zu früher nicht so extrem, wie es jetzt auch ist mit lokalen Unwettern, mit kurzen lokalen heftigen Stürmen und das beeinflusst natürlich schon das Arbeiten auf der Golfanlage und wir greifen das als Thema natürlich auf, um da unsere Mitglieder auch zu unterstützen. Nicht nur zu unterstützen, sondern auch die Kommunikation mit den anderen Golfverbänden in dieser Hinsicht weiter voranzutreiben, mit denen den Klimawandel und die Auswirkungen auf die Pflege auch zu diskutieren und denen auch zu zeigen, was für Möglichkeiten das Screenkeeping auch hat. ", also mit welchen Gedanken, beruflichen Gedanken gehst du abends tatsächlich schlafen und wachst morgens auf? Was mich wirklich beschäftigt, noch keine wirkliche Lösung gefunden habe, sonst würde ich mich nicht da so intensiv mit beschäftigen, wie kann ich den Respekt für die Queenkeeper erhöhen, der oft fehlt, kurz ausholen.

Auch wir haben Fachkräftemangel, es gibt immer weniger, die Queenkeeping machen wollen und immer mehr, die in den Beruf drin sind. Diesen Beruf als Berufung sehen, ihren Beruf lieben, aber aufhören, weil sie dem Druck und dem Umgang nicht mehr gewachsen sind, es ist ein häufiger Vorstandswechsel und sagen, ich kann nicht mehr, mein Budget wird noch zusammen geschrumpft, wird gekürzt, aber die Witterungsbedingungen, über die wir eben gesprochen haben, alles ändert sich, ich muss mehr Arbeitsmittel einsetzen, ich muss anders arbeiten und mit dem Druck oder mit dem Umgang, der mir gebracht wird, will ich nicht mehr und da überlege ich, wie kann man den Respekt oder den Respekt untereinander erhöhen, dass das wieder ein spannender Beruf ist und dass es nicht nur des Queenkeepers, sondern auch den Räufanlagen allgemein wieder respektvoll mit den Mitarbeitern umgegangen wird. Also faire Jobs auf Räufanlagen gibt und das ist, man kann fast sagen, eine Herzensangelegenheit und da fehlt mir die Idee, dass da wirklich der Respekt bei den Gästen, die dort ihre Freizeit verbringen und die versuchen, wir versuchen alles so schön wie möglich für die zu machen, das geht von der Rezeption über Restaurant über alle Bereiche einer Wolf-Anlage, natürlich auch die Queenkeeper, die mähen, die immer nur im Weg sind, dass da ein respektvoller Umgang miteinander herrscht und der Beruf nicht nur Spaß macht, sondern die Berufung auch weiter wirklich bis zur Rente ausgeführt wird und gerne gemacht wird und dann die Bezahlung auch da ist. Und das meine ich auch mit Respekt, der Beruf respektiert wird und da auch eine angemessene Bezahlung ist zu der Ausbildung, zu der Weiterbildung, die die haben, zu dem Wissen, den die haben.

Das macht mir Sorgen, ist fast zu viel gesagt, aber wie bekomme ich das immer an die Öffentlichkeit, weil das wird einfach nicht gerne vom Golfer, wird nicht so gerne gehört. Und da könnte ich dich auf jeden Fall sehr gut verstehen. Ich durfte ja während dieses Interviews auch schon kurz ein oder zweimal auf meine eigene Ausbildung auf der Golfanlage anspielen und als Auszubildender kommst du halt durch alle Bereiche und wenn das da noch im Golfhotel ist, dann bekommst du glaube ich doppelt so viel mit, weil du wirst von den Golfern gesehen im Caddy Master, du wirst an der Rezeption gesehen des Hotels, du wirst im Sales und Marketing Bereich gesehen, wenn denn vorhanden. Du wirst im Greenkeeping gesehen und jedes Mal trägst du natürlich eine unterschiedliche Kleidung und hast eine unterschiedliche Funktion und ich habe da von meiner Seite aus ganz stark gemerkt, dass ich von den Golfgästen, Golfmitgliedern sehr unterschiedlich behandelt wurde, je nachdem in welcher Position ich gerade eingesetzt war.

Von daher hoffe ich mir, ich halte mir da auch eine Verbesserung, weil Greenkeeping ist ein harter Job, das ist ein Knochenjob, eine Saison, die jetzt durch den Klimawandel wahrscheinlich auch immer noch länger wird. Die geht auch in die Knochen, das kostet Kraft und das sollte auch dementsprechend gewürdigt werden. Wir nähern uns so langsam aber auch schon dem Interviewende und da geht eine Frage noch mal in eine ganz persönliche Richtung, denn du hast ja jetzt schon viele viele Jahre Berufserfahrung unter anderem. Ich glaube dieser Monat ist ja sogar dein fünfjähriges Jubiläum beim GVD und dementsprechend hast du ja schon sehr viel Karriereerfahrung.

Was hast du in deiner Karriere denn für Learnings gemacht, für Fehler gemacht, für wirklich Erfahrungen gemacht? Du im Nachgang sagen kannst, das war wichtig und das hat dich in deiner Karriere wirklich weitergebracht. Ganz ganz wichtig war für mich der Austausch mit Kollegen. Ich habe ganz am Anfang meinen Golfbetriebsfeld beim DGV gemacht und die ersten Menschen kennengelernt, die dasselbe beruflich machen wie ich und da hat sich ein ganz ganz starkes Netzwerk ausgebildet.

Ich war auch beim Management, Golfmanagementverbandmitglied, war dort auch regelmäßig bei den Tagungen und Treffen dabei und da war natürlich die Themen die bearbeitet wurden wie auch bei mir, die Fachthemen wichtig, interessant, aber ganz ganz wichtig war das was in den Pausen war, was nachher abends beim Essen besprechen wurde, dass man sich gegenseitig kennenlernt, weil jeder hat die gleichen Probleme oder ähnliche Probleme und irgendeiner weiß, kennt auf jeden Fall einen, der einem weiterhelfen kann und was wir eben sagten mit diesem Druck oft umzugehen, hilft oft zu hören, dem anderen geht es genauso, der hat genauso Probleme damit, nicht fertig zu werden oder das und das passt nicht und die gleichen Sorgen und allein das hilft schon und das war für mich ganz ganz ganz wichtig, ein intensiver Austausch mit den Kollegen und dort auch immer dran teilzunehmen und selbst wenn es im Sommer in der Hauptzeit war, in der Saison, immer wieder an den Netzwerken dran teilzunehmen und ja da auch zu merken jetzt nach über 20 Jahren in der Branche, wie man früher war, doch nicht so entspannt wie jetzt und ich würde sagen das waren dann auch so die Fehler, alle so ein bisschen verbissen zu sehen oder perfektionistisch und alles ein bisschen lockerer zu sehen und die Mitarbeiter auch respektvoll zu behandeln und zuzuhören, da war man früher vielleicht etwas restriktiver oder nicht so offen oder verkrampfter in vielen Sachen, da denke ich mir Gott, wenn ich früher diese Lockerheit gehabt hätte, wie ich sie heute habe, mit Sachen umzugehen, was heißt aber nicht ernst zu nehmen, sondern ein bisschen Abstandssachen zu betrachten und dadurch vielleicht den Überblick nicht zu verlieren, das hätte ich mir damals gewünscht am Anfang. Klingt auf jeden Fall noch einen sehr wichtigen Learning, was du da gemacht hast. Wir kommen jetzt zum Ende dieses Interviews von meiner Seite aus, bleibt nur zu sagen ganz herzlichen Dank, dass du heute da warst, es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dieses Interview mit dir führen zu dürfen und die letzten Worte des Podcasts, dieser Podcastfolge gehen nochmal an dich, falls du noch einen letzten Appell, Tipp, Wunsch, irgendwas an die Golfbranche oder die, die es irgendwann werden wollen, hast, dann gerne jetzt. Ja, erstmal auch ganz, ganz herzlichen Dank an dich, hat mir ganz viel Freude gemacht und mir sagt das Appell an die, die es werden wollen, Netzwerken, redet mit anderen, redet Kommunikation, das hilft so viel und seid offen zueinander und geht dann wirklich respektvoll miteinander um und gebt auch das Wissen, was ihr erlangt an andere weiter, an andere Kollegen, an eure Nachfolger, an Mitarbeiter, weil das alte Wissen, was erworben wurde, sollte auch nicht verloren gehen, das ist wie manchmal Omas Wissen, Hausmittelchen, die manchmal dann doch helfen, die in Vergessenheit geraten sind, das angehende Queenkeeper weiterzugehen und die auch einfach mitzunehmen.

Wunderbar, dann ganz herzlichen Dank für deine Abschlussworte und uns bleibt nur noch zu sagen, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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Jobs im Golf Business Podcast, Willkommen zu Folge 0

04.11.2020 · 3:02

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Jobs im Golf Business, der Podcast von der Golfbranche für die Golfbranche. Es erwarten dich spannende Interviews und Business Insights. Alle in der Sendung genannten Infos findest du im Anschluss in den Show Notes. Herzlich willkommen beim Jobs im Golf Business Podcast, dem Podcast, in dem Unternehmer, Manager und weitere spannende Persönlichkeiten, die die Geschicke im Golf Business lenken, zu Wort kommen und in kurzweiligen Interviews Rede und Antwort stehen.

Wir sprechen über wichtige Veränderungen in der Golfbranche, so zum Beispiel Digitalisierung, autonomes Mähen, Klimawandel oder die Umstrukturierung der aktuellen Business Modelle. Interviewgäste aus den verschiedensten Golf-Teilbranchen sprechen über ihren persönlichen Karriereweg und geben Tipps und Tricks für eine spannende Karriere im Golf Business. Ob Greenkeeper, Verwaltung, Golf Sekretariat oder Management, dieser Podcast ist für alle geeignet, die sich für den Wirtschafts- und Karrierezweig der Golfbranche interessieren. In der Golfindustrie ist kein Tag wie der andere.

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